Warum so viele das Jurastudium abbrechen: Vor­kennt­nisse? – Ich schaue "Suits"!

von Maximilian Amos

03.02.2018

Eine Studie zu den Gründen, warum junge Menschen das Jurastudium abbrechen, wirft nicht nur ein Licht auf eine antiquierte Fachkultur, sondern auch auf die Studenten selbst. Viele lassen sich von amerikanischen Vorabendserien blenden.

Die Serie "Suits" erfreut sich nicht nur unter Juristen großer Beliebtheit. Dort sieht man smarte Anwälte in perfekt geschnittenen Anzügen, die es immer wieder schaffen, mit brillanten taktischen Winkelzügen noch in letzter Sekunde die Situation zu retten. Und dabei sehen alle auch noch blendend aus.

Ohne den tatsächlichen Berufsträgern zu nahe zu treten: Dass dies nicht die Realität des Anwaltsberufs, auf den das Jurastudium mehrheitlich vorbereitet, widerspiegelt, dürfte nahezu jeder Praktiker bezeugen können. Und eigentlich lässt es sich mit ein wenig Interesse an der wirklichen Welt der Juristen auch schnell erahnen, ohne je einen Gerichtssaal von innen gesehen zu haben.

Doch scheint sich die Vorstellung vom cleveren Anwalt, der in einem teuren Auto vom einen Mandanten zum nächsten fährt und abends in einer Bar zwischen gutaussehenden Menschen einen Martini trinkt, derart in die Gedankenwelt des potentiellen juristischen Nachwuchses eingeschlichen zu haben, dass dies für einige den Ausschlag bei der Studienwahl gibt. Das geht aus einer Studie hervor, die das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Auftrag von 15 Bundesländern erstellt hat. Darin befassen sich die Forscher mit den Gründen, aus denen Jurastudenten vor dem Examen das Handtuch werfen.

Über fachlichen Inhalten "großer Nebel"

"Die Vorstellungen vom Jurastudium sind sehr stark medial geprägt", erklärt Projektleiter Dr. Ulrich Heublein, dessen Forschungsteam die Befragungsergebnisse einer repräsentativen Stichprobe von 170 Studienabbrechern und 164 Absolventen des Staatsexamensstudiengangs Rechtswissenschaften aus dem Sommersemester 2014 ausgewertet hat. "Die Vorstellungen sind tatsächlich genährt von amerikanischen Vorabendserien", so sein Fazit. "Man denkt häufig an den Streiter für Gerechtigkeit, den brillanten Rechts- oder Staatsanwalt."

Über den tatsächlichen fachlichen Inhalten, dem Lesen und Verstehen von Gesetzen und ihrer Systematik liege dagegen ein "großer Nebel". Dies hänge auch mit mangelnder Vorbildung zusammen: "Es gibt kaum ein anderes Fach, zu dem die Bewerber aus ihrer Schulzeit so wenig Bezugspunkte haben". Aus diesem Grund verlangen die Autoren der Studie auch Informationsangebote für Schüler sowie Selbsteinschätzungstests und Motivationsschreiben im Auswahlverfahren.

Die Folge der fehlenden Informationen sind laut der Studie häufig Studienabbrüche, und vor allem späte. Während in natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen die meisten Abbrüche in den ersten Semestern vorkommen, gelangen Juristen oft erst gegen Ende zu der Einsicht, dass es keinen Sinn mehr hat. Grund ist der Aufbau des Studiengangs, erklärt Heublein: "Das Staatsexamen am Ende ist die Nagelprobe auf Leistung und Motivationsstärke". Diese Faktoren würden daher auch erst spät im Studium hinterfragt, da zuvor keine annähernd so hohe Hürde zu nehmen sei. Hinzu komme auch die Überzeugung, dass erst das Repetitorium wirklich auf das Examen vorbereite. "Und die Fachbereiche tolerieren das" kritisiert Heublein.

Ein Übriges tue die große Distanz zwischen Lehrenden und Studierenden, die in anderen Fachrichtungen kaum in diesem Maße vorkomme. Ein Professor, der seinen Studenten persönlich in kleinen Gruppen die eigene Begeisterung für das Fach vermittelt, ist eben motivierender als der ferne Akademiker vorne am Pult, mit dem man vermutlich nie persönlich sprechen wird.

Juristischer Habitus verstärkt soziale Selektion

Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass überdurchschnittlich wenige Studenten ohne Abitur oder mit nicht-akademischem Elternhaus den Abschluss schaffen. Na gut, könnte man sagen, vielleicht sind diese Studenten ob ihres sozialen Hintergrundes schlicht nicht so leistungsstark. Doch die Wahrheit ist komplexer, erläutert Heublein. Grund sei die "sehr traditionelle Fachkultur", die an juristischen Fakultäten herrsche. Anders ausgedrückt: Kaum irgendwo wird so hochgestochen formuliert wie unter Juristen. "Wenn sie aus einer Familie kommen, der dieser akademische Habitus besonders fern ist, fühlen sie sich schnell als Außenstehender und bekommen auch im Studium Probleme."

Bei der sozialen Selektion, die im Studium stattfinde, gehe es also weniger darum, ob man schlau genug sei. "Man hält sich einfach selbst außen vor." Sozialisation lasse sich schließlich nicht mal eben anlesen. "Das sind Prozesse über 18, 20 Jahre." Darum sind auch nicht nur besonders wenig Absolventen aus nicht-akademischen Familien unter den Juristen zu finden. Auch ist der Anteil der Absolventen, die aus einem fachlich einschlägigen – in diesem Fall juristischen – Elternhaus kommen, überdurchschnittlich hoch, wie die Studie zeigt.

