Nach dem neuen Sexualstrafrecht: 5 Tipps, wie Sie es straflos durch die Weih­nachts­feier schaffen

von Dr. Alexander Stevens

11.12.2017

Sex und Co. auf Weihnachtsfeiern wurden einst maximal arbeitsrechtlich geahndet. Nach der Reform aber ist so mancher Annäherungsversuch strafrechtlich relevant. Das kann schon beim Taxi danach beginnen, meint Alexander Stevens

1/5: Glühwein vs Kinderpunsch

Wer mit einer alkoholisierten Person auf oder nach einer Weihnachtsfeier Sex hat, der hat ein Problem. Denn inzwischen muss man sich vor einem Sexualkontakt mit einer in ihrer Willensbildung eingeschränkten Person ihrer Zustimmung versichern, so verlangt es § 177 Abs. 2 Nr. 2 Strafgesetzbuch (StBG). Welchen Schweregrad die Beeinträchtigung erreichen muss, erklärt die Gesetzesbegründung ebenso wenig wie, was eine "erheblich eingeschränkte Willensbildung" ist bzw. wie diese auszulegen ist. Wer sich an Wortlaut und Alltagspsychologie orientiert, könnte z. B. Aufregung, Niedergeschlagenheit oder Nervosität unter "psychischer Zustand, der die Willensbildung erheblich einschränkt" subsumieren – von zwei oder drei Gläsern Wein ganz zu schweigen.

Jedenfalls gilt für diese Personengruppe: Wer ihre vorherige Zustimmung nicht einholt, macht sich selbst dann strafbar, wenn die geschützte Person im Nachhinein erklärt, dass sie alles so gewollt habe. Der Zustimmung muss man sich vor jeder einzelnen sexuellen Handlung versichern, wenngleich dies kaum praktikabel erscheint.

Das klingt alles erst mal nach dem faktischen Aus für Flirts auf Weihnachtsfeiern, bei denen nicht nur alkoholfreier Kinderpunsch ausgeschenkt wird. Aber der Gesetzgeber wollte allem Anschein nach nicht gänzlich spaßfrei bleiben. Wenn das Opfer einen ablehnenden Willen hat, aber zur Willensbildung nur eingeschränkt fähig ist, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die ausdrückliche oder konkludente Ablehnung den Täter nicht bindet. Dies jedenfalls, sofern er der Ansicht ist, die Ablehnung sei mit psychischen Mängeln behaftet, nach dem Motto: "Mit 'Nein' meinst Du sicherlich 'Ja' und umgekehrt, du besoffene Weihnachtsgans". Und so ein Tatbestandsirrtum schließt bekanntlich die Strafbarkeit aus.

Zitiervorschlag

Dr. Alexander Stevens, Nach dem neuen Sexualstrafrecht: 5 Tipps, wie Sie es straflos durch die Weihnachtsfeier schaffen . In: Legal Tribune Online, 11.12.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/25959/ (abgerufen am: 21.01.2018 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 11.12.2017 14:40, AB

    "Nachdem der Straftatbestand der sexuellen Belästigung aber noch immer eine körperliche Berührung verlangt, sind Luftküsse, Blicke in den Ausschnitt, Nachpfiffe und wiederholtes Fragen nach Dates weiterhin nicht strafbar. "

    Na, das ist ja sicher nur eine Frage der Zeit, bis sich das ändert. Eine Berührung zu verlangen, ist reine gesetzgeberische Willkür, schließlich kann man mit Gesten und Worten genauso belästigen. Das macht es auch viel einfacher in der Praxis, dass man nicht mehr über solche zufälligen Unterscheidungen nachgrübeln muss. Also nur Vorteile.

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    • 12.12.2017 01:58, werneriker

      § 184i stgb ist ja ein "spin off" des §185 stgb, sprich da wird man den tatbestand der beleidigung durch eine sexuellen belästigung ähnlich sehen. dass die ansicht des opfers entscheidet, fühlte es sich durch den blick belästigt, ist 185 stgb erfüllt.

    • 13.12.2017 22:40, Lüge ist+Wahrheit

      Na, die 7 Jahre schaffen wir auch noch bis 2025.

      Bis dann schnacksel in Deutschland nur noch die Neger und die Araber machen Ficki-Ficki. Die besuchen auch selten Weihnachtsfeiern...
      Sind also nicht in Gefahr
      Siehe hier:
      https://www.welt.de/vermischtes/article162074839/Fluechtling-zu-Bewaehrungsstrafe-verurteilt.html
      Kindesmissbrauch Flüchtling zu Bewährungsstrafe verurteilt
      oder
      hier: Sexualstraftäter von Silvester will seine Abschiebung verhindern – Quelle: https://www.ksta.de/25254522 ©2017

      oder hier:
      http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Anzeige-33-Jaehriger-soll-junge-Maedchen-belaestigt-haben-id43533871.html
      ... Acht und 13 Jahre alt sind die Töchter einer Frau in Memmingen...

      oder einfach mal googeln: Marokkaner Bewährung sexual.


      Dafür ist dann auch klar für wen dieses Recht gilt bzw. für wenn nicht.


      Schließlich brauchen die "Vereinigten Staaten der Bonzen Eliten" Soldaten gegen Russland.
      Die grün-rot-gender-Gift verstrahlten Deutschen sind dann dazu ja nicht mehr zu gebrauchen.

      Deutschland wird verrückt bevor es gemeuchelt ist!

  • 11.12.2017 14:59, @topic

    Traurig, dass es "Menschen" gibt, die einen Ratgeber brauchen, um sich nicht strafbar zu machen.

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    • 11.12.2017 15:16, Peter

      Sind das StGB und die ganzen Nebengesetze nicht selbst Ratgeber?

    • 14.12.2017 09:23, Luc

      Es ist wohl umgekehrt eher traurig, dass wir in ein Sexualstrafrecht schlittern, bei dem niemand mehr sagen kann, was genau jetzt strafbar ist und was nicht. Wer sich heute noch auf "nein heißt nein, ist doch alles ganz klar!1" zurückzieht zeigt eigentlich nur, dass er nicht fähig oder willens ist, die neuen Paragraphen in ihrer vollen Tragweite zu erfassen.

    • 14.12.2017 12:13, JudeLaw

      Das Problem ist ja nun gerade, dass nach den Gesetzesverschärfungen das Recht kontraintuitiv geworden ist und im schlimmsten Fall ehemals gesetzeskonformes Verhalten nun sanktioniert.

