BGH: Thomas Fischer ab Mai im Ruhe­stand

28.04.2017

Thomas Fischer tritt zum 30. April in den Ruhestand. Der Vorsitzende des 2. Strafsenats und Herausgeber eines bekannten Strafrechtskommentars verlässt den BGH ein Jahr vor Erreichen der Altersgrenze.

 

Nun ist es offiziell: Prof. Dr. Thomas Fischer tritt mit seinem 64. Geburtstag in den Ruhestand. Das teilte der Bundesgerichtshof (BGH) am Freitag mit, dessen 2. Strafsenat der streitbare Bundesrichter und Allein-Autor eines Standard-Kommentars zum Strafgesetzbuch seit Juli 2013 vorsaß. 

Die Leitung des Spruchkörpers übernahm der durch seine Kolumne "Fischer im Recht" bei Zeit Online auch einem breiten nicht-juristischen Publikum bekannt gewordene Honorarprofessor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Jahr 2013. Er setzte sich damit nach einem langen Konflikt gegen den damaligen BGH-Präsidenten Prof. Dr. Klaus Tolksdorf durch, der den Posten einem anderen Kandidaten übertragen wollte.

Dem 2. Senat, der im Wesentlichen für die Revisionen in Strafsachen aus den Bezirken der Oberlandesgerichte Frankfurt am Main, Jena und Köln - bis einschließlich 2013 auch Koblenz - zuständig ist, gehörte der gebürtige Sauerländer schon seit seiner Ernennung zum Richter am BGH im Jahr 2000 an. Er habe namentlich dessen Rechtsprechung in seiner fast 17-jährigen Zugehörigkeit zum BGH maßgeblich geprägt, heißt es in der Mitteilung des BGH. Fischer kritisierte aber auch öffentlich Strukturen innerhalb der Justiz.

pl/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

BGH: Thomas Fischer ab Mai im Ruhestand. In: Legal Tribune Online, 28.04.2017, https://www.lto.de/persistent/a_id/22783/ (abgerufen am: 21.11.2017)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 28.04.2017 16:20, :(

    nur bitter

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 28.04.2017 16:52, Bernd Trumpfheller

      Fast zeitgleich appellieren Oberste Deutsche Richter Richter an Ihren Ehrenkodex.
      1156 NJVV Ehrenkodex.
      Allso Ruhestand stellt man sich anders vor . ?

    • 29.04.2017 16:44, Fritz

      https://www.pdf-archive.com/2017/04/21/doc-1-4032-1/doc-1-4032-1.pdf

    • 29.04.2017 16:57, Fritz

      Priester nennen sie uns, sacerdotes nos appellunt.

  • 28.04.2017 18:16, Bürger

    Hoffentlich nehmen sich viele Kollegen(innen) ein Beispiel an Herrn Fischer, nach bestem Wissen und Gewissen zu richten. Dann kann man auch Niederlagen vor selbigen akzeptieren.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 29.04.2017 07:29, Merlin Gerd

    Keine besonders attraktive Erscheinung. Dem Körperbau nach zu urteilen wird der Ruhestand nicht lange dauern. Gegönnt hätte ich es ihm aber.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 29.04.2017 10:27, Man

      Was bitteschön ist das für ein Schrott, den Sie hier von sich geben?

    • 30.04.2017 11:45, Erich S

      So ein Typ wie der Peter Altmaier.

    • 04.05.2017 16:10, Fischer im+Recht

      Ich finde, dass Sie ebenfalls keine besonders attraktive Erscheinung sind. Mit missallen vor allem Ihr flacher Hintern, Ihre niedriger Stirn und Ihre beängstigend schmalen Schultern bei gleichzeitig herausgewölbtem Unterbauch. Ich fürchte, Sie kriegen mit so einer performance vorerst keine Schnitte mehr.
      Aber wir wollen weder kleinlich noch nachtragend sein.
      Bitte senden Sie zwei Ganzkörperfotos (eines im Bekleidungszustand "casual", eines bitte in Badekleidung) an die Homepage des Unterzeichners. Ich werde sie - verbunden mit einer ausführlichen Fern-Analyse Ihres Geisteszustands - weltweit zu verbreiten versuchen.
      TF

    • 04.05.2017 18:09, Günther Bauer

      Nach der Beschreibung IHRES Körperbaus durch Herrn Fischer möchte ich folgende Ferndiagnose wagen:
      Bier-Alkoholiker.

  • 29.04.2017 16:15, Fritz

    Bleibt zu fragen, was er fuer das Recht geleistet hat. Eine Generation und mehr nach Xaver Berra. Und was trotz allem gerade nicht. Darueber waere dann nachzudenken. Auf den Schultern dieses Riesen. Dass sich Klaus Tolksdorf vor den Gerichten nicht durchsetzen konnte, spricht aber vielleicht nur gegen diese. Er war vielleicht nur klueger. Sprache, Denken, Wirklichkeit.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 01.05.2017 16:09, FJW

      ...herzlichst, Ihr Franz Josef Wagner.

  • 30.04.2017 17:41, Hyperion

    Das ist auch besser so. Fischer fehlt für sein jetziges Amt die entsprechende Würde. Sein Gebahren in der Öffentlichkeit ist eine Zumutung für das höchste ordentliche deutsche Gericht.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 01.05.2017 11:43, Graf Ortho

      Naja, jedenfalls "Gebaren" hätte er wohl richtig geschrieben. Die Antwort auf die Frage, ob man als Bundesrichter wahrnehmbar sein, Positionen öffentlich vertreten sollte oder nicht, liegt wiederum im Auge des Betrachters.

