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Todesstrafe in Connecticut, USA: Sup­reme Court stoppt Hin­rich­tungen

14.08.2015

Drei Jahre nach Abschaffung der Todesstrafe im US-Staat Connecticut müssen elf verbleibende Häftlinge keine Hinrichtung mehr fürchten. Der Supreme Court des Staates kippte eine Übergangsregelung, die für die sie den Tod bedeutet hätte.

Das höchste Gericht im US-Staat Connecticut hat entschieden, dass im Bundesstaat keine Hinrichtungen mehr stattfinden dürfen. Die Todesstrafe "verträgt sich nicht mehr mit den gegenwärtigen Standards von Anstand und dient keinem berechtigten strafrechtlichen Zweck mehr", so das Gericht.

Bereits 2012 hatte der Bundesstaat ein Gesetz erlassen, dass festschrieb, die Todesstrafe künftig nicht mehr zu verhängen. Straftäter, die vor der Neuregelung zum Tode verurteilt worden waren, sollten dennoch hingerichtet werden. Einer von ihnen hatte dagegen geklagt. Nun gab ihm der Supreme Court Connecticuts Recht. Auch die Exekution von vor der Verabschiedung des Gesetzes verurteilten Straftätern verstoße gegen das Verbot "grausamer und unüblicher" Strafen.

Die USA sind das letzte westliche Land, in dem die Todesstrafe vollstreckt wird. Dort ist sie in 31 der 50 Bundesstaaten sowie auf Bundesebene erlaubt. Die letzte Hinrichtung in dem Staat in Neuengland fand im Jahr 2005 statt.

dpa/mbr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Todesstrafe in Connecticut, USA: Supreme Court stoppt Hinrichtungen . In: Legal Tribune Online, 14.08.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/16618/ (abgerufen am: 22.05.2019 )

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