Umgang mit Cannabis: Ist Ver­bieten sinnlos?

06.02.2018

Lange schon streitet die Politik darüber, wie mit Cannabis-Konsum zu verfahren ist. Verbieten, erlauben, irgendwas dazwischen? Nun fordern auch Kriminalbeamte öffentlich eine Legalisierung der Droge.

Mit einer speziellen Task Force bekämpft die Hamburger Polizei den Drogenhandel. Dabei erwischt sie aber meist nur die Konsumenten, nicht die Drahtzieher. Bestraft werden nur wenige. Im grün-regierten Berliner Bezirk Kreuzberg gilt die "Null-Toleranz-Strategie" bereits als gescheitert. Im Görlitzer Park können Einheimische und Touristen rund um die Uhr Marihuana, Kokain oder Ecstasy kaufen. Ist der Weg des Verbietens also sinnlos?

Der Deutsche Hanfverband spricht sich seit Jahren für eine Legalisierung von Cannabis aus. Der Aufwand von Polizei und Justiz sei unverhältnismäßig, sagt Verbandsgeschäftsführer Georg Wurth. Die jahrzehntealte Legalisierungs-Kampagne bekommt nun Rückendeckung von ungewohnter Seite: Auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) will eine komplette Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten.

"Die Prohibition von Cannabis ist historisch betrachtet willkürlich erfolgt und bis heute weder intelligent noch zielführend", sagte BDK-Chef André Schulz der Bild-Zeitung vom Montag. Das sei übrigens die Beschlusslage seines Verbandes seit 2014, betont der Hamburger Kriminalhauptkommissar. Schulz verweist auf die negativen Folgen der Repression wie die offene Drogenszene und die Beschaffungskriminalität. Das Hauptproblem seien Alkohol und Tabak, Cannabis sei dagegen keine tödliche Droge.

Kreis von mehr als 100 Strafrechtsprofessoren für Legalisierung

Die Durchsetzung des Drogenverbots (Prohibition) sei zwecklos, zu teuer und schädige Gesellschaft und Konsumenten, meint auch der sogenannten Schildower Kreis, dem sich mehr als 100 Strafrechtsprofessoren angeschlossen haben. Bei den Sondierungen für eine Jamaika-Koalition im vergangenen Herbst hatten diese Position im Grunde auch Grüne und FDP geteilt. Grünen-Politiker Cem Özdemir, der schon mal mit einer Cannabis-Pflanze auf seinem Balkon für Schlagzeilen sorgte, twitterte am Montag: "Wir sollten auf unsere Polizeiexperten hören: besseren Jugendschutz gibts nur bei #cannabis Entkriminalisierung."

Sein Frankfurter Parteifreund Omid Nouripour unterstützt die Forderung des BDK ebenfalls. "Besonders in Großstädten wie Frankfurt ist die Prohibitionspolitik im Bereich von Cannabis vollständig gescheitert", erklärt der Bundestagsabgeordnete. Am Görlitzer Park versuchen es die Berliner Behörden nun mit einem neuen Ansatz: Es gibt einen Parkmanager und sogenannte Parkläufer. Sie sollen mit den Dealern reden und ihnen klarmachen, dass sie weniger aggressiv auftreten und junge Frauen und Familien mit Kindern in Ruhe lassen.

Psychiater warnen vor Hirnschäden

Die Deutsche Polizeigewerkschaft möchte die Droge dagegen keinesfalls legalisieren. "Cannabis zu erlauben, wäre ein fatales Signal" sagt ihr Vorsitzender Rainer Wendt. Er möchte aber auch nicht, dass seine Kollegen "für den Papierkorb" arbeiten. Anstatt ein aufwendiges Strafverfahren einzuleiten, sollten Konsumenten lieber zu einer verpflichtenden Beratung geschickt werden.

Sein Kollege von der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, glaubt dagegen, dass es eine heilsame Wirkung auf jugendliche Konsumenten hat, wenn sie mit ihren Eltern auf die Polizeiwache kommen müssen. "Das wirkt auf jeden Fall", meint Malchow.

Während der Konsum von Alkohol und Tabak immer stärker reglementiert wird, scheint der Zug bei Cannabis in die entgegengesetzte Richtung zu fahren. Seit knapp einem Jahr ist die Droge als Medikament zugelassen. Einige Experten sehen diese Entwicklung mit großer Skepsis. Die enormen gesundheitlichen Gefahren durch den Cannabis-Wirkstoff THC seien durch internationale Studien bestens belegt, sagt der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Rainer Thomasius.

Gerade bei Jugendlichen führe THC zu schweren Hirnschädigungen, verhindere eine altersgerechte Entwicklung und könne zu Psychosen oder gar Schizophrenie führen. Zudem gebe es schwerwiegende psychosoziale Folgen, wie gerade die Entwicklung im US-Bundesstaat Colorado zeige, wo der Cannabis-Konsum vor zwei Jahren legalisiert wurde. "Für diejenigen, die regelmäßig kiffen, sind die Schäden durchaus vergleichbar", sagt Thomasius zum Argument mit dem angeblich viel schädlicheren Alkohol.

Auch der österreichische Psychiater Kurosch Yazdi warnt vor einer Verharmlosung von Cannabis. "Der Joint von heute ist anders als der Joint von früher", schreibt er in seinem Buch "Die Cannabis-Lüge". In modernen Züchtungen seien die THC-Konzentrationen im Vergleich zu den 60er und 70er Jahren regelrecht explodiert, während immer weniger von dem positiven Wirkstoff Cannabidiol enthalten sei. "Dadurch wird man natürlich stärker berauscht, aber auch eher psychotisch", so Yazdi.

Legalisierungs-Vorbild Niederlande verschärft längst wieder

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), sagte der Welt: "Ich werde nicht tatenlos dabei zuschauen, wie Jugendliche im wahrsten Sinne des Wortes ihre Zukunftsperspektiven verkiffen." Es bestehe das Risiko bleibender Gehirnschäden.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) äußerte sich skeptisch zum Vorschlag einer Legalisierung von Cannabis. "Ich sehe das persönlich sehr kritisch", sagte Müller am Freitag. Er selbst habe in seinem Bekanntenkreis miterlebt, dass Hasch "eine Einstiegsdroge für härtere Drogen war".

In den Niederlanden, das bei Befürwortern der Legalisierung lange Zeit als Vorbild galt, wurde seit Mitte der 1990-er Jahre die liberale Drogenpolitik deutlich verschärft. So wurde die Zahl der Coffeeshops, in denen man pro Person und Tag fünf Gramm Cannabis kaufen kann, von über 1.000 auf jetzt rund 570 reduziert. In den meisten Kommunen darf Cannabis nur noch an Personen abgegeben werden, die nachweislich in den Niederlanden wohnen. Auf diese Weise soll der Drogentourismus aus Frankreich und Deutschland gebremst werden. Der Anbau der Pflanzen und der Großhandel sind verboten.

dpa/mam/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Umgang mit Cannabis: Ist Verbieten sinnlos? . In: Legal Tribune Online, 06.02.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/26897/ (abgerufen am: 22.02.2018 )

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Kommentare
  • 06.02.2018 11:36, Mr. Mammon

    Pharmalobbyisten hyperventilieren und bekommen Krampfanfälle in 3...2...1

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  • 06.02.2018 11:41, Michael

    Woher bekommen die Coffeeshops denn das Material her, wenn der Anbau verboten ist :O

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    • 06.02.2018 12:10, Robin

      So wie in Deutschland wird es vermutlich - staatlich beauftragt - angebaut oder importiert.

