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CAS bestätigt Beiß-Sperre von Suárez: Trainieren erlaubt, Spielen nicht

14.08.2014

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat die viermonatige Sperre für Uruguays Fußball-Nationalspieler Luis Suárez nach dessen Beißattacke bei der WM bestätigt. Die Strafe stehe "grundsätzlich im Verhältnis zur begangenen Straftat", teilte der CAS am Donnerstag mit.

Der 27-Jährige dürfe bei seinem neuen Verein FC Barcelona zwar trainieren, das Spielverbot bis zum 26. Oktober bleibe aber bestehen. Auch die Sperre von neun Pflicht-Länderspielen, die der Fußball-Weltverband FIFA Ende Juni verhängt hatte, wurde bestätigt. Die Fifa hatte zuvor bereits den Einspruch von Uruguays Fußball-Verband gegen die Sperre von Stürmerstar Luis Suárez zurückgewiesen und Suárez mit einer Geldstrafe in Höhe von 84.000 Euro belegt.

Die Sanktion, ihn vier Monate lang für sämtliche Fußball-Aktivitäten zu sperren, sei aber "übermäßig", urteilte das höchste Sportgericht. Sie gelte nur für offizielle Spiele, Suárez dürfe sowohl trainieren als auch an "Werbeterminen und Veranstaltungen" teilnehmen. Er wird dem FC Barcelona nun sowohl in der spanischen Liga als auch in der Champions League fehlen. Die Möglichkeiten Suárez', die Strafe noch länger hinauszuzögern, sind somit erschöpft.

Ob er bei "El Clásico" auflaufen kann, dem Ligaspiel zwischen Barça und Real Madrid, steht noch nicht fest - das Duell der beiden Rekordclubs kann noch entweder auf den 25. oder den 26. Oktober terminiert werden.

Beim WM-Vorrundenspiel gegen Italien hatte Suárez in Brasilien seinen Gegenspieler Giorgio Chiellini gebissen. Der CAS hatte den Torjäger am vergangenen Freitag zu dem Vorfall angehört.

dpa/age/LTO-Redaktion

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CAS bestätigt Beiß-Sperre von Suárez: Trainieren erlaubt, Spielen nicht . In: Legal Tribune Online, 14.08.2014 , https://www.lto.de/persistent/a_id/12899/ (abgerufen am: 15.08.2020 )

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