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LTO Jobs - Stellenangebote für Juristen & Rechtsanwälte

Musterbewerbungen, Lebensläufe, Tipps und Tricks der Top-Kanzleien

Sina Jung, MENOLD BEZLER Rechtsanwälte: "Seien Sie kreativ und authentisch - wir möchten Sie kennen lernen, nicht das Buch der Bewerbungstipps, das Sie gelesen haben." So lautet einer von fünf Tipps zum Anschreiben, die die renommierte Stuttgarter Kanzlei Bewerbern mit auf den Weg gibt. Nützliche Tipps zum Lebenslauf und zu den Zeugnissen gibt es ebenfalls.

Zu den Bewerbungstipps von MENOLD BEZLER Rechtsanwälte

Dr. Christoph Nolden, Schilling, SZA Zutt & Anschütz Rechtsanwalts AG: "Sie haben Umwege im Lebenslauf? Prima, zeigen Sie uns im Anschreiben den roten Faden, der Sie letztlich zu uns geführt hat." Die  Wirtschaftskanzlei sucht nach eigener Aussage gerade nicht "Germany's Next Top Lawyer", sondern Charakterköpfe und Anwaltspersönlichkeiten. Zur Verfügung gestellt hat sie Euch eine Musterbewerbung.

Zu den Bewerbungstipps und zur Musterbewerbung von SZA

Prof. Dr. Antonius Ewers, Kapellmann Rechtsanwälte: "Beim Anschreiben wünsche ich mir ein spritzigeres Wording, keine juristischen Formulierungen mit Bandwurmsätzen oder Zitate unserer Website." Auch sonst - so glaubt der für Personal verantwortliche Partner der Rechtsanwaltskanzlei Kapellmann und Partner am Standort Düsseldorf- könnten Juristen noch etwas Nachhilfe in Sachen Bewerbung gebrauchen.

Zu den Bewerbungstipps von Kapellmann Rechtsanwälte

Ronja Reuter, DLA Piper UK LLP: "Das Anschreiben steht für den ersten Eindruck, den Sie vermitteln. Wer sind Sie? Was wollen Sie? Wo kommen Sie her und wo wollen Sie hin? Wie haben Sie Ihren Weg bisher gestaltet?" Diese Standards gehören für Ronja Reuter, Human Resources Coordinator bei DLA Piper in Köln, auf jeden Fall in eine Bewerbung. Sie verrät aber auch noch einige Besonderheiten.

Zu den Bewerbungstipps von DLA Piper

Mareile Paske, CMS Hasche Sigle: "Es lohnt sich, Mühe in den Lebenslauf zu stecken. Ein gut strukturierter und klar aufbereiteter Lebenslauf ist angenehm zu lesen und weckt Neugier", so der Human Resources Coordinator bei CMS Hasche Sigle. Auch für das Anschreiben und die Auswahl der Zeugnisse hat sie noch einige Tipps parat.

Zu den Bewerbungstipps von CMS Hasche Sigle

Kimberly Zabel, FPS Fritze Wicke Seelig: "Denken Sie immer daran: Ihre Bewerbung ist Ihr erster Eindruck bei uns im Haus! Zeigen Sie bereits mit Ihrem Lebenslauf, dass strukturiertes Arbeiten sowie Abgabe von vollständigen und übersichtlichen Unterlagen für Sie keine Fremdwörter sind."

Zu den Bewerbungstipps von FPS Fritze Wicke Seelig

Sybille Kanthak, Bird & Bird LLP: "Vermeiden Sie Füllwörter und stellen Sie im ersten Absatz dar, wie Sie auf die Kanzlei aufmerksam geworden sind. Wecken Sie Interesse und seien Sie dabei authentisch."

Zu den Bewerbungstipps von Bird & Bird LLP

Monika Janiec, HR Referentin bei GSK Stockmann + Kollegen: "Es kommt auch auf ein gutes Layout an. Dazu gehören z.B. auch Schriftart und –größe."

Zu den Bewerbungstipps von GSK Stockmann + Kollegen

 

 

Jobs für Juristen: Klassische Karriere oder ab in die Nische?

In unserer Rubrik "Job & Karriere" stellen wir regelmäßig Laufbahnen vor, die man mit einem Jurastudium einschlagen kann. Dabei interessieren wir uns nicht nur für klassische Karrieren als Richter oder Anwalt, sondern auch für Nischen auf dem juristischen Stellenmarkt wie Lehrer oder Erbenermittler. Alle Jobprofile gibt es auf unserer Themenseite Jobprofile. Eine kleine Auswahl haben wir im Folgenden zusammengestellt:

Richter

Richter arbeiten frei und selbstständig, haben dafür aber auch eine hohe Eigenverantwortung und müssen fachlich ein ebenso breites wie tiefes Wissen haben. Schließlich haben sie es in ihrem Job mit hochspezialisierten Anwälten zu tun. Gerade in den ersten Jahren der Richtertätigkeit kann die Arbeitsbelastung sehr hoch sein. Für Bewerber gelten ähnlich hohe Anforderungen wie bei einer Großkanzlei –zwei Prädikatsexamina sollten es schon sein.

Jobprofil Richter: Das echte Leben und die Robe

Richter auf Probe: Vor Lebenslänglich steht die Bewährung

Staatsanwalt

Wer sich für die Staatsanwaltschaft entscheidet, entscheidet sich für Strafrecht. Ein Staatsanwalt verfügt, vernimmt, und am Ende klagt er an. Neben fundierten strafrechtlichen Kenntnissen ist Entscheidungsfreude unabdingbare Voraussetzung. Ohne sie ist der Aktenanfall nicht zu bewältigen. Wie beim Richter sollten auch Staatsanwälte beide Staatsexamina mindestens mit vollbefriedigend abgeschlossen haben.

