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AG Köln zu Übergriffen in Silvesternacht: Erste Ver­ur­tei­lung wegen Sexual­de­likts

07.07.2016

Erstmals sind zwei Täter aus der Kölner Silvesternacht wegen eines Sexualdelikts verurteilt worden. Das AG verhängte eine Jugend- bzw. Freiheitsstrafe von jeweils einem Jahr. Die Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Angeklagt waren ein zur Tatzeit 20-jähriger Iraker und ein 26-jähriger Algerier. Nach Ansicht des Jugendschöffengerichts ist es erwiesen, dass sie, gemeinsam mit 10 bis 15 anderen Männern, in der Silvesternacht zwei weibliche Opfer voneinander getrennt und umzingelt haben. Der jüngere küsste eine der Frauen gegen ihren Willen auf den Mund und leckte ihr durch das Gesicht. Der ältere Angeklagte hingegen versuchte, einen Begleiter der Frauen am Eingreifen zu hindern und forderte diesen auf, ihm die "Mädchen für 5.000 Euro zu überlassen".

Die Richter bewerteten das Verhalten der Männer als sexuelle Nötigung beziehungsweise als Beihilfe zur sexuellen Nötigung und versuchte Nötigung im Falle des zweiten Angeklagten. Sie verurteilten die Täter zu Jugend- bzw. Freiheitsstrafen von jeweils einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt werden. Zudem hat das Amtsgericht (AG) Köln dem jüngeren Angeklagten aufgegeben, an einem Integrationskurs teilzunehmen und 80 Sozialstunden abzuleisten (Urt. v. 07.07.2016, Az. 647 Ls 182/16). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Im Zusammenhang mit den massenhaften Übergriffen in der Kölner Silvesternacht hat es schon mehrere Urteile gegeben, bis zum jüngsten Prozess hatten sich diese aber auf Diebstahl, Hehlerei und Ähnliches bezogen.

nas/dpa/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

AG Köln zu Übergriffen in Silvesternacht: Erste Verurteilung wegen Sexualdelikts . In: Legal Tribune Online, 07.07.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/19929/ (abgerufen am: 16.10.2019 )

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Kommentare
  • 07.07.2016 17:55, Blechtrommel

    Es sind noch Sklaven da!
    Es sind noch Sklaven da!
    Ganze wenig gebraucht!
    Fast noch ganze neu! Ganze billig.
    Frauen nur 5000 €!
    Kinder umsonst nach 9 Monaten!
    Es sind noch Sklaven da!
    Sprechen auch prima deutsch!
    Es sind noch Sklaven da!

  • 13.07.2016 14:34, Egal

    Schön wie bei der Berichterstattung zu Sexualdelikten die jeweiligen Berichte immer mit Fotos unterlegt sind, die das Geschehen symbolisch nachstellen und aus der Täterperspektive dargestellt sind. Hier z.B. der Blick auf den Hintern der Frau, die bestimmt rein zufällig einen kurzen Rock trägt und nicht, weil man Opfer-Stereotype erst so richtig zementieren möchte, und bei der man durch den mit der Hand hochgeschobenen Rock rechts relativ viel von ihrem nackten Oberschenkel bzw. Hinternansatz sieht.

    Was sollen solche Fotos?

    • 24.07.2016 22:33, Richter

      Noch wichtiger: Das Foto ist falsch. SO greift man doch nicht an Hintern. Da kriegt man ja gar nichts zu fassen. Entweder ganz unter den Rock oder gar nicht. So wie auf dem Bild bleibt man nur mit den Fingern am Stoff hängen.

      Amateure...

      #Zynismus2016