    • 06.02.2018 15:34, Hermann Kohl

      Es ist sicherlich eine schwierige Frage welche Drogen in einer Gesellschaft akzeptiert und legal vertrieben werden.

      Eine der größten Herausforderungen ist es hier jedoch den Bürger nicht durch Verbote sondern durch pädagogische Maßnahmen zu erziehen.

      Die Frage ist hier: "Welche Pädagogischen Maßnahmen führen zu verantwortungsvollem Umgang mit Drogen?"

      Insbesondere ist hier in meiner Erfahrung die Ungleichbehandlung von verschiedenen legalen und illegalen Rauschmitteln einer der häufigsten Gründe die illegalen Mittel zu nutzen oder zumindest auszuprobieren.

      Mein Vorschlag ist vielleicht etwas utopisch aber wie wäre es mit einem Drogen Führerschein. Ist das Interesse für eine Droge gegeben so kann der Konsument bei einer geeigneten Stelle/Drogenschule einen Kurs buchen in dem ganzheitlich zu Konsum, Gefahren, Vorkehrungen,..., informiert wird. Nachdem der Interessent diese Schule abgeschlossen hat gibt es noch eine Wartezeit von x Monaten (6-12!) nach der man dann die gewünschte Droge konsumieren kann. Wie der Konsum dann im Detail aussieht, ob bei Cannabis im Coffeeshop oder bei Alkohol in der Kneipe, sind dann Detailfragen.

      Ziel dieser Schule ist es einfach das eigene "Setting" zu reflektieren und die Gründe für den Drogenkonsum im Detail zu erläutern. Insbesondere Suchtgefährdete Personen werden durch die vollumfängliche Aufklärung VOR dem Konsum über die Gefahren aufgeklärt und die Gefahr einer Suchtkarriere verringert sich. Die Kosten für den Führerschein decken dann zumindest einen kleinen Teil der Kosten die ein Konsument im Vergleich zu einem Abstinenzler begründet.

  • 06.02.2018 12:39, Prof. Dr. Dieter Müller

    Die Forderung ist nicht neu. Durch das Wiederholen wird deren Inhalt nicht besser. Das Argument, es gäbe keine drogenfreie Gesellschaft, Cannabis würde immer konsumiert und die Kriminalisierung des Handels, sprich: die Prohibition, würde den Handel nicht verhindern, stimmt, macht aber den Fakt nicht erträglicher. Der immer wieder von den Legalisierungsbefürwortern ins Feld geführte Vergleich mit Alkohol hinkt, weil Alkohol in den meisten Fällen - ebenso wie Nikotin - als Genussmittel und damit in Maßen und nur von einer Minderheit alkoholkranker Menschen mit dem Ziel eines Rausches konsumiert wird, während Cannabis nahezu ausschließlich wegen seiner Rauschwirkungen konsumiert wird (Ausnahme: die nach Auskunft von Medizinern derzeit ca. 1.000 Konsumenten von medizinischem Cannabis). Es ist übrigens ein Märchen, dass die Legalisierung des Handels den Schwarzhandel verhindern würde. Es gibt nämlich auch in den Staaten, in denen der Handel erlaubt ist, eine notwendige Lizenzierung des Anbaus und des Verkaufs auf zuverlässige Anbieter. Dies ist schlichtes Gewerberecht. Man kann doch wohl nicht ernsthaft glauben, dass sich illegale Dealer ihr angestammtes Geschäftsfeld kaputt machen lassen, von dem sie leben!? Was wir brauchen, sind beschleunigte Verfahren, meinetwegen auch die Abstufung auf ein ordnungswidriges Verhalten mit Bußgeldern statt Strafen. Damit müsste man den Besitz kleiner Mengen, das wohl mit Abstand am häufigsten vorliegende Delikt, nicht mehr strafrechtlich und schon gar nicht zwingend verfolgen und Polizei und Justiz wären dadurch auch entlastet.

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    • 06.02.2018 12:59, M.D.

      Die Forderung wird einfach so lange wiederholt, bis ihr nachgegeben wird. Ein Baby schreit auch so lange, bis jemand kommt. Kondition spielt dabei keine Rolle.

    • 06.02.2018 13:35, B.

      Wie so einiges ist auch das ein ziemlich komplexes Thema. So pauschal den Alkoholtrinker als Genusstrinker und den Haschischkonsumenten als Rausch"süchtigen" darzustellen, trifft es vermutlich auch nicht. Whataboutism bleibt allerdings ein Scheinargument, da stimme ich zu.

    • 06.02.2018 13:59, Samweis

      Haha, "in den meisten Fällen" einerseits und "nahezu ausschließlich" andererseits - bravo! Ich halte Ihnen ja zugute, dass Sie die Tür einen Spalt offen gelassen haben. Mein Vorschlag: Sie können gerne dieses Wochenende (am besten direkt Donnerstag) nach Köln kommen und sich anschauen, ob das Genussmittel Alkohol tatsächlich überwiegend in Maßen konsumiert wird.
      Und auch wenn ich Ihnen zustimme, dass eine Legalisierung den Schwarzhandel vermutlich nicht verhindert, bin ich doch überzeugt, dass weniger Konsumenten auf den Schwarzmarkt zurückgreifen würden. Das liegt schon allein an der dort niedrigen Qualität. Da kann der Dealer vom Ebertplatz so viele Purzelbäume schlagen, wie er mag.

    • 06.02.2018 17:05, Wolf-Dieter Busch

      @Prof. Dr. Dieter Müller – „Der immer wieder von den Legalisierungsbefürwortern ins Feld geführte Vergleich mit Alkohol hinkt, weil Alkohol in den meisten Fällen - ebenso wie Nikotin - als Genussmittel und damit in Maßen und nur von einer Minderheit alkoholkranker Menschen mit dem Ziel eines Rausches konsumiert wird, während Cannabis nahezu ausschließlich wegen seiner Rauschwirkungen konsumiert wird (Ausnahme: die nach Auskunft von Medizinern derzeit ca. 1.000 Konsumenten von medizinischem Cannabis).“

      Wollen Sie die Behauptung mit einer seriösen Quelle belegen? Ich halte sie – mit allem Respekt – für groben Unfug.

    • 06.02.2018 17:14, Wolf-Dieter Busch

      @Prof. Dr. Dieter Müller – „Es ist übrigens ein Märchen, dass die Legalisierung des Handels den Schwarzhandel verhindern würde.“

      Sie bestreiten die falsche Behauptung. Die korrekte lautet nämlich: nach Legalisierung ist Cannabis-Handel nicht mehr notwendig Schwarzmarkt – so wie derzeit.

      Natürlich wäre dennoch Schwarzmarkt möglich, bei Zigaretten gibt es den ja auch, und zwar zur Umgehung der Tabaksteuer. Vulgo Schmuggel.

