Wegen mehrfacher Vergewaltigung und Besitzes von Kinderpornos: Pro­zess­be­ginn gegen ehe­ma­ligen Münchner Groß­kanzlei-Partner

von Pia Lorenz

25.10.2017

Ein ehemaliger Partner einer Großkanzlei räumte am Dienstag mehrere Vergewaltigungen und den Besitz von Kinderpornos ein. Er habe zwei Touristinnen K.O.-Tropfen verabreicht und sie dann missbraucht. Ob er in Haft muss, ist noch nicht klar.

Von dem Prozess, der am Dienstag vor dem Landgericht (LG) München I begann, war bis vor wenigen Monaten selbst in der gut informierten Münchner Juristenszene nur wenigen bekannt. Dabei sitzt der 40-jährige Angeklagte seit Juni 2016 in Untersuchungshaft, die ihm von der Staatsanwaltschaft zur Last gelegten Vorwürfe sind gravierend.

In sieben Terminen soll das Landgericht nun klären, ob der ehemalige Wirtschaftsanwalt, bei dem es sich nach LTO-Informationen um einen ehemaligen Partner von Baker McKenzie in München handelt, tatsächlich zwei Touristinnen, denen er über die bekannte Vermittlungsplattform Couchsurfing.com eine Unterkunft angeboten hatte, mehrfach zunächst K.O.-Tropfen verabreicht und diese dann vergewaltigt und missbraucht hat. Bei zwei Wohnungsdurchsuchungen wurden laut Anklageschrift zudem über 30.000 Bilddateien sowie mehr als 2.000 Videodateien mit kinderpornografischem Material gefunden.

Die Anklage legt ihm daher den Besitz kinderpornographischer Schriften in Tatmehrheit mit sechs tatmehrheitlichen Fällen der besonders schweren Vergewaltigung, jeweils in Tateinheit mit sechs tatmehrheitlichen Fällen der gefährlichen Körperverletzung zur Last.

Touristinnen mit K.O.-Tropfen betäubt und missbraucht

Zwischen Juli 2015 und Mai 2016 soll er zwei Touristinnen, die jeweils kurzfristig in seiner Wohnung in München eine Unterkunft fanden, jeweils mit K.O.-Tropfen betäubt haben. Danach habe er per Kamera des Babyphones, mit dem er sein Gästezimmer überwachte, überprüft, ob sie bewusstlos waren, und sie dann vaginal, oral, mit den Fingern oder mit Gegenständen missbraucht. Sämtliche Taten sind von der Kamera am Babyphone aufgezeichnet worden.

Der Jurist räumt die Tatvorwürfe umfassend ein. Sein Verteidiger Steffen Lindberg sagte, er bereue zutiefst, was passiert sei. Vor Gericht berichtete der 40-Jährige im öffentlichen Teil der Verhandlung ausführlich von mehreren Schicksalsschlägen und einer hohen Arbeitsbelastung. Er schilderte, in eine Krise geraten zu sein, als sein Förderer in der Kanzlei bei einem Autounfall starb. Im August 2014 war ein Münchner IT-Partner von Baker McKenzie auf der A95 ums Leben kommen.

Sein Mandant wolle eine Therapie machen und bemühe sich um einen Ausgleich mit den beiden Geschädigten, betonte auch Verteidiger Dr. Nicolas A. Frühsorger am Dienstag vor dem LG München I. Der Münchner Strafrechtler betreut das Mandat gemeinsam mit dem Mannheimer Strafverteidiger Lindberg.

Eines der Opfer ist seine Ehefrau

Auf das Strafmaß dürfte sich das positiv auswirken. Nach Einschätzung eines auf das Sexualstrafrecht spezialisierten Münchner Strafverteidigers könnte das Geständnis die Freiheitsstrafe von ca. zehn auf acht Jahre reduzieren. 

Möglich ist allerdings auch, dass das Gericht die Unterbringung des Juristen in einem psychiatrischen Krankenhaus anordnet. Die Öffentlichkeit wurde am Dienstag ausgeschlossen, als es um sein Sexualleben ging, ein Psychiater begutachtet seine Schuldfähigkeit.