  • 11.12.2017 15:42, Entsetzt

    "Weihnachten, die Zeit des gegenseitigen Liebhabens mittels fröhlicher Umarmungen, wird es also von nun an nicht mehr geben – zumindest dann nicht, wenn eine solche Umarmung als belästigend und einigermaßen sexuell eigestuft wird."

    Was zum Teufel? Schämen Sie sich für diese Verharmlosung sexueller Gewalt und Belästigung, und dem Versuch, eine "fröhliche Umarmung" mit Begrapschen und in den Ausschnitt Starren gleichzusetzen.

    Vielleicht sollte sich der Verfasser dieses Artikels einmal mit echten Frauen unterhalten, vielleicht versteht er dann besser, weshalb diese beiden Dinge nicht gleichzusetzen sind. Der offen zur Schau getragene Sexismus und die scheinbare Enttäuschung, dass auf der Weihnachtsfeier Kolleginnen nicht mehr gegen ihren Willen angefasst werden dürfen, ist jedenfalls mehr als entlarvend.

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    • 11.12.2017 15:51, Detected!

      Ja, voll die sexistische Kackscheisze! Alice Schwarzer, geh die Küche schrubben!

    • 11.12.2017 18:38, Entsetzt

      Wow, der arme "Detected!" ist wohl hart getriggert, armes Schneeflöckchen - fühlt sich der kleine Junge von einer weiblichen Person angegriffen? "Kackscheisze" - das zeugt von Reife und Niveau, passt also zu diesem Artikel. Ich geh mir dann jetzt mal ein leckeres Sandwich machen während mein Mann die Küche aufräumt. Eventuell schaut er mir dabei sogar in den Ausschnitt, oha.

    • 12.12.2017 22:20, Michaela K

      Ihr Kommentar verwundert mich und erscheint mir in seiner Abwertung ggü. dem Autor mehr als unangebracht.
      Mit keinem Wort hat er „reale“ sexuelle Belästigung oder gar sexuelle Gewalt verharmlost oder ins Lächerliche gezogen. Im Gegenteil erscheint Ihr Vorwurf als Hohn gegenüber den Opfern von richtiger sexueller Gewalt. Nein, es geht hier vielmehr um die - und das sage ich als Staatsanwältin im einschlägigen Sonderdezernat - gänzlich in die Hose gegangen Schaffung einer neuen und panisch zusammengeschusterten gesetzlichen Regelung anhand harmlosen und alltäglichen Situationen auf jeder Standard-Weihnachtsfeier, die zu solchen abstrusen Rechtsproblemen führt. Wer diese augenzwinkernde Kritik am Gesetzgeber nicht wahrnimmt...bitte schön.

    • 14.12.2017 13:54, JudeLaw

      Danke, Michaela K.! Es beruhigt mich immerwieder zu lesen, dass auch im Justizwesen noch Menschen mit Augenmaß und Realitätssinn sitzen.

  • 11.12.2017 16:11, M.D.

    Das Problem bei Sexualstraftaten war und ist die Beweisbarkeit. Egal wie man sich unter vier Augen verhält, hinterher kann immer irgendwas wahrheitswidrig erzählt oder wahrheitswidrig bestritten werden. Diese Verhaltensregeln geben insoweit nur eine scheinbare Sicherheit.

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    • 11.12.2017 18:06, @M.D.

      Das hat uns Heiko Maaslos eingebrockt, dass jederman(n) denkt, mit den neuen Gesetzen ziehe Sicherheit ein. Und Gina-Lisa. Gut. Beide auf ihre ganz eigene Art ungeeignet, sich mit Jura zu beschäftigen. Aber beide haben ja ihr entsprechendes Schicksal bekommen. Madamme zahlt rechtskräftig 20.000,- EUR für ihre Lügenmärchen und Heiko wurde abgewählt. Wobei letzteres noch nicht tausendprozentig sicher zu sein scheint. Weil Martin (Nein heisst nein) Schulz ja doch noch mal einknickt und Mutti hofiert und das Elend der GroKo weitere vier Jahr über dieses Land bringt.

  • 11.12.2017 17:58, Herold

    Alexander Stevens - dieser Beitrag ist eine Satire nehme ich an?

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    • 15.12.2017 09:54, MikeB

      "Wenn das Opfer einen ablehnenden Willen hat, aber zur Willensbildung nur eingeschränkt fähig ist, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die ausdrückliche oder konkludente Ablehnung den Täter nicht bindet."
      Das Gesetz, das sich derart in den juristischen Knie schiesst, ist Satire. Arme Kabarettisten! Seitdem wir solche Politiker haben, werden die zunehemend brotlos!

  • 11.12.2017 18:11, arno

    "... nicht gänzlich spaßfrei bleiben. Wenn das Opfer einen ablehnenden Willen hat, aber zur Willensbildung nur eingeschränkt fähig ist, bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die ausdrückliche oder konkludente Ablehnung den Täter nicht bindet. "

    was für ein kranker spass ist das, leute dazu anzuleiten wie sie ihrem kleinen spass durch sexuelle übergriffe straffrei nachgehen können? "recht aktuell", das ich nicht lache!

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    • 11.12.2017 18:16, Sexistische Kackscheiße

      Das Fiese ist ja, dass ohne den Verfasser und seinen obigen Artikel kein Mensch auf der ganzen Welt jemals auf die Idee gekommen wäre, sich gegen Vorwürfe übergriffigen und/oder strafbaren Verhaltens mit einer solchen Strategie zu verteidigen. Uuuups - da brauchen wir jetzt schnell wieder ein paar neue Straftatbestände.

    • 13.12.2017 15:24, Blablubb

      Der Kommentar ein Nein einer betrunkenen Person könne als Ja verstanden werden ist überaus entlarvent, widerlich und vor allem von jedem beliebigen Amateur mit Leichtigkeit widerlegt. Der Maßstab ist nämlich wie vorher im gleichen Text beschrieben explizite Zustimmung nach ausführlichem Meinungsbildungsprozess selbst, wenn das Nein tatsächlich nicht gültig wäre, was es ist da Nichtzustimmung der Default ist, wäre trotzdem nicht der Maßstab expliziter informierter Zustimmung gegeben. Etwas derartiges auch nur anzudeuten wäre schon widerlich genug aber hier wird gerne noch darüber hinausgegangen und mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten versucht Vergewaltigungen zu legitimieren.