    • 06.02.2018 17:20, Wolf-Dieter Busch

      @Prof. Dr. Dieter Müller – „Man kann doch wohl nicht ernsthaft glauben, dass sich illegale Dealer ihr angestammtes Geschäftsfeld kaputt machen lassen, von dem sie leben!?“

      Verstehe ich Sie richtig, dass Sie – aus Sorge vor der Gewalt der Dealer – das Gesetz bestehen lassen wollen? Überraschende Argumentation.

    • 06.02.2018 17:25, LeL

      "... weil Alkohol in den meisten Fällen - ebenso wie Nikotin - als Genussmittel und damit in Maßen und nur von einer Minderheit alkoholkranker Menschen mit dem Ziel eines Rausches konsumiert wird..."

      Was soll man dazu sagen?
      Leben sie im selben Land wie ich?

    • 06.02.2018 21:22, bwlerin

      Das ist hier ein Juristenforum. Wundern Sie sich nicht über so manche Antwort, die wird gern der Tagesform angepasst. Beim Gesetz ist es oft ähnlich. Gerade jetzt scheint bei einigen das Stadium Vollrausch erreicht. Ob durch Weed oder Alk lässt nicht klären.

  • 06.02.2018 13:16, MrMindermeinung

    Rainer Wendt hier als Maß der Dinge anzuführen ist auch schon gefährlich. Kein Wunder dass er wieder eine konservative Antihaltung vertritt.

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    • 06.02.2018 13:32, B.

      Es hat schon was Gutes, wenn die Namen derjenigen vorweg genannt werden, deren Meinung dann wiedergegeben wird. Dann lässt sich direkt entscheiden ob man weiter- oder drüberliest.

    • 06.02.2018 13:35, M.D.

      Das kommt auf die Sichtweise an.

      Das Gegenteil von Ablehnung ist Befürwortung, aber was ist das Gegenteil von konservativ? Nicht jede Veränderung ist ein Fortschritt. Ein optimaler Zustand verschlechtert sich zwingend durch jede Veränderung, egal wie gut sie gemeint ist.

    • 06.02.2018 13:40, M.D.

      Um das noch etwas auszuführen: Wir kommen nicht von irgendwo. Unsere Gesellschaft ist das Ergebnis einer Evolution seit Anbeginn der Menschheit.

      Für Strukturen, die sich auf diese Weise herausgebildet haben, gilt aus diesem Grund die Anscheinsvermutung (bekannt und bewährt), dass sie auch sinnvoll sind. Das heißt, man wirft sie nicht einfach so über den Haufen, nur weil man etwas neu oder anders machen möchte.

    • 06.02.2018 14:50, martin

      @ M.D. Die Frage, ob es - insb. bei Zielkonflikten - nicht auch zwei unterschiedliche, gleich gute Lösungen gibt, die beide EIN Optimum darstellen, braucht an dieser Stelle m.E. nicht vertieft werden.

      Ich bin mir jedoch sehr sicher, dass wenn man manche Dinge in dieser Welt / Gesellschaft bewahren (=konservieren) will, man in dieser Welt / Gesellschaft Dinge verändern muss - denn von einem optimalen Zustand sind wir nach meiner Wahrnehmung doch deutlich entfernt ....

      Und damit meine ich nicht die Frage, ob der (heutige) Mensch an sich nicht ein fehlerhafter Seitenzweig der Evolution ist, der sich in erdgeschichtlichen Zeiträumen betrachtet, möglicherweise bald selbst erledigt ...

  • 06.02.2018 14:26, Leo

    Es ist schon inkonsequent zu sagen, dass Alkohol und Tabak okay sind aber Gras nicht. Todeszahlen repräsentieren zwar nur einen sehr kleinen (wenn auch wichtigen) Teil der negativen Folgen, aber jeder vernünftige Mensch dürfte einsehen, dass Gras schlimmstenfalls in einer Liga mit Alkohol und Tabak spielt.

    Das Argument mit der Einstiegsdroge finde ich nicht gut. Selbst wenn da was dran ist (ich weiß nicht, ob es da statistiken gibt), liegt das wahrscheinlich eher daran, dass man bereits Kontakt zu Dealern hat und darum leichteren Zugriff auf andere Drogen als nicht-Konsumenten. Das wäre ja nicht der Fall, wenn man das in staatlichen Stellen verkaufen würde.

    Allerdings werden die negative Folgen auch oft ignoriert. Ich fänds darum z.B. okay, wenn man das mindestalter auf irgendwo mitte 20 setzt, wo die Hirnentwicklung größtenteils abgeschlossen ist und die Nebenwirkungen darum geringer sind. (Meinetwegen könnte man das auch mit Alkohol und Tabak machen, falls die jüngere Konsumenten ähnlich mehr schaden)

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  • 06.02.2018 15:00, topic

    Die Grundsatzfrage lautet doch nicht, ob Cannabis nun eher "ziemlich ungesund" oder doch "nur halb so wild" ist, sondern ob der Konsum unter Strafe gestellt werden muss oder es nicht wirksamere Methoden zur Bekämpfung der Droge gibt.

    Die Gefahr, die von Cannabis ausgeht, bezweifelt doch niemand ernsthaft. Trotzdem rechtfertigt das allein noch keine Kriminalisierung. Konsumenten können sich - anders als z.B. beim Waffenbesitz- ausschließlich selbst schädigen. Und sie sind mit den Risiken offenbar einverstanden. Wo also ist da eigentlich das Unrecht? Bleibt nicht auch jede Körperverletzung mit (wirksamer) Einwilligung des Opfers straflos? Warum ist das wohl so?

    Man muss den Vergleich mit Alkohol oder Tabak gar nicht bemühen, wenngleich er eine doppelmoralische Grundhaltung in unserer Gesellschaft aufzeigt. Es reicht ein Blick auf die derzeitige Situation des Cannabis-Markts um zu begreifen, dass auch der präventive Zweck des Strafens verfehlt wird. Faktisch ist schon heutzutage Cannabis für jeden leicht erhältlich, wobei man sich jedoch nie sicher sein kann, was genau man da eigentlich kauft. Eine abschreckende Wirkung gibt es nicht. Oder kennt hier jemand Menschen, die nur auf den Zug am Joint verzichten, weil das möglicherweise bestraft werden könnte? Ich kenne jedenfalls keine. Aber ich kenne tatsächlich welche, die den Anschein erwecken, es gerade toll finden, WEIL es kriminell ist.

    Bei den Rauchern ist zu erkennen, dass nicht das Strafrecht, sondern Aufklärung und punktuelle Erschwerung des Konsums nachhaltige Wirkung zeigen können. Die Zahl der Raucher ist in den vergangenen Jahren/Jahrzehnten nachweislich drastisch gesunken; ganz ohne Kriminalisierung. Wirksame Maßnahmen: Werbeverbot bzw. Aufklärungspflicht, Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gastronomie, abschreckende Bildchen auf der Packung, E-Zigarette.

    Wir sehen also, dass das Strafrecht wirkungslos ist, während sich Aufklärungsarbeit, die sich v.a. zielgerichtet an den Konsumenten richtet, zumindest auf lange Sicht auszahlt. Beides zusammen schließt sich allerdings aus. Der örtliche Dealer in der Berliner Hasenheide wird sich kaum dazu breitschlagen lassen, präventive Sprüche auf seine Klarsichttütchen aufzudrucken.

