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New York: Verliebt in den Big Apple

Gil Eilin Jung

13.05.2010

Paris? Venedig? New York sollte eigentlich die Stadt der Liebenden sein! Kaum eine Metropole bietet so viel Anregendes für einen Kurztrip zu zweit wie der Big Apple. LTO hat die hippsten Hotels, romantischsten Restaurants und heißesten Bars unter die Lupe genommen - für die perfekte Frischzellenkur in Herzensdingen.

Mit New York ist es ähnlich wie mit Jeans - man muss es lieben und alle Unkenrufe nach angeblichem In- und Out-Status ignorieren. New York ist als Stadt, was Jeans als Hosen sind: niemals out!

Nun hat NYC wahrlich mehr zu bieten als ein Paar tintenblaue Beinkleider in Grobleinen-Qualität. Aber solche sollten aufgeschlossene City-Reisende unbedingt im Gepäck haben, wenn es darum geht, den Big Apple auf romantischen Sohlen neu zu erkunden. Falls es die Füße mitmachen, trägt Sie schwindelerregend hohe Plateausandalen wie die "Sex & the City"-Heroine Carry Bradshaw, Er gibt sich schlicht in edlen Slippern.

Dreh- und Angelpunkt des perfekten Pärchentrips ist das richtige Domizil. Wer in Manhattan preiswert wohnen will, spart definitiv am falschen Ende. Denn dem würden romantische Hotspots wie "The Surrey" an der Upper Eastside zwischen Fifth und Madison Avenue entgehen. Das "Surrey" gilt als bestes neues Hotel in puncto zeitgenössische Eleganz. Schlicht und superedel ist das Interieur mit einem Schuss Neobarock, traumhaft und sämtliche Sinne belebend der Wellness-Bereich.

Das dazugehörige mit einem Stern des Guide Michelin dekorierte Restaurant "Café Boulud" gilt als eine der kulinarischen Top-Adressen der Stadt. Ein Ort, an den junge Männer ihre Freundin ausführen, um die Frage aller Fragen zu stellen. Für den stilvollendeten Honeymoon bietet sich später die 110-Quadratmeter-Suite im 17. Stock mit eigener Terrasse und privatem Zugang zum Gym an.

Spektakuläre Aussichten im Meatpacking District

Mit architektonischer Coolness zieht das unorthodoxe "The Standard" Fans der Formen und Strukturen in seinen Bann. Wie ein überdimensionales Buch ragt das futuristische Bauwerk aus dem Meatpacking District an der Washington Street heraus. Spektakulär sind die Aussichten auf die Skyline New Yorks und den Hudson River.

Nicht minder atemberaubend ist die kultverdächtige Ausstattung, mit der der designversessene Besitzer André Balazs ins Schwarze getroffen hat. Zum Imperium Balazs', einem Ex-Freund von Hollywood-Star Uma Thurman und Co-Besitzer des berühmten "Chateau Marmont" in Los Angeles, gehört in New York außerdem das "Mercer Hotel" im Galerien- und Shoppingviertel SoHo.

Unter den stilvollendeten Klassikern stechen das "Carlyle" an der Madison Avenue und "The Pierre" an der 61. Straße East und Fifth Avenue mit gigantischem Blick auf den Central Park hervor. Beide Häuser wurden erst kürzlich von Grund auf renoviert und gelten als Old New York von seiner allerbesten Seite - mit weiß behandschuhten Liftboys und einem Großaufgebot an opulentem Charme. Sie sind nicht nur Magneten für Best-Ager, sondern stehen auch bei jungen Leuten hoch im Kurs.

Ein modernes, zeitgenössisches Äquivalent in Sachen wuchtiger Schönheit ist das "Grammercy Park Hotel". Ein Traum für bekennende Anti-Puristen, in satten Farben, mit fetten Fauteuils, Riesenlüstern - und nur einige Fußminuten entfernt vom lebhaften Union Square.

Im Inner Circle der Celebrities

Nirgends scheint die Restaurantdichte kompakter und vielseitiger als in Manhattan und den angrenzenden Bezirken. Wer nicht nur kulinarisch auf seine Kosten kommen will, sondern zum intimen Inner Circle der New-York-Celebrities gehören möchte, sollte das "Palma" an der Cordelia Street in Little Italy ansteuern. Chefkoch Rafaele ist ein Meister der mediterranen Küche. Promis wie Ralph Lauren, Sarah Jessica Parker und Sting liegen ihm buchstäblich zu Füßen. Hochgradig romantisch ist der toskanische Garten. Für private Diners steht ein altes Kutschenhaus zur Verfügung.