  • 11.12.2017 18:32, Achim

    Das ist doch mal der perfekte Text für "Das Letzte zum Schluss" in der morgigen Presseschau. Betonung liegt auf "DAS LETZTE".

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  • 11.12.2017 22:48, meinekleinemindermeinung

    Nachdem der "Sex-Anwalt" (tz) und sein Kanzleikollege Lucas sich derzeit offenbar ein zweites Standbein als Spaßberater/autoren und TV-Entertainer (die "Rechtsprechshow") schaffen, scheinen die Kanzleiumsätze und/oder-auslastung suboptimal zu sein. Die wirtschaftlichen Verhältnisse schienen ja schon nach dem,was Lucas vor dem LG Augsburg dazu angab, eher moderat zu sein.

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    • 14.12.2017 12:08, JudeLaw

      Was hat das mit dem Artikel zu tun?

    • 14.12.2017 12:38, plumpaquatsch

      @Jude Law:
      Dass er sich fachlich und unterhaltungstechnisch auf dem Niveau des vor Kurzem erschienenen Büchleins des Autors und seines Kanzleikollegen bewegt. So in Richtung Mario Barth und Atze Schröder der Anwaltschaft.

  • 12.12.2017 00:39, Tüdelütütü

    Der beste Tipp, wie man es straflos durch jede Weihnachtsfeier schaffen kann, scheint noch immer: man sollte von Anfang an im Zweifel etwas betrunkener scheinen können als ein Gegenüber, ohne dabei seine Fähigkeit, genießen zu können, einzubüßen.

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  • 12.12.2017 11:07, enttäuscht

    Ich bin wirklich schwer enttäuscht von diesem Artikel. Sollte er tatsächlich ernst gemeint statt Satire sein ist das ein trauriges Zeichen für alle Menschen, die schon mit sexueller Belästigung oder schlimmerem zu tun hatten in unserer Gesellschaft. Sollte mir jetzt etwas schlimmeres passieren muss ich mir tatsächlich zweimal überlegen, ob ich mir anwaltschaftliche Beratung einhole. Schade, dass Sie so mein Vertrauen in ihre Berufsgruppe zerstören.
    Ich empfehle dem Autor sehr, sich einmal mit dem Begriff der "rape culture" auseinander zu setzen, oder, falls ihm seine Zeit dazu zu schade ist, sich wenigstens dieses Video von Carolin Kebekus anzusehen: http://www.onebillionrising.de/carolin-kebekus-metoo/

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    • 12.12.2017 22:30, RA aus Dortmung

      Und wenn mir meine Zeit für diese Kebekus zu schade ist...?

      Sagt mal, versteht ihr nicht den Sinn des Artikels? Sexuelle Gewalt etc. ist (!) zu verurteilen, keine Frage! Aber das Gesetz ist Mist und führt zu skurrilen rechtlichen Überlegungen, wie an den Weihnachtsfeier-Beispielen gut veranschaulicht. Und in den Fällen, bei denen eine Strafbarkeit dann ernsthaft (und ggf. auch berechtigt) im Raume steht, führt der Autor m.E. korrekt die Problematik der Einlassung der Verteidigung bzgl des fehlenden Vorsatzes bzw bzgl der Irrtumsproblematik aus.

      Wer mit der provokanten bzw satirischen Art nicht klar kommt, sollte mit dem Lesen aufhören...

    • 19.12.2017 19:31, Rechtsanwältin

      "Und in den Fällen, bei denen eine Strafbarkeit dann ernsthaft (und ggf. auch berechtigt) im Raume steht, führt der Autor m.E. korrekt die Problematik der Einlassung der Verteidigung bzgl des fehlenden Vorsatzes bzw bzgl der Irrtumsproblematik aus."
      So einfach ist das nun auch wieder nicht. Klar behaupten Straftäter gerne alles mögliche, um ihren Vorsatz zu negieren. Mit dem Argument könnte man jegliche Vorsatzstrafbarkeit abschaffen: "Den Vorsatz/die Tat kann man ja eh nicht beweisen/alle Täter werden behaupten, sie hätten sich geirrt." Ob solche Schutzbehauptungen reichen, zeigt sich in der Praxis. Die Irrtumslehre ist doch wohl eher etwas für das Studium.

      Und wie komme ich nun straffrei durch die Weihnachtsfeier u.ä.? Ganz einfach: Verhalten Sie sich respektvoll gegenüber Ihren Mitmenschen und wenn Sie an jemandem Interesse haben, dann fragen Sie eben, ob das auf Gegeninteresse trifft, bevor Sie auf Tuchfühlung gehen. Wir sind doch keine Hunde, die einfach ihre Nase in den Schritt stecken, sondern Menschen, die kommunizieren können, oder?

    • 19.12.2017 19:51, JudeLaw

      @ 19.12.2017 19:31

      "Und wie komme ich nun straffrei durch die Weihnachtsfeier u.ä.? Ganz einfach: Verhalten Sie sich respektvoll gegenüber Ihren Mitmenschen und wenn Sie an jemandem Interesse haben, dann fragen Sie eben, ob das auf Gegeninteresse trifft, bevor Sie auf Tuchfühlung gehen. Wir sind doch keine Hunde, die einfach ihre Nase in den Schritt stecken, sondern Menschen, die kommunizieren können, oder?"

      Zwar halte ich die von autoritären Linken stets vorgebrachte Behauptung, bei Sexismus ginge es um Macht, nicht für falsch. Aber ich halte sie für unvollständig. Für Sexismus kann es auch noch andere Ursachen geben. Aber davon abgesehen bedeutet die Behauptung im Umkehrschluß auch, dass es bei (Falsch-) Beschuldigungen ebenfalls um Macht geht. Oder eben - je nach Sichtweise - um Ohnmacht. Die verschmäte Liebe oder der ungerechte Chef. Der beliebtere Kollege in der Firma, der einem die angepeilte Position streitig macht. Oder einfach jedweder andere Mensch, der eine "Lektion" verdient hat.

      Kurz: Zu behaupten, es bedarf seitens eines Mannes nur eines respektvollen Umgangs, um vor Sexismusvorwürfen und Anschuldigungen sicher zu sein, ist in etwa genauso naiv, wie der Rat an eine Frau, sie könne durch eine weniger sexy Kleidung eine Vergewaltigung verhindern.

