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Berufsanerkennungsrichtlinie: Rechts­aus­schuss streicht buß­geld­be­wehrte* Fort­bil­dungspf­licht

von Pia Lorenz

08.03.2017

Das Gesetz zur Umsetzung der Berufsanerkennungsrichtlinie hat den Rechtsausschuss des Bundestages passiert. Nun ist auch klar: Eine allgemeine Fortbildungspflicht für Rechtsanwälte wird es voraussichtlich nicht geben.

Der Rechtsausschuss des deutschen Bundestags hat am Mittwoch nach mehreren Vertagungen einen Entschluss über das Gesetz zur Umsetzung der Berufsanerkennungsrichtlinie getroffen.

Mit dem Gesetz sollen diverse Änderungen an ganz unterschiedlichen Stellen des Rechts rund um den Anwaltsberuf vorgenommen werden. Die wohl strittigsten unter ihnen sind nun offenbar endgültig vom Tisch: Die geplante und sowohl von Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) als auch dem Deutschen Anwaltverein (DAV) begrüßte allgemeine bußgeldbewehrte Fortbildungspflicht für alle Anwälte wird es voraussichtlich nicht geben. Dies bestätigten gegenüber LTO mehrere Quellen.

Das Bundesministerium der Justiz (BMJV) hatte bei der notwendigen Umsetzung der Richtlinie geplant, die Satzungsversammlung zu ermächtigen, Festlegungen zur Fortbildungspflicht zu treffen. BRAK und DAV, die sich in im Einzelnen unterschiedlicher Ausprägung seit Jahren für eine Fortbildungspflicht aussprechen, hatten sich damit sehr zufrieden gezeigt.

"Ungerechtfertigte Eingriffe in die Berufsfreiheit"

Zu früh gefreut - das ließen schon die monatelangen Verschiebungen, Vertagungen und Änderungen der Tagesordnung im Rechtsausschuss wie auch im Bundestag erahnen. Es wurde deutlich, dass vor allem die Union sich gegen eine Fortbildungspflicht positionierte, auch auf Kompromissvorschläge der SPD konnte man sich nicht einigen.

Es solle keine "ungerechtfertigten Eingriffe in die Berufsfreiheit" geben, die nur Seminaranbietern nützten, hieß es von der rechts- und verbraucherpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion der CDU/CSU im Februar. Kompetenz und Erfolg seien die beste Werbung, weshalb sich schon jetzt rund 90 Prozent der Anwälte freiwillig fortbildeten. Der Bundestag soll nun über den Entwurf des Rechtsausschusses entscheiden, der keine Regelungen zur Fortbildung enthält.

Die BRAK bedauerte das in einer noch am Mittwoch abgegebenen Presseerklärung: "Wir brauchen klare Regelungen, um die Qualität der anwaltlichen Arbeit zu sichern und zu stärken. Nur mit der Qualität ihrer Beratung wird die Anwaltschaft mittelfristig im Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben."

*Überschrift klarstellend korrigiert (nicht die bereits de lege lata bestehende, nicht sanktionierbare Fortbildungspflicht, sondern nur die geplante Ermächtigung der Satzungsversammlung zur Konkretisierung wurde gestrichen, 15.09.2017, 15:10h

Zitiervorschlag

Pia Lorenz, Berufsanerkennungsrichtlinie: Rechtsausschuss streicht bußgeldbewehrte* Fortbildungspflicht . In: Legal Tribune Online, 08.03.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/22317/ (abgerufen am: 19.01.2020 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 08.03.2017 18:47, Klugscheisser

    Damit hat die rechts- und verbraucherpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion der CDU/CSU genau meine Argumente übernommen, die ich hier auf LTO bereits am 25. Januar ("Gott sei Dank...") gepostet hatte:

    http://www.lto.de/recht/job-karriere/j/anwaelte-brao-reform-keine-aenderungen/

    • 09.03.2017 10:25, Gunther Marko

      Dann wissen Sie ja wohl sicherlich, wen Sie im September wählen werden, werter "Klugscheisser" (oder was oder wer Sie auch immer sein mögen bzw. sein wollen).