Authentisches "Sex & the City"-Feeling kommt im "The Kenmare" auf, dem heißesten Ort auf der nach oben offenen Hipness-Skala. Co-Besitzer Paul Sevigny - bekannt durch seine Schauspiel-Schwester Chloe Sevigny ("American Psycho") - hat den Laden im trendy Stadtteil Nolita kürzlich übernommen. Dort zieht es nicht nur Mick Jagger hin, sondern all die Trendsetter aus der Kunst-, Mode- und Musikbranche. Ein Muss für alle, die mitreden wollen. Die Küche? Absolut nebensächlich!

Wer sich ernsthaft für gutes Essen interessiert, sollte zumindest einmal im Leben in der berühmten "Oyster Bar" in der Grand Central Station gewesen sein. Romantik pur, genauso wie das „Boathouse“ im Central Park. Zu den neueren Klassikern gehören alle Keith-McNally-Restaurants (Pastis, Balthazaar’s, Schiller’s Licquor Bar) und seit langem das "Union Square Cafe", das weniger durch sein Innendesign besticht als durch eine phantastische Küche.

Koschere Hot Dogs und das beste Steak Amerikas

Was typisches New Yorker Essen betrifft, ist "Katz's Delikatessen" an der Lower Eastside eine Institution. Hier gibt es jüdische Gaumen-Freuden wie koschere Hot Dogs und Gefilte Fish sowie das weltberühmte Pastrami-Sandwich.

Die besten Burger der Stadt bekommt man im "PJ Clarkes" an der Third Avenue. Zu den rot-kariert gedeckten Tischen im altmodischen Jahrhundertwende-Ambiente passen die Jukeboxklänge und die Lampen im Tiffany Stil. Wer Glück hat, sichtet Brooke Shields, Liza Minnelli oder die Entertainer-Legende Tony Bennett am Nebentisch. Ein New York Klassiker.

Zu toppen ist der Burger-Genuss nur noch von Rindfleisch am Stück. Wer das Wagnis eingeht, Manhattan zu verlassen und die Williamsburg Bridge nach Brooklyn zu überqueren, wird mit dem besten Steak Amerikas belohnt – die üblichen Übertreibungen inbegriffen. "Peter Luger Steakhouse" gilt über die Grenzen des Bundesstaates hinaus als Top-Adresse.

Zuneigungsbekundungen wie "I love it!" gelten dort als Beweis, dass Liebe tatsächlich durch den Magen geht. Untrüglicher Indikator für die Qualität des Essens ist, dass das "Luger" nonstop ausgebucht ist. Reservierungen sind so gut wie zwecklos. Wer es dennoch versuchen will, sollte sich abends um halb sechs einen Platz an der Bar sichern und sich auf die Liste für freiwerdende Tische setzen lassen.

Mischung aus Hollywood und Raumschiff Enterprise

Keine Datenight ohne Barbesuch lautet das Motto der Millionenstadt. Zu den Romantik-Boostern und den Bars mit der tollsten Aussicht zählt der "Boom Boom Room" im "Standard". Wer das Glück hat, eingelassen zu werden, darf sich rühmen, den sexiesten Ort der Welt besucht zu haben. Futuristisch, elegant und extrem hip! Oder, wie trend-affine Einheimische sagen, eine Mischung aus Hollywood und Raumschiff Enterprise mit hoher Promi-Dichte. Egal, wann man kommt, man sitzt immer irgendwie am Nebentisch von Jay-Z, Beyoncé, Madonna oder Donna Karan.

Auch die "Rose Bar" im "Grammercy Park Hotel" ist eine der ganz coolen. Die Inneneinrichtung stammt von Künstler-Genie Julian Schnabel und macht den Laden zu einem Hot-Spot der kontemporären Kunstszene.

Zu den stilvollen Evergreens des altmodischen New York mit gedimmten Tischlämpchen, Cocktail-Hour, Barkeepern in steifen Jackets und Pianospielern gehört die "Bemelmans Bar" im Hotel "The Carlyle". Benannt wurde sie nach Ludwig Bemelsmans, dem Illustrator der "Madeline"-Kinderbücher. Berühmt ist "Bemelmans" für die besten trockenen Martinis und Grasshopper-Cocktails der Stadt - die perfekten Drinks, um auf die Liebe anzustoßen.

Zitiervorschlag

Gil Eilin Jung, New York: Verliebt in den Big Apple . In: Legal Tribune Online, 13.05.2010 , https://www.lto.de/persistent/a_id/418/ (abgerufen am: 26.05.2019 )

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