Demo gegen "Uber Pop" und Co: Taxifahrer gehen auf die Straße

11.06.2014

Am Mittwoch wollen bundesweit tausende Taxifahrer in Großstädten gegen die vermeintlich rechtswidrige Billig-Konkurrenz durch Online-Angebote und Apps wie "Uber Pop" demonstrieren. Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband ruft gar zum "weltweiten Aktionstag gegen Schwarzkonkurrenten" auf.

Mit "Uber Pop", "WunderCar", "Lyft" und Co sollen aus Privatleuten Privatchauffeure werden. Die umstrittenen Online-Dienste bieten die Vermittlung von Fahrten über ihre Apps und Internetportale an. Profitieren sollen dabei Privatleute, die sich mit kurzen Fahrten ein Zubrot verdienen wollen, vor allem aber die potentiellen Fahrgäste. Sie sollen gegenüber regulären Taxifahrten rund 20 bis 40 Prozent sparen.

Gegen dieses Geschäftsmodell wollen Taxifahrer in Berlin, Hamburg, Köln und anderen bundesdeutschen Großstädten Protestzüge veranstalten. Nach Angaben des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes wollen auch in London, Paris, Mailand, Madrid, Lissabon, Sao Paulo und Chicago die Taxifahrer gegen die "ungesetzlichen Machenschaften" auf die Straße gehen.

Sie sehen ihre Existenz durch die "Schwarzkonkurrenten" bedroht. Ihrer Meinung nach handelt es sich bei den Online-Diensten um ein kommerzielles Angebot und nicht etwa um eine Vermittlung von Fahrten zum "Selbstkostenpreis" beziehungsweise gegen ein "freiwilliges Trinkgeld". Auf Widerstand stößt auch, dass sich die private Konkurrenz nicht an die gesetzlichen Bestimmungen für Taxifahrer, wie etwa die Beförderungspflicht, halten müsse.

Ähnlich sah dies nach Informationen von tageschau.de auch die Wirtschaftsbehörde in Hamburg. Sie habe dem Dienst "WunderCar" die Fahrtenvermittlung untersagt, da es sich um ein nicht registriertes gewerbliches Angebot handle. 

mbr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Demo gegen "Uber Pop" und Co: Taxifahrer gehen auf die Straße . In: Legal Tribune Online, 11.06.2014 , https://www.lto.de/persistent/a_id/12231/ (abgerufen am: 25.06.2024 )

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