Mehr deutsche Musik im Radio gefordert: Bürger­ini­tia­tive zeigt Landes­funk­haus an

10.09.2015

Die Initiative "Für mehr deutsche Musik im Radio" hat bei der Staatsanwaltschaft Schwerin Anzeige wegen Diskriminierung gegen die Direktorin des Landfunkhauses Schwerin und den Chefredakteur des Senders NDR 1 Radio MV gestellt.

Schon im April starteten die Mitglieder der Bürgerinitiative "Für mehr deutsche Musik im Radio" eine Petition zu ihrem Anliegen im Landtag. Im NDR-Landesfunkhaus Schwerin kündigte man indes an, beim bisherigen Konzept zu bleiben und das Programm weiterhin breit gefächert zu gestalten. Daraufhin haben die Mitglieder der Initiative "wegen Diskriminierung" Anzeige gegen Landesfunkhaus-Direktorin Elke Haferburg und den Chefredakteur des Senders NDR 1 Radio MV, Joachim Böskens, erstattet. Einen entsprechenden Bericht des Nordkurier bestätigte der Vorsitzende der Bürgerinititative, Willi Behnick gegenüber dpa.

Die Initiative fordert überwiegend deutschsprachige Musik auf dem Sendekanal NDR 1 Radio MV. Ein Anteil von derzeit 80 Prozent englischsprachigen Titel im Musikprogramm sei eindeutig zu viel, sagte Behnick. Viele ältere Menschen verstünden kein Englisch. Die Gruppe der über 60-Jährigen stellt derzeit den größten Höreranteil von NDR 1 Radio MV.

Schon zur Petition von April hatte Haferburg die Musikauswahl als das Ergebnis wissenschaftlich fundierter Medien- und Marktforschung bezeichnet. Ziel sei es, so viele Höhrer wie möglich zufriedenzustellen. Deutscher Schlager polarisiere hingegen, jüngere Hörer könnten abschalten.

dpa/ms/LTO-Redaktion

 

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Mehr deutsche Musik im Radio gefordert: Bürgerinitiative zeigt Landesfunkhaus an . In: Legal Tribune Online, 10.09.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/16863/ (abgerufen am: 28.01.2023 )

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