LTO.de - Legal Tribune Online - Aktuelles aus Recht und Justiz
 

Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt

Adresse und Kontaktdaten:

Gerichte der Verwaltungsgerichtsbarkeit
Breiter Weg 203-206
39104 Magdeburg

Tel.: (03 91) 6 06-0
Fax: (03 91) 6 06-70 29
ovg@justiz.sachsen-anhalt.de

Präsident: Michael Benndorf
Vizepräsident: Oliver Becker
Vorsitzender des Dienstgerichtshof für Richter: RiOVG Dr. Druschel und VRiOLG Buchloh im jährlichen Wechsel

Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt - Aktuelle Nachrichten, Urteile und Beschlüsse

Gerichtsbezirk des OVG Sachsen-Anhalt

Land Sachsen-Anhalt mit den Verwaltungsgerichten Halle und Magdeburg

Das Oberverwaltungsgericht – Aufgaben und Zuständigkeiten

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) ist das höchste Gericht auf Landesebene innerhalb der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Jedes Bundesland hat jeweils ein Oberverwaltungsgericht. Ausnahmen sind Berlin und Brandenburg, die seit 2005 ein gemeinsames Oberverwaltungsgericht eingerichtet haben. Aus historischen Gründen werden sie in den Bundesländern Bayern, Hessen und Baden-Württemberg Verwaltungsgerichtshof (VGH) genannt. Die Spruchkörper werden Senate genannt, die je nach geltendem Landesrecht unterschiedlich besetzt sind. Es gibt Senate, die ausschließlich mit drei oder fünf Berufsrichtern besetzt sind und solche, denen drei oder fünf Berufsrichter mit jeweils zwei ehrenamtlichen Richtern angehören.

Die Zuständigkeit des Oberverwaltungsgerichts in zweiter Instanz

Die Oberverwaltungsgerichte sind zum einen als Rechtsmittelinstanz tätig. Das bedeutet, dass gegen erstinstanzliche Urteile von Verwaltungsgerichten Berufung beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden kann, während gegen sonstige Entscheidungen Beschwerden zulässig sind.

Ein Berufungsverfahren ist auf Antrag eines Verfahrensbeteiligten nur aufgrund eines Beschlusses des Oberverwaltungsgerichts zulässig oder wenn das Verwaltungsgericht es in seinem Urteil ausdrücklich ermöglicht hat. Die Berufung selbst ist an enge Voraussetzungen geknüpft und nur in drei Fällen zulässig: 1. Es bestehen ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit des erstinstanzlichen Urteils, 2. die Rechtssache hat eine grundlegende Bedeutung für die Rechtsprechung oder 3. das vom Verwaltungsgericht in erster Instanz gesprochene Urteil weicht von der bisherigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts oder eines Oberverwaltungsgerichts ab.

Auch wegen der gesteigerten Darlegungspflichten werden diese Bedingungen nur selten erfüllt. Wird die Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht als unzulässig abgelehnt, ist der Rechtsweg erschöpft und es stehen keine weiteren Rechtsmittel zur Verfügung, da die Nichtzulassung einer Berufung nicht anfechtbar ist.

Die Zuständigkeit des Oberverwaltungsgerichts als erste Instanz

Ein Oberverwaltungsgericht ist in erster Instanz zuständig, wenn die Verhandlung technische Großprojekte zum Inhalt hat, die in § 48 Abs. 1 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) gelistet sind. Außerdem werden vor dem OVG nach Landesrecht ausgesprochene Vereinsverbote verhandelt. Das Oberverwaltungsgericht wird außerdem als erste Instanz bei Normenkontrollverfahren angerufen, um autonome Satzungen und Rechtsverordnungen insbesondere aus dem Baurecht zu überprüfen.

Organisation

  • Landesberufsgericht für Heilberufe Sachsen-Anhalt
    Vorsitzender: Wulf Roewer , Richter am OVG
  • Dienstgerichtshof für Richter
    Vorsitzender: Engels , Vors. Richter am OVG