Ehemalige VW-Manager stehen vor Gericht: Zwangs­pause im Diesel-Straf­pro­zess

29.03.2022

Eine Corona-Infektion steht der kurzfristigen Fortsetzung des Diesel-Strafprozesses gegen vier ehemalige Manager von VW im Weg. Das Gericht will die Beweisaufnahme Mitte April fortsetzen.

Der Diesel-Strafprozess gegen vier frühere Führungskräfte von Volkswagen wird erst nach Ostern fortgesetzt. Wegen der Corona-Erkrankung eines Beteiligten wurden zwei Verhandlungstermine für diese Woche aufgehoben, wie das Landgericht Braunschweig am Dienstag mitteilte. Die Beweisaufnahme in dem Betrugsverfahren soll demnach am 19. April fortgesetzt werden.

Damit verläuft der im September 2021 gestartete Prozess weiter schleppend. Schon zuvor fielen regelmäßig Termine aus. Zum Auftakt entschied das Gericht, Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn aufgrund eines medizinischen Gutachtens noch nicht in den ersten Verhandlungskomplex einzubeziehen und den Verfahrensteil abzutrennen.

Den vier jetzt vor Gericht stehenden Männern wird unter anderem gewerbs- und bandenmäßiger Betrug mit Täuschungsprogrammen in der Abgassteuerung von Millionen Dieselautos vorgeworfen. Bis in den Sommer 2023 sind insgesamt mehr als 130 Verhandlungstage geplant. Die unter dem Namen Dieselgate bekannte Affäre war im Herbst 2015 publik geworden.

dpa/sts/LTO-Redaktion

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Ehemalige VW-Manager stehen vor Gericht: Zwangspause im Diesel-Strafprozess . In: Legal Tribune Online, 29.03.2022 , https://www.lto.de/persistent/a_id/47981/ (abgerufen am: 30.11.2022 )

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