Besonders schwer haben es offenbar jene, die nicht über das Gymnasium den Weg an die Uni gefunden haben. Wenngleich auch an Gymnasien keine optimale Vorbereitung auf das Jurastudium stattfinde, so sei sie doch besser als an anderen Schulformen, meint Heublein. Die Zahl derer, die auf Umwegen an die Jurafakultäten gelangen, ist ohnehin sehr gering – ihre Erfolgschancen sind zudem umso geringer.

So zeigt sich: Die schillernde Welt, in der sich Anwälte in den Medien oft zu bewegen scheinen, ist trügerisch. Doch auch die reale steht längst nicht jedem in gleichem Maße offen.

Zitiervorschlag

Maximilian Amos, Warum so viele das Jurastudium abbrechen: Vorkenntnisse? – Ich schaue "Suits"! . In: Legal Tribune Online, 03.02.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/26851/ (abgerufen am: 26.05.2018 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 03.02.2018 11:57, RA Regensburg

    „Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass überdurchschnittlich wenige Studenten ohne Abitur oder mit nicht-akademischem Elternhaus den Abschluss schaffen.„

    Wäre mir neu, dass man das Studium
    Überhaupt ohne Abitur antreten kann.. Da sollte man die Studie etwas genauer hinterfragen.

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    • 03.02.2018 12:46, Laie

      Scheint zu gehen! ;-)

      Quelle: http://www.studieren-ohne-abitur.de/web/austausch/erfahrungsberichte/jura/

    • 03.02.2018 12:56, Lukas

      War mir auch bis vor Kurzem neu, geht aber tatsächlich unter bestimmten Voraussetzungen mit entsprechender Prüfung.

    • 03.02.2018 14:48, Frankfurt

      Beide Alternativen werden wohl aufs Elternhaus bezogen worden sein...

    • 03.02.2018 15:01, M.D.

      Studieren ohne Abitur würde ich das nicht nennen. Es geht vielmehr um Studieren ohne Zeugnisse, die auf der Reise nach Deutschland verloren gegangen sind.

      http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fluechtlinge-an-hochschulen-studieren-ohne-zeugnis-1.2678467
      http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Fluechtlinge-sollen-ohne-Zeugnisse-studieren-duerfen

    • 03.02.2018 16:03, Talli

      Kann man glaube ich zb in Göttingen

    • 03.02.2018 19:44, René G

      Jura studieren ohne „Allgemeine Hochschulzulassung“ ist natürlich möglich. Voraussetzung ist hier ein Abitur-Equivalent - bei mir war das ein FH-Diplom. Was selber wiederum „nur“ ein Fachabitur vorausgesetzt hat.

    • 04.02.2018 11:44, Manu

      @ RA Regensburg. Vielleicht sollten Sie unqualifizierte Aussagen hinterfragen und nicht posten. Man kann über den sog. 3. Bildungsweg fachbezogen studieren mit einer Ausbildung und entsprechender Berufserfahrung. Das ganze dann ohne Abitur. ZB als Rechtsanwaltsfachangestellte/r und min 3 jähriger Berufspraxis.

    • 04.02.2018 15:34, Maria-Elisabeth Schäffler-Thumann

      Diese pseudowissenschaftliche Fernuniversität in Hagen mit ihren vielerorts recht maroden Gebäudekomplexen und überflüssigen Gratis-Mastern ermöglicht aktuell leider auch wieder alles und sorgt damit für eine unnatürliche Verzerrung unseres Hochschulwesens.

      Für den Zugang zur übrigen Hochschullandschaft empfiehlt sich der vorherige Besuch einer Institution des zweiten Bildungsweges. Diese wurden aus gutem Grunde geschaffen und können von jedem Kleinstkaff aus angependelt werden.

    • 04.02.2018 19:58, Manu

      Sorry, aber nur mit Bildung kann man im Leben was erreichen. Nicht jeder hat aufgrund des sozialen Hintergrunds des Elternhauses die Möglichkeiten, das Gymnasium zu besuchen und beschwerdefrei Abi und Studium zu meistern. Daher ist es absolut zu begrüßen, dass das Bildungssystem nicht in den ersten Schuljahren das gesamte Leben rigide prägt, sondern durchlässig ist und unterschiedlichste Möglichkeiten eröffnet. Wenn es die Möglichkeit gibt, fachgebunden ohne Abitur einen einzigen Studiengang zu studieren, wieso sollte diesen Menschen diese nahezu einmalige Gelegenheit genommen werden, ihre bis dahin bestehende Situation zu verbessern? Den Verweis, die sollten doch erst einmal das Abi über den zweiten Bildungsweg nachholen, halte ich daher für sehr herablassend und unangebracht. Solange beim Examen letztlich alle die gleichen Hürden meistern müssen, ist es egal, ob jemand mit oder ohne Abi studiert. Wer das Juraexamen packt, kann durchaus stolz sein und kann zumindest in Ansätzen Jura. Und darauf kommt es an. Mal ganz abgesehen davon, es gibt genügend, die haben Abi und schaffen das Examen nicht oder nur gerade so. Das Abi sagt heute schon lange nichts mehr über die Qualitäten der Schüler aus, nicht zuletzt, da die Anforderungen auch im Abi drastisch gesenkt wurden.