      Ich meine sogar, man sollte aus guten Gründen tunlichst nicht nur auf eine "bußgeldbewehrte Fortbildungspflicht", sondern vielmehr komplett auf die "BRAK", deren "Regionalkammern" und den "DAV" (womit natürlich nicht der Deutsche Alpenverein gemeint sein soll) verzichten.

      Empfehlung:
      Weitermachen !

      Beste Grüsse
      Gunther Marko, Donnerstag, 9. März 2017
      www.ramarko.de

  • 08.03.2017 20:39, BT

    Dann können wir ja auch gleich den Medizinern sagen, dass Fortbildungen völlig überflüssig sind. Das säuberte den juristischen Arbeitsmarkt dann auch innerhalb weniger Jahre durch natürliche Rotation.
    Die Juristen U 60 dürften sich mit einer Fortbildungspflicht nun wirklich nicht schwer tun. Aber solange der Gerontensturm tobt, darf man ja keine bahnbrechenden Neuerungen und Fortentwicklungen des Berufes erwarten.

    • 09.03.2017 13:24, ULLRICH DOBKE

      Diesen Schwachsinn eines jungen Juristen (?) kann man nun wirklich nicht beantworten. Bemerken möchte ich aber, dass er in den Dünnsinn der Jusos passt! Naja ...

    • 10.03.2017 22:07, BT

      Mit JUSOS nichts zu tun. Aber solange der Grundsatz gilt: Alter schlägt Erfahrung und Erfahrung schlägt Fortbildung, läuft im gesamten Berufsstand was falsch.

    • 11.03.2017 11:10, Klaus-Peter Kniffka

      Bin Anwalt U60. Halte die allgemeine Fortbildungspflicht jedoch auch für unzumutbar, zumindest solange diese zusätzlich zur Fachanwaltsfortbildung geplant war. Gehe derzeit 45 Stunden/anno zu Pflichtfortbildungen und besuche daneben noch freiwillige Seminare in anderen Rechtsgebieten, die mich interessieren. Eine zusätzlich Zwangsfortbildung würde dazu führen, dass ich diese wegfallen lassen müsste. Es ist nicht verständlich, warum alle Anwälte unter der Faulheit von 10% der KollegInnen leiden sollten.

  • 08.03.2017 22:25, Heinz111

    Ich muss für 2 Fachanwaltschaften 30 Stunden pro Jahr nachweisen und finde es trotzdem ok, dass es keine allgemeine Pflicht gibt. Muss man halt die Verbraucher drauf hinweisen, dass es Kollegen ohne Fachanwalt gibt, die seit dem Examen keine Fortbildung mehr gemacht haben...

    Außerdem: Die Regelung und Handhabung der Fortbildungspflicht für Fachanwälte durch unsere Standesvertretung ist teilweise absurd, wenn z.B. ein Seminar zum Urheberrecht nicht als Fortbildung für Gewerblichen Rechtsschutz anerkannt wird. In kleineren Fachanwaltschaften wird es nach ein paar Jahren schwierig, überhaupt noch interessante Seminare zu finden. Ich sitze sicherlich 30% - 50% der Zeit ab, nur um einen bescheuerten Nachweis für die Kammer zu bekommen.

    Dann lieber keine Pflicht als neuen Bürokratie-Irrsinn und - da haben die Kritiker leider völlig recht - Förderprogramme für Seminaranbieter

    • 09.03.2017 10:47, Gunther Marko

      Na sehen Sie 'mal. Das kommt eben von dieser unseeligen "berufsrechtlichen" Entwicklung der vergangenen Jahre, werter "Heinz111" oder wer oder was immer Sie auch sein mögen bzw. sein wollen.

      Es waren nämlich insbesondere die Verantwortlichen der "Kammern" und auch Vertreter der sonstigen Berufsstandsorganisationen wie z.B. des "DAV", die seit vielen Jahren die fortschschreitende Etablierung dieser zahlreichen "Fachidiotenschaften", verzeihen Sie bitte, natürlich Fachanwaltschaften immerhin vehement und regelrecht wettbewerbswidrig zu Lasten der Allgemeinanwälte gefördert haben.

      Der Bumerang schlägt halt irgendwann zurück.
      Man muss nur weitsichtig genug und geduldig sein, auch wenn das hin und wieder schwer fallen mag, um dann wenigstens einmal gewisse Genugtuungen erfahren zu dürfen. Und das hoffentlich noch, BEVOR man selbst in Rente geht.