Seine Karriere als Wirtschaftsanwalt zumindest dürfte beendet sein. Nach LTO-Informationen hat der Angeklagte nach den Hausdurchsuchungen einen Aufhebungsvertrag bei seinem Arbeitgeber unterzeichnet und seine Anwalts-Zulassung zurückgegeben.

Am Donnerstag wird das Verfahren fortgesetzt, eine der geschädigten Touristinnen soll aussagen. Man rechnet damit, dass das den ganzen Tag dauern kann. Die Verteidigung dürfte versuchen, bei dieser Gelegenheit einen Täter-Opfer-Ausgleich mit der extra eingeflogenen Chinesin durchzuführen. Nach dem Willen des Gerichts sollen beide Geschädigte vernommen werden. Die andere damalige Touristin hat allerdings ein Zeugnisverweigerungsrecht: Sie hat den Angeklagten geheiratet, die Ehe besteht noch.

Zitiervorschlag

Pia Lorenz, Wegen mehrfacher Vergewaltigung und Besitzes von Kinderpornos: Prozessbeginn gegen ehemaligen Münchner Großkanzlei-Partner . In: Legal Tribune Online, 25.10.2017 , http://www.lto.de/persistent/a_id/25225/ (abgerufen am: 19.02.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 25.10.2017 19:31, 123

    "Sie hat den Angeklagten geheiratet.."?!

    hat sie den Angeklagten nach der Tat geheiratet und trotzdem angezeigt? Oder hat sie erst später von den Aufnahmen erfahren und dann beanzeigt?

    • 25.10.2017 20:05, Franz

      Stockholmsyndrom.

    • 25.10.2017 23:50, Rollo der+Wikingerr

      Offizialdelikt.
      Geht von Staats wegen alles seinen Gang.

    • 26.10.2017 00:31, 123

      stimmt, ans Offizialdelikt habe ich nicht gedacht.

      Interessant wäre aber tatsächlich noch eine Info, ob Madame Bescheid wusste.

    • 26.10.2017 09:07, andere Länder, andere Sitten..

      In der Türkei wäre er aufgrund der Heirat straffrei.

      Die Ehre der Frau habe er damit schließlich wiederhergestellt, so die tief blicken lassende Ideologie, die dahinter steckt...

    • 26.10.2017 11:51, andere Länder, andere Sitten, zwar off-topic aber ein Update wäre ganz sinnvoll:

      Die Heirat mit einer Vergewaltigten, um einer Strafe zu entgehen, ist schon sehr lange obsolet. Und um die Ideologie dahinter auch richtig zu verstehen: Diese Regelung war nicht zur Amnestie des Vergewaltigers gedacht, er selbst konnte nicht die Entscheidung treffen. Allein das Opfer konnte dieses Instrument nutzen und den Vergewaltiger zur Ehe zwingen, nämlich vor dem Hintergrund, dass ein vergewaltigtes Mädchen in der damaligen Gesellschaft wohl auf ewig keinen "ordentlichen" Mann mehr finde. Zwar ist das für uns und v.a. heute eine kopfschüttelprovozierende Regelung, aber die jungen Frauen in der damaligen Gesellschaft nahmen diese dankbar an. Und übrigens steht in der Türkei die Vergewaltigung in der Ehe nach wie vor unter Strafe.

    • 21.11.2017 14:35, Ayn

      Ich habe gelesen, dass die Frau von den Vergewaltigungen nichts gewusst haben soll. Erst nach der Verhaftung soll sie anhand der Videos darüber informiert worden sein, was ihr zugestoßen war, aber zu dem Zeitpunkt waren sie schon verheiratet. Man könnte ihr auch unterstellen, dass finanzielle Gründe ausschlaggebend waren, aber das unterstellt man Frauen nun leider leichtfertig und schnell.
      Die Ausrede, dass Überbelastung den Sadismus ausgelöst hätte, ist meines Erachtens lachhaft. Immerhin war er mit 19 scheinbar auch schon seelisch abartig und ich behaupte mal, dass er damals wohl noch nicht gar so überlastet gewesen sein wird.
      Er hat Strafminderung bekommen, weil er gebeichtet hat - Wunderbar. Wenn alles auf Video aufgefunden wurde, hatte er nun ja auch keine großartige Wahl mehr.

