Maas äußert sich zu Abgasskandal: "Auto-Manager sollten auf Boni ver­zichten"

09.08.2017

Bundesjustizminister Heiko Maas fordert im Zuge des Abgasskandals, dass die Manager der Automobilkonzerne auf ihre Boni verzichten sollten - "als Zeichen der Demut".

 

Justizminister Heiko Maas rät den deutschen Automanagern, die im Abgasskandal Millionen Diesel-Fahrer getäuscht haben, zum freiwilligen Verzicht auf ihre millionenschweren Bonuszahlungen - als Zeichen der Demut.

"Die Manager sollten in den kommenden Jahren auf ihre Boni verzichten. Das wäre zumindest ein kleines Zeichen der Demut und Einsicht", sagte der SPD-Politiker der Passauer Neuen Presse (Mittwoch). "Die Manager haben Millionen Käufer in die Irre geführt, den Ruf einer ganzen Branche beschädigt und damit Hunderttausende Arbeitsplätze gefährdet. Viele Leute würden ihren Job verlieren, wenn sie solche Fehler machten wie die Auto-Bosse."

Hintergrund ist der Abgasskandal, der im September 2015 begann. VW räumte damals ein, bei Millionen Dieselautos Abgastests manipuliert zu haben. Es folgten Untersuchungen auch bei anderen Herstellern. Das Diesel-Image hat seitdem gelitten. Im Zentrum der Kritik steht der Ausstoß von gesundheitsschädigendem Stickoxid (NOx). Neue Daten des Umweltbundesamts zeigen, dass auch moderne Diesel-Autos den EU-Grenzwert auf der Straße um ein Vielfaches überschreiten.

Maas sieht auch Handlungsbedarf in den Behörden. "Beim Kraftfahrtbundesamt sollte künftig verstärkt auch der Verbraucherschutz eine Rolle spielen." Dort könnte aus seiner Sicht so etwas wie ein Verbraucherbeirat eingerichtet werden, "damit dort von Anfang an die Interessen der Kunden nicht unter den Tisch fallen".

Nach Ansicht von Maas kann der Diesel-Gipfel von Regierung und Industrie nur ein Zwischenschritt gewesen sein. "Für die Autobranche beginnt jetzt die Bewährungszeit. Die Trickserei muss ein Ende haben." Es dürfe nicht allein bei dem angebotenen Software-Update bleiben. "Die Autobauer müssen echte Anreize setzen, damit die schmutzigen Alt-Diesel sauberer werden oder ganz von der Straße verschwinden."

dpa

Zitiervorschlag

Maas äußert sich zu Abgasskandal: "Auto-Manager sollten auf Boni verzichten". In: Legal Tribune Online, 09.08.2017, https://www.lto.de/persistent/a_id/23871/ (abgerufen am: 20.10.2017)

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Kommentare
  • 09.08.2017 13:46, M.D.

    Der Justizminister rät: Verzichten Sie auf ihre Boni. Danach hat Sie auch bestimmt wieder jeder lieb.

    Im Übrigen lassen wir gerade durch die StA Braunschweig Ihre Strafbarkeit prüfen, aber das ist natürlich nur eine reine Formalität.

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  • 09.08.2017 16:33, Ach

    Wer ist noch gleich aktuell und seit Bekanntwerden des Betrugsskandales Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz?

    Immer diese blöden, unsinnigen "man sollte x, y, z machen" Politikeraussagen über Handlungen die sie nicht machen wollen aber sich trotzdem das gute Ansehen in der Bevölkerung erschwindeln wollen mit dem vorgauckeln doch etwas zu tun, mit den Forderungen an sich selbst.

    Seriously, fuck you all.

    Heiko Maas sollte jedem Astmatiker oder sonst irgendwie Lungenkranken in Deutschland einen von den Verbrechern zu zahlenden pauschalen Schadensersatz zukommen lassen, mit der Option nachzuweisen dass ein noch höherer immaterieller, gesundheitlicher Schaden entstanden ist.

    Es wäre es eigentlich mal wert, dass sich der Weisse Ring dafür einsetzt, angefangen mit Bewohnern von Großstädten in denen seit Jahren die NOx Grenzwerte überschritten wurden. Lüften muss schließlich jeder.

