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"Feuerwehrführerschein": Wenn Retter zum Risiko werden

Der Bundesrat empfahl mit Beschluss von Anfang Juli dem Bundestag, den gerade erst gesetzlich eingeführten "Feuerwehrführerschein" nochmals zu erweitern. Einsatzfahrer von Feuerwehren, Rettungsdiensten und technischen Hilfsdiensten sollen zukünftig ohne eine allgemeine Fahrerlaubnis Lkw bis zu 7,5 t fahren. Ein riskantes Unterfangen. Von Prof. Dr. Dieter Müller

Freiwillige Feuerwehren und Rettungsdienste beklagten sich seit vielen Jahren bei der Politik, dass durch das rigide EU-Fahrerlaubnisrecht viele ihrer Mitarbeiter mit ihrem Pkw-Führerschein keine Einsatzfahrzeuge mehr fahren dürfen. Der Pkw-Führerschein der Klasse B erlaubt nämlich nur das Führen von Kraftfahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 t. Viele Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst sind aber schwerer, so dass zum Führen dieser Fahrzeuge nach der Fahrerlaubnis-Verordnung die Klasse C1 erforderlich wäre.

Der Erwerb der Klasse C1 ist jedoch ungleich teurer als der Erwerb der Klasse B, so dass viele potenzielle Einsatzfahrer von Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdiensten, aber auch des THW keine schwereren Einsatzfahrzeuge mehr fahren durften. Welcher ehrenamtlich tätige Feuerwehrkamerad, so die nahe liegende Argumentation, würde schon in sein Hobby erst einmal mehrere Tausend Euro investieren, um ein Feuerwehrfahrzeug im Einsatz fahren zu dürfen?

Die beharrlich bei Politikern in Bund und Länder vorgetragenen Klagen hatten im letzten Jahr Erfolg. Die deutsche Verkehrspolitik schuf in der Vorschrift des § 2 Abs. 10 StVG eine Sonderfahrberechtigung. Sie erlaubt den Einsatzfahrern das Führen von Fahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 4,75 t, ohne zuvor eine Fahrerlaubnis der Klasse C1 erworben zu haben. Voraussetzung ist lediglich der zweijährige Besitz der Fahrerlaubnisklasse B (Pkw-Führerschein). Zur Begründung für diese Ausnahmeregelung wurde von der Politik angegeben, nur auf diese Weise die Einsatzbereitschaft der Hilfsdienste wiederherstellen zu können.

Eine Ausbildung, die keine ist

Das praktische Verfahren der Erteilung dieses so genannten "Feuerwehrführerscheins", der eine zwar aus Sicht der Verkehrssicherheit bedenkliche, aber grundsätzlich erlaubte Ausnahme vom EU-Recht darstellt, richtet sich nach der in dem jeweiligen Bundesland erlassenen Ausführungsverordnung wie zum Beispiel derjenigen des Freistaates Bayern vom 8.10.2009.

In deren Ordnungsrahmen ist auch die vorab zu absolvierende Ausbildung geregelt, die diese Bezeichnung allerdings nicht verdient. Demnach müssen die Fahrschüler in Bayern mindestens 4 Stunden zu jeweils 45 Minuten Theorie und Praxis lernen, um an deren Ende eine 45 Minuten dauernde Prüfungsfahrt zu absolvieren. Diese aus Sicht der Verkehrssicherheit zeitlich und inhaltlich viel zu gering bemessene Beschulung erfolgt – im Straßenverkehrsgesetz ausdrücklich festgelegt – nur organisationsintern, d. h. regelmäßig ohne die Beteiligung professioneller Fahrlehrer.

Besonders bemerkenswert: Die Lern- und Prüfungsinhalte der bayerischen Ausführungsverordnung umfassen keinerlei (!) theoretische und praktische Einweisungen in die Thematik Einsatzfahrten unter Gebrauch von Sondersignalen. Folge: Den täglichen Anforderungen der Einsatzpraxis, die nach einer Alarmierung regelmäßig das unfallfreie Absolvieren einer Blaulichtfahrt erfordert, werden diese Ausbildungsvorschriften nicht gerecht.