  • 25.10.2017 20:28, @topic

    Unfassbar. Ein Mann in einflussreiche Position. Nimmt sich Frauen. Unter Drogeneinfluss. Wenn das Linus Förster wüsste!!!

  • 25.10.2017 20:29, M.D.

    Bei solchen Vorwürfen muss man sich fragen, ob der Angeklagte ernsthaft geglaubt hat, nicht erwischt zu werden.

    • 25.10.2017 20:48, @M.D.

      Gottkomplex. Wie bei den Oberärzten, die über Ihre Kundschaft drüber rutschen. Anwalt eben. Möge er lange schmoren.

    • 26.10.2017 13:38, Palladium

      Vielleicht hat er seine aufblasbare Gummipuppe verwechselt.
      Oh, mein Gott. Das solch eine Person über solch einen Schmarrn stolpert ist schon per. . . genug.
      Der ist doch voll ausgelastet gewesen, dann wäre man doch lieber nach der Ingolstädter Str. gefahren und hätte dort gespendet. Oder war er dort schon nicht mehr tragbar

  • 25.10.2017 21:42, SpookyMulder

    Der letzte Satz kam unerwartet.

    • 26.10.2017 09:07, Jemand_NRW

      Ja, sehr... die Realität ist manchmal skurriler, als man es sich vorstellen mag.

  • 25.10.2017 22:08, Hyperion

    Diese Weiber

    • 26.10.2017 07:32, @Hyperion

      Was zur Hölle? Was kann denn jetzt die Frau dafür, dass sie (mutmaßlich) vergewaltigt wurde?!

    • 26.10.2017 09:12, Jemand_NRW

      @ @Hyperion:

      Mich deucht, der Kommentar "diese Weiber" bezieht sich auf die Frau, die den Typen hinterher geheiratet hat....

    • 26.10.2017 13:45, Palladium

      Na, wo werden die Frauen zuerst hinschauen, wenn es ums Geld geht ? Doch nicht auf den "Wäschesack"? Oder, doch. Siehe den Fall Helmut Kohl.

  • 25.10.2017 22:10, Hyperion

    Diese Weiber... wtf???

    • 26.10.2017 10:56, Flocki

      Freue mich schon auf den Namen des Anwalts, wenn ich die Personalien der Rechtsanwaltskammer München anschaue.

      Und A95, das ist die Promiautobahn nach Starnberg ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.
      Schön, wenn man 6 Jahre fürs angebliche Prädikatsexamen lernt und dann so endet wie der Münchner Freshfieldspartner, der seine Frau von 10 Jahren in Hohenschäftlarn umgebracht hat.
      Oder die beiden Münchner Linklaterspartner, die bei der After Wiesen Party erst Sex und dann eine Schlägerei provoziert haben.
      München halt.
      Kein Wunder, daß da alle verrückt werden.
      Gut so, daß sie jetzt in den Knast müssen, egal was sie getan haben.
      Hauptsache Knast.
      Wer überwacht, verarscht und anderen das Geld aus der Tasche zieht wird bestraft.
      Wer CSU Wählt wählt Verbrecher.

  • 26.10.2017 09:11, Jemand_NRW

    Mann:
    "Mein Chef ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
    Darauf muss ich erstmal klar kommen - indem ich eine Frau vergewaltige."

    Frau:
    "Der Typ hat mich mit KO-Tropfen bewusstlos gemacht und dann vergewaltigt.
    Toller Typ, den heirate ich gleich mal."

    • 26.10.2017 10:45, Vielleicht

      passen die zwei doch gut zusammen. Bisschen schräg drauf scheinen sie beide zu sein. Nun ja, wenn die Liebe groß genug ist, wird sie vielleicht auch eine Gefängnisstrafe aushalten.

  • 26.10.2017 13:41, Haha

    Erst Linklaters und jetzt Baker McKenzie. Das setzt dem ganzen doch die Krone auf!

    • 26.10.2017 13:48, Palladium

      Das sind doch "Geile" Anwaltskanzleien oder schon die ersten Vorläuferinstitutionen für Haar ?

