Noch mehr erotische Rechtsfragen vor Gericht: Sex and the Judges Part II

von Prof. Dr. Arnd Diringer

27.07.2015

Nackt sonnenbaden ist o.k., Sex auf der Terrasse geht zu weit. Eine Mutter darf S/M praktizieren, eine Steuerbeamtin sollte damit zumindest nicht werben. Delikate Urteile präsentiert Arnd Diringer im zweiten Teil von "Sex and the Judges".

Im ersten Teil von "Sex and the Judges" haben wir bereits über zehn recht pikante Sachverhalte berichtet, die vor deutschen Gerichten landeten – darunter das längst legendäre BGH-Urteil zum Geschlechtsverkehr "in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft" oder der Umgang des AG Warendorf mit den allzu lautstarken (und, erstaunlicherweise, mit dem Wort "Yippie!" verbalisierten) Höhepunkten eines Mieters.

Dabei konnte es unmöglich bleiben. Und weil Sex und alles was damit zusammenhängt recht fundamentale menschliche Bedürfnisse sind, landen entsprechende Sachverhalte auch oft genug vor den Gerichten. Zehn weitere mit Schmunzel-, Stirnrunzel- und Nachahmungspotential, gibt es hier.

Zitiervorschlag

Arnd Diringer, Noch mehr erotische Rechtsfragen vor Gericht: Sex and the Judges Part II . In: Legal Tribune Online, 27.07.2015 , http://www.lto.de/persistent/a_id/16224/ (abgerufen am: 18.02.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 13.09.2015 10:15, Dr Marc+Mewes

    siehe auch:
    Derleder, Das Jahrhundert des deutschen Familienrechts, KJ 2000, 1-21
    BGH IV ZR 239/65 vom 02.11.1966 (= NJW 1967, 1078):
    Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, daß sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen läßt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen, zu denen die Unwissenheit der Eheleute gehören kann, versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen. Denn erfahrungsgemäß vermag sich der Partner, der im ehelichen Verkehr seine natürliche und legitime Befriedigung sucht, auf die Dauer kaum jemals mit der bloßen Triebstillung zu begnügen, ohne davon berührt zu werden, was der andere dabei empfindet.
    dazu Derleder, KJ
    A
    G Hamburg-Mitte, Urteil vom 23. März 2006, Az. 49 C 474/05 Nachbarschaft zu einem Sado-Maso Treff begründet keinen Wohnungsmangel -

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