Klartext: Man tut den zukünftigen Einsatzfahrern keinen Gefallen, wenn man ihnen suggeriert, sie seien in der Lage, ein Einsatzfahrzeug professionell zu fahren aufgrund dieser "Schnellbesohlung", die nichts anderes als eine Umsetzung des Grundsatzes "learning by doing" ins deutsche Fahrerlaubnisrecht bedeutet. Potenzielle Einsatzfahrer werden auf ihre Einsatzfahrten daher nur sehr unvollkommen vorbereitet – ein Versäumnis, das vom Bundesgesetzgeber und dem jeweiligen Verordnungsgeber des Bundeslandes zu verantworten ist.

Zwischenfazit

Seit Einführung der gesetzlichen Neuregelung erhalten junge Mitarbeiter von Feuerwehr und Rettungsdienst eine Fahrberechtigung für Einsatzfahrzeuge bis 4,75 t, ohne über eine Fahrerlaubnis der Klasse C1 zu verfügen und ohne deren umfangreiche theoretische und praktische Schulung in einer Fahrschule erfolgreich absolviert zu haben.

Anstatt den Einsatzorganisationen für ihre Fahrer das Geld für den Erwerb von Fahrerlaubnissen der Klasse C1 zur Verfügung zu stellen, schaffte der Staat eine für alle Seiten kostenfreie Ausnahmeregelung – zu Lasten der Verkehrssicherheit.

Bei Verkehrsunfällen mit Blaulichtfahrzeugen sollte also künftig stets gefragt werden, ob der jeweilige Einsatzfahrer über eine reguläre Fahrerlaubnis der Klasse C1 oder lediglich über eine von der Organisation erteilte Fahrberechtigung verfügt.

Die Ausnahme soll nochmals getoppt werden

Die Einsatzorganisationen haben zwischenzeitlich festgestellt, dass zahlreiche ihrer Einsatzfahrzeuge eine zulässige Gesamtmasse von mehr als 4,75 t haben und sie noch immer nicht über genügend Fahrer für diese schweren Lkw verfügen. Sie haben aus ihrem schnellen Erfolg gelernt und fordern daher, unterstützt durch die Bundesländer, nun eine nochmalige Ausweitung ihrer Kompetenzen.

Die neuerliche Bundesratsinitiative, die die Erteilung von Sonderfahrberechtigungen auf Lkw bis 7,5 t ausweiten will, verschärft die Problematik aus Sicht der Verkehrssicherheit nochmals.

Unter ausdrücklichem Verzicht auf eine Fahrschulausbildung durch qualifizierte Fahrlehrer sollen zukünftig Einsatzfahrer von Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeugen gerade die gefährlichen Blaulichtfahrten erlaubt werden, für die eine gründliche Führerscheinausbildung in Theorie und Praxis zwingend notwendig wäre.

Noch eine Idee

Warum beschwert sich eigentlich nicht aus Gründen der Gleichheit vor dem Gesetz das Transportgewerbe bei der Verkehrspolitik und verlangt die Schaffung einer organisationsinternen Sonderfahrberechtigung für Lkw bis 7,5 t zulässiger Gesamtmasse? Die durch den Verzicht auf eine Fahrschulausbildung ihrer Lkw-Fahrer gesparten Finanzen könnten dann gewinnbringend in die Erneuerung des Fuhrparks investiert werden, was letztendlich auch der Verkehrssicherheit dienlich wäre.

Zitiervorschlag

Dieter Müller, "Feuerwehrführerschein": Wenn Retter zum Risiko werden . In: Legal Tribune Online, 08.09.2010 , https://www.lto.de/persistent/a_id/1411/ (abgerufen am: 10.08.2020 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 09.09.2010 08:55, Sönke Barth