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    • 06.02.2018 15:28, McMac

      Mit dem Argument, der Konsument schade sich allenfalls selbst und keine anderen, können Sie auch vertreten, den Konsum von Heroin, Crystal Meth und Koks freizugeben.

      Und der oft bemühte Vergleich mit Alkohol ist durchaus sinnvoll, da die ganz überwiegende Zahl der Alkoholkonsumenten bspw. das Bier oder den Wein bewusst und als Genussmittel konsumiert, während der Konsum von THC bewusst der Herbeiführung eines Rausches dient und somit viel leichter in die Abhängigkeit führt.

      Erstaunlicherweise wird bei Hasch auch immer behauptet, dass die Strafbarkeit des Besitzes und Konsums keinerlei abeschreckenden Effekt habe. Woraus ergibt sich das? Wenn in der Stadt 50 km/h gilt und fast alle aber eher 60 fahren - müssen wir hier nicht die Begrenzung abschaffen, weil die mit der Überschreitung verbundene "Strafe" offensichtlich keinen abschreckenden Effekt hat?

    • 06.02.2018 19:34, @topic

      Nein, die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Stadt dient vor allem dem Schutze anderer Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, andere Autofahrer). Außerdem ist die Überschreitung um 10 km/h keine Straftat, aber das nur nebenbei.

      Wenn Sie nicht glauben, dass die Kriminalisierung von Cannabis keinen mehr abschreckt empfehle ich Ihnen einen Besuch in Ihrer örtlichen Diskothek oder beim nächsten HipHop-Konzert. Sie können auch im Sommer abends über die gut gefüllten städtischen Plätze laufen und einfach mal tief einatmen.

      "Mit dem Argument, der Konsument schade sich allenfalls selbst und keine anderen, können Sie auch vertreten, den Konsum von Heroin, Crystal Meth und Koks freizugeben."
      - jetzt halten Sie sich fest, es gibt tatsächlich renommierte Rechtswissenschaftler, die das fordern. Denn, und das ist auch die Kernaussage meines Beitrags, es muss nicht alles unter Strafe gestellt werden, was falsch, gesundheitsschädlich oder sittenwidrig ist. Vor allem, wenn der Konsument allenfalls nur sich selbst schädigen kann.

      Ihr Kommentar bzgl. Alkohol und Tabak als Genussmittel zeigt leider, dass Sie von der Lebenswirklichkeit wenig Ahnung haben und viel zu undifferenziert und vorurteilbehaftet denken. In meinen Gefilden ist ganz bald wieder die Endphase der fünften Jahreszeit. Was glauben Sie, wie viele "Geniesser" da wieder unterwegs sind?

    • 06.02.2018 19:47, Wolf-Dieter Busch

      @McMac 06.02.2018 15:28 – „... während der Konsum von THC bewusst der Herbeiführung eines Rausches dient und somit viel leichter in die Abhängigkeit führt“

      Dein Argument hat diese Schwäche: bei Alc gibt es Untersuchungen zum Konsum, bei Cannabis gibt es diese schlicht nicht, da als illegal erklärt. Trotzdem kann ich mir eine Meinung bildne aus dem persönlichen Alltagsleben: nein, Cannabis wird nicht zu Rauschzweck konsumiert, sondern um sich zu entspannen und zu chillen.

      Als Nicht-Cannabis-Raucher habe ich den nötigen Abstand, um das neutral zu beurteilen. (Für mich persönlich schwöre ich auf Alc und profitiere von der obligatorischen Lebensmittelkontrolle, die dem leider illegalen Dope-Raucher fehlt, da – leider – illegal erklärt.)

    • 06.02.2018 23:03, McMac

      "Nein, die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Stadt dient vor allem dem Schutze anderer Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, andere Autofahrer). Außerdem ist die Überschreitung um 10 km/h keine Straftat, aber das nur nebenbei."

      Deswegen steht da Strafe in Anführungszeichen, aber das nur nebenbei. Und die Geschwindigkeitsbegrenzung, an die sich mangels Abschreckung keiner hält, schützt auch keine Fußgänger, Radfahrer oder andere Autofahrer. Auch das nur nebenbei.

      Dass auf einem Hiphop-Konzert viele Leute kiffen, geschenkt. Aber welche Aussage trifft dieser Umstand darüber, wie viele Leute sich von Strafen abschrecken lassen? Richtig, keine.

      Und wenn die Rheinländer beim Fasching wieder mal zu viel saufen, dann taugt das ebenfalls nicht als Argument, um THC zu legalisieren, sondern belegt nur einmal mehr, dass dieses Volk einfach nur ein bisschen doof ist. :-)

      Und ich als Nicht-Trinker und Nicht-Kiffer kann hier sowieso am allerallerbesten und allerneutralsten beurteilen, was richtig und falsch ist.

    • 06.02.2018 23:20, Wolf-Dieter Busch

      @McMac – „Und ich als Nicht-Trinker und Nicht-Kiffer kann hier sowieso“ – mal den Schnabel halten weil befangen. Gesundheitstaliban!

    • 06.02.2018 23:33, topic

      Rheinland und Fasching???

      Ihr Problem ist, dass Sie das Konsumverbot von Cannabis (oder anderen Substanzen) als von Gott gegeben betrachten, was sich also quasi von selbst rechtfertigt. Dabei ist es genau anders herum. Nicht ich, sondern Sie als verfechter des TB müssten darlegen, warum es ihn überhaupt (noch) braucht.

      Deshalb ist Ihre Argumentationslinie („was beweist das schon“) auch ziemlich dünn. Eigene Argumente, warum Cannabiskonsum verboten gehört, nennen Sie nicht.

      Stattdessen sind Ihre Einwände auch falsch:
      -Natürlich sollen Geschwindigkeitsbegrenzungen Dritte schützen. Das ist richtig und gut. Dass sich niemand dran hält ist eine pauschale Behauptung ins Blaue. Dass es vereinzelnd Idioten gibt müssen wir nicht diskutieren; weil es darum auch nicht geht.
      - Wenn zahlreiche Menschen mitten in der Stadt oder sonst wo öffentlich Cannabis konsumieren (also eben nicht heimlich/privat), zeigt dies deutlich, dass Abschreckung nicht funktioniert, sondern der Konsum sogar salonfähig wird
      - Wenn sich Tausende zum Saufen treffen und Sie das nicht bestreiten, ist die Annahme des ganz überwiegenden Genusskonsums damit schon widerlegt. Karneval ist nur ein Beispiel. Andere Anlässe wären: Oktoberfest, Wasn, Dorffest, Weihnachtsfeier, Fußball-WM usw

    • 07.02.2018 08:15, McMac

      @ Wolf-Dieter: Also, ich würde nur dann den Schnabel halten, wenn ich Wolf-Dieter hieße und nicht merkte, dass ich verarscht werde.