  • 26.10.2017 15:19, DS

    was hat das mit Großkanzleien zu tun? selten so einen Unsinn gelesen

    zudem ist die A95 keine Autobahn für die Schönen und Reichen; der Unfall passierte kurz vor der Raststätte und hat mit Starnberg nichts zu tun

    möge der ehemalige Anwalt die volle Härte des Gesetzes & Knastes erfahren

    • 26.10.2017 15:34, Palladium

      @zu DS
      Das hat was damit zu tun. Der Erfolgsdruck ist doch erheblich, auch wenn diese Person Partner gewesen ist. Oder hat diese Person zu wenige Mandanten gehabt, um solch einen Unsinn nachzugehen. Denn sonst kommt eine normale Person nicht auf solche Handlungen oder auf solche Ideen. Könnten Sie mir Bitte das Gegenteil beweisen.
      Ihr Kommentar (Unsinn) deshalb substanzlos. Zu einem anderen Ergebnis kann man nicht kommen !

  • 26.10.2017 16:15, w

    @Hyperion und Jemand_NRW:
    Ja klar, im Zweifel ist immer die dumme Frau selbst schuld. K.O.-Tropfen, bewusstlos? Na, klingelt es bei den Herrschaften?

    • 26.10.2017 18:10, Hyperion

      Muss man den duften Typen danach heiraten? Und bleibt man mit dem selbst dann noch zusammen, wenn die Sache ans Licht kommt?

      Fragen über Fragen.

    • 27.10.2017 07:58, @Hyperion

      Heiraten kann man ihn, vermutlich weil man zu dem Zeitpunkt nichts davon wusste.

      Noch mit ihm verheiratet zu sein, kann viele Gründe haben. Eventuell auch "nur" den platten Grund, dass ein Scheidungsverfahren in der Regel erhebliche Zeit dauert und man (wobei man hier über einen Härtefall reden könnte) das Trennungsjahr in aller Regel abwarten muss.

      Wenn man keine Ahnung hat ...

    • 29.10.2017 01:58, Jemand_NRW

      Ja, richtig, so wird es gewesen sein... von der Vergewaltigung hat die Frau bestimmt nichts mitbekommen und das Scheidungsverfahren ist sicherlich schon abhängig.

      So schräg kann doch schließlich keine Frau sein. (Ein Mann vielleicht, aber doch nicht eine Frau...)

  • 27.10.2017 09:58, Nunja

    "Die andere damalige Touristin hat allerdings ein Zeugnisverweigerungsrecht: Sie hat den Angeklagten geheiratet, die Ehe besteht noch."

    Das ZVR besteht auch nach der Ehe fort, § 52 Abs. 1 Nr. 2 StPO: "der Ehegatte des Beschuldigten, auch wenn die Ehe nicht mehr besteht". Der letzte Halbsatz ist demnach juristischer Unfug.

    • 29.10.2017 01:54, Jemand_NRW

      niemand hat behauptet, das ZVR ginge nach der Scheidung verloren, deshalb kann der Satz gar nicht "juristisch Unsinn" gewesen sein.

      Vielmehr bestand - offenbar - ein ganz anderer Grund, das Fortbestehen der Ehe zu erwähnen: immerhin ist die Ehe per se angesichts der vorausgegangen Vergewaltigung schon ein Kuriosum.

      Weiter oben mutmaßte jemand: von der Vergewaltigung habe die Frau bestimmt nichts gewusst und das Scheidungsverfahren sei sicher schon im Gange...

  • 27.10.2017 15:48, Gerhard Krause

    Wenn ich die Kommentare hier lese, fällt mir bei vielen die pharisäerhafte A...igkeit auf. Man kann das auch rationaler sehen. Wenn man keinen eingeengten Erfahrungshorizont hat, insbesondere selbst einmal in einer emotional begründeten Überforderungssituation war, auch ohne folgenhaften oder gar irreparablen Mist gebaut zu haben, versteht man so etwas vielleicht eher. Zu billigen ist es nicht und ich erkenne auch nichts, das die Verantwortlichkeit einschränkt. Aber die Häme, mit der das hier bedacht und zum Bashing von Berufsgruppen und Branchengrößen (ich leide auch gelegentlich unter den Big Four) missbraucht wird, kotzt mich an. Ich habe Mitleid mit den unmittelbaren Opfern und denen, die er auf Bildern hatte, nicht mit dem Delinquenten. Aber er ist ein armes Schwein, darauf muss nicht weiter herumgelatscht werden - es sei denn, um das gesunde Volksempfinden zu befriedigen.

