LTO.de - Legal Tribune Online - Aktuelles aus Recht und Justiz
 

Urteil wegen falscher Verdächtigung rechtskräftig: Gina-Lisa Loh­fink muss 20.000 Euro zahlen

16.11.2017

Das Urteil gegen Gina-Lisa Lohfink wegen falscher Verdächtigung ist rechtskräftig. Weil sie zwei Männer beschuldigte, sie vergewaltigt zu haben, muss sie nun 20.000 Euro zahlen. 

Gut fünf Jahre nach einer angeblichen Vergewaltigung ist der Prozess gegen die ehemalige Germany's next Topmodel-Teilnehmerin Gina-Lisa Lohfink wegen falscher Verdächtigung endgültig abgeschlossen. Das Amtsgericht (AG) Berlin-Tiergarten verurteilte Lohfink schriftlich ohne mündliche Verhandlung zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro, teilte Gerichtssprecherin Lisa Jani am Donnerstag mit. Ihre bisherigen Vergewaltigungsvorwürfe darf sie auch nicht mehr äußern. 

Lohfink hatte behauptet, im Juni 2012 von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein. Dabei sollten K.-o.-Tropfen im Spiel gewesen sein, was jedoch von einem Gutachter widerlegt wurde. Auch für ihre übrigen Behauptungen sahen gleich zwei Instanzen keine Hinweise.  Vielmehr habe es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt. So bestätigte das Kammergericht (KG) im Februar sowohl den Schuldspruch des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten als auch die von diesem festgesetzte Anzahl der Tagessätze. Wegen der falschen Verdächtigung sollte Lohfink demnach 20.000 Euro zahlen.

Die Höhe der Tagessätze musste aber neu verhandelt werden, weil das KG für das angenommene Einkommen von Lohfink keine ausreichende Grundlage sah. In dem jetzigen Beschluss des AG ist nun eine identische Summe festgelegt: 80 Tagessätze zu je 250 Euro. Das nach der teilweisen Zurückverweisung nun zuständige Abteilung des AG hat nach eigenen Angaben bei den Ermittlungen zur Feststellung von Lohfinks tatsächlichem Einkommen "auch bei Fernsehsendern nachgefragt". Auf dieser Grundlage sei der Tagessatz von 250 Euro errechnet und - mit Zustimmung der Verteidigung des Models und der Staatsanwaltschaft per Beschluss festgesetzt - worden. Lohfink trägt auch die Kosten des Verfahrens, von der Staatsanwaltschaft, die auch zuständige Vollstreckungsbehörde ist, wird sie bald eine entsprechende Zahlungsaufforderung erhalten.  

Der Prozess, in dem unter anderem Videos von dem Abend der angeblichen Vergewaltigung gezeigt wurden, hatte deutschlandweit Aufsehen erregt und polarisiert. Die einen sahen das Model als Vorkämpferin für die Rechte von Frauen, andere vermuteten eine bloße Inszenierung. Auch Frauenrechtler wie Alice Schwarzer hatten sich in die Debatte eingeschaltet.  

dpa/mam/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Urteil wegen falscher Verdächtigung rechtskräftig: Gina-Lisa Lohfink muss 20.000 Euro zahlen . In: Legal Tribune Online, 16.11.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/25575/ (abgerufen am: 24.06.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 16.11.2017 18:01, IJ

    Fraglich, ob der Rufmord vergolten werde kann. ABR.

    • 23.11.2017 16:25, Gerhard Krause

      Das fand doch alles im heimatlichen Milieu statt. Was gibt's da zu morden?

  • 17.11.2017 04:08, @topic

    Na endlich.

    "Ja, ich will nen Dreier" heisst eben "Ja, ich will nen Dreier".

    Und nur weil einer das hinterher peinlich ist, darf man eben noch lange keine Vergewaltigungs-Geschichten erfinden.

    Auch wenn die Emma und Alice Schwarzer sich jetzt bestimmt gaaaaanz doll ärgern

  • 18.11.2017 12:09, Hans Istegal

    Der Fall zeigt nur, dass die durchschnittliche deutsche Bevölkerung urteilt ohne hinreichend Informationen zu haben. Lasst die Verurteilung, Verteidigung und Anklage lieber mal Juristen machen und nicht aufgebrachte Bürger durch die BILD-Zeitung.

    • 20.11.2017 08:43, Urs

      War das nicht die EMMA?

  • 23.11.2017 17:35, Geld !

    Jedoch scheint Frau Lohfink entgegen Ihrer Aussage gut Geld zu verdienen - die Herren hat doch eh schon jeder vergessen - also keinen Schaden für diese !

    Meine Frage, wie hat die Staatsanwaltschaft die Klage eigentlich abgesichert die voll nach hinten losgegangen ist ?

    • 27.11.2017 15:48, @Geld!

      "Die Staatsanwaltschaft hat die Klage abgesichert"

      Meine Güte, Du hast ja vorne und hinten nicht den leisesten Schimmer von Strafrecht. Alter Verwalter.

  • 23.11.2017 20:28, penisgenozid.tk

    Richtig! Toll! Jungs sie sind gut! Weiter so!
    Wenn du uns kein Sex gibst, dann verrecke blöde Votze. Wir wollen ficken. Gebt uns Frauen kostenlos. Gebt uns Sex kostenlos. Wir Arme haben kein Geld. Wir sterben ohne Sex. Wir wollen ficken.

    • 27.11.2017 15:53, penisgenozid.tk

      https://drive.google.com/file/d/0B2wfRlTz_9PBZWhFc2JxUmRWS1U/view

  • 23.11.2017 23:05, Elena Glossoti

    Verrecke du und deine Staatsgenosen Focilius AG

    • 27.11.2017 15:49, @Elena

      Und ein weitere Kommentar aus der Kategorie "Wo haben sie die denn rausgelassen"

      Können wir in der Klappse mal das WLAN abschalten bitte?

    • 27.11.2017 15:57, penisgenozid.tk

      als Geisteskrank in Deutschland zu sein, ist mehr besser, hat man davon nur Vorteile!

    • 28.11.2017 18:38, @penis

      Das ist "mehr besser"... Ja neee.. Is klar. Deutsch ist nicht Deine Muttersprache, oder

    • 28.11.2017 18:50, penisgenozid.tk

      als Geisteskrankes Arschloch kassiere ich 1250 EUR, muss nicht arbeiten, keine StrafVerantwortung und verfüge tolle warme 40m² Wohnung!
      Ich sitze auf deinem Nacken, scheiße auf dein Schädel drauf und du fütterst mich durch!
      Deutschland ist ein Paradiese für Geisteskranke!
      Irgendwo in idiotischen Staaten hätten mich längst umgebracht, aber hier machen um mich Sorge rund um die Uhr!

Mitreden? Schreiben Sie uns an leserbrief@lto.de

Eine Auswahl der Leserbriefe wird in regelmäßigen Abständen veröffentlicht. Bitte beachten Sie dazu unsere Leserbrief-Richtlinien.