    • 04.02.2018 20:47, Maria

      es gibt die Möglichkeit in den Genuss des elternunabhängigen Bafög-Höchsatzes zu kommen und auf diesem Wege diverse Schulabschlüsse über den zweiten Bildungsweg nachzuholen. Unser Schulsystem ist in dieser Hinsicht völlig durchlässig - auch ohne finanzstarke Eltern. Zwischen mittlerer Reife und dem fachgebundenen Hochschulzugang liegen ein paar Tage. Es gibt auch einen Unterschied zwischen Hauptschulabschluss, mittlerer Reife, fachgebundener Fachhochschulreife, allgemeiner Fachhochschulreife, fachgebundener Hochschulreife und allgemeiner Hochschulreife.
      Eigentlich nehme ich auf Benachteiligte gerne Rücksicht, an dieser Stelle scheint dies in Anbetracht o.g. Möglichkeiten allerdings in keinster Weise nötig. Etwas anderes sind natürlich jene Fälle, in denen eine Person beruflich qualifziert ist u. über gesonderte Zugangswege fachgebunden, eben für einen einschlägig vorqualifzierten Studiengang, studieren darf. Für die Juristerei benötigen Sie in der Regel das allgemeine Abitur, zumindest an den renommierten Fakultäten.

    • 08.02.2018 14:33, Über die+Interdisziplinarität+eines+arkanen+Faches

      An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz kann man auch Humanmedizin ohne Abitur studieren, braucht dann aber eben eine einschlägige Berufsausbildung...
      Aber das 1,0 Problem wäre weg. Vielleicht auch für Jura ne Option? Erst mal Rechtspfleger werden und dann mal schauen? ;)

      Im Übrigen, auch wenn man das Staatsexamen nicht schafft, kann man sich ja den LL.B. geben lassen. Dann ist man halt kein Volljurist aber einen Zettel und Titel gibt's dafür.
      Das eigentliche Problem ist doch m.E., dass es ohnehin schon genug Juristen gibt und ein "Suits"-Anwaltsgehalt gibt's halt nicht für unterdurchschnittliche Leistungen. Selbst der 4 Punkte Abschluss erzielt am Arbeitsmarkt (zu Recht) nur schwerlich die durchschnittlichen 47.000 EUR p.a..
      Tja, und da sind dann eben diejenigen, die eine Kanzlei erben wieder im Vorteil. Denn den von Papa geerbten Klienten muss man ja nicht verraten, dass man eigentlich nur 4 Punkte hat.

    • 08.02.2018 16:33, Eva

      Nun, hier kann man auch sein Abitur über die berufliche Qualifizierung gehen und somit die Hochschulgangsberechtigung erlangen und Jura „ohne Abitur“ studieren ;)

    • 08.02.2018 19:06, PuppeDimitria

      wieso sollte ein 4Punkte Jurist keine 47.000€brutto verdienen? Ich finde das in Anbetracht der Länge des Studiums u. des Ableistens beider Examina völlig angemessen u. in Anbetracht der Miet- u. Lebenshaltungskostenssteigerungen nur sinngemäß.
      Ansonsten können Sie sich den Zeitaufwand sparen, eine technische Ausbildung absolvieren, nebenberuflich Ihren Techniker nachholen und im technischen Vertrieb eine ähnliche Summe erreichen.

    • 11.02.2018 17:18, Ermic

      @Maria-Elisabeth Schäffler-Thumann

      Diese Aussage über die Fernuni Hagen ist ein ähnliches Ressentiment, wie so mancher schlechte Witz über Doppelnamen mit Bindestrich. Nahe an der Unverschämtheit. Es ist richtig, dass an der Fernuni Hagen inzwischen auch klassisches Jura studiert werden kann. Die Absolventen müssen aber am Ende durch die selbe Erste Juristische Prüfung des Landes NRW, wie die Absolventen des juristischen Seminars der Uni Bonn.

      Einziger Unterschied: der an der Fernuni fehlende Standesdünkel.

    • 13.02.2018 12:20, leo

      dann immatrikulieren Sie sich dort für den Master und führen Sie sich die Unterlagen zu Gemüte. Besuchen Sie auch unbedingt die Veranstaltungen am Sonntagmorgen, aber Achtung: es könnte sein, dass Sie der einzig anwesende Student sind. Wenn Sie von der FU Hagen überzeugt sind, ist das eine wunderbare Sache für Sie, da Gratis und von überall aus studierbar.
      Ansonsten gibt es dort viel Ungereimtes: fängt beim Akademiestudium an, geht über Einsendearbeiten u. Abbrechquoten von 80% und hört bei den Vergütungen für Dozenten auf. Fragen Sie mal einen Dozenten, wie viel er für den Sonntag bekommt, falls KEIN Student anwesend ist - was durchaus häufiger vorkommt...

  • 03.02.2018 12:00, M

    Da hilft nur ein Gesetz, das derartige "Vorabendserien" (wobei suits meines Wissens eher eine Abendserie ist) verbietet! Herr Maas, eine Gesetzeslücke hat sich aufgetan!

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    • 03.02.2018 14:27, LK

      :-)

    • 04.02.2018 15:10, Karottenfresser

      Vorsicht! Mr. Ich-lasse-mich-und-meine-neue-Alte-von-der-Regenbogenpresse-fotografieren-und-das-ist-meine-größe-intellektuelle-Lebensleistung-Maas glaubt das noch und wird ein entsprechendes Juradurchsetzungsgesetz erlasen, dass es Juraabbrechern ermöglicht, die Prüfungsämter zu verpflichten, ihnen sehr gute Examenszeugnisse auszustellen, sonst drohen Bußgelder.
      Weil wegen Grundrechtsverletzung. Und so.