      Aber allgemein zu unterstellen, Kollegen "ohne Fachanwalt" würden " seit dem Examen...keine Fortbildung mehr gemacht haben" - das sollten Sie tunlichst revidieren und einer geeigneteren Formulierung zuführen oder besser ganz weglassen. Jedenfalls kann das SO NICHT stehenbleiben !

      Beste Grüsse
      Gunther Marko, Donnerstag, 9. März 2017
      www.ramarko.de

    • 09.03.2017 13:33, ULLRICH DOBKE

      Allerwertester Kollege (?) Heinz, waren Sie überhaupt schon einmal auf so einem sog. "Update" für FAs? Lustig in schöner Umgebung mit guter Verpflegung und idR ordentlicher Unterbringung. Sagen Sie doch gleich, dass Sie Fortbildungslobbyist für so einen Trachtenverein sind oder selbst sind Sie etwa auch Fortbilder? Eine gut geführte Fachzeitung, ein gutes Fachbuch und ein guter Kommentar bringen weit aus mehr für weniger Geld. Man muß aber auch lesen und verstehen, was sich verändert bzw. entwickelt hat. Die üblichen Annehmlichkeiten eines Fortbildungsseminars fehlen dabei allerdings! :o)

  • 09.03.2017 07:03, RA Schlüchter

    Wenn die Rechtsanwaltskammer und der Anwaltsverein sich als Veranstalter von Fortbildungsveranstaltungen für eine bußgeldbewehrte Pflicht zur Fortbildung einsetzen, dann sind diese beiden Institutionen in dieser Hinsicht Lobbyisten, die hier eigene finanzielle Vorteile erzwingen wollen.

    Es gibt für Rechtsanwälte viele andere Möglichkeiten als irgendwelche Bescheinigungen über die Anwesenheit.

    Da verfängt auch der Vergleich mit den Ärzten nicht, schließlich treffen Anwälte keine Entscheidungen, die unmittelbar über Leben oder Tod entscheiden.

  • 09.03.2017 09:13, Erzürnter Anwalt

    Eine Frechheit, die ihresgleichen sucht. Die Initiatoren sollte man aus allen Kammern und Vereinen werfen für diesen leicht durchschaubaren Versuch, Geld für die eigene Tasche zu scheffeln!

    • 09.03.2017 13:34, ULLRICH DOBKE

      Si !!!

    • 14.03.2017 17:27, Hanna

      Das passiert gerade. Bei der IHK Hamburg wurden die Bosse aus dem Haus gejagt, und bei den RA- und StB Kammern steht selbiges gerade bevor. Ein gutes Zeichen, das Hoffnung macht. Viele Anwälte sind ja schon am Rande der Depression, wegen dieser Dauer-Bombardierung mit schlechten und kostenintensiven Nachrichten aus den Zwangs-Kammern.

  • 09.03.2017 09:56, AD

    "Nur mit der Qualität ihrer Beratung wird die Anwaltschaft mittelfristig im Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben." - Das ist doch wohl ein schlechter Scherz - zu wem steht denn die Anwaltschaft in der Rechtsberatung in der Konkurrenz? Welchen Schund da hochqualifizierte Akademiker vom Stapel lassen...

    • 23.03.2017 12:57, ULLRICH DOBKE

      ... und immer wieder tut sich die klassische Fragestellung auf:
      CUI BONO ?

  • 09.03.2017 11:16, Patric

    Bitte nicht die RAKen und den DAV in einen Topf werfen. Das ist was völlig unterschiedliches!

    • 09.03.2017 12:08, Gunther Marko

      Das stimmt nicht ganz, werter "Patric".
      Den Lobbyismus haben sie zuallermindest gemein !

      Bei den "RAKen", wie Sie diese Institute nennen mögen, verhält es sich allerdings deutlich krasser.
      Denn die bzw. deren Verantwortliche treten ungeheuerlicherweise "hoheitlich" auf.
      Und sie stehen dabei gleichzeitig im Wettbewerb mit den Berufsträgern des eigenen Berufsstandes.

      Na - klingelt's NUN etwa hoffentlich !?