    Ich verstehe die sachliche Begründung des Herrn Prof. Müller nicht. Durch die Einführung eines EU-Führerscheins, der Neulingen ein Führen von KFZ von mehr als 3,5t in der Klasse B nicht erlaubt, sind doch die Menschen nicht weniger in der Lage, ein solches Fahrzeug zu führen. Auch in der Ausbildung zur alten Klasse 3 wurde doch nie praktisch auf diesen Fahrzeugen geschult. Wenn ein 40jähriger, der noch nie zuvor in seinem Leben einen 7,5-Tonner gefahren hat, sich einen Vermiet-LKW besorgt, um damit einen Umzug zu machen, ist mit Sicherheit weniger Erfahrung auf den Strassen unterwegs, als bei jüngeren Feuerwehrleuten, die intern sogar bei Übungen Erfahrungen mit solchen Fahrzeugen machen, also im Ernstfall sicherlich nicht das erste Mal am Steuer eines Kleinlasters sitzen. Das Argument, dass keine oder nur unzureichend Schulungen im Hinblick auf die Fahrten mit Sonderrechten stattfinden, hat doch mit dem Fahrzeug (> 3,5t) nichts zu tun, das ist ein ganz anderes Thema.
    Wenn Herr Müller aus juristischer Sicht Mängel an der Ausnahmeregelung sieht, ist das ebenfalls ein anderes Thema. Die tatsächliche Befähigung der Menschen zum Führen von Fahrzeugen lässt sich doch nicht daran festmachen, ob eine Gewichtsgrenze auf einem Papier steht oder nicht.

  • 19.09.2010 13:36, Ulrich Cimolino

    Es gibt wenig, wo es größere Unterschiede zwischen den Meinungen quer durch die Dienstgrade und Standorte der Basis gibt, wie hier.... (Vgl. zig Diskussionen in den letzten Jahren z.B. auf www.feuerwehr.de.)

    Ich halte NICHTS davon, dem Rest der Bevölkerung "wegen der Sicherheit" faktisch diverse "Führerscheinverschärfungen" (von der Neuaufteilung der Klassen bis zu dem Mehr an Pflichtstunden dafür) zumuten zu wollen, die offensichtlich gerade für die "Gelegenheits-Sondersignalfahrer" als nicht-(mehr)-erforderlich angesehen werden - und die dazu noch in der Verantwortung der Durchführung der Schulung auf die abgewälzt werden, die davon in der überwiegenden Mehrzahl keine Ahnung haben...

    WENN es nachgewiesen wäre, dass das problemlos ginge, weils einfach keine Unfälle gibt, warum hat man das dann ganz anders für die Normalbevölkerung/-arbeitnehmer eingeführt bzw. warum gilt das dann nicht auch jetzt nach Erkennen des "Irrwegs wegen zu hohem Aufwand" für den täglich fahrenden Kurierfahrer, den Gelegenheitslandwirt oder den (Garten-)Bauunternehmer?

  • 19.09.2010 15:17, Markus Weber

    Herr Barth, sie argumentieren hier mit Scheinargumenten. Nur weil an anderer Stelle Fahrern zugestanden wird KfZ zu bewegen für die sie offensichtlich keine geeignete Ausbildung genossen haben, muss man diesen Fehlern nicht auf die Feuerwehren übertragen.

    Der Fehler, die alte Fahrerlaubnisklasse 3 für Fahrzeuge bis 7,5t zGM zu gewähren wurde durch die Novellierung des Fahrerlaubnisrecht ausgemerzt. Nun fordern sie eine ((teilweise) Wiedereinführung durch die Hintertür - und zwar gerade nicht für die Handwerker und Kurierfahrer, die durch den täglichen Umgang mit Fahrzeugen dieser Größenklasse eine gewisse Routine erwerben können, sondern für Feuerwehrangehörige. Leute, die -großfahrzeuge lediglich in ihrem Ehrenamt bewegen. Machen sie sich doch mal den Spass und schauen sie auf den Kilometerstand der Fahrzeuge bei einer Feuerwehr ihres Vertrauens. Teilen sie die Kilometer durch die Anzahl der Maschinisten und das Alter des Fahrzeugs - sie werden erstaunt sein! 20km/Jahr stellen nicht die unrühmliche Ausnahme, sondern die traurige, weitverbreitete Praxis dar! Nun soll für derart "geübte" Fahrer auch noch eine ordentliche Fahrausbildung wegfallen - um die derart geschulten Maschinisten dann mit Wegerechten, frisch aus dem Tiefschlaf geholt, auf die Straße zu schicken. Das kann doch nicht ihr Ernst sein?

