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FG Düsseldorf zur Tätigkeit einer Flugbegleiterin: Ste­war­dess kann Arbeits­zimmer nicht von der Steuer absetzen

24.05.2017

Das FG Düsseldorf hat entschieden, dass eine Stewardess die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer nicht von der Steuer absetzen kann. Der Umfang der Tätigkeiten lasse es nicht glaubhaft erscheinen, dass sie ein Zimmer benötige.

Das  Finanzgericht (FG) Düsseldorf hat entschieden, dass eine Stewardess die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit absetzen kann (Urt. v. 24.04.2017, Az. 8 K 1262/15 E).

Die Flugbegleiterin beantragte in ihrer Einkommensteuererklärung für 2013 den Abzug von Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer in Höhe von 1.250 Euro. Dies lehnte das Finanzamt ab. Das Arbeitszimmer stelle nicht den Mittelpunkt ihrer gesamten beruflichen und betrieblichen Tätigkeit da, für diese stehe zudem ein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung.

Die Stewardess gab an, sie benötige das Arbeitszimmer zur Flugvor- und -nachbereitung sowie für Fortbildungen. Zudem legte sie eine Bescheinigung der Fluggesellschaft vor, wonach ihr kein individueller Arbeitsplatz zur Verfügung stehe.

Das FG ist dieser Argumentation jedoch nicht gefolgt und hat ihre Klage abgewiesen. Der Umfang der Tätigkeiten lasse es nicht glaubhaft erscheinen, dass die Klägerin hierfür ein Arbeitszimmer benötigt habe. Im Fall einer sogenannten Kabinenchefin hatte das Gericht anders entschieden und die Kosten zum Steuerabzug zugelassen.

acr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

FG Düsseldorf zur Tätigkeit einer Flugbegleiterin: Stewardess kann Arbeitszimmer nicht von der Steuer absetzen . In: Legal Tribune Online, 24.05.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/23026/ (abgerufen am: 25.08.2019 )

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Kommentare
  • 24.05.2017 20:02, Name

    Wäre interessant zu erfahren ob BFH Richter das Arbeitszimmer von der Steuer absetzen dürfen,

    ach nein, die arbeiten ja gar nichts. Mobbing unter BFH-Richterln: immer wieder gerne. Eklatantes Fehl-Urteil zur sog. Steuer-iD: Verfassungswidrig, aber im Namen des sog. Finanzministeriums. SteuerCDs Erpressung und schlimmeres. Gehirn: Ausgeschaltet. BFH Richter Gehirn kann jetzt kontrolliert heruntergefahren werden.

    Diese absichtlich irregeleiteten vorsätzlichen Unrechtsurteile nimmt keiner mehr ernst und zeigen mal wieder:
    Der sog. BFH ist wie bereits bekannt eine Tarnorganisation der Bundesregierung.
    Macht nur weiter so, bald wird das Steuerzahlende Volk euch die Meinung geigen, aber dann sowas von. Den geistigen Tiefflug vom BFH kann nur das BVerfgG noch stoppen. Für was braucht ihr eigentlich die Tiefgarage.

    • 26.05.2017 07:56, Magi

      yeah, der Anti-BFH-Bot ist wieder unterwegs. :-D

    • 26.05.2017 10:09, FSJ

      In der Tat. Das schönste ist, dass ausgerechnet der von "geistigem Tiefflug" daherlabert...