  • 09.03.2017 21:47, HonestAbe

    Merkwürdig nur, dass in Deutschland für alle anderen regulierten freien Berufe (außer den Steuerberatern) die Fortbildungspflicht genau vorgegeben ist und sich auch fast überall in Europa Rechtsanwälte ganz selbstverständlich fortbilden müssen, ohne dass dort dieses Geheule, das hierzulande der Reformvorschlag ausgelöst hat, zu hören ist. Sind die alle auf den Kopf gefallen und haben nur die deutschen Anwälte wieder mal die Weisheit mit Löffeln gefressen (bzw. fällt sie ihnen im Schlaf zu)? Oder hat es vielleicht was damit zu tun, dass im Rechtsausschuss als MdBs ein Haufen sitzt, die sich in die Hose machen, weil auch sie die Fortbildungspflicht treffen würde?

    • 11.03.2017 09:46, ULLRICH DOBKE

      VORSICHT ... auch der Architekt ist meines Wissens Freiberufler! Auch für ihn kenne ich keine "abartige" an Wertabschöpfung und Gewinnmaximierung orientierte Fortbildungspflicht nicht!

    • 11.03.2017 16:43, HonestAbe

      Dass Sie keine Fortbildungspflicht für Architekten kennen, heißt nicht, dass es sie nicht gibt. Einfach mal "Fort- und Weiterbildungsordnung" für Architekten googeln. Wie gesagt, außer Anwälten und Steuerberatern müssen sich in Deutschland alle verkammerten Freiberufler fortbilden. Und die, die nicht verkammert sind und sich ansatzweise selbst ernst nehmen, regeln das auf Verbandsebene. Schon lustig, dass sich der dahergelaufene Physiotherapeut, bei dem sich der verspannte Rechtsanwalt einrenken lässt, als Mitglied seines Berufsverbands fortbilden muss, der Rechtsanwalt hingegen nicht.

  • 10.03.2017 14:29, ExperteIstWerSichExperteNennt

    Als Träger zweier Fachanwaltstitel kann ich ein Liedchen von Fortbildungen singen, überwiegend handelt es sich dabei um teure Zeitabsitz-Veranstaltungen... Gleichwohl erstaunt es mich, dass von einer Fortbildungspflicht gänzlich abgesehen werden soll. Man trifft so häufig Kollegen, die mit Schuldrecht von vor 2001 argumentieren oder den Zöller in 12. Auflage dabei haben. Kommt dann noch souveränes Auftreten trotz totaler Ahnungslosigkeit hinzu, ist leider oftmals die Mandantschaft nicht in der Lage, die Qualität der Rechtsberatung beurteilen zu können. Den darwinistischen Ansatz der Verbraucherschützer finde ich daher etwas befremdlich...

    Aus meiner Sicht ist eine Fortbildungspflicht daher extrem wichtig. Dies jedoch nicht als Fortbildung der Fortbildung wegen, vielmehr muss stets die Qualität und Werthaltigkeit eben dieser Fortbildungen gewährleistet sein.

  • 10.03.2017 16:37, ULLRICH DOBKE

    Naja - wir sollten nicht nur die Fortbildungspflicht sehen, wir sollten auch die Ausbildungspflicht mal anschauen. Da kreucht und fleucht was in unseren Parlamenten und Ministerien Berufspolitiker mit einer Bildungsvita, die eher zu wünschen übrig läßt, denn befähigt, politische Führungsaufgaben in unserer Gesellschaft zu übernehmen Turboabitur Bankkaufmannslehre verkürzt, praktische Berufserfahrung eher "NULL", aber ständig an der Parteikarriere arbeiten und ohne Angabe der Studiendauer (an einer Fern-Univ.!) nach 18 Jahren angeblich einen Master gemacht. Ein Staat und eine Gesellschaft wollen mit Sachkunde und auch einem gewissen Hintergrund an Allgemeinbildung geführt sein und nicht allein von populistischen Sprücheklopfern. Wäre es nicht gut & schön, wenn unsere Ministerien entsprechend verantwortlich mit qualifizierten Beamten besetzt wären? Was könnten wir uns dann an Kosten für Thinktanks und Denkfabriken sparen. Auch würde dies m.E. zu einer besseren Transparenz über den unseligen Lobbyismus führen. Ich kann weder etwas mit Jens Spahn geschweige denn mit Martin Schulz anfangen ...