  • 12.12.2017 11:26, surfguard

    Es ist doch alles total einfach: Fass niemanden an, der/die das nicht will. Und falls man es nicht einschätzen kann, lässt man es oder fragt.

    In meiner Welt kann ich mir eine extrem fröhliche Weihnachtsfeier vorstellen, bei der sich alle an diesen Grundsatz halten. Und ich will mir gar nicht vorstellen, wie es im Kopf von jemandem aussieht, der das nicht kann und für den es nur Weihnachten ist, wenn man der hübschen Kollegin endlich mal einen Kuss aufdrücken oder die Hüfte tätscheln kann.

    Der widerlichste Artikel, den ich seit langem gelesen habe.

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    • 14.12.2017 09:36, Luc

      In der wirklichen Welt da draußen ist es nur leider so, dass Frauen wie Männer beruflich-gesellschaftliche Events wie Weihnachtsfeiern wie verrückt dazu nutzen, mindestens zu flirten. Diese seltsame Weltsicht, in der Frauen an sexuell aufgeladenen, uneindeutigen Begegnungen keinerlei Interesse hätten, ich frage mich wirklich woher all diese nein-heißt-nein-Apologeten die haben. Dass sie es selbst sind, die - im Brustton der Überzeugung für die reine, unschuldige Frau streitend - eben diesen Frauen ihre Selbstwirksamkeit absprechen, setzt dem ganzen wirklich die Krone auf.

  • 12.12.2017 13:45, Weihnachtsengel

    ... wie dieser Beitrag polarisiert - wow. Ich fand ihn amüsant und sehr gut zu lesen. Natürlich ein wenig bissig - vielleicht sogar sarkastisch. Auf jeden Fall belebt er.

    Was mich allerdings total schockiert: Wo sind die Frauen erwähnt, die sexuell übergriffig werden auf Weihnachtsfeiern. Hier sieht es ja so aus, als wäre die Opferrolle klar. Frau ist das Opfer. Aus eigenem Zusehenmüssen heraus allerdings kann ich sagen - ich habe das durchaus (nicht nur zur Weihnachtsfeier) auch schon andersrum erlebt.

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    • 14.12.2017 12:29, Klaus

      Für Feminist(inn)en können nur Frauen Opfer und Männer Täter sein. Das und die Behauptung, dass wir (hier in Deutschland!) in einem Patriarchat leben, ist für den Feminismus konstitutionell. Leider, und das ist jetzt weder "Aluhut" noch Verschwörungstheorie, sind die Parteien Grüne, SPD, Linke und - mit Abstrichen - CDU, auf dem Feminismustripp und die Gesetzgebung entsprechend!

  • 12.12.2017 15:49, Chronisch Unbegabt

    Mich schockiert viel mehr das man irgendwie nicht sieht wie sehr man inzwischen gesellschaftlich auf Eierschalen läuft. Allein das vorher nach einer eindeutigen, verbalen Bestätigung fragen ist so unheimlich "infantilisierend", das es kaum in Worte zu fassen ist. Körpersprache und, wenn das nicht hilft verbale Ablehnung, mehr sollte es in diesem Fall nicht brauchen.

    Klar sind die Gesetze super. Wenn man von seiner eigenen, anscheinend Wohlwollenden, gutmütigen und -gläubigen Art ausgeht. Das Problem sind aber diejenigen, die diese Gesetze zu ihrem Vorteil ausnutzen, was häufiger passiert als man denken mag. Eigentlich steht man als Mann jederzeit durch solche "interpretationsschwangeren" Gesetze mit einem Bein im Knast. Des einen Ärgernis ist des anderen Belästigung.

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  • 13.12.2017 11:58, John

    Der Autor wollte sicher nichts verharmlosen, sondern mit diesem Artikel einen kritischen und zugleich satirischen Beitrag liefern. Dies zu erkennen, ist die Grundlage für zielführende sachliche Diskussion. Dies erwarte ich von den Vertreterinnem feministischer Gruppen und dem männlichen Gegenpart. Mensch Leute, einfach mal die Kirche im Dorf lassen. Ist ja albern, wie sehr sich hier einige echauffieren.

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  • 13.12.2017 19:51, DerVerteidiger

    Der Artikel ist amüsant und traurig zugleich. Sehr gut gemacht! :)

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  • 13.12.2017 20:00, Klaus

    Man kann jedem Mann nur raten, jeglichen Körperkontakt mit Kolleginnen zukünftig zu vermeiden.Die feministische Gesetzgebung trägt zu weiterer sozialer Kälte zwischen den Menschen bei.

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  • 13.12.2017 21:04, Michael

    Man geht nicht aufs Klo wo man isst und man vögelt nicht da, wo man arbeitet.
    IST DAS DENN SO SCHWER!!!

    Dann kann die Sekretärin ihren Halbtagsjob halt nicht mehr für den Manager an den Nagel hängen. Buhu! Eine Runde Mitleid! Träne läuft aus Auge!

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    • 14.12.2017 11:52, JudeLaw

      "Man geht nicht aufs Klo wo man isst und man vögelt nicht da, wo man arbeitet.
      IST DAS DENN SO SCHWER!!!"

      Die meisten Beziehungen beginnen am Arbeitsplatz. Und der Grund ist simpel: Wer heutzutage ausreichend Geld für den eigenen Lebensunterhalt verdienen will, verbringt automatisch sehr viel Zeit in seiner Firma. 70 Stunden pro Woche (und mehr) sind nicht nur für Führungskräfte normal.

      Zwar kenne ich Sprüche wie den oben zitierten auch und halte mich sogar an sie. Ich nehme es Menschen aber nicht übel, wenn sie es in Anbetracht der o.g. genannten Punkte nicht tun. Wer ist schon gerne allein?

      Letztlich komme ich aber zu dem gleichen Ergebnis wie Sie. In Anbetracht solcher Gesetzesverschärfungen, sollten Menschen (insbesondere Männer) aus purem Eigenschutz solche Prinzipien verstärkt beherzigen.

  • 14.12.2017 08:16, H.G.

    "... weshalb diese beiden Dinge nicht gleichzusetzen sind."

    Das ist eine Binsenweisheit. Diese Aussage stellt sich dumm und blind dazu, daß inzwischen beide Dinge in einem anderen Sinne gleichzusetzen sind, nämlich dem existenziellen Risiko, daß man sich in der Stimmung der Dame verschätzt und danach angeklagter Sexualstraftäter ist. Zusammen mit der moralischen Panik, die inzwischen herrscht, ist man danach sozial tot. Die aktuelle Medienkampagne redet den Frauen zusätzlich ein, überall Sexismus zu wittern.
    Also: keinerlei Bemerkungen zu den optischen Vorzügen von Frauen, und frei nach Oberbürgermeisterin Reker mindestens eine Armlänge Abstand.

