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Pressemitteilung der Polizei Bremen: Die Leiden des jungen Döner

30.08.2011

Die Kontrolle eines Dönertransporters in Bremen durch die dortige Polizei und die anschließende Vernichtung von 80 Kilogramm verdorbenen Fleisches veranlassten die Pressestelle der Bremer Polizei zu poetischen Höhenflügen. Und das, obwohl es am Ende nur "unromantische Ordnungswidrigkeitenanzeigen" gab.

Die Bremer Polizei verhinderte am Freitagabend eine genüssliche
Zusammenkunft zwischen 80 Kilogramm Döner und dem Verbraucher. Grund waren diverse Verkehrsverstöße und die lieblose Haltung des
Fleisches.

Im Stadtteil Walle kontrollierte eine Streifenwagenbesatzung den
Fahrer eines Kleintransporters, da dieser völlig poesielos während
der Fahrt telefonierte. Die Beamten stellten außerdem mit geschultem
Auge schnell eine Überladung des Wagens fest. Im Laderaum fanden sie
Dönerspieße und Innereien, die teilweise lose in Frischhaltefolie und
in Plastiksäcken platziert waren. Mit Polizeieskorte wurde der
Kontrollort zum Großmarkt verlegt. Eine geeichte Fahrzeugwaage
bestätigte dann den Verdacht: Der Transporter war überladen.

Da die Temperaturen des Fleisches außerhalb der Grenzwerte waren,
ordnete ein hinzugerufener Lebensmittelkontrolleur das Ableben der
Ware an. Unter seiner Aufsicht fanden die Dönerspieße in der
Müllverbrennungsanlage Findorff ein jähes Ende.

Gegen Halter und Fahrer des Kleintransporters wurden unromantische
Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt.

Quelle: Originaltext Pressestelle Polizei Bremen

 

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Zitiervorschlag

Pressemitteilung der Polizei Bremen: Die Leiden des jungen Döner . In: Legal Tribune Online, 30.08.2011 , https://www.lto.de/persistent/a_id/4160/ (abgerufen am: 06.08.2020 )

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