Allensbacher Berufsprestige-Skala 2011: Rechts­an­walt schlägt Pfarrer

13.05.2011

Befragt wurden 1803 Personen in Deutschland und das Ergebnis ist überraschend: Rechtsanwälte genießen in der Bevölkerung höheres Ansehen als Pfarrer oder Diplomaten. Das war nicht immer so und ist auch nicht allein auf Verdienste der Anwaltschaft zurück zu führen.

Immerhin 29 Prozent der Befragten gaben an, dass Rechtsanwalt ein Beruf sei, den sie am meisten schätzen und vor dem sie die meiste Achtung haben. Damit rangieren Anwälte vom Ansehen her knapp vor Pfarrern und Geistlichen, die auf 28 Prozent kommen.

Lag deren Wert im Jahr 2008 noch bei 39 Prozent, brachten die folgenden Jahre herbe Verluste für das Ansehen der Kirchenmänner. Skandale und Aufdeckungen rund um die Kirche führten zu einem Ansehensverlust wie zuletzt im Jahr 1972.

Ungeschlagen an der Spitze steht weiterhin der Arzt. Auf die vorgelegte Frage, welche fünf Berufsgruppen am meisten geschätzt und mit höchster Achtung betrachtet werden, entschieden sich 82 Prozent für die Männer in weißen Kitteln. Knapp dahinter folgen deren Kolleginnen, denn Krankenschwestern werden von 67 Prozent ähnlich geschätzt.

Das Schlusslicht bilden Fernsehmoderatoren und, kaum verwunderlich, Banker mit jeweils vier Prozent. Auch Politiker, in den siebziger Jahren stets mit über 22 Prozent vertreten, genießen heute nur noch bei sechs Prozent der Bevölkerung hohes Ansehen.

ssc/LTO-Redaktion

 

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Zitiervorschlag

Allensbacher Berufsprestige-Skala 2011: Rechtsanwalt schlägt Pfarrer . In: Legal Tribune Online, 13.05.2011 , https://www.lto.de/persistent/a_id/3275/ (abgerufen am: 23.05.2024 )

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