50. Verkehrsgerichtstag: Pira­terie und Pede­lecs auf der Tages­ord­nung

25.01.2012

Mit möglichen Maßnahmen gegen die Piraterie auf hoher See wollen sich die Experten auf der Goslaer Tagung von Donnerstag an befassen. Das Thema werde immer bedeutsamer, sagte der Präsident des Vereins und frühere Generalbundesanwalt, Kay Nehm, am Mittwoch zum Auftakt des Kongresses.

Im vergangenen Jahr seien allein vor Somalias Küste mehr als 230 Schiffe von Piraten angegriffen worden, sagte Nehm. 26 Schiffe wurden gekapert. Bei den Angriffen gab es 15 Tote, rund 450 Menschen wurden von Piraten als Geiseln genommen.

Der Verkehrsgerichtstag werde sich vor allem mit rechtlichen Fragen zum Einsatz privater bewaffneter Sicherheitsdienste auf den Handelsschiffen zur Piraten-Abwehr beschäftigen.

Die Tagung befasst sich traditionell nicht nur mit aktuellen Fragen des Verkehrs und des Verkehrsrechts, sondern - in einem seiner acht Arbeitskreise - auch mit einem Thema der Seeschifffahrt.

In diesem Jahr wollen Experten zudem über eine Helm- und Führerscheinpflicht für Elektrofahrräder (Pedelecs), Schmerzensgeld für Angehörige von Unfallopfern und eine Entkriminalisierung fahrlässig begangener Verkehrsdelikte diskutieren.

Der Kongress wird am Donnerstag im Beisein von Bundespräsident Christian Wulff offiziell eröffnet. An der Tagung nehmen mehr als 1800 Verkehrsexperten, Juristen und Wissenschaftler vor allem aus Deutschland, aber auch aus rund einem Dutzend weiterer europäischer Staaten teil.

dpa/tko/LTO-Redaktion

 

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Zitiervorschlag

50. Verkehrsgerichtstag: Piraterie und Pedelecs auf der Tagesordnung . In: Legal Tribune Online, 25.01.2012 , https://www.lto.de/persistent/a_id/5401/ (abgerufen am: 25.10.2021 )

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