Bagatellkündigung - Aktuelles aus Recht, Gesetz und Justiz

  • Nachrichten, 13.09.2010

    Ein Leipziger Supermarkt entließ eine Kassiererin, weil diese ein altes Brot nicht in die Bio-Tonne, sondern in ihre Tasche gesteckt hatte. Hiergegen klagte die Kassiererin und bekam vom ArbG Leipzig recht. Der Klägerin wurde vorgeworfen, sie habe im März ein Brot unterschlagen. Die unverkäufliche Ware sollte von ihr in die Bio-Ton...

  • Nachrichten, 26.07.2017

    Nach mehr als 30 Dienstjahren wurde einer Heilerziehungspflegerin fristlos gekündigt - es geht unter anderem um Schokolade und eine Waschmaschine. Am Mittwoch einigte man sich nun vor dem Arbeitsgericht. Der Prozess um die Kündigung einer Heilerziehungspflegerin ist mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Dabei behält die klagen...

  • Nachrichten, 06.10.2010

    Das VG Koblenz hat die fristlose Entlassung eines Soldaten wegen eines nicht bezahlten Mittagessens im Wert von 2,70 Euro aufgehoben. Nach Ansicht des Gerichts sei die Entlassung weder aus Gründen der militärischen Ordnung noch des Ansehens der Bundeswehr gerechtfertigt. Die Bundeswehr warf dem Mann vor, eine Mahlzeit in der Truppe...

  • Nachrichten, 03.09.2010

    Ein neuer Fall von Bagatellkündigung erregt bundesweit Aufsehen: Ein Angestellter lud seinen Elektroroller bei der Arbeit auf und verursachte dabei Stromkosten in Höhe von 1,8 Cent. Daraufhin wurde ihm fristlos gekündigt. Das LAG Hamm befand am Donnerstag die Kündigung für unwirksam. Nach dem Fall der Kassiererin "Emmely" hat nun e...

  • Nachrichten, 13.10.2011

    Das ArbG Neunkirchen hat am Mittwoch die fristlose Kündigung einer Bäckereiverkäuferin wegen unbezahlten Verzehrs von Waren bestätigt. Sie habe damit gegen eine eindeutige Absprache mit ihrem Arbeitgeber verstoßen. Der Frau, die seit 2004 in der Bäckerei als Verkäuferin angestellt war, war von ihrem Arbeitgeber vorgeworfen worden, ...

  • Nachrichten, 17.09.2010

    Das LAG Berlin-Brandenburg hat die fristlose Kündigung einer Bahnbeschäftigten wegen Betrugs für unwirksam erklärt. Die Zugabfertigerin hatte aus Anlass ihres 40-jährigen Dienstjubiläums 250 Euro für einen Cateringservice abgerechnet. Tatsächlich hatte die Bewirtung nur 90 Euro gekostet. Die Richter des Landesarbeitsgerichts (LAG) ...

  • Hintergründe, 10.06.2010

    Frikadellen, Maultaschen und Leergutbons – fristlose Kündigungen von Arbeitnehmern wegen Straftaten zum Nachteil des Arbeitgebers sind derzeit in aller Munde. Nun entscheidet das BAG im Fall einer Kassiererin, die Leergutbons im Wert von 1,30 Euro einlöste. LTO sprach mit Prof. Dr. Ulrich Preis über die Rechtsprechung des BAG, unsc...

  • Hintergründe, 10.06.2010

    Das BAG hat die Kündigung der unter dem Spitznamen "Emmely" bundesweit bekannt gewordenen Kassiererin, die ihr nicht gehörende Leergutbons im Wert von 1,30 Euro eingelöst hatte, für unwirksam erklärt. Eine Abmahnung als milderes Mittel wäre ausreichend gewesen, so die Bundesrichter. Der Fall hatte im Zuge einiger bekannt gewordener...

  • Nachrichten, 01.08.2014

    Erst der "Fall Emmely", jetzt die "Krabbenbrötchen". Weil eine Karstadt-Mitarbeiterin in ein solches gebissen, dafür aber nicht bezahlt hatte, wurde sie entlassen. Doch nicht jeder Vermögensschaden rechtfertigt gleich den Rausschmiss. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamburg hat die Berufung der Karstadt Feinkost GmbH gegen die E...

  • Hintergründe, 07.10.2010

    Neue Linie seit dem Fall "Emmely": In einem aktuellen Urteil erklärt auch das LAG Berlin die Kündigung einer langjährig Beschäftigten für unwirksam, obwohl sie nicht nur einen Bagatellbetrag entwendete. Dr. Marc Spielberger über die Risiken der neuen Rechtsprechung für Arbeitgeber - und wie sie zu minimieren sind. er bundesweit bek...

  • Nachrichten, 16.08.2011

    Die Kündigung eines Ingenieurs, der wegen seiner Heirat mit einer Chinesin entlassen wurde, ist sittenwidrig. Das LAG Schleswig Holstein hob mit am Dienstag bekannt gewordenen Urteil eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Elmshorn auf, das die Klage des Mannes abgewiesen hatte. Der Arbeitgeber hatte den Mann nach der Hochzeit gefeue...

  • Hintergründe, 09.09.2011

    Wer in konfessionsgebundenen Jobs arbeitet, musste sich bisher auch privat nach den Grundsätzen des kirchlichen Arbeitsgebers richten. Scheidung oder gar neue Ehe bargen ein Kündigungsrisiko, weil sie mit den Kirchengrundsätzen unvereinbar sind. Das BAG leitet nun im Fall einer Chefarzt-Kündigung eine Zäsur ein und schließt sich da...