Weil er ein Knöllchen nicht vollständig bezahlt hatte: Bun­des­po­lizei stellt Urlauber am Flug­hafen

18.07.2017

Gerade frisch aus dem Urlaub zurück, da wartet schon die Polizei am Flughafen - so erging es am Montag einem Mann in Hamburg. Der Grund: ein nicht ganz bezahltes Knöllchen.

 

Weil er ein Knöllchen wegen Falschparkens nicht vollständig bezahlt hatte, hat die Bundespolizei einen Türkeiurlauber bei seiner Rückkehr direkt am Flughafen festgenommen. Der 28-jährige Deutsche hatte im Jahr 2015 in einer Halteverbotszone geparkt und dafür ein Knöllchen über 15 Euro kassiert.

Hiervon zahlte er aber nur einen Teilbetrag, ein Betrag in Höhe von 8,07 Euro blieb offen. Weil sein Aufenthaltsort unbekannt war, erließ die Staatsanwaltschaft Stade einen Erzwingungshaftbefehl, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte.

Als der Mann am Montagmorgen dann aus der Türkei wieder nach Deutschland einreisen wollte, stellten ihn die Beamten vor die Wahl, entweder einen Tag im Gefängnis zu verbringen oder die ausstehenden 8,07 Euro plus die mittlerweile zusätzlich fällig gewordener Kosten von 53,60 Euro zu zahlen.

Der Mann entschied sich sodann, das Geld zu zahlen, und durfte daraufhin unbehelligt einreisen.

mam/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Weil er ein Knöllchen nicht vollständig bezahlt hatte: Bundespolizei stellt Urlauber am Flughafen. In: Legal Tribune Online, 18.07.2017, https://www.lto.de/persistent/a_id/23495/ (abgerufen am: 20.11.2017)

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 18.07.2017 18:32, DarkMaster

    Aber islamische oder linke Terroristen einzufangen sind sie nicht in der Lage.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 18.07.2017 20:30, McMac

      Rechtsradikale auch nicht. HUnderte laufen trotz Haftbefehl frei rum.

    • 19.07.2017 00:59, Nafri-Cola

      Wenn die nur in der Planung sind, ist das auch ungleich schwerer, als ein rechtlich abgeschlossenes Verfahren durchzusetzen.

      Aber woher sollst Du Stammtisch-Prolet das auch wissen.

    • 19.07.2017 07:42, Petermann

      Schlimmer ist, dass sie unsere Kinder, Mädchen und Frauen nicht schützen können oder wollen und den Bürger bei Selbstverteidigung bestrafen.

    • 19.07.2017 09:43, Nafri-Cola

      Die Polizei bestraft nicht, sie stellt fest. Aber woher sollst Du das auch wissen...

    • 19.07.2017 16:56, Klaus

      Wer überwacht wird bestraft.
      Hoffentlich merken das die CSU Wähler einmal

    • 19.07.2017 22:29, Nafri-Cola

      falscher Thread, Klaus :D :D

    • 20.07.2017 17:30, Thomas Hofmann

      Linke und grüne randalierer auch nicht... Zerlegen ganze Innenstadte und zünden Tausende von Autos an ,...und laufen alle noch unermittelt rum

    • 20.07.2017 21:27, Nafri-Cola

      hart am Thema vorbei, Thomas :)

    • 22.07.2017 18:15, Thomas Hofmann

      Nafri-Cola, ihr links-rot-grünen Gutmenschen habt glattweg ausgeschissen. Eure Parolen verhallen und die Arbeitslager sind bereits in gedanklicher Planung.
      Das Volk hat realisiert, dass eine unheimliche Allianz aus Medien, Staatsjuristen, Abmahnanwälten und "nicht dem Volk dienende" Politiker das Land an den Abgrund gefahren haben. Gutmenschen sind da quasi nur noch die Zecken am Arsch des kranken Volkskörpers.
      Und ja, auch ich war letzten Samstag in Themar dabei...

    • 23.07.2017 15:37, Nafri-Cola

      "Und ja, auch ich war letzten Samstag in Themar dabei..."
      Fällt ja auch kaum auf ;)

      "die Arbeitslager sind bereits in gedanklicher Planung"
      "Das Volk hat realisiert"
      "Zecken am Arsch des kranken Volkskörpers"

      Ab zum zahnlosen Andi, der hat sein Leben offensichtlich genauso im Griff :D

    • 23.07.2017 15:57, Thomas Hofmann

      Ab zum zahnlosen Andi...
      Der zahnlose Andi beschimpft mich als üblen Nazi .. Er ist unpolitisch und einfach nur doof
      Selber ist er oft Harz 4 , hockte schon 2mal tagelang ohne Strom in der Bude und schwärmt von Israhell. Offensichtlich war er da mal.
      Wir können so einen Antideutschen nicht ernst nehmen. Adolf würde sich im Grabe umdrehen, könnte er das noch mit ansehen.

    • 24.07.2017 11:48, Nafri-Cola

      Wenigstens taugt er als ihr großes Vorbild, wenn es um Strafzettel geht, nech?

