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Ordnungswidrigkeiten in deutschen Großstädten: Tau­sende Buß­geld­ver­fahren wegen Corona-Regel­ver­stößen

21.08.2020

In deutschen Großstädten laufen mehr als 20.000 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen Corona-Regeln. Dies ergab eine Umfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe in zehn Städten.

Nach der Umfrage der Funke-Mediengruppe hat allein Hamburg bereits rund 10.000 Bußgeldbescheide erstellt und mehr als 890.000 Euro eingenommen. In München seien nach Auskunft der dortigen Verwaltung bislang rund 9.500 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten zugeleitet und Einnahmen von mehr als 950.000 Euro erzielt worden.

In Frankfurt am Main wurden dem Bericht zufolge bei gut 2.500 eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren Bußgelder in Höhe von über 650.000 Euro verhängt. Die niedrigsten Zahlen wurden in Köln verzeichnet, dort versandte das Ordnungsamt 1.525 Corona-Bußgeldbescheide über fast 364.000 Euro.

Die große Mehrheit der Menschen halte sich jedoch an die Regeln, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy. Aber man beobachte auch, dass sich ein Teil über die notwendigen Corona-Beschränkungen hinwegsetze. Ordnungsbehörden und Polizei nähmen ihre Kontrollpflicht sehr ernst. "Sie verstärken ihre Kontrollen und verhängen Bußgelder, wo dies machbar und notwendig ist." So hat beispielsweise das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium für Montag, 24. August, eine landesweite Maskenkontrolle in Regional- und S-Bahnen angekündigt. Beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln drohen dort 150 Euro Bußgeld. 

dpa/ast/LTO-Redaktion

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Ordnungswidrigkeiten in deutschen Großstädten: Tausende Bußgeldverfahren wegen Corona-Regelverstößen . In: Legal Tribune Online, 21.08.2020 , https://www.lto.de/persistent/a_id/42568/ (abgerufen am: 26.10.2020 )

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