    Feuerwehrleute verdienen und benötigen in meinen Augen eine weit aus tiefergehende Ausbildung als der Normalfahrer. Sie bewegen Fahrzeuge in extremen Stresssituationen und mit Rechten. die weit über die des Normalfahrers hinausgehen. Eine Vielzahl an (leider auch tödlichen) Unfällen der letzten Jahre hat bewiesen, dass es im Bereich der Sonderrechtsfahrten sehr oft zu Fahrfehlern (Fahrphysik, überhöhte Geschwindigkeit, etc.) kommt - ein Billigführerschein ist nicht geeignet, diese Fehler zu beheben, Gründe dafür hat Herr Prof. Müller in seinem Artikel ja benannt.

    Als langjähriger Feuerwehrmann mit Einblicken in viele Feuerwehren in ganz Deutschland spricht mir Prof. Müller aus der Seele - dieser Billigführerschein dient lediglich dazu die klammen komunalen Haushalte zu entlassen. Opfer dieser Regelung sind die Feuerwehrleute, die Verantwortlichen für diese Ausbildung (sofern sie sich nicht genügend Gedanken über die eigene Haftung machen) und die Verkehrssicherheit.

  • 26.11.2010 21:44, Sidney Möller

    Als es noch den alten 3er gab hat sich auch niemand über die Verkehrssicherheitsgefährder aufgeregt die sich für den Umzug mal schnell einen 7,5t ausgeliehen haben und das womöglich das erste mal im Leben, ganz ohne je irgendwie darauf geschult worden zu sein. So erging es jedenfalls mir ;)
    Zudem rast ein 7,5to. sicherlich weniger gefährlich da behäbiger durch den Verkehrsraum als möglicherweise ein flotter PKW mit Blaulicht.

  • 16.12.2010 09:57, Nicolas Bönig

    Ich halte den Artikel tatsächlich für unfair.
    Vor allem ist er missverständlich.
    Viele derer die diese Genehmigung erhalten sind schon seit längerer Zeit im Dienste von Hilfsorganisationen oder Feuerwehren und fahren im Falle eines Falles eben nicht zum ersten mal mit Wegerechten.
    Ich bin selber glücklicher Inhaber dieser Fahrerlaubnis und kann von mir behaupten, dass ich trotz "unzureichender" Schulung bisher unfallfrei durch den Berufsverkehr und damit immer sicher bei meinen Patienten angekommen bin. Beschwerden gab es bisher keine.
    Warum sich Transportgewerbe nicht beschweren?
    Ich finde den Vergleich an sich schon ziemlich unpassend.
    Der Feuerwehrführerschein wurde geschaffen um EHRENAMTLICHEN Einsatzkräften die Möglichkeit zu bieten die Einsatzfähigkeit der Organisationen aufrecht zu erhalten, nicht aber um im Speditionsverkehr regelmäßig Lasten quer durch Deutschland zu fahren.
    Warum der Staat nicht das Geld zur Verfügung stellt?
    Weil der Führerschein der Klasse C1 mit über 1000 EUR - ich meine es sind derzeit 1400EUR - zu Buche schlägt. In Zeiten von Staatsverschuldung und Finanzkrise und einem vor hohen Steuern jammernden Volk vielleicht doch etwas unpassend für EINE Ortsfeuerwehr mit 30 aktiven Kräften 14000 EUR auf den Tisch zu legen, damit 10 Leute mehr das TSF bewegen dürfen. Alleine in meiner Organisation wären es im übrigen gut und gerne 28000EUR.
    Ich vermute mal nicht das der Staat das zahlen würde ohne es sich zurückzuholen.

    Fazit:

    Ich stimme nur in einem Punkt zu:
    Man kann die Schulung verbessern.
    Anonsten ist der Feuerwehrführerschein eine praktikable Lösung.
    Es wurde schon erwähnt:
    Mit der FSK 3 ging es auch jahrelang gut.

