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Der Fall "Gorch Fock": Staats­an­walt­schaft nimmt wieder Ermitt­lungen auf

11.06.2019

Die Staatsanwaltschaft Kiel wird die Ermittlungen im Fall "Gorch Fock" wieder aufnehmen. Anlass dazu geben Aussagen einer Zeugin, über die nur wenig bekannt ist.

Mehr als zehn Jahre nach dem rätselhaften Tod der "Gorch Fock"-Kadettin Jenny Böken rollt die Staatsanwaltschaft Kiel den Fall wieder auf. Das Ermittlungsverfahren sei wieder aufgenommen worden, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Nach den Aussagen einer Zeugin müssten einige Punkte (erneut) überprüft werden. Die Angaben dieser Zeugin beruhten allerdings im Wesentlichen auf Hörensagen, hieß es. Sie sei im Jahr 2008 Soldatin der Bundeswehr gewesen, habe aber weder zur Marine noch zur Besatzung der "Gorch Fock" gehört.

Die damals 18-jährige Jenny Böken war in der Nacht zum 4. September 2008 während einer Ausbildungsfahrt des Segelschulschiffs der Marine bei einer Wache über Bord gegangen. Die Todesumstände blieben bisher ungeklärt. Der Leichnam wurde erst nach elf Tagen aus der Nordsee geborgen. Die Ermittler hielten ein Unglück bisher für am wahrscheinlichsten. Ihre Eltern sahen das jedoch anders und bemühten sich bis zuletzt um die Wiederaufnahme der Ermittlungen. Sie wandten sich sogar an das Landesjustizministerium Schleswig-Holstein und das Bundesverfassungsgericht.

dpa/tik/LTO-Redaktion

 

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Der Fall "Gorch Fock": Staatsanwaltschaft nimmt wieder Ermittlungen auf . In: Legal Tribune Online, 11.06.2019 , https://www.lto.de/persistent/a_id/35855/ (abgerufen am: 17.06.2019 )

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