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Stonewall-Ranking: Kanz­leien holen in LGBT-Fragen auf

22.01.2016

Großkanzleien sind zwar nicht gerade bekannt für hohe Innovationskraft. Doch in Diversity-Fragen holen sie spürbar auf. Unter den elf LGBT-freundlichsten Arbeitgebern weltweit, die Stonewall gekürt hat, sind gleich fünf Kanzleien vertreten.

Baker & McKenzie, Freshfields Bruckhaus Deringer, Herbert Smith Freehills, Pinsent Masons und Simmons & Simmons gehören zu den elf Arbeitgebern, die im Stonewall Global Workplace Equality Index 2016 am besten abgeschnitten haben. Die Liste der gemeinnützigen Organisation gilt als maßgebliche Vergleichsgröße zur Arbeitsplatzkultur für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT)-Mitarbeiter in internationalen Unternehmen.

Simmons & Simmons ist darüber hinaus einer der neun "Star Employers", die Stonewall für ihre kontinuierlichen Bemühungen auszeichnet, eine diskriminierungsfreie Arbeitsumgebung zu schaffen.

In dem landesweiten Ranking von "Britain's most gay-friendly workplaces" liegt der britische Geheimdienst MI5 auf dem ersten Platz, gefolgt von der Lloyds Banking Group, der National Assembly for Wales und B3Living. Den fünften Rang belegt mit Pinsent Masons die erste Anwaltskanzlei. Es folgen Clifford Chance (Rang 9), Baker & McKenzie (11), Freshfields Bruckhaus Deringer (17) und Norton Rose Fulbright (22). Diese fünf Kanzleien wurden von Stonewall auch als "Top Law Firms" ausgezeichnet.

Stonewall ist eine Organisation, die sich für Gleichheit und Gerechtigkeit für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Menschen einsetzt. Sie erstellt eine jährliche Studie sowie Rankings, die sowohl für Großbritannien als auch weltweit die führenden Unternehmen für LGBT-Mitarbeiter präsentieren. Das Stonewall-Ranking beruht auf Eingaben der Arbeitgeber, die aber von der Organisation überprüft werden, unter anderem durch die Befragung von Mitarbeitern.

In Deutschland beobachtet das Magazin azur des Juve-Verlag die Diversity-Maßnahmen von Arbeitgebern für Juristen. Jährlich kürt der Verlag mit den azur-Awards Unternehmen oder Kanzleien, die sich für Chancengleichheit und eine aktive Förderung einer Diversity-Kultur einsetzen. Die diesjährigen Nominierten sind Arqis, Google Germany, Latham & Watkins, Norton Rose Fulbright und Willkie Farr & Gallagher. Die Auszeichnung wird Ende Februar verliehen. Im Vorjahr hat Freshfields den Preis in der Kategorie Diversity gewonnen.

ah/LTO-Redaktion

Beteiligte Kanzleien

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Stonewall-Ranking: Kanzleien holen in LGBT-Fragen auf . In: Legal Tribune Online, 22.01.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/18241/ (abgerufen am: 20.08.2019 )

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