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  • 14.12.2017 09:52, Ich flirte nicht mehr

    Ich bin ein charmanter, sportlicher, passabelaussehender, schlagfertige, witziger, zur leichten Selbstüberschätzung neigende Mann. Bisher hab ich immer gerne geflirtet (die Hände stehts bei mir gelassen) und normalerweise kam der Flirt auch zurück. Ich habe übrigens noch keine Anzeige ;-)...ändere aber durch diese ganze Debatte mein Verhalten:
    Ich flirte kaum noch.
    Komplimente mache ich keine mehr.
    Ich versuche, wo immer es geht mit männlichen Kollegen zu arbeiten.
    Lasse die Tpr auf, wenn ich mit einer Kollegin alleine bin und Teams werden nicht mehr gemischt gebildet.
    Da wir Kerle uns nun von den Damen separieren, ändert sich der Gesprächston, es muss ja nun niemand mehr beeindruckt werden oder auf jemanden Rücksicht genommen werden. Ich denke, dass es langfristig zu einem Schritt in die Prüderie und Geschlechtertrennung der 50er Jahre führt...
    Die Tipps, auch wenn sie Satire sind, sind gut und spiegeln das Verhalten von einigen Männern (mich eingeschlossen) wieder. Aber zum Glück können wir Kerle damit leben. Auf unsere mühsam erarbeitete Sensibilität können wir nun verzichten: Wir gehen den Damen einfach aus dem Weg und machen es wie früher, als auf Partys Jungen und Mädchen getrennt waren...
    Naja, wem es gefällt.

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    • 14.12.2017 12:36, Klaus

      Wenn Sie mutig sind, dann sollten Sie das genau so mit Ihren Kolleg(inn)en kommunizieren. Die meisten Leute denken nämlich immer noch, dass der aktuelle Feminismus in Deutschland was mit Gleichberechtigung und Humanismus zu tun hat und Ferminist(inn)en versteigen sich sogar zu der Behauptung, dass Feminismus auch "gut für Männer" sei. (Auch) Die aktuelle Gesetzgebung zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist.

    • 14.12.2017 14:42, michael

      Ich sage nicht dass das Drama mit männlichen Kollegen weniger ist, aber unverzichtbar ist niemand!!!

      Eine zunehmende Segregation ist ja nicht unbedingt das Schlechteste...
      - Die Genderpaygap Diskussion Episode 3294 entfällt. Weil sich die Halbtagsmutti der die gleichalten Kollegen mittlerweile 1000 Projekttage Berufserfahrung voraus haben (die sich wohl bemerkbar machen sollten im Gehalt) nur noch mit anderen Halbtagsmuttis, Vollzeitrabenmüttern und Kinderlosen Frauen vergleichen kann. Wie es da wohl mit der weiblichen Solidarität weitergeht.
      - Keine Dramen mehr, wenn die Kollegin den nächsten Ex hat.
      - Die Kontrolle über Klimaanlagen übernimmt nicht jemand, der sich nicht der Witterung und wider den eigentlichen Befindlichkeiten entsprechend kleidet (weils gut aussieht) und sich dann im Sommer über zu hoch eingestellte Klimaanlagen und im Winter über zu niedrig eingestellte Heizungen beschwert.

    • 14.12.2017 14:59, Daniel

      Klar wir Erwachsene können uns darauf einstellen, was mich aber mehr als wütend macht, ist die Situation in die heutige Teenager gebracht werden.
      Durch diesen ganzen Irrsinn reicht inzwischen jeder unbeholfene Annäherungsversuch eines Teenagers, um ihn vor den Richter zu zerren.
      Wo früher bei Jugendlichen noch das natürlich mit zahlreichen Missverständnissen behaftete Herantasten (auch im wahrsten Sinne des Wortes) an das andere Geschlecht möglich war, sollte man heute einen Schüler nicht mehr ohne mehrstündige Rechtsaufklärung und einem schriftlichen Einverständnisformular auf eine Party ziehen lassen.
      Und wenn Peter dann Susi gefällt und die zwei sich noch ne Stunde auf dem Sofa super unterhalten haben und die Augen leuchten und Peter nervös überlegt ob er zum ersten Mal in seinem Leben den ersten Schritt wagen soll und ihr den Arm um die Schulter legt - dann dröhnt die Alarmsirene seines Party-Rechtsberaters durch sein Gehirn: "Achtung - Arm auf Schulter legen - potentielle sexuelle Belästigung - Straftat ! -Straftat ! - Straftat ! Vorher Einwilligung einholen ! Achtung ! Check ! Ist Partner alkoholisiert ? Einwilligungsbogen herausholen und Vorgang schriftlich bestätigen lassen ! Zusätzlich den Namen eines nicht alkoholisierte Zeugen einholen, der die Zurechnungsfähigkeit der neuen potentiellen Freundin bestätigen kann. Zeugen unterschreiben lassen ! Viel Glück !
      Und dann eine weitere halbe Stunde später mit Susi im Arm und voller Hormone in Wallung und mit gestärktem Mut durch seinen bisherigen Erfolg traut sich Peter dann sogar noch weiter und küsst Susi glücklich auf die Wange.
      Und plötzlich drückt ihn Susi weg und steht auf und geht, und Peter hat dann vielleicht nicht nur seine Lektion über die Zickigkeit pubertierender Mädchen gelernt, sondern sich auch noch strafbar gemacht.
      Dank an den real-existierenden Feminismus.

    • 19.12.2017 19:49, keinMitleidfürunbeholfeneEgomanen

      Ihr armen, armen Männer. Wenn ihr nicht wisst, wie man auf Augenhöhe anbandelt, statt ungefragt zu grabschen, dann bleibt eben auf Abstand und geht zu einem Kursus.
      Und was für Jugendliche stellt ihr euch denn da vor? Sollte eure Tochter/euer Sohn nicht lieber an einen jungen Mann/eine junge Frau geraten, der/die darauf achtet was und wie weit sie/er es will und vielleicht auch mal fragt, ob ihr/ihm das gefällt, was er/sie gerade macht. Das Gesetz setzt eine Norm dafür, was für eine Gesellschaft wir uns wünschen: Eine, in der man/frau achtsam miteinander umgeht, statt egoistisch dem eigenem Trieb nachzugeben.

