Fachliteratur - Aktuelles aus Recht, Gesetz und Justiz

  • Feuilleton, 09.09.2012

    Es könnte eines jener Lehrbücher sein, die den Weg zum Prädikatsexamen ebnen, ohne "examensrelevant" zu sein – denn es macht souverän. Für alle anderen bietet die "Methodik des Zivilrechts – von Savigny bis Teubner" einen beherzten Blick auf ein Rechtsdenken, das nicht die Erweiterung von Kindergartenzank mit rhetorischen Waffen is...

  • Feuilleton, 04.03.2017

    "Ende der Wahrheitssuche" heißt das neue Buch des Justizjournalisten Joachim Wagner. Lorenz Leitmeier ist selber Richter, und findet darin viele Wahrheiten über seinen Berufsstand – aber auch die gleichen Schwächen. Wer wie der Rezensent Mitte der 1970er Jahre geboren ist, wurde mit dem Journalisten Joachim Wagner politisch ...

  • Feuilleton, 05.11.2017

    Plagiatsskandale haben Doktorarbeiten in den vergangenen Jahren in Verruf gebracht. Martin Rath stellt neun neue Dissertationen vor, die wohl in jahrelanger Nachtarbeit entstanden sind. Mit dabei: Spiel, Sport und Prostitution. Vor sieben Jahren erschütterte die Affäre um Karl-Theodor zu Guttenbergs zusammenkopierte Doktorar...

  • Studium & Referendariat, 22.10.2015

    1. Semester, Vorlesung Rechtstheorie, und schon das klassische Problem: Alles viel zu einfach hier. Könnte man das nicht irgendwie komplizierter formulieren? Aber ja doch, meint Roland Schimmel , und präsentiert Literatur für Unterforderte. Die Sprache der Rechtswissenschaft ist manchmal schwer verständlich. Aber gerade von Le...

  • Feuilleton, 03.12.2011

    An verantwortlicher Stelle gestaltete er die Juristenausbildung des NS-Staates mit. Dann schenkte er dem bekanntesten Kommentar zum bürgerlichen Recht seinen Namen: Otto Palandt. So werbewirksam der Name des NS-Juristen auf dem bis heute führenden "Kurz-Kommentar" sein mag, auch als rechtshistorischer Stolperstein hat der "Palandt"...

  • Feuilleton, 15.01.2013

    Am 15.1.2011 erschien hier ein kleiner Text mit einer Warnung vor den Gefahren, die beim wissenschaftlichen Arbeiten von Phantombüchern ausgehen. Ob sie eine Erscheinung mit kurzer Halbwertzeit oder eher ein hartnäckiges Ärgernis sind, zeigt ein Blick auf die drei – weiland halbwegs zufällig gewählten – Beispiele, genau zwei Jahre ...

  • Feuilleton, 22.01.2012

    Der Blick in die juristischen Zeitschriften zum Jahreswechsel 2011/2012 fördert eine gruselige Mischung ans Licht. Griechenland bietet analytisches Entsetzen, die deutsche Staatsrechtslehre dogmatische Aufklärung. Rechtssoziologischer Humor aus Dänemark lässt zum vielleicht ekeligsten Artikel des Jahres wechseln. Den Parcours selte...

  • Feuilleton, 11.01.2014

    Dies ist der dritte und zugleich letzte Teil der Reihe "Phantombücher" von Roland Schimmel . Der Autor fragt nach dem Verbleib von lange angekündigten, aber bisher nicht auf den Markt gekommenen Texten sowie geplanten, aber nicht verwirklichten Neuauflagen. Auf sämtliche Exemplare ist er zufällig gestoßen. Fast hätte er dabei au...

  • Studium & Referendariat, 13.01.2011

    "Ne bis in idem", "ne ultra petita", "falsa demonstratio non nocet" - Latein prägt Studium und Praxis des Juristen. Auch die Ausbildungszeitschrift "Ad Legendum" aus Münster setzt mit ihrem Titel auf die Sprache des alten Roms. Weil ihre Mitarbeiter selbst zur Zielgruppe gehören, macht sie viele Sachen anders als JuS & Co. Das zeig...

  • Feuilleton, 27.09.2015

    Gubernative Rechtsetzung mit Social Software. Vaterschaft im 21. Jahrhundert. Oder Notwehr gegen Nichtstun. Es gibt Dissertationen, die viel besser sind als ihr Ruf. Eine Revue von Martin Rath . Im Frühjahr 2011 verlor der strebsame und beliebte Nachwuchspolitiker Karl Theodor zu Guttenberg seinen juristischen Doktorgrad und ...

  • Hintergründe, 22.04.2010

    28 Seiten Inhaltsübersicht, 82 Seiten Stichwortverzeichnis, 54 Autoren und insgesamt 2.568 Seiten Kommentarliteratur. Der Prütting/Gehrlein zur ZPO ist ein wahrhaftes Mammutwerk, Verzeihung, um sachlich zu bleiben, ein Opus Magnum zum zivilen Prozessrecht, das seinesgleichen kaum finden wird. Hanns Prütting und Markus Gehrlein is...

  • Feuilleton, 26.06.2011

    Zumindest die Sprachwissenschaft kann Juristen dabei helfen, sich selbst besser zu verstehen. Eine Rechtsfrage in Alaska löst sie leider nicht. Historisch harmlose Exekutionen zeugen von Wettbewerbsföderalismus. Ein zäher Klassiker will zum 100. Todestag wiederbelebt werden und Piraten taugen nicht als Beispiel fürs Über-die-Planke...