Couragierter Strafverteidiger: Das kurze Leben des Hans Litten

von Martin Rath

11.02.2018

Nach dem Reichstagsbrand wurde der Berliner Anwalt Hans Litten inhaftiert. Am 5. Februar 1938 starb er im KZ Dachau. Das Andenken an den couragierten Hitler-Gegner wird bis heute gepflegt – wohl oft, ohne ihm ganz gerecht zu werden.

Auf die Frage, "wer oder was hätten Sie sein mögen?", fand sich im legendären Fragebogen des FAZ-Magazins einmal die Antwort: "Ein erfolgreicher Attentäter im Führerhauptquartier." Unter Juristen, die ihres Kollegen Hans Litten gedenken, der sich in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1938 im KZ Dachau das Leben nahm, mag mitunter ein ähnlicher Affekt hineinspielen.

Denn dem jungen Strafverteidiger Litten war es im sogenannten "Edenpalast-Prozess" 1931 gelungen, den "Schriftsteller Adolf Hitler" als Zeugen in arge Erklärungsnot zu bringen – eine Leistung, die sich bald als Littens Todesurteil erwies, zugleich aber taugt, das Bild eines ganz ungeheuer tapferen Anwalts zu zeichnen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr Litten, obwohl selbst kein glaubensfester Kommunist, in der DDR einige Verehrung. Im anderen, freien Teil Deutschlands, wo selbst nationalsozialistische Juristen ihren Berufsweg ungebrochen bis zur Pensionsberechtigung fortsetzten, blieb Hans Litten der Zunft lange Zeit suspekt, bis er auch hier als ungewöhnlich streitbarer Anwalt Anerkennung fand.

So hat die Littenstraße in Berlin, Sitz von Landgericht, Anwaltskammer und Deutschem Anwaltverein, ihren Namen behalten dürfen, als vielerorts Gedenkakte des vormaligen SED-Staats aus dem Straßenbild entfernt wurden.

1931 – ein Anwaltsheld wird geboren

Im November 1930 hatten Angehörige einer Ortsgruppe der SA, der sogenannte "Sturm 33", das Tanz- und Versammlungslokal Eden in Berlin-Charlottenburg überfallen. Ausgestattet mit Schuss- und Stichwaffen griffen sie die überwiegend der politisch links organisierten Arbeiterschaft zugerechneten Gäste an, einige werden verletzt, ein Gast schwer.

Im April 1931 wird gegen vier SA-Angehörige beim Landgericht Berlin III Anklage erhoben, je nach Tatbeitrag wegen Landfriedensbruchs, versuchten Totschlags, unerlaubten Schusswaffenbesitzes und gefährlicher Körperverletzung.

Litten vertrat für einige der verletzten Arbeiter die Nebenklage. Sein erklärtes Ziel war es, den Nachweis zu führen, dass die SA-Leute als sogenanntes "Rollkommando" agiert hatten. Zeitgenossen assoziierten damit noch nicht zwingend politische Schlägergruppen, sondern auch die infanteristische Angriffsformation des "Stoßtrupps" – eine militärische Vorgehensweise, mit kleinen, beweglichen Gruppen beispielsweise feindliche Schützengräben einzunehmen.

Adolf Hitler als Zeuge

Am 8. Mai 1931 wurde der wegen seines Werks "Mein Kampf" als Schriftsteller firmierende Adolf Hitler (1889–1945) einvernommen. Der Verteidiger der SA-Leute hatte seine Ladung als Zeuge beantragt, um Hitler die Gelegenheit zu geben, sich von den Gewaltakten seiner Gesinnungsgenossen zu distanzieren. Wiederholt hatte Hitler, teils unter rechtswidriger Handhabung der Strafprozessordnung zuvor bereits in anderen Strafverfahren die Absicht der NSDAP beschwören dürfen, auf legalem Weg an die Macht gelangen zu wollen – und eben nicht paramilitärisch.

Litten hatte die Ladung unterstützt und nutzte die Befragung Hitlers unter anderem dazu, dessen "Legalitätseid" – prominent ist hier der Ulmer Reichswehrprozess von 1930 geworden – in Zweifel zu ziehen.