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    • 09.08.2017 18:00, Haha

      Ja! Oder die Arbeitgeber müssten jedem Angestellen ca. 344 Oktillionen Euro Entschädigung zahlen dafür, dass im Büro ein 24 mal höherer NOx-Grenzwert gilt. Das wäre doch tol!!!

    • 10.08.2017 19:32, Humorlos

      @Haha:

      Du kannst gerne meine 6 täglichen Anti Astma Medikamente auch mal 7 Jahre lang einnehmen und dich dann wieder melden und gucken ob deine Art immer noch so herablassend und arrogant ist.
      Bis dahin, solltest du aber da du scheinbar nicht weißt worum es geht und nur andere Meinungen beleidigen kannst (siehe Aluhut Post) einfach mal die Fresse halten.

      Davon ab, immerhin kann der Ksoll immerhin Links an seine Kommentare ranhängen, die Grenzwertverordnung mit dem 24 fachem Wert für Büros, suche ich an Ihrem Post vergeblich.

  • 09.08.2017 16:46, Wolfgang Ksoll

    Wer im Glashaus ...
    Das Kaftfahrtbundesamt, das Beihilfe für die organisierte Kriminalität mutmaßlich geleistet hat, soll dann wie verfahen. Aus Demut Präsident und Minister zurücktreten?
    Der GBA unter Amtsaufsicht von Herrn Maas ermittelt m.W. immer noch nicht wegen tausendfacher Tötung mit betrügerisch veränderten Autos durch die organisierte Kriminalität (Automobilindstire und Staatsaufsicht). Was sollte dann Heiko Maas von sich fordern bei der Beihilfe zur Körperverletzung? Demut oder einen Strafprozess?
    Die populistischen Wahlkampfparolen von Maas sind in keiner Weise glaubwürdig oder angemessen.

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    • 09.08.2017 17:58, Haha

      Tausendfache Tötung? Das ist doch noch nicht dramatisch genug! Sprechen Sie lieber von Vergasung!

      Mannmannmann. Selbst gebildete Menschen plappern diesen Nonsense einfach nach. Nicht zu fassen.

    • 09.08.2017 18:19, Wolfgang Ksoll

      Ach kommt jetzt wieder das Lied von der Lügenpresse für die Verantwortungsflucht? Wir konnten nicht anders? Oder in Autoindustrie oder beihelfendem BMJ Beschäftigter Troll?
      http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-05/abgase-dieselfahrzeuge-stickoxide-tote-studie

    • 09.08.2017 19:02, Im Namen der Natur

      @HaHa,

      ja, stimmt und wie sich erst die Leute freuen werden, wenn sie endlich verhungert und/oder in ihren Häusern erfroren und/oder vor dem Wasserhahn verdurste sind.
      Aber die Luft, die Luft .... voller Leichengestank von arbeits- und einkommenslosen Menschen.

      Aber die Grüne-Roten sind davon ja nicht betroffen, die fahren nach Amerika und bleiben da, da regiert Trump, da gibt es so ein Schwachsinn für die eigene Industrie nicht nur für die der Vasallen....
      Aber die Luft ist dann so was von sauber, ganz ohne Nazis und Deutsche sowieso.... und nach einer weile sind die Leichen ja verrottet.

      Und das Maaschen warum spendet er den nicht, ach ja braucht er ja für den Unterhalt seiner bewachten Luxusunterkunft und seiner gepanzerten Luxuslimousine, ach nein die bezahlen ja auch die Deutschen Steuerzahler....

    • 09.08.2017 19:36, Haha

      Sie wissen ganz genau, dass die von Ihnen erfolglos bemühte Studie keinerlei Nachweis über einen kausalen Zusammenhang zwischen NOx und den angeblichen Todesfällen erbringt.

      Ihre dummen Unterstellungen und Ihr naives Weltbild können Sie sich überdies sonstwo hinstecken.

