Sprache - Aktuelles aus Recht, Gesetz und Justiz

  • Feuilleton, 29.07.2015

    Roland Schimmel schildert schillernde Beispiele von Entscheidungen, welche wunderlicher Weise vormals verborgen blieben, dabei beim besten Willen billige Grenzen bewusster Bandwurmsatzbildung brüsk beiseiteschieben. Man liest zu wenige Urteile. Das klingt schräg, stimmt aber für sehr viele Menschen trotzdem, mich selbst eingesc...

  • Studium & Referendariat, 22.10.2015

    1. Semester, Vorlesung Rechtstheorie, und schon das klassische Problem: Alles viel zu einfach hier. Könnte man das nicht irgendwie komplizierter formulieren? Aber ja doch, meint Roland Schimmel , und präsentiert Literatur für Unterforderte. Die Sprache der Rechtswissenschaft ist manchmal schwer verständlich. Aber gerade von Le...

  • Feuilleton, 18.03.2017

    Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht? Wie man einen Satz von Deutsch auf Legalesisch übersetzt und seinen Umfang verdoppelt, ohne einen Funken Inhalt hinzuzufügen, erklärt Roland Schimmel in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. 1/7: Was drin steht Angenommen, es gelte für einen Lernbeitrag in einer juristischen A...

  • Feuilleton, 22.04.2017

    Iudex non calculat? Sicher nicht so viel wie Naturwissenschaftler, aber ganz ohne Zahlen kommen auch Juristen nicht aus. Roland Schimmel zu ihren Berührungspunkten mit der Mathematik und ihrem ganz eigenen Verhältnis zu Formeln. Es gibt kaum ein verbreiteteres Bild für die Wissenschaft und den Wissenschaftler als die Formel,...

  • Job & Karriere, 05.04.2017

    Die juristische Sprache ist für Nicht-Juristen oft schwer zu verstehen. Muss das eigentlich sein? Das Land Niedersachsen setzt sich für verständlichere Sprache in der Justiz ein. "Mitversichert sind die minderjährigen und die unverheirateten, nicht in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebenden, volljährigen Kinder, letzt...

  • Feuilleton, 08.04.2017

    Jeder kennt die Wendung, aber kaum einer weiß, weshalb sie sich durchgesetzt hat und was dahinter steckt. André Niedostadek auch nicht, aber er nähert sich dem Problem in klassisch juristischer Manier: Mit drei konkurrierenden Theorien. Man kennt das: Wann immer Vertreter der juristischen Zunft durch mangelnde mathematische Fä...

  • Feuilleton, 29.07.2016

    Manchmal provoziert die Praxis gemeine Knobelfälle, in denen es auf ganz banale Dinge ankommt. Roland Schimmel mit Gerichtsentscheidungen, deren ebenso fiese Formulierungen diesen Sachverhalten nur gerecht werden. Was ein paar Jahre Jurastudium – oder ein paar Jahrzehnte beruflicher Praxis – mit dem eigenen sprachlichen Ausdr...

  • Feuilleton, 17.01.2016

    Das zwischenmenschliche Reibungsverhältnis, das als "Kuscheln" bezeichnet wird, wird von der Justiz nur in Ausnahmebereichen gern gesehen. Trotzdem werden Gerichte mitunter als Veranstalter von "Kuscheljustiz" beschimpft. Man sollte das lieber bleiben lassen. Die zumeist im Brustton moralischer Empörung vorgetragene Behauptung, i...

  • Feuilleton, 08.01.2017

    Spätestens seit dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz haben Forderungen zur Inneren Sicherheit Konjunktur. Der heikle Begriff "Sicherheit" unter juristischen und philosophischen Aspekten betrachtet. Von Martin Rath. Wenn Begriffe aus der Rechtssprache ins alltägliche Deutsch wechseln, machen sie sich gerne uns...

  • Hintergründe, 02.05.2017

    Auf fachlich korrektes Dolmetschen sind viele angewiesen, so etwa Behörden, Gerichte, Angeklagte, Verdächtige und Asylbewerber. Oft übernehmen aber unqualifizierte Laien den Job - mit gravierenden Folgen, warnen Kritiker. Er sitzt den Angeklagten mit Headset gegenüber, sein Blick fixiert hochkonzentriert das Gericht: Während Fri...

  • Job & Karriere, 02.05.2016

    Eine Sprache, die nicht viele Verschachtelungen, eine nur geringe Anzahl von Substantiven und möglichst klare Formulierungen enthält, ist schöner zu lesen. Wie sogar Juristen einen derartigen Stil erreichen können, erklärt Eva Engelken . Kinder kommen glänzend ohne Schachtelsätze klar. Das gilt sogar für meine eigenen, obwohl si...

  • Nachrichten, 11.04.2017

    Ein Nutzer will Facebook verklagen, schickt dazu die Klageschrift auf Deutsch an den Firmensitz in Irland. Dort sitzt aber angeblich niemand, der Deutsch versteht. Das AG Mitte kauft dem Unternehmen diese Erklärung nicht ab. Das Amtsgericht (AG) Berlin Mitte hat in einem Versäumnisurteil entschieden, dass die Zustellung eine...