  • 20.03.2015 22:55, clicxx

    Mit Verlaub, besonders der letzte Absatz ist pure Polemik und zudem absoluter Blödsinn.
    im Gegensatz zum TransportGEWERBE erwirtschaftet beispielsweise eine Freiwillige Feuerwehr keine Gewinne; die Leute, die hier ihren Dienst verrichten, tun dies in ihrer Freizeit und im Gegensatz zum LKW Fahrer nicht, um ihre Brötchen zu verdienen.
    Soll also jemand, der der Allgemeinheit unentgeltlich dient, dafür auch noch Geld zahlen müssen?

    Schlecht recherchiert ist der Artikel zudem auch: der Helferführerschein gilt nur für Ehrenamtliche; Hauptamtliche im Rettungsdienst beispielsweise müssen immer noch den C1 Führerschein machen.
    Im Anschluss muss jeder, der in einer BOS fährt, organisationsintern eine Blaulichtbelehrung, die eben das Verhalten bei Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn behandelt, nachweisen, egal ob C1 oder Helferführerschein.
    In einer Fahrschule wird das Thema Blaulicht definitiv nicht behandelt, jedenfalls nicht obligat.

    Außerdem: Wer vor der Führerscheinreform seinen Autoführerschein bis 7,5t erworben hat, hat in der Fahrschule auch nur einen PKW und keinen LKW gefahren.

    Wenn man also genau darüber nachdenkt, kommt man zu dem Schluss, dass Helferführerschein-Besitzer sogar besser im Umgang mit Rettungsfahrzeugen ausgebildet sind, als Fahrer, die damals mit PKW-Führerschein zum ersten Mal ein solches Fahrzeug gesteuert haben. Das Argument in Bezug auf eine vorgeblich fehlende Ausbildung zum Verhalten bei Einsatzfahrten ist also ebensfalls nicht nachvollziehbar.

    Alles in allem ist es also offensichtlich, dass der Autor mit seiner Argumentation und Logik allenfalls an der Oberfläche kratzt, dank schlechter Recherche.

    • 18.08.2015 11:11, Gruber

      Ich kann clicxx in seinen Punkten nur Recht geben.
      Was hier in diesem Artikel auch überhaupt nicht zur Sprache kommt sind die Einzelnen Aufgaben innerhalb der Feuerwehr. Nicht jeder der diesen Helferführerschein macht um diesen z.B. inneralb der Ausbildung für Jugendliche nutzt, fährt auch bei Einsätzen das Fahrzeug. Dies sind in der Regel die Maschinisten einer Einsatzgruppe. Die in ihrer mehrtätigen Ausbildung auf Blaulichtfahrten in Theorie und Praxis vorbereitet werden.

      Aber wie schon vorher gesagt:
      Schlecht recherchierter Bericht eines Aussenstehenden.

  • 21.08.2015 15:31, wbonn

    Da kann mal mal sehen wie versucht wird wieder alles schlecht zu machen, ich persönlich bin für einen speziellen Führerschein für Einsatzkräfte (womit auch nur Einsatzfahrzeuge zu fahren sind) der könnte kostengünstiger angeboten werden. (Entlastung der Komunen)Aber das alleine wird nicht zu einem sicheren Fahrzeugführer führen,denn nur die Praxis bring einen ans Ziel. Nur die Klasse c zu erwerben ,und so wie es in diesem Beitrag zu erlesen ,mit bestandener Prüfung einen LKW,welches Gewicht auch immer, dann in extremen Situationen zu
    beherrschen ist weiss Gott ein Gerücht. Selbst erfahrene Fahrzeugführer sind bei manchen Situationen am limit. Sicherlich ist es ein unterschied 3,5 oder 12 t zu bewegen ,aber wann und wie sollen die jungen Kameraden es denn lernen wenn nicht in der Praxis ?
    Leider gibt es kein all Heilmittel

  • 03.03.2016 10:39, Florian

    Alle Politiker ob Gemeinde Land oder Bund sind immer voller Lobes für die FFW,
    aber richtig helfen tut ober will keiner !
    Warum beauftragt man die Feuerwehrschulen oder ansässige Fahrschulen nicht mit der Ausbildung zum führen eines Feuerwehrfahrzeuges bis 12t.(zB. Erfahrene PKW ab 21 Jahren) Man hat doch jetzt schon zu wenig Fahrer. Wer von den jungen Feuerwehrmännern hat schon ca1500 € übrig für einen LKW Führerschein. Es wird die Zeit kommen da werden die Leute sagen; Ich hab doch Gedrückt warum ist denn keiner gekommen

    • 15.02.2017 10:35, B.M.