    • 27.10.2017 17:13, Palladium

      @zu Herr Krause,
      leider war das doch kein "armes Schwein". Als Partner hat man doch die "Kohle" gehabt, sich eine Partnerin nähern zu können, ob legal oder illegal. So wie es Trump gemacht hat. Der hat Frauen die ihm gefallen haben sofort geküsst. Was dann geschah kann man in der Boulevard-Presse nachlesen. Wenn der Partner ein armes Schwein gewesen wäre, hätte er auch nicht diese Typen von Frauen an Land ziehen können. Ihre Argumentation ist wahrlich substanzlos.

    • 27.10.2017 19:14, Gerhard Krause

      Mit "armes Schwein" habe ich nicht die materielle Situation angesprochen und wundere mich, dass das jemand in dieser primitiven Eindimensionalität so auffassen kann. Der Typ ist krank - wie Weinstein und Konsorten. Seine Verantwortlichkeit und dass das für ihn selbst erkennbar war und er daran etwas hätte tun müssen, sei unbestritten. Ich frage mich nur, was Leute darauf projizieren, die sich so an dem Fall aufgeilen wie einige hier im Forum - und sich nicht entblöden, das auch noch über den Fall hinaus zu einer Generalabrechnung mit der Szene zu nutzen.

    • 27.10.2017 23:51, Wespe

      Sie sind hier im Internet - hier taucht dank Anonymität der wahre Kern des Menschen auf.
      Dass dabei viel Häme ist überascht Sie?

  • 28.10.2017 07:35, Fritz Keil

    Wieder ein Fall wie gemalt.

    Ab ins Loch mit dem Strizzi. Bei uns herrscht Hygiene.

    • 30.10.2017 14:55, @Fritz

      Bei "uns" Anwälten? Das wüsste ich aber :-) Unter denen einen zu finden, der noch nichts verbrochen hat... Jedenfalls eine Fleissaufgabe :-)

  • 31.10.2017 06:40, Poppinger

    Vielleicht müsste man in derartigen Anwaltsfabriken mal neue Stellen für Sexualtherapeuten schaffen und nicht immer mehr und mehr Geld für unqualifizierte Berufsanfänger investieren. Die Fälle vom Steuerexperten Dr. Thomas E. von Linklaters (Vergewaltigung nach Oktoberfestparty) und von Dr. Daniel K. LL.M., IT-Rechts-Experte bei Baker McKenzie sind doch nur die Spitze des Eisberges. Wer sich den ganzen Tag und fast das ganze Leben nur mit seiner Karriere beschäftigt, hat logischerweise Defizite in anderen Lebensbereichen. Wenn man eben jeden Tag 24 Stunden mit seinem Kopf im Büro ist, dann kann man kein guter 'Lover' oder ein begehrenswerter Mann werden. Wenn die Triebe unterdrückt werden, dann kommt es eben schnell zu derartigen Auswüchsen. Die Kanzleien sollten dies als Alarmsignal sehen und mehr Geld in Sexual-Coaches und Firmenevents zur Kompensation stecken. Vielleicht müsste man einfach mal einen Teil des Budgets für SM -und Fetisch-Club-Besuche oder sexualtherapeutische Coachings verwenden. Auch für die Täter sind diese Ereignisse tragisch. Die ganze Karriere beim Teufel, nur weil man zum falschen Zeitpunkt auf illegale Art und Weise 'horny' war

    • 31.10.2017 09:42, Gerhard Krause

      Den letzten beiden Sätzen stimme ich zu. Ich sehe aber nicht, dass die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers die Aufarbeitung solcher Persönlichkeitsdefizite und psychischer Krankheiten beinhaltet - einmal davon abgesehen, dass Angebote sowieso nur funktionieren, wenn der Leidensdruck der Betroffenen groß genug ist. Jeder von uns muss die Sensibilität für sich selbst aufbringen und erkennen, wohin er eiert - ob das nun sexuelle Perversionen oder sonstige und mildere Ausfallerscheinungen sind.

  • 01.11.2017 10:29, Palladium

    @ zu Herr Krause vom 27.10.2017
    Der Kommentar zur Eindimensionalität ist wohl prägend für Ihre Einstellung zum Leben. Eine andere Auffassung kann schlichtweg und ergreifend nicht angebracht sein.
    Vielleicht gehören Sie auch zu der "Clique!", welche der gefährdeten Personen zugeordnet werden muss.