  • 18.07.2017 20:29, McMac

    Allein der Einsatz wird ein xfaches des Betrages gekostet haben. Unverhältnismäßig und dem Steuerzahler kaum zu vermitteln. Das ist Verschwendung öffentlicher Gelder.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 19.07.2017 01:02, Nafri-Cola

      Falsch - die Polizei ist 24/7 im Einsatz, sprich:

      Sie zieht das mit dem Knöllchen durch und kostet angenommene 60 € pro Stunde.

      Oder sie zieht es nicht durch und kostet immer noch angenommene 60 € pro Stunde.

      Das ist auch das, was Wunderbar im nächsten Post sagen möchte.

    • 19.07.2017 08:07, M.D.

      Steuergelder spielen in einem solchen Verfahren erst mal keine Rolle, denn dem Betroffenen werden am Ende die gesamten Kosten in Rechnung gestellt. Da er sich einen Urlaub leisten kann, dürfte er dies auch bezahlen können.

      Interessant ist bei dem Fall allenfalls, dass wegen einem Bagatellbetrag ein Haftbefehl ausgeschrieben wurde, während in Zivilverfahren ein persönlicher Arrest regelmäßig an der Verhältnismäßigkeit scheitert.

    • 19.07.2017 11:59, @M.D.

      Man muss hier beachten, dass die Erzwingungshaft quasi die einzige Möglichkeit zur Beitreibung von Bußgeldern ist und angesichts der sehr geringen Dauer (man rechnet etwa 50 EUR 1 Tag Erzwingungshaft) und der völlig unproblematischen Abwendungsbefugnis (Geld auf den Tisch legen, frei sein) ist die Verhältnismäßigkeit in aller Regel gewahrt. Es geht ja nicht um U-Haft von zunächst unbestimmter Dauer oder Strafhaft. Es ist ein Druckmittel, ein Zwangsmittel, wie der Name schon sagt.

      Jeder kann sein Bußgeld bezahlen und muss nicht fürchten, deshalb in Haft zu kommen.

      Aber die Szenen beim Hofgang stelle ich mir großartig vor...

      "Und, warum bist Du hier?"
      "Ich habe meine Frau umgebracht. Und Du?"
      "Ich habe 30 Millionen Euro Steuern hinterzogen. Und er da?"
      "Der hat Neun Euro siebzig von seinem letzten Strafzettel nicht bezahlt!"


      Da macht man sich doch im Knast zum Vollaffen ;O)

      Besser sind nur noch die Leute, die in Ordnungshaft kommen, weil Sie z.B. nicht bei der Klärung ihres Versicherungsverlaufes der Rentenversicherung im Versorgungsausgleichsverfahren mitwirken...

    • 20.07.2017 17:36, Thomas Hofmann

      Mein Mittrinker, der zahnlose Andi, beruflich Transporter fahren..
      Der Andi zahlt prinzipiell kein Strafzettel . Wegen 15.- lässt der sich in der Firma verhaften und nach Bruchsal innen Knast bringen.
      Man stelle sich vor, das würde jeder so machen? Da würden den Schweinen ihr komplettes Abzock-System zusammenbrechen.
      Ist es nicht schön zu sehen, dass Deutsche so folgsam sind ? Die zahlen sogar GEZ wenn GV / OGV anklopft

  • 18.07.2017 21:31, Wunderbar

    Alles richtig gemacht. Der Einsatz kostet genau 0,- EUR - die BuPo muss bei der Einreise nur in den PC schauen. Man spart sich Porto, Zustellung, Vollstreckung, Erzwingungshaft. Wunderbar.

    Genau so muss es laufen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 19.07.2017 09:56, Dimitria

    Als gelungenes Beispiel sollte man den Text allen Falschparkern hinter den Scheibenwischer stecken, schon wären unsere Straßen wieder sicherer, weil man an den Kreuzungen sieht, was kommt, weil der Zebrastreifen unverstellt bleibt, weil kein Radfahrer mehr vom Radweg auf die Straße ausweichen muss - bitte gebt uns noch so ein Beispiel z.B. für Leute, die in der Tempo-30-Zone mit 45 km/h "geringfügig" schneller fahren als erlaubt, die wegen jedem Scheiß hupen, dass die benachbarten Hörer einen Herzinfarkt kriegen .

    Nicht zu vergessen, 3500 Straßenverkehrstote pro Jahr in D, da kommen die Terroristen bisher noch nicht hin. Die Falschparker spielen dabei ein kleine Rolle, aber sie spielen eine Rolle.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 19.07.2017 14:52, Bürger

      @Dimitria:
      1000 Likes von mir, für Ihren treffenden Kommentar!

    • 22.07.2017 18:20, Thomas Hofmann

      Du meinst also, wir brauchen Adolf wieder? Und zwar in der Rolle des Verkehrsminister?
      Ein interessanter Gedankengang.
      Sollte Auspeitschen nach Scharia-Recht für Falschparker angewendet werden ?