      Zum Kommentar von Florian,
      Unsere Kommune (Träger der Feuerwehr) hat versucht den Feuerwehrführerschein so weit wie möglich hinaus zu schieben und im Umkreis mehrere Fahrschulen angeschrieben und um Angebote für den Erwerb der Klasse C1 gebeten.
      Alle angeschriebenen Fahrschulen waren außer Stande ein Angebot abzugeben. Bei den meisten war der Grund, dass sie keine Fahrzeuge zur Schulung in dieser Klasse hatten, oder sie haben nur den Führerschein C angeboten, der ist aber weder für 1500€ noch für den doppelten Betrag zu bekommen.
      Wegen akutem Fahrermangel hat man sich dann vor ca 4 Jahren dann doch dazu entschlossen, die Geschichte mit dem Feuerwehrführerschein anzugehen.
      In der vergangenen Zeit wurden bisher 18 junge Feuerwehrkameradinen und -Kameraden mit Erfolg ausgebildet.
      Wie einige meiner Vor-Kommentatoren schon schrieben, ist die Ausbildung immer noch umfangreicher und mehr als dass was vor der Reform 1989 gemacht wurde.
      Ich konnte noch eine intensive Ausbildung bei der Bundeswehr genießen. Diese Ausbildungsstelle ist seit dem Wegfall der Wehrpflicht nicht mehr da.
      Altersgenossen von mir dürfen noch heute mit der Klasse B (alte 3) Gespanne bis knapp 18 Tonnen steuern, ( 7,5 t Zugfahrzeug plus Einachs-Anhänger mit einem max. Gewicht vom 1,5fachen des Zugfahrzeuges) ohne je einen LKW -Führerschein gemacht zu habe.

  • 26.05.2018 17:37, Peter

    Ich bin seit zwei Jahren Ausbilder für den Helferführerschein und kann mich den Kommentaren über den schecht recherchierten Beitrag anschließen. Die Ausbildung bei uns (BRK) erfolgt stets sehr gründlich auf den eigenen Fahrzeugen (RTW und Hängerbetrieb).
    Die alte Regelung bis 7,5 Tonnen hat auch nicht zu mehr Unfällen geführt. Damit die Fahrer bei den Hilfsorganisationen noch mehr Fahrpraxis bekommen, sollte es möglich sein, nach bestandener Helferführerscheinprüfung den privaten Führeschein zu erweitern. Leider sind da seitens der Behörden Wiederstände, dabei wäre es doch der Sache sehr dienlich, wenn die Leute auch mal privat mit größeren Fahrzeugen oder mit Anhänger zu fahren.

    • 27.05.2018 15:44, B.M.

      Die Regelungen im "Feurwehrführerschein" sind insbesondere der Fahrschullobby ein Dorn im Auge. Sollte der Feuerwehrführerschein auch im Privaten Bereich gelten, so fehlen den Fahrschulen potenzielle Fahrschüler und das geht in's Geld.
      Zu dem monierten Nichteingehen auf Einsatztfahrten im Hauptartikel, kann ich nur sagen, dass dies in keiner Fahrschule ein Thema ist. Das ist Sache der Organisationen. Bei der Polizei wird das Personal für den Führerschein geschult, falls dieser nicht schon Privat erworben wurde. Die Schulung für Einsatzfahrten ist nicht Aufgabe der Fahrschule. Das müssen die Organisationen intern regeln.
      Bei den Hilfsorganisationen ist das schon seit Jahr und Tag so und war nie anders.