So hatte Joseph Goebbels (1897–1945), seit 1926 sogenannter Gauleiter der NSDAP für Berlin-Brandenburg, eine Broschüre herausgebracht, die eine revolutionäre Machtergreifung befürwortete. Litten brachte Hitler damit in Bedrängnis, dass er dessen Schutzbehauptung, es handle sich hier um keine "parteiamtliche" Stellungnahme Goebbels', mit dem Beleg konterte, dass die Broschüre weiterhin bei Parteiveranstaltungen der NSDAP vertrieben wurde.

Dem bei Gericht gern salbungsvoll auftretenden Hitler entgleiste während der mehrstündigen Befragung durch Anwalt Litten die staatstragende Façon. Es ist überliefert, u.a. durch den bei einer ihren zahllosen Eingaben involvierten NS-Justizfunktionär Roland Freisler, dass später jedes Bemühen von Irmgard Litten (1879–1953), ihren in der KZ-Haft brutal zugrunde gerichteten Sohn freizubitten, letztlich an der Rachlust Hitlers scheiterte.

1903 – ein komplizierter Mensch wird geboren

Hans Litten, 1903 in Halle geboren, im liberalen ostpreußischen Königsberg aufgewachsen, hatte sich 1927 in Berlin als Anwalt niedergelassen. Zu seiner Mutter, einer hoch gebildeten Frau aus einer schwäbischen Gelehrtenfamilie, pflegte Litten ein sehr inniges Verhältnis. Die Beziehung zum Vater, einem Musterbild des konservativen, im Kaiserreich sozialisierten Jura-Professors, war ausgesprochen schwierig. Fritz Litten (1873–1940) war Sohn von Joseph Litten, einem engagierten Mitglied der jüdischen Gemeinde von Königsberg. Der Übertritt zum protestantischen Bekenntnis war für den national-konservativen Vater Hans Littens wohl zugleich Überzeugungssache wie soziale Notwendigkeit – Juden blieb eine Hochschulkarriere im kaiserlichen Deutschland verschlossen.

In der großen Zeit deutsch-jüdischer Familien war dies keine ungewöhnliche Konstellation. Gegen die autoritäre Übermacht des Vaters – Thomas Mann spottete vom deutschen Ideal des Generals Dr. von Staat – begehrte Litten auf, indem er sich in der bündischen Jugend Königsbergs engagierte, den jüdischen Wurzeln zuwandte, sich politisch radikalisierte.

Vertretung "proletarischer" Mandanten

Als Anwalt sollte Litten später in Berlin ausdrücklich "proletarische" Mandanten vertreten. Obwohl selbst kein Mitglied der stalinistischen KPD, trug die von Kommunisten geführte "Rote Hilfe Deutschlands" zu den Einkünften seiner Kanzlei bei.

Auch dass beispielsweise im "Edenpalast-Prozess" vergleichsweise milde Urteile gegen die angeklagten SA-Leute ausgekehrt wurden, hatte höchstwahrscheinlich damit zu tun, dass die Sache seiner kommunistischen Freunde die seine war: Bei einer öffentlichen Veranstaltung hatte Litten spätere Zeugen des ordentlichen Verfahrens in einem Alternativ-Tribunal befragt. Diese ganz standesungehörige Übung nahm das LG Berlin III strafmildernd als Versuch der kommunistischen Zeugenbeeinflussung wahr.

Generell scheint aber für Litten eine freundlichere Lesart zulässig, was die Quelle seines überschäumenden Gerechtigkeitssinns betrifft: Litten war jugendbewegt.

Engagiert für die Belange der Jugend

In Berlin engagierte sich Litten zunächst in einer Art Selbsthilfe-Beratungsstelle von Jugendlichen für Jugendliche: Man stelle sich hier Armut, Hunger, Entwurzelung, Massenarbeitslosigkeit, Wohnungsverlust vor, zudem Kinder und Jugendliche, die im seelischen Elend einer von permanenten Gewaltandrohungen seitens der Schule und des Elternhauses aufwuchsen. Berlin ist derweil: eine Stadt, in der die Armutsprostitution grassierte und man, wenn man keine Arbeit hatte, sich auf den zu erwartenden Bürgerkrieg vorbereitete.

Ein Beispiel für Rechtsfragen dieser Zeit: Soll der sozial engagierte Anwalt beim Kindsvater Unterhalt einklagen oder bringt er ihn wegen "Notzucht" der Ziehtochter vor Gericht? In Littens Epoche ließen sich nun Themen wie Bildung und Sexualität, die Zukunft der Wirtschaftsordnung oder die Freiheit religiöser Bindung noch aus einer merkwürdigen Perspektive diskutieren: Was ist gut für die Jugend?