  • 19.07.2017 10:00, Alexandra

    geht's noch? Und für solch einen Schwachsinn bezahle ich Steuern?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 19.07.2017 11:36, Nafri-Cola

      Es geht.

      Du bezahlst Steuern, ob das Knöllchen eingetrieben wird oder nicht.

      Besser?

    • 19.07.2017 11:47, Mich dünkt...

      ...so viele Steuern werden das schon nicht sein, die Sie persönlich zahlen. Ob man davon einen Polizisten überhaupt eine Woche lang bezahlen könnte, wage ich doch mal zu bezweifeln. Alternativ zahlen "Ihre Steuern" aber auch 30cm Autobahn oder ein Hundertstel Kita-Platz oder das Theater in Ihrer Stadt (gehen Sie mal hin) oder subventionieren Ihren lokalen ÖPNV (benutzen! Schon parkt man nicht mehr falsch) oder oder oder...

      Der Polizist bekommt sein Gehalt, egal ob er seine Arbeit anständig macht (wie hier geschehen) oder nicht.

    • 19.07.2017 16:52, ChickenDinner

      Auch das ist so nicht ganz richtig. Auch Polizisten werden nach Bedarf eingestellt: weniger Probleme -> weniger Bedarf an Personen die sich um die Probleme kümmern müssen -> Weniger Personen werden eingestellt -> weniger Personen müssen bezahlt werden -> weniger Steuern werden hierzu verwendet...

    • 20.07.2017 11:52, Nafri-Cola

      Ja, aber die waren ja definitiv eingestellt und sind eingeschritten. Alternativ hätten sie auch Donuts nebenan essen können und Alexandra hätte mit ihren Steuern trotzdem für sie bezahlen müssen.

    • 22.07.2017 18:25, Thomas Hofmann

      Ja nun, wenn die ehrenwerten Herren Polizisten die Sicherheit der Bürger nicht garantieren können und gar auch nicht sollen nach den lehren des Killebeesagt/wordpress , dann brauchen die Mitarbeiter der Firma mit der eingetragenen Wortmarke ( Zitat: Ing. Dennis Schulz /TTA07 bei YouTube) eine Art Erfolgsbestätigung.
      Stell dir vor, wenn sie Abends Mama sagen, dass sie heute einen Falschparker verhaftet haben. Mama wird stolz sein auf ihre Jungs.

  • 19.07.2017 10:43, RF

    Natürlich ist es eigentlich Schwachsinn: 15€-Knöllchen sind schon für die Verwaltung nicht kostendeckend zu bearbeiten.

    Andererseits: Wollen wir 70€+ für Park-Knöllchen bezahlen wie in Dänemark, damit es sich lohnt?? Ich glaube kaum.

    Dann lieber aus Prinzip 15€-Knöllchen durchsetzen, damit (wenigstens) die Park-Sitten nicht ganz verwildern.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 22.07.2017 17:33, JvKirchmann

    Es geht nicht nur um 50 Euro, sondern auch darum, dass jeder weiß, dass es sich nicht lohnt, sich vor dem Bußgeld zu verstecken. Trügen die Randalierer in Hamburg Schilder mit Namen und Anschrift, hätte die Polizei dort auch nicht das Problem, die Täter zu ermitteln.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 22.07.2017 18:33, Thomas Hofmann

      Ich pflege Sand ins getriebe zu streuen. SAm Ende haben sie meist ihr Geld. Aber es ist manchmal hart, sehr hart, verdient.
      Meine Dr.-Arbeit war wegen 20.- ( Überfahren Begrenzungslinie zum/in Waldweg )
      Polizei hinzugerufen die ernst nach einer Stunde den Waldweg fand. Ich hatte Anzeige erstattet gegen den Wald- und Wiesen Sheriff , Sprechfunk-Aufzeichnungen ausgewertet, 2 Gerichtsverhandlung aus Irrtum vom Amt bei denen ich nicht war... Sie hatten ihre 20.- aber 60 Seiten Schriftverkehr, Funkauswertung, Verhandlungszeit.....

    • 23.07.2017 15:39, Nafri-Cola

      Wow Thomas, endlich jemand der was tut! :D

    • 25.07.2017 09:45, @Thomas

      Sie irren, wenn Sie glauben, das wäre "Arbeit".

      Sand ins Getriebe Schreiben werden schnell als solche erkannt, dann maximal schnell überflogen und dann ignoriert. Dafür gibt es Textbausteine. Die Verhandlungen mit solchen Vögeln finde ich persönlich zudem äußerst unterhaltsam, weil durchaus mit katharsischer Wirkung ausgestattet. Man kann sich mal abreagieren an jemandem, der es ja herausgefordert hat. Und denken Sie daran - der Bußgeldkatalog gibt nur Richtlinien, man kann auch NACH OBEN abweichen, wenn der Fall es hergibt - zum Beispiel wegen offenkundiger Renitenz und Unbelehrbarkeit.

      Fazit: Mach das in meinem Bezirk und ich häng Dir ne Null ans Bußgeld dran :-) Mal schauen, wen von uns beiden das unglücklicher macht am Ende...

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