    • 19.12.2017 20:00, JudeLaw

      "Ihr armen, armen Männer. Wenn ihr nicht wisst, wie man auf Augenhöhe anbandelt, statt ungefragt zu grabschen, dann bleibt eben auf Abstand und geht zu einem Kursus.Und was für Jugendliche stellt ihr euch denn da vor? Sollte eure Tochter/euer Sohn nicht lieber an einen jungen Mann/eine junge Frau geraten, der/die darauf achtet was und wie weit sie/er es will und vielleicht auch mal fragt, ob ihr/ihm das gefällt, was er/sie gerade macht. Das Gesetz setzt eine Norm dafür, was für eine Gesellschaft wir uns wünschen: Eine, in der man/frau achtsam miteinander umgeht, statt egoistisch dem eigenem Trieb nachzugeben."

      Meiner Meinung nach ist dieser Kommentar ein weiteres Beispiel für die demonstrative Ignoranz und Häme ggü. den Problemen einer ganzen Bevölkerungsgruppe. Das blöde ist, dass im Zusammenhang mit den einschlägigen Gesetzen extrem aufgeweichte/ausgeweitete Begriffe/Konzepte verwendet werden. Das führt ganz schnell dazu, dass auch Frauen betroffen sein werden.

      Ein erstes Beispiel könnte folgender Fall sein:

      " [...] Linda Sansour, Organisatorin des Frauenmarsches auf Washington [...], wird beschuldigt, sexuelle Übergriffe gegen eine Frau, die für sie arbeitete, geduldet zu haben."

      Quelle: http://genderama.blogspot.de/2017/12/rache-und-lynchjustiz-immer-mehr-frauen.html

  • 14.12.2017 14:29, Daniel

    Und wie ist das eigentlich wenn ich als Mann auf der Weihnachtsfeier alkoholisiert mit einer ebenfalls alkoholisierten Kollegin Sex habe ?
    Kann ich diese dann ebenfalls wegen Vergewaltigung anzeigen ?
    Haben wir uns dann gegenseitig vergewaltigt ? Werden wir dann zusammen in eine Zelle gesperrt ?
    Oder zählt dann der höhere Promillegehalt ? Wer mehr besoffen ist, ist das Opfer ?

    Ach ja, und wenn mir die Friseuse mal wieder ungefragt beim Haareschneiden ihre Oberweite an die Schulter presst, kann ich die dann anzeigen ? Oder gilt es hier jetzt nicht als sexuelle Beleidigung, weil IHRE Intention ja das höhere Trinkgeld ist ? Und wie sieht es eigentlich mit der Prostituierten aus, die im Etablissement einen Kunden ungefragt einen Kuss gibt ? Und der sich dann belästigt fühlt, weil er ja nur auf schwarzhaarige steht und ihn die Blondine total ungefragt in sexueller Intention geküsst hat ? Aber vielleicht ist es ja auch gerade keine sexuellen Intention, weil die Dame dies ja aus rein geschäftlichen Erwägungen gemacht hat und die 20 Jährige aber so was so gar keinem sexuellen Interesse an dem 60 Jährigen Freier hat?
    Fragen über Fragen ...
    Nebenbei ich - Mann - bin selbst ein überlebender sexueller Gewalt. Mir vor wurde vor ein paar Jahren ebenfalls von einer - sehr attraktiven - Damen ungefragt im vorbeigehen auf den Hintern geklatscht. Ich kenne dieses ganze Leid also auch aus persönlicher Erfahrung!

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 14.12.2017 15:34, Chris4You

    Schöne Satire, aber die (selbst)erfüllende Prophezeiung beginnt zu wirken, und so bekommen wir in Zukunft genau die Zustände, die immer so schön beschrieben worden sind. Ja, dann gibt es tatsächlich Mauern (und keine „gläsernen Decken) mehr, und sie wirken in den kleinsten Gruppen (http://www.20min.ch/panorama/news/story/20782018). Und auch sehr interessant, welche (altbekannten) Mechanismen bei #metoooooooo wirken (in englisch, Qualitätsmedien werden sowas nie bringen (http://judgybitch.com/2017/12/12/strange-fruit-when-women-lied-and-men-died/ ) ggf. Text hier reinkopieren , die Übersetzung ist ganz gut (https://www.deepl.com/translator)).
    Aber eigentlich wollte ich auf was Anderes hinaus. Wenn zwei Betrunkene Sex (w/m) hatten, wer trägt die Verantwortung, war die Frage. Die Frage ist in der heutigen Zeit reichlich kindisch, oder? Es ist doch klar, völlig genderkonform der Mann (für die spaßbefreiten Mitleser: Nennt sich „Ironie“), als Beispiel mag das hier dienen (https://www.welt.de/regionales/hamburg/article166826758/Sex-auf-Alsterdampfer-kostet-den-Mann-mehr-als-die-Frau.html ) es zeigt auch gleich deutlich auf, dass Gewalt ein „Männerdomäne“ ist (das geneigte LeserX ahnt es bereist… „Ironie“).
    Ja, eben wie die Kinder… ach so, ja, die kommen auch schon die Sexualstrafdatei (https://www.heise.de/tp/news/Der-Knutschfleck-bleibt-und-du-bist-mit-14-in-der-Straftaeterdatei-2002493.html) und das sogar noch VOR der Verschärfung… ein Schelm wer…
    Und wenn wir gerade bei Satire sind, nach dem #Aufschrei #metoo (wie Weihnachten, alle Jahre wieder (oh, keine Satire, das war eher Sarkasmus), brauchen wir unbedingt noch ein Bundestugendministerium und wer wäre besser geeignet als? http://www.taz.de/!5465001/ Richitg, Alice Schwarzgeld (oh, ein Verschreiber).Verstehen sie mich nicht falsch, jede Gewalttat eine zuviel, aber alles in einen Topf und fertig ist, ja was? Das dürfte der falsche Weg sein… Aber die binären Fronten müssen erhalten bleiben, sonst bekommen die Verfechter des Geschlechterkrieges Probleme… Und eines noch zum Abschluss (https://www.neues-deutschland.de/artikel/1071588.metoo-debatte-ueber-sexismus-gegen-den-maennerfeindlichen-anstrich.html ).

