Erstmals seit 2012: Weniger als 500.000 Straf­taten in Berlin

22.04.2022

Erstmals sind nach zehn Jahren in der Hauptstadt wieder weniger als eine halbe Million Straftaten begangen worden, so die neue Kriminalstatistik. Wegen Corona stiegen aber die Betrugsfälle.

Die Zahl der registrierten Verbrechen in Berlin ist auch im zweiten Pandemiejahr rückläufig gewesen. Die Polizei habe im Jahr 2021 rund 482.000 Straftaten erfasst - 4,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor, sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bei der Vorstellung der Kriminalstatistik am Freitag in Berlin.

Demnach fiel die Zahl erstmals seit 2012 unter die Marke von 500.000 erfassten Straftaten. Spranger wies jedoch darauf hin, dass Berlin im Vergleich zu anderen Bundesländern noch ganz oben in der Kriminalstatistik liege. 

Die Pandemie habe sich auf die Straftaten-Entwicklung ausgewirkt: So habe es weniger Diebstähle und Einbrüche gegeben, dafür sei mehr betrogen, zum Beispiel im Online-Handel und bei Corona-Soforthilfen und in Testzentren, sagte Spranger.

In der Kriminalstatistik sind nur die registrierten Verbrechen erfasst. Taten wie Morde, Überfälle, Einbrüche und Autodiebstähle werden zu einem sehr großen Teil statistisch aufgelistet, weil Opfer sich fast alle bei der Polizei melden. Die meisten Drogendelikte, Ladendiebstähle und Beleidigungen werden aber nicht erfasst. Auch Körperverletzungen, sexuelle Belästigungen und sexueller Missbrauch von Kindern werden oft nicht aufgedeckt - und tauchen deshalb in keiner Statistik auf. Daher ist die Aussagekraft von Kriminalstatistiken nur in bestimmten Bereichen aussagekräftig.

dpa/cp/LTO-Redaktion

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Erstmals seit 2012: Weniger als 500.000 Straftaten in Berlin . In: Legal Tribune Online, 22.04.2022 , https://www.lto.de/persistent/a_id/48215/ (abgerufen am: 02.12.2022 )

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