      @topic: Nachdem ich jahrelang im Rheinland gewohnt habe, weiß ich selbstverständlich, dass die Eingeborenen nicht Fasching sagen. Aber ich weiß natürlich auch, wie sie sich gleich belehrend aufschwingen und einem "Das heißt Karneval" entgegen schleudern. Es macht einfach Spaß, so Typen wie Sie damit zu triggern. :-)
      Im Übrigen haben Sie etwas falsch verstanden: Sie wollen einen bestehenden Zustand ändern, weshalb Sie in der Bringschuld sind, was die Argumente angeht. Bislang ist die Mehrheit derer, die schon länger hier wohnen (und zu meiner Verwunderung offenbar auch die Mehrheit der Abgeordneten), nicht für die Abschaffung der Strafbarkeit. Da müssen Sie wohl noch ne Schippe drauf legen. Aber beeilen Sie sich. Wie Sie wissen, haben die Niederlande bereits damit begonnen, die Gesetze wieder zu verschärfen. Zum Glück wissen und können wir Deutschen seit Neuestem aber immer alles besser.

    • 07.02.2018 11:33, topic

      Soweit ich weiß gilt die "Verschärfung" der Gesetze in den Niederlanden lediglich für dortige Ausländer, also Gras-Touristen, deren Zahl ja offenbar in den vergangenen Jahren zugenommen haben muss. Übrigens wurden demgegenüber in einigen Ländern die Gesetze in den vergangenen Jahren deutlich entschärft, ohne dass sich ein signifikanter Anstieg von Konsum oder Gesundheitsschäden feststellen lässt (z.B. Portugal, Kalifornien). Sie sind ja so auf Belege fixiert, da wollte ich mit diesem Hinweis nicht hinterm Berg halten.

      Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich eine Schippe drauflegen muss, wenn von Ihnen bislang überhaupt kein durchgreifendes Gegenargument gekommen ist. Ich lese immer nur: "War schon immer so, muss schon richtig sein"

      Die Mehrheit im Land und im Bundestag besteht aus alten Leuten, die wahrscheinlich so denken wie Sie und meinen, die Menschen müssten bevormundet werden, in dem man Ihnen den Konsum von Stoffen ganz verbietet. Deshalb stimmt es leider nicht, dass "wir Deutsche" alles besser können.

    • 07.02.2018 11:56, McMac

      So so, die Mehrheit der Abgeordneten aus "alten" und, was Sie ja eigentlich zum Ausdruck bringen möchten, rückwärtsgewandten Leuten. Genau, und deswegen wurde im letzten Jahr auch die Ehe für alle beschlossen. Abgesehen davon ist es natürlich kein Kriterium und schon gar kein Argument, ob die Abgeordneten alt oder jung sind. Wissen Sie selbst.

      Dass wir Deutschen uns seit Neuestem wieder für schlauer als den Rest der Welt halten, sehen Sie zum Beispiel daran, dass die alten Leute einen völlig überstürzten Atomausstieg beschlossen haben, und wir nun an vielen Wintertagen (Atom-) Strom aus den Nachbarländern dazu kaufen. Oder daran, dass wir Millionen von "Flüchtlingen" ins Land gelassen haben und nunmehr von anderen Ländern verlangen, es uns gleich zu tun (Quote). Oder daran, dass die alten Leute eine Bürgerversicherung einführen werden, die in Form des NHS in GB schon lange existiert und nur eine grottige Versorgung bietet. Usw. usf.

      Sie ziehen ja immer das vermeintliche Argument, dass die Kiffer keinem anderen schaden und das Cannabis deswegen ruhig freigegeben werden könnte. Das ist aber wohl kaum in Einklang zu bringen mit den immer restriktiver werdenden Bestimmungen über das Rauchen.

      Hier - exklusiv für Sie - noch mal die Gründe, warum "legalize it" nicht stattfinden wird:

      1. DROGEN SIND SCHÄDLICH

      Obwohl es vielleicht im streng kontrollierten Umfeld medizinische Anwendungen geben kann, ist es sicherlich nicht gesundheitsfördernd, Cannabis zu konsumieren. Auch Heroin wurde als Medizin entwickelt, aber das heißt nicht, dass es gesund ist. Es ist nicht ohne Grund eine Droge – sie ist schlecht für deine Konzentration, Lunge, fürs Herz und für deine Fähigkeiten. Übrigens: Kiffer laufen auch eher Gefahr eine psychische Krankheit zu entwickeln, wie Schizophrenie oder Depressionen.

      2. MEHR MENSCHEN WERDEN ZU KIFFERN

      Cannabis kann abhängig machen. Studien zeigen, dass einer aus zehn eine Abhängigkeit entwickelt. Aufzuhören kann zu Entzugserscheinungen führen, wie Angstgefühle oder Gereiztheit. Wenn man es legalisiert, werden nur noch mehr Leute abhängig, vor allem Jugendliche.

      3. DEALER DEALEN WEITER

      Cannabis zu legalisieren, wird die kriminellen Banden nicht stoppen. Es bieten sich nur mehr Geschäftsmöglichkeiten, da ja auch mehr Leute kiffen. Schau dir einfach mal Amsterdam an, wo die liberale Gesetzgebung zu anderen Problemen, wie Diebstahl, Prostitution und harten Drogen, geführt hat. Auch dort gehen Behörden jetzt dagegen vor. Studien zeigen, dass starke Kiffer eher zu gewalttätigen Verbrechen neigen.

      4. GRAS ALS EINSTIEGSDROGE

      Der Konsum von leichten Drogen, führt auch zum Gebrauch von harten Drogen. Suchtexperten sehen Gras als Einstiegsdroge, die die Konsumenten zu gefährlicheren Substanzen verleiten kann. Forscher in Neuseeland fanden heraus, dass jugendliche Kiffer 60-mal wahrscheinlicher zu härteren Drogen greifen, als Jugendliche, die noch nie gekifft haben. Und auch Cannabis selbst wird immer stärker. Das Zeug aus den 1960ern hatte nur 1% Tetrahydrocannabinol (THC), das Gras von heute kann bis zu 30% beinhalten.

    • 07.02.2018 12:49, topic

      1. DROGEN SIND SCHÄDLICH

      Richtig, bestreitet keiner. Deshalb müssen wir besser aufklären und so versuchen, die Menschen von dem Zeug fernzuhalten. Muss man Sie deswegen aber kriminalisieren? Nein.

      2. MEHR MENSCHEN WERDEN ZU KIFFERN

      Mag sein dass Cannabis abhängig machen kann. Gleiches gilt für: Nikotin, Zucker, Alkohol. Warum diese Stoffe nicht verboten sind? Wahrscheinlich weil die Meisten hiermit einigermaßen verantwortungsvoll umgehen können. Ist ein veranstwortungsvoller Umgang der Meisten mit Cannabis per se ausgeschlossen?

      3. DEALER DEALEN WEITER

      Oh Gott, welch eine Überraschung, dass es in kriminellen Milleus Gewalt und Verbrechen gibt und die Dealer sich nicht in Luft auflösen werden. Allerdings werden Cannabis-Käufer geschützt, indem sie dort nicht mehr kaufen müssten.

      4. GRAS ALS EINSTIEGSDROGE

      Mh mal überlegen... wie überraschend ist es eigentlich, dass es wahrscheinlicher ist, dass ein Gras-Konsument eher zu anderen Drogen greift, als jemand, der sämtliche Drogen strickt ablehnt? Sie müssen die Studien, die Sie verwenden, auch selbst durchleuchten. Eine taugliche Studie würde ausschließlich Cannabis-Konsumenten untersuchen und dann erforschen, wie viele zu härteren Stoffen greifen.
      Dass der Stoff heutzutage stark variiert ist ein Resultat des wachsenden Schwarzmarktes. Mit staatlicher Regulierung wäre dieses Problem einzudämmen.