  • 03.02.2018 12:17, Jan Dwornig

    Tatsächlich sieht der Anwaltsalltag mehr wie bei „Liebling Kreuzberg“ als bei „Boston Legal“ aus. Die Aussicht auf Sportwagen und Zigarren ist vermutlich eine Motivation, die für ein Jurastudium nicht ausreicht. Aber sieht es bei BWLern und Medizinern nicht ganz ähnlich aus? Beginnen nicht viele das Zahnmedizinstudium, weil ihr Zahnarzt Hermes trägt? Wir Juristen müssen uns eher fragen lassen, wie verschaffen wir Schülern ein realistisches Berufsbild ohne sie zu verschrecken? Setze ich einen Schülerpraktikanten vor eine Zivilakte, schläft er bestenfalls ein und studiert doch Zahnmedizin. Hier müssen wir uns schon mehr einfallen lassen. Danke an dieser Stelle an meinen Kollegen und Freund bei Baker McKenzie, der meinen Neffen mehr geboten hatte. Er durfte sich eine Woche als Harvey Spector fühlen, was zumindest sein Interesse an einem Jurastudium wach hielt. Deswegen ist meine zweite These, dass Jura sexy sein muss. Wir können Suits als Imagefilm benutzen. Es ist nichts falsch an guten Anzügen (in meinem Referendariat setzte der Senior Partner auf die Tagesordnung: Dress Up!!!). Gestern freute ich mich über die Lieferung des MüKo HGB 4. Aufl., genossen mit einem Cappuccino oder auch einer Zigarre: Herrlich.. Aber auch schon den Studenten muss man die Freude vermitteln oder wie sich dieser belgische Professor aufregte: Kopf hoch! Ihr studiert die älteste Wissenschaft der Welt! Kauft Euch T-Shirts mit „I study law!“ Setzt Euch im Zug mit den Jurabüchern in die 1. Klasse... übernehmt die Bibliothek: https://youtu.be/f7dUM_WVfcA In diesem Sinne, allen ein schönes Wochenende

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    • 03.02.2018 19:20, Hauser Manfred

      Auf diesen Beruf kann man nicht stolz sein.Die meisten Richter sind vorsätzliche rechtsbeuge und die Anwälte schauen hilflos und tatenlos zu!

    • 04.02.2018 12:07, Jan steffan

      Ihr Kommentar hat mir besser gefallen als der Artikel.
      Sehr negatives Bild das hier vermittelt wird.

    • 05.02.2018 08:38, Jemand_NRW

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Misserfolgsquote deutlich höher ist bei den Studenten, die ihre Jura-Motivation durch "Suits" gefunden haben.

      Damals, "zu meiner Zeit", war's Ally McBeal.
      M.E. konnte man recht sicher sagen, welche jungen Studentinnen ihr Studienfach damals nach den im Fernsehen gezeigten Bildern ausgewählt haben... insb. durch das typische Kichern über intelligente Wortbeiträge von Kommilitonen, die sie intellektuell überforderten.

    • 05.02.2018 10:16, RA-for-life

      Um die Motivation von Praktikanten/Referendaren zu testen, geben wir denen grds. erst einmal eine Akte zu einem Sachverhalt des § 8b KStG. Wenn er sich da schon nicht durch den Sachverhalt durchbeißt, wird das später mit der Anwaltskarriere auch nichts.

    • 05.02.2018 12:53, Alita

      "Setzt Euch im Zug mit den Jurabüchern in die 1. Klasse..."
      Was ja dann wiederum die These des Beitrags bekräftigt. 1. Klasse Zugfahren im Studium? BWL-Justus macht´s vor...

    • 05.02.2018 22:22, Maria-Elisabeth Schäffler-Thumann

      Viele Menschen leben mittlerweile im Zug. Vielleicht war das einer von eben jenen mit Dauerticket für die 1 Klasse nur eben ohne festen regulären Wohnsitz. Ich würde das zunächst nicht überbewerten.

    • 06.02.2018 01:43, Maria E

      aber ich bin wirklich dafür, dass diverse Problematiken endlich mal angesprochen werden und nicht alles mit BWLJustus, harry G und Konsorten überspielt wird. Ist langsam nicht mehr auszuhalten.

  • 03.02.2018 12:29, Alex

    Hmmm, dann bin ich wohl eine der großen Ausnahmen, die aus nicht-akademischer Familie UND über den Umweg Fachoberschule in die Justiz gekommen ist. Na Gott sei Dank gucke ich wenigstens nicht Suits o. ä., das wäre dann wohl der berühmte Tropfen zu viel gewesen.

    Spaß beiseite, mir wurden an der FOS 12 Wochen Praktikum am AG und Rechtsunterricht geboten, es war also nicht unbedingt das Schlechteste, das mir passieren hätte können. Ich weiß aber auch nicht, wie die Vorbereitung am Gymnasium genau aussieht.

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    • 08.02.2018 15:32, Alpaka

      nichtvorhanden ist die Vorbereitung am Gymnasium selbst. Die Vorbereitung kommt aus dem Elternhaus oder dem Freundeskreis der Eltern, diese geben den Impuls und die ersten reellen Einblicke in die juristischewn Berufe und federn ab, was an Misserfolgen und Frustrationen im Studium kommt, weil die Lehre über weite Strecken furchtbar schlecht ist. Das Gymnasium ist schlicht viel häufger Sammelbecken von Kindern, deren Eltern Juristen sind oder Juristen als Freunde haben - typische Akademikerhaushalte eben. Einzige Hilfestellung im Unterricht des Gymnasiums selbst können Deutschlehrer sein, die hoche Ansprüche an die in ihrem Unterricht verwendete Sprache haben und entsprechend vorleben.
      Durch die minimalistischen Praktikumsmöglichkeiten (einzelne Wochen in weit vom Abschluss entfernten Jahrgangsstufen, zumindest bei mir...) ist das soziale Umfeld die einzige Möglichkeit, als Gymnasiast Einblicke in Berufe zu erlangen.

  • 03.02.2018 12:48, M.D.

    "Man denkt häufig an den Streiter für Gerechtigkeit, den brillanten Rechts- oder Staatsanwalt."

