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EU-Kommission will mehr Transparenz: WhatsApp hat wieder Daten­schutz-Ärger

28.01.2022

Ein Auge, das digitale Daten reflektiert, symbolisiert den Bedarf an mehr Transparenz im Datenschutz.

Whatsapp muss sich erneut mit Bedenken zum Umgang mit Daten von Nutzern auseinandersetzen. Foto: fotomowo | stock.adobe.com

Die EU-Kommission und ein Netzwerk von Verbraucherschützern äußern erneut Bedenken bezüglich des Datenschutzes bei WhatsApp. Der Messengerdienst soll sich zu mehr Transparenz verpflichten.

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Wegen umstrittener Datenschutzregeln verlangt die EU-Kommission zusammen mit Verbraucherschützerinnen und Verbraucherschützern Aufklärung vom Messengerdienst WhatsApp. Zusammen mit einem Netzwerk für Verbraucherschutz (CPC) habe man ein entsprechendes Schreiben an das zum Konzern Meta (ehemals Facebook) gehörende Unternehmen geschickt, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Man verlange hinsichtlich der Nutzungsbedingungen sowie der Datenschutzregeln von 2021 Aufklärung.

WhatsApp hatte im Mai vergangenen Jahres neue Datenschutzbedingungen eingeführt. Die Sorge vieler Kritikerinnen und Kritiker war unter anderem, dass dadurch mehr Daten mit der Konzernmutter geteilt werden. WhatsApp wies dies zurück. Nach einer Strafe der irischen Datenschutzbehörde in Höhe von 225 Millionen Euro ergänzte WhatsApp schließlich die Nutzungsregeln um weitere Informationen.

Der zuständige EU-Kommissar Didier Reynders fordert: "WhatsApp muss sicherstellen, dass Verbraucher verstehen, wozu sie zustimmen und wie ihre persönlichen Daten genutzt werden."

Er erwarte von den Unternehmen, sich an die Regeln der EU zu halten. Deshalb habe man nun einen offiziellen Dialog begonnen. WhatsApp habe bis Ende Februar Zeit, konkrete Zusagen zu machen, wie es auf die Bedenken reagieren will.

Der Dienst kündigte in einer Reaktion am Donnerstag lediglich an, man wolle der Kommission erläutern, wie WhatsApp die Privatsphäre der Nutzer gemäß der Verpflichtungen nach EU-Recht schütze.

Konkret geht es in dem Schreiben den Angaben zufolge unter anderem darum, ob Verbraucherinnen und Verbraucher die Folgen der Zustimmung zu den neuen Regeln deutlich genug sind und um Benachrichtigungen in der App, mit denen Nutzerinnen und Nutzer zur Zustimmung aufgefordert werden. Zudem sei man über den Austausch von Nutzerdaten zwischen WhatsApp und Dritten oder anderen Unternehmen des Meta-Konzerns besorgt.

dpa/sts/LTO-Redaktion

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EU-Kommission will mehr Transparenz: . In: Legal Tribune Online, 28.01.2022 , https://www.lto.de/persistent/a_id/47360 (abgerufen am: 07.10.2026 )

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