    • 07.02.2018 13:41, McMac

      Ihre Argumente sind alles nur gefühlte Wahrheiten. Unterm Strich bleibt es dabei, dass die Droge X nicht legalisiert werden muss, nur weil das bei der Droge Y der Fall ist. Aber ich freue mich sehr, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, auf mein copy&paste-Werk so detailliert einzugehen. :-)

    • 07.02.2018 14:17, topic

      Herrlich! Die anderen Argumente sind immer "gefühlte Wahrheiten", die eigenen Ansichten aber natürlich empirisch belegt, zumindest aber doch "total richtig", weil "unterm Strich das nunmal so ist"!
      Ich wurde kurz stutzig als ich den letzten Beitrag las, weil ich mir angesichts der darin enthaltenen (nicht überzeugenden, aber immerhin) Argumente nicht vorstellen konnte, dass das Werk von Ihnen stammt. Danke für die Bestätigung!

      Man diskutiert gerne mit Ihnen. Das stärkt das eigene Selbstbewusstsein^^

    • 07.02.2018 14:56, McMac

      Oh, tut mir leid. Ich wusste nicht, dass es um Ihr Selbstbewusstsein derart schlecht bestellt ist, dass für dessen Stärkung schon belanglose Einträge im LTO-Forum ausreichen. Aber wenn Sie sich jetzt ein bisschen besser fühlen, soll es mir eine Freude sein.

    • 07.02.2018 15:02, topic

      kommen Sie, so belanglos waren Ihre Einträge nun auch wieder nicht. :)

  • 06.02.2018 17:54, bwlerin

    Dronabinol, die künstliche - meist in der Neurologie bei schweren Krankheiten eingesetzte - Alternative, ist meines Wissens weit schädlicher als "natürliches" Cannabis. Würde Cannabis legalisiert, könnte der Konsum diverser deutlich schädlicherer Psychopharmaka (Opiate in etwa) eingedämmt werden. Eine Sache, die bei uns aktuell noch nicht thematisiert wird, in den USA aber bereits von großer Bedeutung ist, ist die Drogen/Heroinabhängigkeit gerade der weißen Mitte aufgrund vorangegangener Schmerzmedikation. Stellenweise ist es wirklich erschreckend, wie leichtfertig Medikamente verschrieben und eingenommen werden.

    Natürlich bestünde mit der Legalisierung die Gefahr, Jugendlichen den Zugang zu erleichtern u. damit den Weg in eine direkte Drogenabhängigkeit zu "ebnen". Auch nicht zu vernachlässigen ist die Wirkung auf das Gehirn bei regelmäßigem Konsum. Oft wirtschaften kriminelle Banden mitsamt ihrer Läufer aber schon derart ungestört, dass alles Gewünschte sowieso ohne größere Probleme erworben werden kann... insofern könnte man auch gleich Legalisieren. Von umfunktionieren Scheunen, die seit jeher bestehen und wohl nie entdeckt werden, mal ganz abgesehen...

    Licht und Schatten sozusagen, insofern bin ich zwiegespalten... gleiches betrifft das Thema Alkohol...In Maßen ja, in Massen nein, nur bedarf es dazu in manchen Phasen eines starken Willens - und den hat nicht jeder.

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  • 06.02.2018 18:16, Lüge ist Wahrheit

    Als nächstes führen wir das Pflichtrauchen ein!

    Also ein kluges, nüchtern kalkulierendes Volk ist ja für die Möchtegerneliten und ihre grün-roten Helfer nicht zu ertrage!
    Die wehren sich dann vielleicht noch gegen Genderwahn und Volksauflösung.
    Und mit irgendwas muß man ja das Kokks und LSD für die Eliten rechtfertigen, oder?

    Ich meine im Erstfall versuchen die Mächtigen dann das Volk mit Crystal Meth oder Blue Ice und für die harten Fälle dann Crack, ihren Verstand zu nehmen.
    Bei den Genderwahnsinnigen hat es ja auch geklappt.

    @M.D. schrieb letztens was zu "Soma" die Wohlfühldroge aus Aldous Huxley "Schöne neue Welt".
    Wir nähern uns mit Riesenschritten!

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    • 06.02.2018 18:22, Wolf-Dieter Busch

      @Lüge ist Wahrheit – „im Erstfall versuchen die Mächtigen dann das Volk mit Crystal Meth oder Blue Ice (...) ihren Verstand zu nehmen. Bei den Genderwahnsinnigen hat es ja auch geklappt.“ – Nein, bei den Genderwahnsinnigen war kein Crystal Meth nötig, das ging auch ohne.

      Im Übrigen kickst du dich mit deinem Argumementationsstil selbst raus.

    • 07.02.2018 18:46, bwlerin

      so abwegig sind diese Gedanken gar nicht. Wie war das damals mit der "Panzerschokolade"?
      Es ist immer eine Frage dessen, was gerade" en vogue" ist. Aktuell sind Drogen per se als fragwürdig einzustufen, Medikamente hingegen i.O., Stichwort: "legal high" (an dieser Stelle wäre ich übrigens einmal für die Einführung eines Drogentestes während des Examens..). Kennen Sie die Inhaltsstoffe diverser zulässiger Opiode? Kennen Sie die längerfristigen Folgen? Nein. Diverse kleine Verstimmungen müssen dringend mit Antidepressiva behandelt werden, dies noch über Jahre hinweg. Zappeliges Kind? Unbedingt und sofort: Ritalin, da kann etwas nicht stimmen... Dass dies häufig der Einstieg in eine Kokserkarriere sein kann, bleibt völlig unerwähnt. Schauen Sie sich einmal die Arzneischränke der heute überalterten Landbevölkerung an: Sie werden denken, Sie befinden sich inmitten einer kleinen Drogenkammer. Früher hatte man derart "medikamentöse Kompensationsmöglichkeiten" auch nicht und musste den Ausgleich anderweitig suchen. In vielen Fällen würde Cannabis helfen a) in der Schmerztherapie b) bei psychologischen Verstimmungen c) als Broterwerb u. zwar auf legalem Wege. Wieso nicht braches Land wieder bewirtschaften? Ich habe mir sagen lassen, dass die Pflänzchen stellenweise sogar ausgesprochen gut wachsen. Wäre es nicht besser, die Pharmalobby etwas einzudämmen und einfach zu legalisieren?

      Natürlich sollte man junge Erwachsene schützen, dennoch ist jeder auch irgendwo seines Glückes Schmied. Nur weil Alkohol frei erhältlich ist, wird auch nicht jeder zum Alkoholiker. Dies trifft auf einen Bruchteil zu. Eben jenen, der falsch kompensiert...

  • 06.02.2018 19:18, Paul Klee

    Die ganzen Argumente der Legalisierungsbefürworter mögen richtig sein (wie zB eine repressive Drogenpolitik ist gescheitert). Sie sind aber letztlich überflüssig.

    Der Staat hat einem Volljährigen nicht die Freiheit zu nehmen, sich freiwillig selbst zu schädigen, völlig egal wie dumm das ist. Was ich konsumiere geht niemanden etwas an, solange ich niemanden anderen dabei oder dadurch verletze und da kann ja bei Cannabis nun wirklich nicht die Rede von sein. Alles andere ist illiberal und Relikt einer obrigkeitsstaatlichen Gesellschaftsordnung, die wir längst überwunden glauben.