    • 09.08.2017 20:28, Wolfgang Ksoll

      @Haha
      ja, ja. Verkaufen Sie uns ruhig für blöd. Die Diesel haben Schadstoffoberwerte völlig umsonst bekommen. Und von Verbrechern kriminell veränderte Software war nur dafür da, um die Städte zu Luftkurorten zu machen. Sie argumentieren genauso unsinnig, wie Atomkraftbefürworter, die die Verpestung durch Atomkraftwerke damit klein reden, dass man ja auch medizinisch Radon-Kuren macht. Bei Ihnen gibt es NOX bestimmt als Heilmittel von der Krankenkasse.
      Stuttgart sperrte die Diesel übrigens wegen des Feinstaubes aus der Stadt aus. Weil die Diesel dazu beigetragen haben, dass die Landeshauptstadt unter dem "Grünen" Kretschmann zum Saustall und zur Nogo-Aera geworden ist. Aber bei Ihnen sind sicherlich die jämmerlich an Steinstaubstaub verreckten Kohlebergleute nur aus Fakenachrichten verrückter Wissenschaftler.
      http://www.focus.de/auto/news/abgas-skandal/fahrverbote-und-umweltzonen-wie-schaedlich-sind-diesel-abgase-und-was-bringen-umweltzonen-wirklich_id_6715232.html
      Natürlich werden Sie wieder dagegen halten, dass Menschen, die Krebs vom Diesel bekommen, ja die Wirtschaft ankurbeln im Gesundheitswesen mit teuren Behandlungen, die die verreckenden Opfer der Softwarekriminellen selber zahlen als Versicherte. Wahrscheinlich sollen wir den Tätern aus der organisierten Kriminaität noch dankbar sein, dass sie die Belastungen der Rentenkassen verkürzen mit ihren ´ verbrecherischen Dreckschleudern.
      Aber die Gesellschaft hat für solche Spinner vorgesorgt: für die unzurechnungsfähigen Bekloppten die Klapsmühle, für die zurechnungsfähigen Kriminelle den Knast. Da Töten anderer Menschen werden wir nicht einfach dulden. Eher wirtschaften die Schwerkriminellen VW, Daimler in die Pleite mit solch durchgeknallten Sprüchen und sorgen dafür, dass wir schneller zur E-Mobilität kommen.
      Aber sonst heißt natürlich weiter: jedem Circus seinen August. Geben Sie ruhig weiter den Clown und Troll. Solange Sie an der Tastatur sitzen, können Sie niemanden mit Ihrer Dreckschleuder töten.
      Hier können Sie übrigens immer aktuell schauen, wie dreckig es in Deutschland und Österreich tatsächlich mit dem Feinstaub ist, ohne dass Politiker die Messwerte unterdrücken, um Ihren Buddies in der Autoindustrie beim Verpesten der Bevölkerung behilflich zu sein auf Kosten von vielen Menschenleben:
      http://stuttgart.maps.luftdaten.info/#6/49.873/11.630
      Es wird immer schwerer, den Menschen Märchen zu verkaufen, wie Sie es versuchen.

    • 09.08.2017 21:04, Haha

      Der goldene Aluhut der Woche geht an Herrn Ksoll, herzlichen Glückwunsch! Ihnen ist leider nicht zu helfen.

    • 10.08.2017 16:50, Wolfgang Ksoll

      Ja, Aluhut. Das ist offenbar was, das Ihr Hirn beschäftigen. Vernunft ist es nachweislich nicht :-) Schade eigentlich. Die Aufklärung läuft nun seit 500 Jahren, aber immer noch durch dringt sie nicht den Diskurs. Bei manchen der Realität entflohenen.

    • 11.08.2017 08:12, Haha

      Sie sollten Ihr Geschwurbel jeweils mit "CSU raus aus Bayern" schließen. Dann fiele dem geneigten Foristen die Einordnung leichter.

  • 09.08.2017 17:46, Der maaslose Heiko

    Heiko... Bitte. Duck Dich einfach bis Ende September weg und räum dann Deinen Stuhl für jemanden, der als Justizminister nicht eine völlige Blamage ist. Heide Simones könnte man doch wieder ausbuddeln... Qualitativ eine Verbesserung. Oder.. Gregor Gysi... Oder Karl-Theodor zu Plagiarismus.. Allemal besser als "Nein heißt nein" - Heiko.

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