  • 01.11.2017 20:12, @Poppinger

    Sollen wir jetzt wirklich Mitleid mit vergewaltigenden Advokaten haben? Nein. Wegsperren. "Sexual Coaches" für Grosskanzleien. Ich lach mich tot. Wer nicht weiß, dass er seinen Dödel nicht in Frauen steckt, die das nicht haben wollen... Der braucht keinen Trainer. Der braucht eine tägliche Analvergewaltigung vom kasachischen Zellengenossen, damit er lernt, wie das ist... So einfach ist das.

    • 02.11.2017 07:39, Gerhard Krause

      Es war wohl ein Fehler, Leuten wie Ihnen zu antworten. Sicher ist, dass jeder Leser merkt, wie Sie sich selbst umfummeln und Ihr logisches Unvermögen unter Beweis stellen. Ob das der Grund oder die Folge Ihrer Weltsicht ist, sei dahingestellt.

  • 02.11.2017 18:59, Gerhard Krause

    Pardon, der Kommentar bezog sich nicht auf Poppinger, sondern auf P ch alladium.

  • 08.11.2017 08:05, Frodo

    Wie sah denn das Urteil aus?

  • 11.11.2017 21:27, Frida

    Gestern lt. Abendzeitung Plädoyers (unter Ausschluss der Öffentlichkeit)

    Antrag StA demnach 12!!!! Jahre mit Vorbehalt der anschließenden Sicherungsverwahrung!!!!

    Verteidigung: 3 1/2 Jahre und Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus ....

    Urteil soll am 18.11. verkündet werden.

    Da ist wohl „nen bißchen“ was schiefgelaufen bei der Verteidigung.

  • 11.11.2017 21:34, Frida

    Urteil am 20. - 18. ist Samstag, da arbeiten die Justizbehörden selbst in so einem Fall nicht.

  • 20.11.2017 16:24, Frida

    Urteil: 8 Jahre und Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

  • 20.11.2017 17:01, Palladium

    Dafür, dass er nun in eine psychiatrische Klinik eingeliefert werde, vorher als Wirtschaftsanwalt tätig war, ist schon beklemmend. Das ein Mensch sich so von der Sozialisation entfernt hat, nur um den persönlichen Bedürfnissen Vorrang einzuräumen gedachte, widerspiegelt doch unsere Gesellschaft in gravierender Art und Weise jeden Tag von neuem.
    Das zeigt auch der Fall mit den Volksparteien. Es geht doch nicht mehr um die Gesellschaft, sondern es wird doch nur auf den Egoismus aufgebaut, was schwerlich zu widerlegen ist. Hoffentlich bekommen wir nicht noch eine Revolution, dass es soweit kommt, dass wir den Anfängen nicht mehr wehren können.
    Das war auch bei dem Wirtschaftsanwalt nicht anders gewesen. Er fand kein Halt mehr in der Gesellschaft und musste sich andere Objekte/Subjekte aussuchen, um jetzt sich einer psychischen Behandlung auszusetzen. Hoffentlich helfen dann die Arzneimittel, um seinen körperlichen und psychischen Zustand wieder in das Gleichgewicht zu bringen.

  • 24.11.2017 03:28, Robin Hood

    Für die die vermutlich erst betäubt und vergewaltigt werden müssen um sich in Opfer hineinversetzen zu können zum mitschreiben: Victimblaming ist nicht nur sexistisch und frauenfeindlich eure Statements sind eine weitere Bestätigung dafür was in unserer Gesellschaft schiefläuft. Wer Lesen kann ist im Vorteil: die Opfer, einschliesslich seiner (Ex)Frau, von Daniel Krone waren nicht in Kenntnis über seine Straftaten da er sie lebensbedrohlich betäubt hatte. Täter sind im Übrigen nicht horny sondern wollen Macht über andere ausüben-auch als narzisstische Störung bekannt. Das Strafmaß ist ein Witz und wird nur noch vom Baker Mc Kenzie Pr Team getoppt, denn nach wie vor finden sich Artikel zu Herrn Krone's Mandaten im Netz. PR vom Feinsten.

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