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    • 06.02.2018 21:58, martin

      @Paul Klee: "... Relikt einer obrigkeitsstaatlichen Gesellschaftsordnung, die wir längst überwunden glauben."

      Tja, mit dem Glauben ist das oft so eine Sache. Ich persönlich glaube nicht, dass wir die o.g. Gesellschaftsordnung überwunden hätten. Im Gegenteil sehe ich aktuell eher eine ansteigende Regelungswut oder wenn man möchte, kann man das auch anders ausdrücken.

    • 06.02.2018 23:07, McMac

      "Der Staat hat einem Volljährigen nicht die Freiheit zu nehmen, sich freiwillig selbst zu schädigen, völlig egal wie dumm das ist."

      Dann erklären Sie mir mal bitte, warum der Staat einem Volljährigen bspw. vorschreibt, dass er im Schnitt nur acht Stunden pro Tag arbeiten darf.

    • 06.02.2018 23:24, Wolf-Dieter Busch

      @McMac – „warum der Staat einem Volljährigen bspw. vorschreibt, dass er im Schnitt nur acht Stunden pro Tag arbeiten darf“ – erstens, zehn Stunden, zweitens, Arbeitsschutz. Über die körperliche und seelische Belastbarkeit gibt es gesicherte medizinishce Erkenntnis – ganz im Gegensatz zu Cannabis, das wegen der Illegalität gar nicht überprüft werden kann.

    • 07.02.2018 08:19, McMac

      @ Wolfi: Nein, es dürfen im halben Jahr nicht mehr als 8 Stunden im Schnitt sein. 10 Stunden ist die max. zulässige Arbeitszeit pro Tag. Heißt: Wenn ich heute 10 Stunden arbeite, muss ich dafür einen Tag haben, an dem ich nur sechs Stunden arbeite.

      Und es macht wohl einen Unterschied, ob ich 8 Stunden Fliesen lege oder auf dem Bürostuhl sitze. Solange der Staat mich völlig grundlos derart einschränkt, muss erst recht der schädliche Konsum von Cannabis verboten bleiben.

    • 07.02.2018 08:20, martin

      @McMac: Das ist doch einfach: Schutz der Rechte Dritter. In diesem Fall: Des Arbeitgebers: Der Erhalt der Gesundheit zur geordneten Leistungserbringung durch den Arbeitnehmer.

    • 07.02.2018 09:02, McMac

      Durch ständiges Wiederholen wird ein falsches Argument nicht richtig, Martin.

    • 07.02.2018 10:45, Wolf-Dieter Busch

      @McMac – „Und es macht wohl einen Unterschied, ob ich 8 Stunden Fliesen lege oder auf dem Bürostuhl sitze.“ – Bestreitet ja keiner: dem einen gehts aufs Kreuz, dem anderen auf die Psyche. Dazu gibts gesicherte Erkenntnis.

      Ein weiterer Aspekt: außer den arbeitsmedizinischen Aspekt gibts noch ein Machtgefälle zwischen Chef und Arbeiter als Irritationsmoment. Der Gesetzgeber nimmt dem Arbeiter die Entscheidung ab, freiwillig zu viel zu arbeiten. Ist eine Schutzfunktion des Gesetzes. Finde es gut oder finde es schlecht, es ist ein Sachgrund.

      PS sorry für das „Schnabel halten“ weiter oben. Kommt nicht wieder vor.

    • 07.02.2018 11:41, topic

      Mc Macs Argumentationsmuster besteht darin, irgendwelche anderen, seiner Meinung nach vergleichbaren Regelungen jeglicher Coleur (Strafrecht, Verkehrsrecht oder auch Arbeitsrecht) heranzuziehen, und aus der angeblichen Gemeinsamkeit dann die Berechtigung des BTM-Straftatbestandes herzuleiten. Frei nach dem Motto: Der Gesetzgeber wollte hier dieses, dann muss er auch dort jenes gewollt haben.

    • 07.02.2018 11:59, McMac

      Topics Argumentationsmuster besteht darin, unter Ausbledung sämtlicher Risiken stumpf die Freigabe von Cannabis zu fordern. Dabei schließt er von sich auf alle Anderen, was den Umgang mit der Droge angeht.

    • 07.02.2018 12:32, topic

      Ich blende die Risiken überhaupt nicht aus (s.o.), sondern lege gerade dar, dass diese allein kein Grund für ein Verbot sind, u.a. weil sie nur den Konsumenten selbst betreffen.
      Wo schließe ich bitte von mir auf andere? Zu Ihrer Info: Ich habe mit Gras nichts am Hut. Aber waren es nicht Sie, der schrieb, ausnahmslos ALLE würden wegen des Rausches kiffen?

    • 07.02.2018 12:44, McMac

      Drogenabhängigkeiten betreffen NIE nur allein den Konsumenten, sondern immer die Gesellschaft. Und nur weil eine Droge (Alkohol) mit allen ihren Problemen legal ist, heißt das noch lange nicht, dass x andere Drogen auch legalisiert werden müssen.

    • 07.02.2018 12:51, topic

      ne, nicht "nur", aber auch deshalb ;-)

  • 07.02.2018 13:06, 0rf

    Schon seltsam dass Risiken angeblich "bestens belegt" sind, medizinische Vorteile aber nicht genügend. Da kommt man ins Grübeln ;)

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  • 08.02.2018 13:42, aju

    Komischerweise wird immer Berlin und dort der Görlitzer Park als Beweis dafür genannt, dass jeder Dussel mittlerweile sowieso unproblematisch an weiche Drohgen käme – nur eben illegal. Manchmal werden dann auch noch andere Metropolen genannt, wo es ebenso sei. Wenn es jeder kriegen kann, können an es auch gleich legalisieren, so die These.

    Nur: Der Ausgangspunkt ist falsch. ich beispielsweise lebe in einer mittelgroßen deutschen Stadt und wüsste nicht, wo ich hier ohne ernsthafte Recherche illegal etwas kaufen sollte, wenn ich wollte. Und ich denke, damit gehöre ich zur Mehrheit der Bevölkerung.

    Wenn da stimmt, wäre die bisherige Argumentationslinie der Befürworter brüchig.

    Was nicht heißen muss, dass es nicht andere gute Gründe zur Legalisierung gibt. Entkriminalisierung könnte eines sein. Oder das Gegenbeispiel der legalen Zigaretten, deren Konsum ganz offensichtlich gesundheitsgefährdend ist, die aber fast jedes Kind an der Tanke kaufen kann. Wie ist hier das Argument für die Legalität?

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    • 08.02.2018 22:13, bwlerin

      tja, dann scheint`s wirklich eine Frage der Location zu sein. Bin mittlerweile in Düsseldorf. Hier bekämen Sie direkt hinter dem Bahnhof alles was das Herz begehrt.

  • 08.02.2018 22:23, D.

    Richtig überzeugende Argumente finde ich hier kaum. Selbst ein argumentativer Austausch dreht sich jedoch- und das ja seit Jahren - im Kreis.