    Genau das ist der deutsche Jurist offensichtlich nicht! Ironie? Dazu kommen noch Noten aus dem Keller und spätestens dann merken die Leute, dass sie ihre Zeit verschwenden.

    Ich bewerte das auch nicht als bedenklich, sondern als sehr vernünftig. Die Abbrecher machen alles richtig, denn sie ziehen rechtzeitig die Reißleine und weinen dieser Veranstaltung keine Träne nach. Wer nach sieben Jahren Ausbildung und zwei Prüfungen zu den 85% der Nicht-Prädikatsjuristen gehört, hätte schlechte Berufschancen auch mit wesentlich weniger Aufwand haben können.

    Wer unbedingt etwas mit Jura machen möchte, sollte es als Rechtspfleger versuchen. Dort kommt der große Einstellungstest am Anfang und man weiß sofort, was Sache ist.

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    • 03.02.2018 19:53, René G

      Richtigstellung: die 85 % ohne VB haben keinesfalls schlechte Berufsaussichten. Das mag für „ausreichend“ gelten, wenn keine weiteren Qualifikation vorliegen - ein (oberes) „befriedigend“ hingegen eröffnet viele gute Möglichkeiten.

    • 04.02.2018 10:21, M.D.

      Bitte keine Fake News verbreiten, auch wenn es gut gemeint ist. Es geht hier darum, rechtzeitig den Absprung zu schaffen und nicht einem sinnlosen Unterfangen sieben Jahre seines Lebens zu opfern.

      Dazu zitiere ich zwei Beitrage, ich könnte zusätzlich tausende andere zitieren.
      http://www.spiegel.de/karriere/junge-juristen-in-noeten-wettbewerb-aus-der-wohnzimmerkanzlei-a-753280.html
      http://www.spiegel.de/karriere/juristen-haben-schlechte-berufsaussichten-a-907731.html

    • 04.02.2018 10:33, M.D.

      P.S.: Auch ein "oberes befrieidigend" ist ein seltener Abschluss.

      Der Notenschwerpunkt im 2. Examen liegt bei ca. 6,5 Punkten. Das liegt daran, dass der Notendurchschnitt in den Klausuren seit Jahrzehnten stabil bei 5,36 Punkten liegt und sich die Kandidaten im Mündlichen im Schnitt um ca. 1 Punkt + MwSt. verbessern.

    • 04.02.2018 11:05, M.D.

      P.P.S: Zum Thema "ausreichend"
      "Ausreichend" ist nach der gesetzlichen Notendefinition eine Leistung, die trotz ihrer Mängel DURCHSCHNITTLICHEN Ansprüchen noch gerecht wird.

      Ausreichend ist damit eine durchschnittliche Leistung im unteren Bereich. Diese Leute werden jedoch bei der Arbeitssuche behandelt, als seien sie vollkommen inkompetente Stümper, die alles falsch machen.

      Dazu eine kleine Hilfsüberlegung: Die Bevölkerung ist im Schnitt durchschnittlich intelligent, aber dennoch besitzt die Hälfte einen unterdurchschnittlichen IQ.
      Im Studium treffen Abiturienten auf Abiturienten, das heißt der Durchschnitts-IQ in diesem Feld liegt noch mal deutlich über dem Bevölkerungsschnitt. Diese Gruppe darf im Examen anhand von Denksportaufgaben, denn etwas anderes wird nicht abgeprüft, auskämpfen, wer "durchschnittlichen" Anforderungen entspricht. Es ist gar nicht so leicht, unter diesen Bedingungen in der oberen Gruppe zu landen.

    • 04.02.2018 11:18, M.D.

      Weil es so schön ist, noch ein P.P.P.S.:

      Die Notenstufe "befriedigend" gibt es bundeseinheitlich erst seit den 70ern. Die alten Notenstufen hießen "ausreichend", "gut" und "hervorragend". Das ist auch der Grund, warum in der Weimarer Republik die Hälfte der Richter am OLG Frankfurt am Main ihr Examen mit "ausreichend" gemacht hatten. "Ausreichend" war früher nämlich noch das, was drauf stand, nämlich der Nachweis, dass die Prüfung der Befähigung zum Richteramt bestanden wurde, also quasi der juristische Führerschein.

    • 04.02.2018 20:06, René_G

      Sie schreiben oben: “Wer nach sieben Jahren Ausbildung und zwei Prüfungen zu den 85% der Nicht-Prädikatsjuristen gehört, hätte schlechte Berufschancen auch mit wesentlich weniger Aufwand haben können.” Und das stimmt nach meinen (nicht repräsentativ empirisch abgesicherten, sondern mehr anekdotenhaften) Erkenntnissen schlicht nicht. Jedenfalls sind die Juristen in meinem Bekanntenkreis, die kein VB haben alle beruflich ordentlich bis gut untergekommen.

      Wer ausreichend hat, gehört zum Durchschnitt und muss sich, wenn er was besonderes werden möchte, halt anderweitig vom Rest abheben - wie überall. Ansonsten bleiben Ihnen halt normale Juristenjobs.

    • 04.02.2018 21:36, Zukunft die sie meinen

      Werter M.D.,

      leider etwas Wein in das klare Wasser der Erkenntnis.

      Die Zeiten als Abitur, Zeugnisse und Examensnoten noch wirklich etwas über Qualifikation und praktische Intelligenz aussagten sind leider in Deutschland und der westlichen Welt beinah komplett vorbei.
      Es mag zwar noch einzelne Inseln des akademischen Anstands und Ehrgefühls geben aber die fallen leider nicht mehr ins Gewicht.