Jobprofil Staatsanwalt: Die ganze Bandbreite des Menschlichen

Anwalt in der Großkanzlei

60 Stunden und mehr pro Woche – für den Großkanzleianwalt keine Ausnahme, sondern die Regel. Trotzdem können die Arbeitgeber (noch) aus einer Vielzahl von Bewerbern wählen. Ohne zwei vollbefriedigende Staatsexamina haben deshalb die Wenigsten eine Chance, und wenn dann nur mit weiteren Qualifikationen wie einem Doktortitel oder einem LL.M. In den Stellenanzeigen der Großkanzleien werden oft fundierte wirtschaftliche Kenntnisse verlangt, denn Berufsträger müssen Managern in Unternehmen auf Augenhöhe begegnen können.

Großkanzleien: Aussterbende Art Arbeitstier

Bewerbung bei Großkanzleien: Die Note entscheidet (nicht immer)

Rechtsanwalt in einer kleinen Kanzlei

"Feld-, Wald- und Wiesen-Anwalt" verstehen Berufsträger, die als solche arbeiten, oft nicht als Respektlosigkeit. Vielmehr umschreibt der Begriff augenzwinkernd eben die Facetten ihres Jobs, die sie besonders an ihm lieben. Der "Anwalt von nebenan" muss ein Allrounder sein. Er kennt sich in allen für Verbraucher und kleine Unternehmen relevanten Rechtsgebieten aus. Sind die Rechtsfragen zu speziell, muss er die Souveränität haben, die Mandanten an spezialisierte Kollegen zu verweisen oder mit ihnen zusammen zu arbeiten. Gleichzeitig ist er lokal verwurzelt und pflegt er ein engeres Verhältnis zu seinen Mandanten, denn er trifft sie beim Einkaufen, beim Spazierengehen oder ist im gleichen Verein aktiv. Gute Examensnoten braucht man für diese Karriere nicht unbedingt. Wichtig ist vielmehr ein gutes Netzwerk vor Ort.

"Feld- Wald- und Wiesenanwälte": Keine Paragrafenhengste im Nadelstreifenanzug

Notar

Das Notariat zählt zu den exklusivsten juristischen Berufsbildern, selbst mit Doppelprädikat ist hier keine Stelle garantiert. Thematische Schwerpunkte bilden das Familien- und Erbrecht sowie das Immobilien- und Gesellschaftsrecht. In Deutschland gibt es Notare, die ihr Amt hauptberuflich ausüben, und solche, die nebenher als Anwälte tätig sind. Wer Anwaltsnotar werden will, muss seit mindestens fünf Jahren als Rechtsanwalt zugelassen sein und darüber hinaus drei Jahre lang ohne Unterbrechung in dem in Aussicht genommenen Amtsbezirk hauptberuflich als Anwalt gearbeitet haben.

Jobprofil Notar: Der Neutralität verpflichtet

Syndikus

Ein Syndikus arbeitet als Anwalt in einem Unternehmen. Zu den Kernaufgaben seines Jobs gehört die Beratung der Geschäftsführung in strategischen Fragen und die Abstimmung mit und Steuerung von externen Rechtsberatern. Rechtlich sind Syndikusanwälte gleichzeitig  in einem ständigen Beschäftigungsverhältnis und als frei praktizierende Rechtsanwälte zugelassen. Sie halten gemäß § 27 BRAO eine eigene Kanzlei, über die sie auch eigene Mandate abwickeln können; bei ihrem Arbeitgeber bekommen sie ein festes Gehalt und sind in die unternehmensinterne Hierarchie eingebunden. Die Karriere vieler Syndici startet in einer Wirtschaftskanzlei. Dort sammeln sie Berufserfahrung und Fachwissen, bevor sie ins Unternehmen wechseln. Der Arbeitgeberwechsel ist zwar oft mit einer Gehaltseinbuße verbunden, dafür sind die Arbeitszeiten deutlich familienfreundlicher.

Jobprofil Syndikus: Manager des Rechts

Themenwoche Unternehmensjuristen: Von der Kanzlei ins Unternehmen

Projektjuristen

Projektjuristen sind die Zeitarbeiter unter den Anwälten. Sie werden in der Regel von Großkanzleien oder Rechtsabteilungen für eine begrenzte Zeit – 6 bis 24 Monate – engagiert. Anschließend wartet das nächste Projekt bei einem anderen Auftraggeber auf sie. Diese Tätigkeit kann insbesondere für junge Anwälte ein guter Karrierestart sein und Stellenangebote von Auftraggebern nach sich ziehen. Denn sie erhalten Einblick in die Praxis bei verschiedenen Arbeitgebern, bei denen eine Festanstellung aufgrund ihrer Noten nicht infrage kommt und können ihren Lebenslauf mit entsprechenden Referenzen schmücken. Im Gegenzug arbeiten Projektjuristen oft den höher bezahlten Associates zu und bekommen ein entsprechend niedrigeres Gehalt. Auch sollten sie flexibel und nicht an einen Ort gebunden sein, denn unter Umständen ist für ein Projekt ein Umzug nötig. 

Neues Beschäftigungsmodell "Projektjurist": Zeitarbeit? Ja, gerne!

Rechtsanwaltsfachangestellte/ Notarfachangestellte

In unserem Stellenmarkt gibt es außerdem zahlreiche Jobs für Rechtsanwaltsfachangestellte und Notarfachangestellte