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 15.12.2017 02:50, Lüge ist Wahrheit

      Lieber @Chris4You,

      sie haben so eben mit ihrem Text das das Große Examen in Doppeldenk und Neusprech bestanden!

      Meinen allerherzlichsten Glückwunsch von mir, für diesen aufsehen erregenden Nachweis Ihrer Leistungsfähigkeit.

      Gestatten Sie doch eine kleine Kritik, die ob der hohen Qualität Ihres Beitrags nicht wesentlich in Gewicht fallen sollte, aber es muß der PC wegen gesagt werden: Ersetzen Sie doch bitte "Ironie" mit "Doppeldenk-Neusprech"!

      Danke nochmals!
      Lüge ist Wahrheit, Krieg ist Frieden, Armut ist Reichtum!

    • 15.12.2017 10:03, JudeLaw

      Ehrlich gesagt @LügeIstWahrheit, ist für mich der Text von Chris4You unverständliches Geplapper. Ich weiß nicht, was er oder sie mir sagen will.

      Sie hingegen scheinen da weitergekommen zu sein und konnten sogar ein "Doppeldenk" ausmachen. Erklären Sie es mir bitte. Was genau meinen Sie damit?

    • 15.12.2017 17:00, Lüge ist Wahrheit

      @JudeLaw,
      Nun stellen Sie mal ihr Licht nicht so unter'n Scheffel.
      Sie nutzen das Werkzeugarsenal doch sehr gut!
      Was Sie von @Chris4You unterscheidet ist doch nur die Gesinnung/Absicht!

      Aber im Falle das sie sich dessen nicht bewusst sind, empfehle ich ihnen sich an die Maxime des Alten aus Königsberg zu halten.
      (Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3505/1 )

      "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
      Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
      Sapere aude!
      Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung."

      Also auf, auf, Sapere aude!
      Raus aus der rot-grünen Genderecke ab in die selbstbestimmte Freiheit!

      Aber zu ihrer Frage, einfach Quellenstudium betreiben, z.B.:

      https://www.buecher.de/shop/science-fiction-fantasy-horror/1984/orwell-george/products_products/detail/prod_id/05292550/

      oder

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/george-orwells-roman-1984-wird-wieder-bestseller-14771376.html
      vom 25.01.2017

      und natürlich die philosophisch-wissenschaftlich, erweiterte Betrachtungsweise:

      http://de.wikimannia.org/Neusprech

      Sapere aude!
      Lest, lernt, staunt!

  • 14.12.2017 18:39, RobbyG

    Vor ½ Jahr gab es Aufregung über einen muslimischen Polizisten, der einer Kollegin den Handschlag verweigert hat, die ihn berühren wollte. Daraufhin drohten ihm Konsequenzen bis hin zur Kündigung.
    Wenn sich also ein Mann von einer Frau nicht berühren lassen will, kann er bestraft werden, wenn aber ein Mann eine Frau berührt, ohne dass sie einwilligt wird auch wieder der Mann bestrafft.

    Die einzige Logik dahinter ist:
    Mann = Täter
    Frau = Opfer
    Hintergrund egal.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 14.12.2017 19:37, JudeLaw

      Ich weiß zwar, was Sie meinen, und erkenne auch ein "Messen mit zweierlei Maß". Aber ich denke, dass Sie hier zwei Vorgänge miteinander vergleichen, die nicht miteinander vergleichbar sind.

  • 14.12.2017 19:30, @topic

    Die Diskussion hier zeigt ja wunderbar, wie dämlich der Mann im allgemeinen zu sein scheint. Habt Ihr wirklich Angst, Euch strafbar zu machen wegen der neuen Gesetze? Dann wart ihr bislang schon Borderline-Straftäter.
    Gut, wer nur besoffene Damen auf der Weihnachtsfeier abbekommt, muss immer auf der Hut sein, nehme ich an... Erbärmlich. Einfach erbärmlich.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 14.12.2017 20:06, JudeLaw

      "Die Diskussion hier zeigt ja wunderbar, wie dämlich der Mann im allgemeinen zu sein scheint. Habt Ihr wirklich Angst, Euch strafbar zu machen wegen der neuen Gesetze? Dann wart ihr bislang schon Borderline-Straftäter. Gut, wer nur besoffene Damen auf der Weihnachtsfeier abbekommt, muss immer auf der Hut sein, nehme ich an ... Erbärmlich. Einfach erbärmlich."

      Im Grunde bin ich dankbar für solche Kommentare, denn sie zeigen den in der Gesellschaft inzwischen weit verbreiteten Männerhass ungefiltert.

      Die in weiten Teilen nachvollziehbare Diskussion unter dem Artikel hier wird von @topic als Vorlage für allgemeines Männerbashing genommen. Als Nachweis dafür, wie "dämlich der Mann im allgemeinen" sei.

      Direkt oder indirekt geäußerte Ängste werden lächerlich gemacht und zum Beweis eigener Täterschaft umgedeutet. Und natürlich darf auch der Vorwurf, ein bei den Damen erfolgloser Looser zu sein, in der Aufzählung von Schmähungen nicht fehlen.

      Letzteres erinnert mich immer daran, dass man den frühen Feministinnen gerne vorwarf, keinen Mann abbekommen zu haben.

    • 15.12.2017 09:34, Ich flirte nicht mehr

      Ein sehr lustiger Beitrag, weil er in sich widersprüchlich ist ;-)... ich nehme mal an das ist Satire.
      Es sind nicht die neuen Gesetze vor denen ich mich sorge, sondern die potentiellen Möglichkeiten, die daraus erwachsen. Ich verliere meine Unbekümmertheit im Umgang mit meinen weiblichen Kollegen... ich kommentiere nun beispielsweise ein neues Parfum oder eine neue Frisur einer Kollegin nicht mehr, bei Kollegen weiterhin. Ich möchte, anders als @topic, nicht verallgemeinern und wage deshalb die Aussage, dass es eventuell auch Frauen gibt, die gerne mal ein Kompliment hören wollen... (ich für meinen Teil bekomme gerne welche und übertrage das einfach mal auf Frauen, ist vermutlich sehr, sehr gewagt).
      Aber durch die Gesettzesänderung und die ganzen Kampangen lasse ich es nun bleiben und arbeite lieber mit Männern zusammen, stelle mein Team männlich zusammen (ich habe das Glück, dass ich das kann) und meine Kolleginnen müssen leider auf Komplimente verzichten.
      Leider schafft so etwas Mauern und läuft einer guten Zusammenarbeit zuwider. Da aber unsere Männerteams gut funktionieren (die Frauenteams übrigens auch), wird fröhlich separiert. Ich bin gespannt, wann wir endlich getrennte Eingänge bekommen ;-)

  • 15.12.2017 10:49, H.G.