      Heute ist es für angehende Abiturienten wichtiger zur angesagten bunten Demo zu gehen und /oder das Teddybären werfen und das Bekenntnis zum Generdwahnsinn ohne zu stottern aufsagen zu können als tatsächlich Hochschulreife zu erreichen.
      Also Tatsächlich zu wissen warum, wofür und wie man etwas studieren sollte/sich leisten kann.

      Bei anderen Studiengängen wurde gerade die Zeiten für die Beantwortung von Testfragen verlängert, da die meisten weiblichen Prüfungsteilnehmer nicht rechtzeitig fertig wurden


      Bei der zitierten Studie, wo kann man die den eigentlich im Original lesen und wo kann man die Rohdaten einsehen, wäre ich sehr skeptisch, da sie von Politikern, mit einer bestimmten Absicht, beauftragt wurde und von Soziologen, also "Wissenschaftlern" die zum Zeitpunkt gerade um die Wissenschaftlichkeit ihrer Wissenschaft, also die Überprüfbarkeit von Testergebnissen, arg ringt, durchgeführt wurde.

      Und diese Absicht heißt es zu durchschauen.

      Es geht um eine nachhaltige Abschaffung des bisherigen, deutschen Jurastudiums.
      Ziel 2025. Richtiger Zeitpunkt zur Umstellen ist also jetzt.
      Grund wenn es kein Deutschen Staat mehr gibt braucht es auch keine deutschen Juristen. Das bisschen macht dann der Pförtner.
      Angesagt ist EU-Recht, das Recht der Eliten.
      Englisch als Sprache und amerikanisches Werte, Moral und Recht für die Welt.

      Insofern sind doch dann die Jungs und Mädels ein bisschen früh dran aber immerhin auf dem neuen, richtigen Dampfer, wenn sie sagen: >>Vorkenntnisse? – Ich schaue "Suits"!<<.

  • 03.02.2018 14:45, Frau G

    Bevor ich angefangen habe Jura zu studieren, habe ich verschiedene Studienratgeber gelesen und an einer Sommeruni der juristischen Fakultät teilgenommen. In der Einführungswoche traf ich dann auf Kommilitonen, die nicht wusste, das der Abschluss ein Staatsexamen ist und es nicht darum geht, das Gesetz auswendig zu lernen. Unnötig zu erwähnen, dass man ein Semester später nur noch wenige davon gesehen hat. Von Sachenrecht und ähnlichen besonderheiten wusste ich zwar noch nichts, aber ein bisschen wächst man ja auch mit seinen Herausforderungen

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    • 04.02.2018 22:51, Maria-Elisabeth Schäffler-Thumann

      was genau wollten Sie uns eigentlich mitteilen?

  • 03.02.2018 15:11, Oliver Ettinger

    Der Alltag von Schülerinnen und Schülern, der Weg zur Schule, das Wirtschaftsleben, das politische Geschehen auf örtlicher und überörtlichen Ebenen ist rechtlich überformt - der Bezug ist vorhanden, er muss nur erkannt werden. Freilich kann es wünschenswert sein, ein Schulfach aufzubauen, welches auch rechtliche Inhalte aufbricht, nicht nur als Teil der Gemeinschaftskunde. Aber Mathematik im ersten Semester hat mit Mathe im Abitur auch nicht so viel zu tun, ebensowenig das Medizinstudium mit dem Fach Biologie.
    Wohl dem/derjenigen, der/die kurz- oder mittelfristig mit diesem Studium aufhört, wenn er/sie merkt, dass es nicht gut läuft - nur ist der Abbruch eines Studiums nichts, worin man bestärkt wird, er ist leider eher bemakelt; jedenfalls sich selbst oder denjenigen, die das Studium (mit)finanzieren, muss man das auch erklären (vgl. § 7 Abs. 3 BAföG).
    Möglichkeiten, sich ein Bild vom Studium zu machen, gibt es: Vorlesungen besuchen, Dozenten/innen ansprechen, Informationsangebote nutzen (vgl. etwa http://www.osa2.uni-freiburg.de/rws/index.html).

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  • 03.02.2018 20:07, Tüdelütütü

    In der Juristerei und der Ausbildung dafür scheinen Kritik und mögliche Verbesserungen breit manipulativ zerredet. Dies ebenso in Diskusssionsforen. Man scheint nur gerne Probleme zu wägen, ohne große Änderungen, als Ausdruck von Überlegenhit durch selbstkritische Aufgeklärtheit. Alles soll sexy attraktiv und gut scheinen. Kritik sei mehr querulatorisch. Studenten sollen selbst schuld sein, wenn sie es nicht schaffen. Nur einige seien gut genug. Wer will es da verübeln, wenn viele immer wieder Jura studieren wollen. So weil einem nichts besseres einfällt, als ein vermeintliches Sprach- strukturiertes Denkvermögen und Gerechtigkeitssinn vorzuschieben, wenn man kein Talent für Mathematik, Naturwissenschaften usw. zu haben scheint und trotzdem sozial gut stehen will. Sozialprestige soll allgemein oft bedeutsam für eine Studienwahl sein. Man kann nicht strukturelle Kritik und Verbesserungsideen weit zerreden, alles schön reden und sodann Zuströme kritisieren und die Schuld an Problemen wissenschaftlich eher bei Studenten verorten. Man sollte mehr strukturelle Probleme und mögliche Verbesserungen überdenken und letztere umzusetzen versuchen.

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  • 03.02.2018 20:23, BWLerGangDowntown

    meine beiden jüngeren Geschwister haben auf mein Anraten hin BWL studiert und sind damit weit erfolgreicher als ich mit Jura. Kann man sich auch gut selbständig machen u. mit einem gefragten Schwerpunkt kommt man jederzeit irgendwo unter. Ich habe im Anschluss auch radikal die Schiene gewechselt, da es nicht mehr auszuhalten war. Beruflicher Erfolg in der Juristerei? Nur unter kompletter Aufgabe des Privatlebens. War und ist mir zu blöde.

