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Kuriose Gemeindeverordnung in den USA: Neun­jäh­riger kippt Schnee­ball-Wurf­verbot

06.12.2018

Die Verordnung der US-Gemeinde Severance sah seit Jahrzehten ein Schneeball-Wurfverbot vor. Ein Neunjähriger war damit nicht einverstanden und sorgte nun für das Ende des Verbotes, von dem keiner so genau weiß, woher es eigentlich kommt.

Kurz vor Weihnachten hat ein Grundschüler in den USA das fast hundert Jahre alte Schneeball-Wurfverbot in der Gemeinde Severance im Bundesstaat Colorado gekippt. Der Gemeinderat sei einem entsprechenden Antrag des neunjährigen Drittklässlers Dane Best einstimmig gefolgt, sagte Gemeindesprecher Kyle Rietkerk der Deutschen Presse-Agentur. Dane habe vor dem Gemeinderat unter anderem argumentiert: "Jeder in Severance sollte in der Lage sein, eine Schneeballschlacht zu haben, wie überall auf der Welt."

Das antiquierte Verbot untersagte das Werfen von "Steinen oder jeglichen anderen Wurfgeschossen" und stammt laut Rietkerk aus einer Regelung aus dem Jahr 1921. Darüber hinaus ist aber nur wenig über das Verbot bekannt. Weder kenne man den genauen Ursprung noch sei klar, ob überhaupt schon mal jemand wegen des Werfens eines Schneeballes zur Verantwortung gezogen wurde. Viele Bewohner wussten nicht einmal von der Existenz des Verbotes und verstießen daher bei jeder Schneeballschlacht gegen geltendes Recht.

dpa/tik/LTO-Redaktion

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Kuriose Gemeindeverordnung in den USA: Neunjähriger kippt Schneeball-Wurfverbot . In: Legal Tribune Online, 06.12.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/32563/ (abgerufen am: 11.12.2019 )

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