    • 10.03.2017 18:13, ExperteIstWerSichExperteNennt

      Klassischer Fall von "mit der Gesamtsituation unzufrieden" ...was hat das jetzt aber mit diesem Thema zu tun?

    • 10.03.2017 18:18, ExperteIstWerSichExperteNennt

      Es steht übrigens jedem bestens ausgebildeten und stets am Puls der Zeit fortgebildeten Top-Juristen frei, die Politik zu revolutionieren und in Berlin alles viel, viel besser zu machen!

      Bei der Konkurrenz dürfte das ja ein Selbstläufer sein....

  • 11.03.2017 09:57, ULLRICH DOBKE

    Für wen oder was ist denn der "Experte ist ... " eigentlich Experte? Jeder sollte seine Arbeit beherrschen und seine Aufgabe erfüllen KÖNNEN ! Bei den Politikern und den Ministerialen darf man doch erhebliche Zweifel anmelden.
    Gleich so sehe ich das bei der "professionellen" Funktionärsclique in den Kammern und unserem DAV. Sie verkennen z.B. schon deshalb ihre Aufgabe, weil sie im "Focus" nicht die Masse der Einzelanwälte und Kleinkanzleien haben, die in der Masse für die Gesellschaft die Rechtspflege mit u.a. der Justiz betreiben, sondern die Großkanzleien, die denn für §1 den Fachanwalt haben und § 2 sowie auch einen mit Doppelqualifikation, nämlich Art.21 :o/

  • 11.03.2017 12:57, ExperteIstWerSichExperteNennt

    ...und gibt's dafür auch eine Begründung/Belege?

    Meine eigene Großkanzlei-Erfahrung zeigt, dass dort regelmäßig extrem viel Wert auf Fortbildungen gelegt wird. Üblicherweise halten solche Kanzleien ganze Abteilungen dazu vor. Das Problem sind tatsächlich die Einzelanwälte/Kleinkanzleien, die leider häufig nach 'das haben wir immer so gemacht' beraten!

    • 11.03.2017 18:33, ULLRICH DOBKE

      Schluffis: Sind Sie die Großkanzlei mit dem FA für Versicherungsrecht und in der denn der (einer der) FAe für Arbeitsrecht den RSV - deckungsprozeß führt ? Witzig alles !
      Der hat denn zu alledem so viel zu tun, daß er um Fristverlängerung nachsucht ... :o/

    • 11.03.2017 21:05, ExperteIstWerSichExperteNennt

      ...außer großem Rumpoltern kommt ihrerseits aber leider nicht wirklich etwas mit Substanz, werter Kollege. (War es nicht das was Ihnen bei den Politikern fehlt?)

      Ich hoffe, das läuft in Ihrer Beratungspraxis anders. Andernfalls würde ich Ihnen tatsächlich mal die ein oder andere Fortbildung ans Herz legen.

  • 12.03.2017 10:45, ULLRICH DOBKE

    "Experte ist ... " : Mit ihrem Pseudonym verstecken Sie sich! Warum? Wieso? Vor wem?

    • 12.03.2017 11:09, ExpertIstWerSichExperteNennt

      Das ist dieses wunderbare Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das mich ganz alleine entscheiden lässt, wie ich mit persönlichen Daten umgehe.

      Das führt u.a. dazu, dass sich hier niemand durch Nebensächlichkeiten - wie Klarnamen - ohne Mehrwert für das Thema ablenken lassen muss und sich ein jeder voll und ganz auf das Thema "Fortbildungspflicht" fokussieren kann.

  • 13.03.2017 08:21, ULLRICH DOBKE

    "Experte ist" ein ... >RICHTIG< ... Schwätzer, nicht mehr, aber sicher auch nicht weniger! Es sind diese neuen "Fakes" an denen er offensichtlich Spass hat und für die er natürlich nicht einzugestehen gedenkt. Wahrscheinlich ist er Lobbyist üfr so einen Fortbildungsverein oder verdient sich selbst als Vortragsreisender 'ne Mark - :o)

    • 13.03.2017 12:33, ExperteIstWerSichExperteNennt

      Werter Herr Kollege Dobke, aus welchem Grund beleidigen Sie hier eigentlich fortwährend alles was nicht schnell genug auf den Baum kommt?