Uns ist diese Perspektive angesichts der Pillenknick-Demografie fremd geworden. In einer Zeit, in der das familiäre Geschäftsmodell des wilhelminischen Patriarchen knochentief in der Krise steht, erlaubte sie eine eigenständige Position, unerhört quer zu den großen Weltanschauungen – auch zur fixen Idee der kommunistischen Gegenwarts- und Zukunftsbeglückung. Kleider machten Leute: Litten begegnete seinen urbanen, proletarischen Mandanten noch in Berlin mitunter in kurzen Hosen und im Schillerkragen, der "Kluft" der bündischen Jugend.

Auch wenn die Litten'sche Parteinahme für seine Mandanten unangenehm auffiel, ideologisch kann er kaum gänzlich verbohrt gewesen sein: Der Mann las neben dem Studium und der Arbeit meist zwei fachfremde Bücher je Woche. Noch im KZ, jedenfalls in den ruhigeren Zeiten der Haft, bat er seine Mutter um Ergänzung der Bibliothek daheim.

Inhaftierung, Tod und Nachruhm

Unmittelbar nach dem Reichstagsbrand vom 27./28. Februar 1933 wurde Litten inhaftiert. Von den Berliner SA-Leuten als persönlich bekannter Feind angesehen, fielen die Misshandlungen besonders grauenhaft aus.

Im Februar 1934, im als hart bekannten KZ Esterwegen im Emsland, war der 30-jährige Mann längst zum Krüppel geschlagen, in den Lagern Lichtenburg und Buchenwald ließen die Misshandlungen nach. 1938, nach Dachau verlegt, verbot man Litten gleich zum Empfang, weiter an der Krücke zu gehen. Die Aussicht, von seinen Feinden gleich zu Tode gequält zu werden, veranlasste ihn wohl, sich in der Nacht vom 4./5. Februar 1938 auf dem Abort zu erhängen.

Die heute im weitesten Sinn geschichtspolitische Erinnerungsarbeit zu Hans Litten nachzuzeichnen, ob seitens seiner Mutter, die im englischen Exil antifaschistische Öffentlichkeitsarbeit leistete, seitens seiner überlebenden Freunde aus der jüdisch/bündischen Jugend, in der DDR oder seitens seiner nachgeborenen Anwaltskollegen, fehlt hier der Raum.

Hinzuweisen ist aber auf das angenehm ausgewogene, an Material reiche Werk: "Denkmalsfigur. Biographische Annäherung an Hans Litten 1903–1938" von Knut Bergbauer, Sabine Fröhlich und Stefanie Schüler-Springorum (Göttingen 2008).

Trotz aller naheliegenden Düsternis bietet es auch ausgesprochen lustige Momente: Beispielsweise wollte der junge Litten – wohl eine Spiritismus-Lesefrucht – eine ihm verhasste Bekannte aus den deutsch-jüdischen Kreisen Königsbergs mittels Telepathie ins Jenseits befördern, was ihm erfreulicherweise misslang. Littens Wahnversuch galt keiner Geringeren als der später wohl bedeutendsten deutschen Philosophin des 20. Jahrhunderts, Hannah Arendt (1906–1975).

Der Autor Martin Rath arbeitet als freier Lektor und Journalist in Ohligs bei Düsseldorf.

Zitiervorschlag

Martin Rath, Couragierter Strafverteidiger: Das kurze Leben des Hans Litten . In: Legal Tribune Online, 11.02.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/26987/ (abgerufen am: 26.04.2018 )

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Kommentare
  • 11.02.2018 12:47, M.D.

    Das Wort zum Sonntag ermahnt die Leser, dass im Dritten Reich standhafte Kommunisten ihre Einstellung mit dem Tod bezahlt haben. Das ist zutreffend.

    Die eigentliche Kernaussage, die in dem Artikel zwar angedeutet aber nicht ausgesprochen wird, lässt sich mit folgender Überlegung verdeutlichen:

    Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
    Kommunisten waren die Feinde der Nazis.
    Nazis sind unsere Feinde, also sind Kommunisten unsere Freunde.

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    • 11.02.2018 14:49, M.D.