    Werdet doch einfach mal Eltern! Und habt eine Sch...angst um eure Kinder , vorwiegend im Jugendlichenalter, wenn ihr wisst, dass -egal wie klein das Dorf /die Stadt - hartnäckige und gewissenlose Dealer vor den Schulen und auf dem Weg dahin lauern und eure Kinder bequatschen und bedrohen, unabhängig von der Drogenart.

    Und wer schon mal selbst Jugendliche(r) war - haha- weiß ja, wie Erwachsenengerede, ob Eltern, Psychotherapeuten, Polizisten, Ex-Junkies etc. p.p. einem auf den Kranz geht. Dann handelt man konträr jeglicher liebgemeinter Aufklärungsversuche, sei es aufgrund Trotz oder Unwissenheit oder Ignoranz oder schlichten Leichtsinns à la das-passiert-mir-doch-nicht.
    Allein Aufklärung hilft nicht! Oder meint topic ernsthaft, dass sämtliche Eltern aller Abhängigen (auch Cannabis) nie etwas gesagt und aufgeklärt haben oder gar Drogen schöngeredet haben? Alle Erwachsenen schauen immer schön zu, ja? Oder weg, wie man es nimmt. Ganz schön blauäugig, topic, da braucht es keine Vorwürfe von Lebensfremdheit gegenüber anderen.

    Das gilt übrigens genauso für Alkohol und Tabak und übrigens auch die e-Zigarette. Letzteres ist übrigens auch ein Verharmlosen gegenüber der üblichen Zigarette. Inzwischen ist ja deutlich bewiesen, dass auch e-Zigaretten gesundheitsschädlich sind. Nicht weniger als die herkömmliche Variante, nur eben anders. Aber der Trick der herausragend großen Lobby ist ja gerade, es schönzureden, um weiter Geschäft zu machen. Parallele -oh je topic, noch jnd mit Parallelen- also zum Cannabis. Tausche ein Verstandtötungsmittel gegen ein anderes, das macht es doch im Ergebnis nicht besser!! Das Hirn verabschiedet sich so oder so, früher oder später.

    Selbstredend sollten aus gesundheitlichen Gründen auch Tabak und Alkohol verboten werden. Dass dies nicht längst Rechtslage ist, liegt doch nur an der überragend starken Lobby und der sehr gut beeinflussbaren Politikebene, die sich ja ins eigene Fleisch schnitte. Gleiches gilt für Zucker, wobei hier de facto -und nicht nur moralisch und wegen der Gesundheit- gar kein komplettes Verbot möglich wäre, man denke zB nur an Hefeteig, sprich Brot etc.

    Verantwortungsvoller Umgang? Bei Zucker kaum möglich, da oft "versteckt". Wo es offensichtlich ist, tja, man weiß, dass es immer weniger Menschen nicht gelingt, Übergewicht und Diabetes nehmen zu, oh Wunder vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Die haben es entwicklungsbedingt oft nicht so mit Verantwortungsbewusstsein, aus verschiedensten Gründen. Wenn selbst Erwachsene nicht haben, ist das traurig aber wahr. Wenn es da also schon nicht klappt, weshalb sollte es bei Cannabis anders sein? Soweit ich weiß, setzt bei Zucker und Tabak wenigstens die Zurechnungsfähigkeit nicht aus, bei Cannabis aber (für den Moment und langfristig) schon.

    Deshalb, topic, ruhig mal an den Umkehrschluss denken: (Noch) legale Suchtstoffe verbieten statt illegale (noch) verbotene zu legalisieren. Man muss die Gesellschaft doch nicht noch mehr kaputtmachen als sie es ist. Erhaltet den Menschenverstand und kämpft gegen dessen Vernebelung.

    @bwlerin: juristenforum, genau. Bedeutet, Du gehörst hier theoretisch auch nicht hin. Gedanklicher Austausch kann trotzdem guttun. Nur, starke Psychopharmaka gegen vermeintlich mildere zu tauschen, ist nicht sinnvoll und wohl auch rechtlich bedenklich. Und bedeutet schon gar nicht den zwingenden Schluss, Cannabis per se zu legalisieren. Gerade deshalb gibt es ja schon Teillegalisierung für medizinische Fälle. Und wenn die Ärzte so freigiebig sind, ist das eher ein Grund, es beim Verbot zu belassen.

    Richtig, McMac, sozialversicherungstechtlich gedacht, muss es dringend beim Verbot bleiben! Alle Alkoholkranken, Zuckerüberdimensionierer, Tabakfröner und sonstigen weiche/harte Drogen-Abhängigen (auch Cannabis!) fallen in verschiedenster und oft mehrfacher und umfangreicher Weise dem Budget der Krankenkassen und damit den Steuerzahlern zur Last! Ganz zu schweigen von dem Nebeneinanderleben mit den -eingesperrten oder frei herumlaufenden - drogengeschädigten (alle! inbegriffen) Psychos, möglicherweise tickenden Zeitbomben. Sehr naiv, dumm oder schlichtweg blind, zu glauben, dass Drogen(folgen) immer nur den Konsumenten betreffen. Ich nenne das asozial.

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    • 09.02.2018 20:48, bwlerin

      was genau ist jetzt Ihr Fazit?
      Alles verbieten um die Menschen zu schützen? Jeder ist seines Glückes Schmied. Sie können auch aus der Gosse kommen, ein elitäres Studium absolvieren und diverse asozial anmutende Gestalten (Trunkenbolde, Weedraucher, Crystalabhängige) meiden wie der Teufel der Weihwasser. Sie können Sich trotz des ganzen Junkfoods auch Clean ernähren und nur gesunde, natürliche sprich unverarbeitete Dinge essen. Sie können trotz netzflix darauf verzichten und sich stattdessen ein Fitnessprogramm erstellen. Sie können sogar so weit gehen u. in einer Leistungsgesellschaft sagen: nein, ich arbeite nur noch Teilzeit und bilde mich nebenberuflich weiter oder baue mir ein zweites Standbein auf.
      Alles kann, nichts muss. Immer diese Opferrolle einzunehmen geht mir langsam auf den Geist. Weed könnte für Menschen mit vielen Ländereien eine solide Einnahmequelle werden, würde der Anbau erlaubt und befänden sich kleine Hobbygärtner mir pharmazeutischen Zusatzkenntnissen in der Familie.

  • 08.02.2018 23:01, D.

    Wer dann übrigens Bürgerversicherung will, ist selbst schuld...

    So ist das eben, was als 'liberal' daherkommt und gut klingt, muss nicht immer auch tatsächlich gut sein. Ob Cannabis-Legalisierung oder Bürgerversicherung.

    Und zur individuellen Freiheit nochmal kurz: Versus grundrechtlich geschützte Rechtsgüter der anderen. Siehe oben. Wie sieht die praktische Konkordanz aus?

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    • 09.02.2018 21:54, bwlerin

      anstelle des Industriezuckers empfehle ich Ihnen Honig oder Stevia; ansonsten zur Beantwortung der finalen Frage: Diverses in Richtung individuelle Freiheit mit Möglichkeit der individuellen Abgrenzung gegen unliebsame, unkontrollierte Ausartungen. Alleinig schon deshalb, da man nicht von jedem Zurückhaltung ggü. schädlichen Dingen erwarten kann.

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