      Großkanzleianwälte sind Schluffis, Politiker sind populistische Sprücheklöpfer, ich bin ein Schwätzer... Offenbar bedarf es bei Ihnen keiner Fortbildung, sondern vielmehr der Nachbesserung hinsichtlich einer guten Kinderstube.

      Ehrlich gesagt werfen Sie kein besonders gutes Bild auf unseren Berufsstand! (Aber das spiegelt ja auch die Rezension zu ihrer Beratungspraxis im lauschigen Detmold wieder...)

  • 13.03.2017 12:15, Klaus

    Viele Anwälte, die bereits in Depression verfallen sind ob der sog. Rechtsanwaltskammern, reiben sich heute morgen die Augen. Das kann man kaum glauben, aber es freut einen natürlich. Der Trend zum Zwang ist erstmal gestoppt. Jetzt müssen wir nur noch einen Anwalt finden, der beim Bundesverfassungsgericht gegen den Zwang zum sog. Elektr. Anwaltspostfach klagen und gewinnt. Dann ist die Welt wieder in Ordnung.

    Freiheit statt Angst und Zwang
    weg mit der BRAK!

    • 15.03.2017 07:46, RA Gunther Marko

      Werter "Klaus" - dafür bekommen Sie von mir einen Orden.
      Weiter so !

    • 22.03.2017 15:34, Klaus

      Danke sehr

  • 13.03.2017 12:21, Klaus

    Ich liebe LTO.
    Welches Medium kann da mithalten?
    Informative Beiträge, richtige Impulse für das Berufsrecht, gute Unterhaltung sowieso. Und LTO ist uns wie ich sehe um 6 Monate voraus:

    Überschrift klarstellend korrigiert (nicht die bereits de lege lata bestehende, nicht sanktionierbare Fortbildungspflicht, sondern nur die geplante Ermächtigung der Satzungsversammlung zur Konkretisierung wurde gestrichen, 15.09.2017, 15:10h

  • 13.03.2017 14:38, ULLRICH DOBKE

    Hallo "Experte ist ... ", wollen wir mal ein Tänzchen wagen ?
    Ich bin ja so interessant für Sie, dass Sie über das Internet mich nachrecherchiert haben. Sie müssen sich ja nicht hier offenbaren, damit Sie sich für die Verbreitung Ihrer Ansichten nicht schämen müssen. Schreiben Sie mir doch unter meiner Ihnen bekannten Adresse, gern auch per Email:
    Ein Mann, ein Wort, Batavia ... oder wie war das noch gleich?!

  • 14.03.2017 09:27, hanna

    Es ist ein Zeichen lebendiger und funktionierender Demokratie, wenn die Mehrheit der Anwälte sich endlich dessen gewiß sein darf, daß die Damen und Herren in den sog. Anwaltskammern krachend gegen die Wand gefahren sind. Daß die Kammern nur ihre eigenen Spielchen spielen, ist längst jedem bekannt, und daher wird die kommende Briefwahl für eine rasche Säuberung in den Kammern sorgen. Wie der Klemptner mit einem kräftigen Frühjahrsputz den Dreck aus den alten verrosteten Rohren pustet, werden die sog. Kammern bald von echten Rechtsanwälten geleitet werden, die nicht den Softwarekonzernen und der Seminaranbietermafia in die Hände spielen, sondern den Interessen der deutschen Anwaltschaft, die an einem Zwang zum Seminarbesuch ebenso kein Interesse hat wie an einem Zwang zum sog. Anwaltspostfach.

    Freut euch und bye bye Kammerunwesen in der BRD.
    Was die IHK Hamburg vorgemacht hat, dort haben die unteren die obersten Bosse gestürzt, wird auch bald in Ihrer Rechtsanwaltskammer vor Ort passieren: Freiheit statt Bevormundung und Zwang hat noch nie lange bestehen können, wenn engagierte Bürger und Anwälte sich das nicht mehr länger gefallen lassen.

    • 14.03.2017 14:32, ULLRICH DOBKE

      Chapeau zu diesem Kommentar!

    • 14.03.2017 17:23, Hanna

      Danke!

      Es zeigt mal wieder: Gemeinsam können wir es eben doch schaffen.

      David gegen Goliath, wer gewinnt am Ende...

    • 16.03.2017 08:39, RA Gunther Marko

      Gut. Weiter so !