Verdacht der Geldwäsche: Razzia bei UBS im Zuge der Usmanow-Ermitt­lungen

08.11.2022

Gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. In diesem Zusammenhang wurden nun Büroräume der Bank UBS durchsucht.

Die Ermittlungen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow wegen des Verdachts der Geldwäsche ziehen weite Kreise. Am Dienstag durchsuchten Ermittler Standorte der Schweizer Großbank UBS in Frankfurt und München.  

“Wir bestätigen, dass in den Räumlichkeiten der UBS-Europe-SE-Niederlassungen in Frankfurt und München derzeit staatsanwaltschaftliche Durchsuchungen stattfinden. Wir kooperieren vollumfänglich mit den Behörden und bitten um Verständnis, dass wir uns zur Sache aktuell nicht weiter äußern können”, teilte eine Sprecherin des Geldhauses auf Anfrage der dpa mit.  
 
Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft bestätigte die Durchsuchung einer Großbank wegen des Verdachts der Geldwäsche eines der Kunden des Instituts. Es gebe keine Ermittlungen gegen die Bank selbst oder gegen Mitarbeiter des Geldhauses. Die Durchsuchung diene der Sicherstellung von Beweismitteln. Ende September war bereits eine Villa am Tegernsee und später eine bei Bremen festgesetzte Luxusyacht durchsucht worden. 
 
Usmanow steht nach früheren Angaben der Ermittler im Verdacht, in den Jahren 2017 bis 2022 mehrere Transaktionen veranlasst zu haben, um die Herkunft von Geldern zu verschleiern. Es bestehe der Verdacht, dass die verschobenen Gelder aus Straftaten stammten, insbesondere aus Steuerhinterziehungsdelikten. Das Volumen der Geldschiebereien soll sich nach früheren Angaben im mehrstelligen Millionenbetrag bewegen. 

dpa/sts/LTO-Redaktion 

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Verdacht der Geldwäsche: Razzia bei UBS im Zuge der Usmanow-Ermittlungen . In: Legal Tribune Online, 08.11.2022 , https://www.lto.de/persistent/a_id/50106/ (abgerufen am: 03.02.2023 )

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