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    • 03.02.2018 21:45, KarlLagerfeld

      Wer sich als Jurist von seinen jüngeren BWL-Geschwistern überholen lässt hat die Kontrolle über sein Leben verloren

    • 04.02.2018 10:17, BWLerGangDowntown

      wenn die Alternative Jura heißt, dann bitte unbedingt und mit allergrößter Freude ;)

    • 04.02.2018 10:54, topdown

      Karl Lagerfeld ist sprachlich übrigens nicht sonderlich bewandert u. macht Fehler, die ihn stellenweise disqualifizieren. Konnte sich in der Modebranche noch gut hocharbeiten, da anderes Zeitalter. Heutzutage würde er von internationalen Designern eiskalt geschluckt und in der Versenkung verschwinden.

    • 04.02.2018 11:01, topdown

      aber wundert mich, dass nicht-juristische Namen hier überhaupt in`s Spiel gebracht werden. Dachte hier gelte gesammelt die Regel: Nichtjurist = Volltrottel?

    • 05.02.2018 12:20, So mal+unter+uns

      "Beruflicher Erfolg in der Juristerei? Nur unter kompletter Aufgabe des Privatlebens. War und ist mir zu blöde."

      Tja, Erfolg sieht für Sie offensichtlich wie bei Harvey Specter aus. Ich kenne Richter am Amtsgericht, die sehen ihre Tätigkeit als Erfolg und haben mehr als genug Privatleben. Aber R1 reicht denen auch.

      Ich bin aber neugierig: Wie sieht denn ihr neuer Erfolg aus? Bitte mal Butter bei die Fische.

  • 03.02.2018 20:26, Michael

    Ich denke der Grund warum viele das Studium abbrechen ist der Aufbau in dem die Stoffinhalte vermittelt werden. Am Anfang werden total abstrakte Sachen vermittelt, wodurch kein Erkenntnisgewinnung stattfindet was das Lernen zäh macht und man versteht erst im Laufe des Studiums die Zusammenhänge.
    Desweiteren muss den Studenten der Stoff der beherrscht werden muss strukturierter dargelegt werden.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 03.02.2018 20:38, BWLerGangDowntown

      ganz ehrlich Michael, in welchem Jahrzehnt sind Sie stehengeblieben, wenn ich kurz zwischenfragen darf? Sie fahren aktuell mit so ziemlich allem besser .Ich kann Ihnen die Wirtschaftsinformatik empfehlen: Schwerpunkt E-Entrepreneurship. Sie scheinen mir auch im Jahre 2018 noch nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge angekommen zu sein. Die uneingeschränkte Digitalisierung steht kurz bevor. Noch wenige Jahre und Sie werden vollends hinweggeschwemmt werden.

    • 03.02.2018 21:05, Michael

      Hallo,

      Das denke ich nicht. Es wird immer Juristen brauchen. Schauen Sie sich Politiker, Richter etc an. Der größte Arbeitgeber in Deutschland für Juristen ist der öffentliche Dienst. Und Richter werden mehr den je gebraucht bei den Verfahrensdauern teilweise.
      Es geht hier nicht um irgendwelche Digitalisierung oder wollen Sie in Zukunft ihr Urteil in einem Prozess aus einem Computer ausgedruckt bekommen?
      Und klar ist eine Leidenschaft zum fachlichen Grundvoraussetzung, die Sie allen Anschein ja nicht hatten.
      Und es ging mir in meinem Kommentar nicht um die Berufchancen, sondern um den Inhalt und die Struktur des Studiums.

    • 04.02.2018 10:44, bottomup

      ach was gebe ich mir überhaupt die Mühe hier Tipps zu geben. Machen Sie was Sie denken, es muss immer Juristen geben, da auf Examina steil gehen. Ich habe und bleibe bei meinen Standpunkt: außerhalb der Juristerei gibt es bessere Alternativen, die häufig zu besseren Noten führen. Wenn Sie bspw. im Personalwesen arbeiten, haben Sie es meist nur mit BWLern oder Psychologen zu tun.
      Sind diese dümmer? Antwort: Nein.

  • 03.02.2018 22:08, Möglich ist alles

    Dass man aus einem nichtakademischen Haushalt kommt, sollte dennoch nicht von der Wahl dieses Studiums abhalten. Ich habe vor kurzem mein zweites Staatsexamen gemacht. Eine liebevollere Unterstützung als die meiner Eltern (Metzger und Sekretärin) hätte ich mir nicht vorstellen können. Und dass sie mir dieses Studium ermöglicht haben, hat mich sogar zusätzlich motiviert. Es geht alles, wenn man nur will :-)

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.02.2018 10:34, M.D.

      Wenn alles möglich ist, warum gewinnen Sie dann nicht einfach Lotto?

    • 04.02.2018 11:07, topdown

      Lotto ist so yesterday, Kollege. Empfehle Spielcasino, Sport- und für ganz mutige: Pferdewetten. Da wurde bislang fast noch jeder glücklicher als in der Juristerei.

    • 04.02.2018 13:24, M.D.

      Geschäftsmodelle im Wandel der Zeit...

      Urwaldschamane:
      Wer fest an die Götter glaubt, wird wieder gesund. Stirbt der Patient, war sein Glauben nicht stark genug.

      Motivationstrainer:
      Man kann alles erreichen, wenn man den Erfolg nur wirklich will und sich auch entsprechend anstrengt. Klappt es nicht, so war entweder der Wille nicht stark genug, oder man hat sich nicht ausreichend darum bemüht.