      Nachtrag: Bei diesen historischen Sonntagsbeiträgen gibt es regelmäßig einen aktuellen Bezug zu linkem Aktivismus, und der dürfte hier in der "Roten Hilfe" zu sehen sein, zu der Herr Litten einstmals Kontakt hatte. Warum das gerade ein aktuelles Thema ist, findet man hier:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Hilfe_(Verein)#Einstufungen

    • 11.02.2018 15:57, Marc

      Respektieren Sie einfach das Andenken, an einen wahrhaftigen Menschen, der Sinn Ihres Kommentares erschließt sich mir nicht ganz.

      Es ist doch ein schön zu lesender Artikel, in welchem ich nicht kommunistisches gefunden habe. Er erzählt von einem Menschen, der nicht am Wahnsinn von Nazideutschland teilgenommen hat und sich nicht der Bosheit übergeben hat, wie Millionen andere.

      Jeder der das gewagt hat, ist in meinen Augen ein Held. Der Preis dafür war auch denkbar hoch.

      Überlegen Sie in Ruhe, welchen Weg Sie gegangen wären, um den besagten Preis nicht zu zahlen

    • 11.02.2018 17:33, simple mind

      M.D. muß Jurist sein. Er ist großartig im Auslegen. Andere nennen es Hineininterpretieren. Mit dieser Technik kann er eigentlich nur ein erfolgreicher Rechtsanwalt sein, der sonntags genug Zeit hat, nach der obligatorischen Partie Golf den ollen Rath wieder auf Normalmaß zurückzustutzen. Danke, M.D.!

    • 11.02.2018 21:38, AFD WÄHLER

      Ja das ist ein mega super guter Kommentar von MD. Da hat mal jemand den Mut die Wahrheit zu sagen. Die Medien und Kommunisten machen eine Verschwörung gegen die deutschen. Alle sollen jetzt links sein und sowas und immer alle Ausländer gut finden. Aber wersagt denn die Wahrheit das die unsere Frauen wegnehmen ? Das macht nur die AfD. Nur die AfD traut sich zu sagen was los ist. Ich freue mich zu sehen das auch gebildete Anwälte die AfD unterstüzen. Noch haben wir wenige Akademiker in unsere Reihen aber bald wachen auch die auf und sehen was diese linken mit unsere Land machen. Das wird bald ein Ende haben.

    • 11.02.2018 23:36, 1234

      Um Himmels Willen meine Augen bluten

    • 12.02.2018 07:55, M.D.

      Der Punkt ist einfach, dass Hans Litten zu einer Zeit, nämlich hier war es 1931, für das linksradikale Lager aktiv war, als sich auf der Straße die Rot-Front mit der SA gegenseitig die Schädel eingeschlagen haben. Wenn Stalinisten gegen Nazis kämpfen, kann ich persönlich darin nur bedingt etwas Positives erblicken.

      Der Punkt ist einfach, dass hier der Name Litten instrumentalisiert wird, um zu verhindern, dass der Verfassungsschutz gegen die Rote Hilfe vorgeht. Der aktuelle Bezug überschattet die vermeintliche gute Absicht hier kilometerweit.

      Diese linksradikalen Propagandabeiträge, die jeden Sonntag hinter diversen historischen Themen versteckt werden, stören einfach den Gesamteindruck. Andernfalls müsste man zu dem Schluss kommen, dass es sich bei der LTO um eine neo-marxistische Verkündungsplattform handelt. So langsam drängt sich dies nämlich auf. Linker Aktivismus, linker Aktivismus und noch mehr linker Aktivismus sind hier anscheinend die einzigen Themen.

    • 12.02.2018 08:26, simple mind

      Lieber M.D., so viel Mühe ganz umsonst. Was Sie schreiben, will doch im Forum von LTO keiner lesen. Warum teilen Sie Ihre Erkenntnisse nicht mit dem BfV statt mit uns? Hier zur Sicherheit das Kontaktformular: https://www.verfassungsschutz.de/de/kontakt
      Viel Glück!

    • 12.02.2018 09:43, djetinjast

      ona je samo prevarila. Ignoriši ih

    • 12.02.2018 10:44, Opho

      Der Artikel beschreibt erst einmal einen Rechtsanwalt, der sich für seine Mandanten eingesetzt hat und primär ärmere Menschen in sozial schwierigen Zeiten vertreten hat. Da er besonders fähig war wurde er von den Nazis in den Selbstmord getrieben.