    "Kann ich diese dann ebenfalls wegen Vergewaltigung anzeigen ?"

    Wohl eher nicht, wenn Sie an eine feministische Staatsanwältin kommen, die in die Schule von Prof. Dr. Tatjana Hörnle (Humboldt-Universität zu Berlin) gegangen ist. Die meinte nämlich in einem ähnlichen Fall "Das Verhalten der Frau mag zwar den Tatbestand des neuen Gesetzes erfüllen. Aber ich bitte Sie, welcher Mann zeigt seine Partnerin nach einer solchen Situation an?" (Quelle: https://www.taz.de/!5315782/)
    Es ist schlicht nicht vorgesehen und sozusagen mißbräuchlich, dass auch Männer dieses Gesetz für sich nutzen wollen. Bei der Interpretation von Gesetzen muß außerden immer die erzieherische Intention der Gesetzgeberin beachtet werden.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 15.12.2017 11:09, JudeLaw

      H.G., der Link funktioniert nicht.

    • 15.12.2017 11:15, Klaus

      Hier der Link ohne Klammer
      https://www.taz.de/!5315782/

    • 15.12.2017 11:22, JudeLaw

      Sie meinen wohl folgende Stelle:

      https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5315782&s=h%C3%B6rnle/

      "Ein weiteres Problem der neuen Rechtslage: Ein Paar liegt im Bett, sie will Sex. Er sagt, er sei zu müde. Sie gibt nicht auf und streichelt seinen Penis, bis er doch Lust hat. Ist das künftig strafbar, weil sie sein Nein ignoriert hat?

      Das Verhalten der Frau mag zwar den Tatbestand des neuen Gesetzes erfüllen. Aber ich bitte Sie, welcher Mann zeigt seine Partnerin nach einer solchen Situation an?"

      Zunächsteinmal weicht Dr. Hörnle der Frage ja aus. Sie beantwortet sie ja nicht wirklich, sondern behauptet einfach, dass Männer in solchen Fällen keine Anzeige erstatten würden. Wenn ich mir jetzt aber vorstelle, dass bei dieser Begegnung ein Kind entsteht, das er nie wollte, dann kommen mir da Zweifel.

    • 15.12.2017 11:32, JudeLaw

      Da kommt mir dann doch noch eine Frage in den Sinn.

      Gilt eine Erektion eigentlich schon als Zustimmung zum Sex?

      Eigentlich ist diese Frage eher rhetorisch, denn als Mann weiß ich natürlich, dass eine Erektion keine Zustimmung zu Sex bedeutet und auch nicht immer dem eigenen Willen unterliegt. Der Umstand ist ja leider der Grund für die weitverbreitete Fehlannahme, der Mann wolle immer und - überhaupt - nur das eine.

      Aber ... zurück zu meiner eigentlichen Frage ... können Frauen sich mit Blick auf dieses neue Gesetz argumentativ auf "seine Erektion" berufen und darauf abstellen, dass sie dachte, sie signalisiere Zustimmung?

    • 15.12.2017 12:31, chris4you

      @JudeLaw: Bitte sehen Sie sich das Video (https://youtu.be/Cu-D9GGvwLA ) an, ab 1:03:00 bekommen Sie einen Einblick, wie das gehandhabt wird. Die Staatsanwältin hat die Vergewaltigung mit dem Hinweis "Sie hatten ja Ihren Spaß dabei, eine Erektion" EINGESTELLT... das dürfte Ihre Frage beantworten... ;o)... Wobei das gesamte Inteview ab 55:34 sehr interresant ist...

  • 15.12.2017 11:30, chris4you

    Probieren Sie es hiermit: http://www.taz.de/!5315782/
    Und immer diese Prinzen...https://www.tag24.de/nachrichten/london-metoo-maerchen-dornroeschen-sexuelle-belaestigung-381765
    und wenn ich schon mal dabei bin: https://www.heise.de/tp/features/Sexuelle-Gewalt-Neue-Studien-belegen-geringe-Unterschiede-zwischen-maennlichen-und-weiblichen-Opfern-3347411.html dazu passt dann http://bash-magazine.com/hoeraufmama/

    (?)

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 15.12.2017 16:55, H.G.

    @JudeLaw: "Zunächst einmal weicht Dr. Hörnle der Frage ja aus."

    So ist es, aber das spricht Bände. Die einfachste Antwort wäre gewesen: "Ja, natürlich". Ich interpretiere die Antwort als Verdrängung des unerwünschten Falls, daß Frauen hier genauso drakonisch wie Männer bestraft werden, also als Voreingenommenheit. Genau diese Voreingenommenheit würde ich auch in einem konkreten Verfahren erwarten.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 15.12.2017 17:21, Lüge ist+Wahrheit

      Und über allen liegt der große Schatten des Homuncolis.

      Jenen angestrebten Typs des Ersatzwesens des Menschen:
      im Reagenzglas nach bedarf gezeugt,
      genetisch angepasst in Lebensdauer, Lebensbedingungen, körperliche Merkmale,
      In Zuchtanstalten abgerichtet.
      Moral frei!
      Stets willig!
      Stets verfügbar!
      Zu allen Diensten bereit!
      Treu Diener ihrer Herren, wie Köter, trotz Folter, Qual und Tod.

      Das ist das Paradies der Globalisten!
      Ohne Völker, ohne Kultur, ohne Geschichte, ohne Gewissen und Moral.
      Aber alles für die Neuen Herren der Welt!
      Wer braucht da schon natürlich Fortpflanzung?

  • 17.12.2017 19:12, Mannderbestimmtvergewaltigt

    Ein sehr guter Beitrag. Bei dem jetzigen Sexualstrafrecht kann man eigentlich Frauen nur noch aus dem Weg gehen. Weil nach der jetzigen Rechtslage können Frauen im Nachhinein alles mögliche behaupten. Sie hätten niemals zugestimmt, sie seien gar nicht in der Lage gewesen zuzustimmen, jede kleinste Berührung würde sie belästigen, es herrsche ein "Klima der Gewalt" etc. Und das ist nicht mal übertrieben.

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