    • 28.05.2018 14:36, F.A.

      ich habe seit mehrer Jahren den großen Feuerwehrführerschein und muss dazu sagen, dass ich den GW-San der SEG-Beh. besser fahren kann, als manch einer, der der Klasse C1 besitzt. Ich sehe es aber trotzdem auch so, dass die Helfer auch Privat üben sollten können.
      Und ganz erlich, es gab früher auch RTW's, die ungefähr die selbe B, L und H haben und eine Zulassung für max. 3,49 haben/hatten, da ist vom Fahrern her kein Unterschied, nur weil die neueren RTW's theoretisch mehr gewicht transportieren könnten.
      Ahja, ich habe vor kurzem meinen alten Fahrlehrer getroffen, der hat mir erzählt, dass die Fahrschulen mehr Ärger mit den C1 haben, als das es sich wirklich rentieren würde. Sie müssen einen C1-LKW extra vorhalten (in diesem fall machen Sie es in einem Verbund mit mehrern Fahrschulen) und ein Fahrlehrermangel besteht zurzeit sowieso.

    • 17.10.2018 13:25, Schlossi

      Ich kann über die Vorwürfe der schlechten Recherche eines Außenstehenden nur laut lachen. Dieter Müller ist Professor für Straßenverkehrsrecht an der sächsischen Polizei. Er ist ein ausgewiesener Experte im Bereich der Einsatzfahrten und hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben. Man sollte seine Einwände ernst nehmen statt sie zu polemisieren.

    • 18.10.2018 11:49, B.M.

      Der Herr Professor, kann so viel Bücher geschrieben haben wie er will.
      Ich habe schon Bücher gelesen, da stand absoluter Blödsinn drinn.
      Dies bezieht sich jetzt nich auf Prof. Dieter Müller.
      Aber, auch ein Professor kann mal daneben liegen.
      Ich bleib dabei, dass heute die Feuerwehrkameraden, die den Feurwehrführerschein machen, mehr Ausbildung erfahren als früher mit der Regelung der Klasse B bis 7,5to.

  • 28.05.2018 20:05, B.M.

    F.A. bringt es auf den Punkt.
    Die Fahrchulen haben schlicht und einfach kein Interesse an der Schulung von C1/ C1 E.Das hat unsere Verwaltung auch so erfahren, desshalb hat man sich dann doch durchgerungen in die interne Ausbildung zu investieren. Ansonsten wäre die Einsatzfähigkeit, gerade in den kleinen Ortswehren gefährdet gewesen. Es gibt praktisch, außer den Kleinlöschfahrzeugen, Manschaftstransportern und Einsatzleitwagen , keine Einsatzfahrzeuge mehr unter einer zul.Gesamtmasse von 3,5 to.
    Den großen C/ CE machen wirklich nur wenige in den Stützpunktwehren, wo auch die schweren Fahrzeuge stehen.

  • 18.10.2018 12:34, B.M.

    Dieter Müller ist Prof. an der FH der Sächsischen Polizei. Aus seiner Sicht hat er ja recht, allerdings ist bei der Polizei auch kein Freiwilliger. Jeder Polizist macht im Rahmen seiner Ausbildung noch mal einen Führerschein.
    Die Fahrausbildung bei der Pol. ist eine ganz andere. Beide Systeme kann man nicht vergleichen, was er aber anscheinend macht.
    Sollten die Feuerwehren dazu übergehen auf den regulären C1 Füherschein um zu stellen, ist für die Verkehrssicherheit bei Einsatzfahrten kein deut mehr getan.
    In keiner Fahrschule auf dem weiten Fahrschulmarkt wird auf Einsatzfahrten eingegangen. Weder bei der Ausbildung der Klasse B noch bei C1 oder C. Das müssen die Organisationen schon selbst regeln. Was die Polizei ja auch macht. Nur das kann man nicht vergleichen.
    Ich war Jahrelang in einer Ladesbehörde mit der Klasse D unterwegs. Den Führerschein habe ich bei der Bereitschaftspolizei gemacht. Die jährliche Unterweisung und Belehrung über Blaulichtfahrten habe ich jedes mal mit gemacht.