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Im Zuge der Ermittlungen wegen Kindesentführung: Polizei durch­sucht Wohn­haus und Hotel der Block-Familie

12.01.2024

Eine besorgte Person spricht am Mikrofon; möglicherweise im Zusammenhang mit den Ermittlungen zur Kindesentführung der Block-Familie.

Christina Block hielt auf dem Neujahrsempfang des Elysee Hotels eine kurze Rede. Nun wurde das Hotel im Zuge der Ermittlungen gegen sie durchsucht. Foto: picture alliance / | -

In der Silvesternacht holten Unbekannte die Kinder der Hamburger Unternehmerin Christina Block aus Dänemark zurück nach Deutschland. Die Polizei ermittelt wegen der Entziehung Minderjähriger – und durchsucht das Haus und Hotel der Familie. 

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Im Zusammenhang mit dem Sorgerechtsstreit um die Kinder der Hamburger Unternehmerin Christina Block, haben Beamte der Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitagmorgen deren Wohnhaus durchsucht. Es werde gegen sie und gegen mehrere Personen wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger und sonstiger Straftaten ermittelt, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit. Am Freitag seien deshalb mehrere Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt worden. Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet. Auch das das Fünf-Sterne-Privathotel Grand Elysée, das der Familie gehört, sei durchsucht worden.

Die Steakhouse-Erbin und ihr Ex-Mann Stephan Hensel streiten seit Jahren vor Gericht um das Sorgerecht für die beiden jüngeren ihrer vier Kinder. Nach Aussagen von Block sind der zehnjährige Sohn und die 13-jährige Tochter nach regelmäßigen Besuchen letztlich im Sommer 2021 nicht zu ihr zurückgekehrt und leben nun seit mehr als zwei Jahren bei ihrem Vater in Dänemark. Und das, obwohl ein Gericht in Hamburg das Aufenthaltsbestimmungsrecht vorläufig auf die Mutter übertragen hatte.

Aufklärung des Silvester-Vorfalls

In der Silvesternacht hatten nach Angaben der dänischen Polizei Unbekannte den Vater in Süddänemark angegriffen und die Kinder in zwei Autos mitgenommen. Sie befanden sich danach bei ihrer Mutter. Laut dänischer Polizei wird wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung ermittelt. Nach einem Eilantrag des Vaters hatte das Hanseatische Oberlandesgericht am Freitag vergangener Woche eine einstweilige Anordnung erlassen, nach der die Kinder zu ihrem Vater zurückkehren mussten. 

Die Durchsuchungen stünden im Zusammenhang mit der Aufklärung um diese umstrittene Rückhol-Aktion in der Silvesternacht, sagte die Sprecherin. Weitere Auskünfte zu dem Einsatz wollte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht erteilen. Nach dpa-Informationen wurden die Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt, um E-Mails und Daten zu sichern. Bei den Ermittlungen soll es darum gehen, wer die Aktion in Dänemark veranlasst hat. Fast ein Dutzend Ermittler hatten dafür am frühen Vormittag mehrere Pappkartons und ein wie ein Drucker aussehendes Gerät aus der Villa getragen. Gegen 9.30 Uhr war die Durchsuchung des Wohnhauses vorerst abgeschlossen. 

Der Sorgerechtsstreit sorgt seit Tagen für mediales Aufsehen. Christina Block hatte bei einem Neujahrsempfang im Grand Elysée klare Regeln in Medien und Justiz eingefordert. "Wo Unrecht geschieht, mögen wir dafür eintreten, dass es revidiert wird, und wo Unrecht erkannt und bereits geurteilt wurde, muss dies strikt und schnell umgesetzt werden. Und die Opfer müssen geschützt werden", sagte sie. Ihr Vater, der 83 Jahre alte Hamburger Unternehmer Eugen Block, bezeichnete die Ereignisse um seine Enkel kurz zuvor als himmelschreiende Ungerechtigkeit.

dpa/lmb/LTO-Redaktion

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Im Zuge der Ermittlungen wegen Kindesentführung: . In: Legal Tribune Online, 12.01.2024 , https://www.lto.de/persistent/a_id/53621 (abgerufen am: 16.05.2026 )

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