      Wer an diesem Artikel oder zB den letzte Woche über Schwarzschlachten etwas linksradikales findet sollte mal nachdenken. Entweder ist er so weit rechts, dass im alles andere linksradikal erscheint oder er sucht so sehr linksradikales, dass er die Grenzen sinnvoller Textinterpretation verlassen hat.

    • 12.02.2018 11:04, M.D.

      @ simple mind
      Ob meine Kommentare niemand lesen möchte, bestreite ich mit Nichtwissen.

      Die Inhalte der LTO fallen natürlich unter die Pressefreiheit. Da die LTO jedoch ein Angebot von Wolters Kluwer ist, hätte ich insoweit ein wenig mehr Neutralität erwartet. Man muss sich ja nicht jeden Sonntag als linke Kampfpresse outen.

      Was die Rote Hilfe anbetrifft, so ist sie dem Verfassungsschutz offensichtlich bestens bekannt.

  • 11.02.2018 21:47, Nichtadlig

    Danke für den Beitrag. Hans Litten war in der Tat jemand, an dessen Rechtschaffenheit und Mut sich jeder ein Beispiel nehmen kann. Leider ist ein Jurist wie Hans Litten eine Ausnahmeerscheinung und ich treffe viel zu wenig Juristen, die ihm moralisch nacheifern.

    Wir arbeiten heute als Juristen unter Bedingungen, die, im Vergleich zu damals, paradiesisch sind. Dennoch erlebe ich viele Kollegen, die in erster Linie an den eigenen Geldbeutel denken, als an die Interessen des Mandanten und selbst nach schlechter Dienstleistung fürstlich abrechnen. Ich hoffe, dass dem ein oder anderen Kollegen nun die Schamesröte ins Gesicht steigt und er/sie sich eines besseren besinnt.

    Es wurde öfter versucht Hans Litten zu überreden zu emigrieren. Er lehnte dies ab, mit dem Argument, dass viele Millionen Arbeiten nicht die Freiheit hätten dies zu tun und er jenen beistehen möchte.

    Soweit zu gehen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Ich fände es jedoch schon ausreichend, wenn sich einige Kollegen öfter ihres Berufsethos entsännen und den Mandanten als Menschen und nicht als Geldesel betrachten würden.

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  • 12.02.2018 09:30, Astrid

    Wäre Herr Litten heute am Leben, würde er AfD-Mitglieder vertreten.

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    • 12.02.2018 09:50, How can you really be so sure?

      Wer kann das wissen? Und wenn wir schon mal bei Thema sind: Was würde Jesus mit den AfD-Mitgliedern anfangen, wenn er heute über sächsischen Boden zu wandeln gezwungen wäre?

    • 13.02.2018 00:24, knut

      so viel dummheit ist einfach zu viel. ich kannte eine reihe guter freunde hans littens. ich weiss was er geschrieben hat. niemals nur einen funken verständnis für bornierte rassisten. sucht euch jemanden anderen für eure blöde propaganda

    • 13.02.2018 19:21, Nichtadlig

      Und in welcher Hinsicht würde Herr Litten Ihrer Meinung nach AFD-Wähler vertreten? Herr Litten war ja v.a. als Strafverteidiger tätig....

    • 14.02.2018 19:00, Justitia

      wahrscheinlich will er sagen, dass er auch heute gegen den Strom geschwommen wäre und damit eben nicht zwangsläufig Pro-Asyl gewesen wäre, ob man deshalb gleich AfD-Wähler vertritt, sofern diese überhaupt vertreten werden müssen: eher nicht.
      Im Großen und Ganzen schätze ich Menschen, die ihren eigenen Kopf benutzen. Dies scheint bei Herrn Litten der Fall gewesen zu sein. Insofern sollte man ihn auf keinen Fall verspotten.

      Leipzig und Dresden sind übrigens schöne Städte. Gerade Dresden ist architektonisch sehr schön mit Semperoper u. Zwinger. Als Frau kann man dort gut leben.

  • 15.02.2018 15:40, FKK

    Bitte mal einen ähnlichen Artikel über Thomas More. Mein persönlicher Held.

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  • 15.02.2018 23:57, ppk

    Der Mann, der sich unerschrocken für seine Klienten eingesetzt hat hat auch ein Gesicht (Wikipedia)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Gedenktafel_Littenstr_9_(Mitte)_Hans_Litten.jpg

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