    • 04.05.2017 16:01, Fischer im+Recht

      Ich finde, dass ein Mensch, der sich selbst mit dem Namen eines TITANEN bezeichnet, Grundzüge der Sprache beherrschen sollte, in welcher er andere herabwürdigt. Alles andere ist eine Zumutung für den ordentlichen Deutschen.
      Welche Würde Ihnen fehlt, vermag ich nicht zu beurteilen. Es ist aber auf jeden Fall eine entsprechende.
      TF

  • 04.05.2017 16:43, Alexander Meier

    Eine gute Nachricht!
    Die Geschichte gibt Klaus Tolksdorf Recht, Fischer war eine absolute Fehlbesetzung als Senatsvorsitzender und alles andere als eine gute Werbung für die deutsche Justiz.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 05.05.2017 14:42, Fischer im+Recht

      Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
      Ich finde, dass Sie, Meier, dem Publikum und dem von Ihnen Herabgesetzten unbedingt die Auskunft schulden, für welche Lebens-Positionen Sie selbst die richtige Besetzung sind bzw. waren (ich gehe davon aus, dass ich Sie in deutlich vorgerücktem Alter und entsprechend reduziertem Allgemeinzustand antreffe).
      Denn ohne ein Mindestmaß an Kompetenz-Behauptung kommt heutzutage selbst der aller-intelligenteste Internet-Beleidiger nicht mehr aus, ohne sich lächerlich zu machen.
      Sagen Sie uns also einfach, wer Sie sind, was Sie wollen und aus welcher Erfahrungs- und Geistesquelle Sie schöpfen. Ich bin ja auch wirklich gar nicht böse auf Sie. Trauen Sie sich doch einfach auch mal was!
      TF

  • 04.05.2017 16:50, Rumpf

    Schade, dass er auch in der ZEIT-Kolumne nicht weiterschreibt. Eine wunderbare Lektüre auch für junge Studenten, die sich zumeist voller Optimismus und Engagement gerade im Strafrecht überwiegend erfolglos mit der Materie herumschlagen. Ein äußerst scharf denkendes Hirn, das seine Gedanken in der ZEIT-Kolumne mit dreifachen Saltos und vierfacher Schraube sicher auf die Matte bringt, mit Witz und einem Quentchen Agression - ganz im Gegensatz zu den scharf und klar formulierten Urteilen seines Strafsenats. Ich wünsche ihm jedenfalls alles Gute und doch einen Ruhestand, den er auf längere Weile genießen möge.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 22.06.2017 23:21, Frederik Angermüller

    Eine etwas überraschende Entscheidung für mich, die es zu respektieren gilt.
    In meiner Gegenwart hat Thomas Fischer bisher restlos überzeugt.
    Befragungen lieferten keine anderen Ergebnisse.
    So wünsche ich mir das auch von seinem Nachfolger, wobei ich das von diesem in der markanten Ausprägung nicht erwarten kann.
    Thomas Fischer hatte für die Anliegen meiner Mitmenschen und von mir stets ein offenes Ohr.

    Auf diesen Kommentar antworten
Neuer Kommentar
TopJOBS
Rechts­an­walt (m/w) für den Be­reich Öf­f­ent­li­ches Wirt­schafts­recht

Oppenländer Rechtsanwälte, Stutt­gart

Rechts­an­wäl­tin / Rechts­an­walt im Bau- und Pla­nungs­recht / Um­welt­recht

Dolde Mayen & Partner Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, Stutt­gart

Wirt­schafts­ju­ris­ten (m/w)

Baker & McKenzie, Frank­furt/M.

RECHTS­AN­WALT (M/W) im Be­reich BANK- UND KA­PI­TAL­MARKT­RECHT

GSK Stockmann, Frank­furt/M.

Rechts­an­wäl­te (m/w) für die Pra­xis­grup­pe Pri­va­tes Bau­recht /Ar­chi­tek­ten­recht

Kapellmann und Partner, Frank­furt/M.

Rechts­an­walt (m/w) für den Be­reich Com­mer­cial (Da­ten­schutz/IT)

Bird & Bird LLP, Düs­sel­dorf und 2 wei­te­re

Rechts­an­walt (m/w) für den Be­reich Kar­tell­recht

Oppenländer Rechtsanwälte, Stutt­gart

Rechts­an­wäl­te (m/w) für den Fach­be­reich Ar­beits­recht

Linklaters, Düs­sel­dorf und 1 wei­te­re

Rechts­an­wäl­tin/Rechts­an­walt im Ar­beits­recht

MEYER-KÖRING, Bonn

Neueste Stellenangebote
Rechts­an­wäl­tin/Rechts­an­walt im Da­ten­schutz­recht
Rechts­re­fe­ren­dar (m/w) Ar­beits­recht
Pro­jek­tas­sis­tent (m/w) Recht, Steu­ern, Ver­si­che­run­gen
HRAd­mi­ni­s­t­ra­ti­on & La­bour­Re­la­ti­ons & Pro­jects / Per­so­nal­re­fe­rent Voll­ju­rist Ar­beits­recht
Voll­ju­ris­ten (m/w) Li­ti­ga­ti­on
Voll­ju­ris­ten (m/w) Li­ti­ga­ti­on
Per­so­nal­re­fe­ren­tin (m/w)