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EU-Kommission stellt Strategie vor: Brüssel will Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz vor­an­t­reiben

25.04.2018

Künstliche Intelligenz (Symbol)

© taa22 - stock.adobe.com

Der Gebrauch künstlicher Intelligenz sei eine Revolution wie die Erfindung der Dampflok, sagt die EU-Kommission. Europa droht im Wettbewerb mit anderen Staaten jedoch den Anschluss zu verlieren. Deshalb hat Brüssel nun eine neue Strategie vorgelegt.

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Im Wettbewerb mit anderen Märkten wie China und den USA soll die Entwicklung künstlicher Intelligenz in Europa nach dem Willen der EU-Kommission deutlich vorangetrieben werden. Bis 2020 sollten mindestens 20 Milliarden Euro aus privater und öffentlicher Hand investiert werden, teilte die Behörde am Mittwoch in Brüssel mit. Die Kommission selbst stelle bis dahin 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Zudem sollen 500 Millionen Euro über den Europäischen Fonds für strategische Investitionen mobilisiert werden.

"Wie die Dampfmaschine oder der elektrische Strom in der Vergangenheit ändert künstliche Intelligenz unsere Welt grundlegend", sagte der EU-Digitalkommisar Andrus Ansip am Mittwoch bei der Vorstellung der Strategie. Europa verfüge zwar über Weltklasseforscher und -labore. Angesichts des harten weltweiten Wettbewerbs bedürfe es jedoch eines gemeinsamen Ansatzes in der EU.

Bei der Einführung künstlich-intelligenter Technik sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen Hilfe bekommen. Die EU-Kommission will Projekte im Gesundheitswesen, im Verkehrssektor oder zur Digitalisierung der Industrie unterstützen.

Kommission will ethische Richtlinien vorstellen

Außerdem will Brüssel den EU-weiten Fluss nicht-personenbezogener Daten des öffentlichen Sektors ausweiten. Darunter fallen etwa geografische und Wetterdaten sowie Bildungs- und Wirtschaftsdaten. Dadurch, dass diese Daten einfacher wiederverwendet und geteilt werden können, sollen Innovationen gefördert und Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch Daten aus dem Gesundheitswesen sollten grenzübergreifend für die Forschung genutzt werden können. Ärzte im Ausland sollten digitalen Zugriff auf die Akte eines Patienten haben.

Bis Ende des Jahres will die Brüsseler Behörde ethische Richtlinien für die Entwicklung künstlicher Intelligenz vorstellen. Außerdem ruft die EU-Kommission die EU-Staaten auf, sich auf den bevorstehenden Wandel vorzubereiten. Auf der einen Seite würden Arbeitsplätze geschaffen werden, auf der anderen fielen jedoch welche weg. Deshalb seien Weiterqualifizierungen und Schulungen zentral.

Der Digital-Verband Digitaleurope sieht die neuen Vorschläge positiv. "Wenn wir dies nicht sofort angehen, riskieren wir, die Rolle und Relevanz der EU auf internationaler Ebene und verhindern das Entstehen von Arbeitsplätzen in Europa", sagte Generaldirektorin Cecilia Bonefeld-Dahl. Gleichzeitig beklagte sie, dass sich mehrere Gesetzesvorschläge der EU-Kommission negativ auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz auswirken könnten. So würden etwa die Entwicklung von Kommunikations-Assistenten für Autos oder das Gesundheitswesen behindert.

Auch der deutsche Digital-Verband Bitkom reagierte erfreut auf die EU-Pläne. Präsident Achim Berg sagte jedoch: "Diese Summen können nur ein Anfang sein und müssen im nächsten Haushalt deutlich angehoben werden. Im internationalen Vergleich bewegt sich Europa mit dreistelligen Millionenbeträgen nicht auf Augenhöhe."

dpa/acr/LTO-Redaktion

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EU-Kommission stellt Strategie vor: . In: Legal Tribune Online, 25.04.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/28287 (abgerufen am: 07.06.2026 )

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