  • 03.02.2018 23:19, Hartmann

    Interessant15

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 04.02.2018 01:14, RA Dr.+Martin+Riemer

    Ein Anfang könnte sein, dass man auf die Staatsexamen verzichtet und stattdessen zu einem credit-point-System übergeht. Da wäre der unnötige Examensstress später geringer und die Studenten hätten Motivation, über die Dauer des Studiums etwas für ihren Abschluss zu tun.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 04.02.2018 01:15, RA Dr.+Martin+Riemer

    Ein Anfang könnte sein, dass man auf die Staatsexamen verzichtet und stattdessen zu einem credit-point-System übergeht. Da wäre der unnötige Examensstress später geringer und die Studenten hätten Motivation, über die Dauer des Studiums etwas für ihren Abschluss zu tun.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.02.2018 17:35, M.D.

      Man könnte z.B. absolut und nicht relativ zum Durchschnitt bewerten. So kann zumindest theoretisch jeder Teilnehmer eine gute Note schreiben und nicht nur jeder Fünfte.

      Man könnte z.B. die mündliche Prüfung zuerst durchführen, so dass es keine Vornote gibt, die der Prüfungskommission bekannt ist.

      Man könnte es auch wie andere Staaten machen und die Ausbildung von Anwälten und Richtern trennen (Österreich, Italien, England, USA).

      Man könnte neben Klausuren auch standardisierte Multiple-Choice Tests einführen (USA).

      Man könnte in jeder Klausur zwei verschiedene Aufgaben zur Wahl stellen (England).

      Man kann alles mögliche machen, nur es macht keiner.

      Warum?

      Weil das bestehende System bislang die benötigte Selektion ermöglicht hat. Dass dabei auch fähige Kandidaten auf der Strecke bleiben, ist der Justiz egal.

    • 05.02.2018 13:39, Jemand_NRW

      M.D.:

      Genau, man muss einfach nur dafür sorgen, dass es mehr gute Noten gibt!

      ...dann finden auch automatisch mehr absolventen ihren Weg in attraktive Jobs bei Großkanzleien, öD, Unternehmen, etc.
      - weil dort, nach Ihrer Logik, dann ja scheinbar zahllose neue Stellen geschaffen werden...

      Herr, lass Hirn regnen.

    • 05.02.2018 14:06, M.D.

      Es geht nicht darum, mehr gute Noten zu produzieren. Es geht darum, dass ein leistungsstarker Jahrgang auch überdurchschnittlich bewertet werden darf. Aktuell steht dem nämlich die RELATIVE Bewertung im Weg. Derzeit wird nämlich auf den ominösen Durchschnitt reduziert. Wenn überraschend viele Kandidaten einen Fall ansprechend lösen, dann wird er ex-post als (zu) leicht bezeichnet und einfach härter korrigiert.

      Das Ergebnis ist, dass ein Jurist, der 1975 sein Examen gemacht hat, sein Leben lang dieselbe Befähigung beigemessen bekommt, wie ein Jurist aus 2018. Dabei ist völlig egal, dass der eine fünf Gesetzesnovellen verschlafen hat und erste Anzeichen von Demenz aufzeigt, während der andere sich gerade durch das härteste Examen aller Zeiten gekämpft hat. Steigerungsform deshalb, weil die Anforderungen über Jahrzehnte stetig ansteigen.

      Lustigerweise entspricht dieser Anstieg einer Art Inflationsausgleich. Im Jahr 2004 hatten die Musterlösungen er Aktenvorträge noch eine Seite, dann wurde die Schriftgröße immer kleiner, und heutzutage sind es zwei Seiten.

    • 07.02.2018 14:51, Sergeant Rumpel

      Das mit der Schriftgröße der Musterlösungen kann ich bestätigen. Für die Musterlösungen brauchte ich - ohne Witz - fast eine Lupe. Da wurde - damit es noch auf eine Seite passt - ein Teil des Textes kleiner ausgedruckt und auf den unteren Rand der Seite kopiert. Wohlgemerkt: Die offizielle Musterlösung für den Korrektor. Das war 2014.

  • 04.02.2018 08:48, Ich

    Jura ist Lotto. Selbst die Dozenten geben offen zu, dass es eine Glückssache ist, wie eine Arbeit benotet wird und immer auf ca. 50% Durchfallquote korrigiert wird. Letztens gab es doch sogar einen praktischen Versuch, der genau das bewiesen hat.
    Dazu kommt, dass Juristen das Gesetz herzlich egal ist, es wird reininterpretiert ohne Ende. Nicht von einzelnen, sondern von der ganzen Zunft. Es geht um Studium nicht darum, dass Gesetz zu lernen, sondern die zumeist ungeschriebenen Auslegungen.
    Natürlich gibt es Studenten, die sich nicht vorbereiten, nichts kapieren, allerdings längst nicht so viele, wie mit jeder Klausur rausgekegelt werden.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.02.2018 10:13, bottomup

      klar, viel zu langwierig. Muss man sich nicht mehr geben, verplempern nur Ihre Jugend, häufig noch den Anschluss. Kenne viele, die sitzen mit 4-6 Punkten im öD Teilzeit für 800 netto. Männer, wohlgemerkt. Da können Sie gleich nochmal was anderes nachstudieren. Machen Sie etwas anderes. Fast überall sind Sie mittlerweile besser bedient. Aktuell tendiere ich sogar dazu, die Geisteswissenschaften als höherwertig einzustufen.

    • 04.02.2018 11:54, AS

      „Es geht um Studium nicht darum, dass Gesetz zu lernen, sondern die zumeist ungeschriebenen Auslegungen.“

      Das ist aber auch der Grund dafür, dass man Jura nicht nach der mittleren Reife lernen kann, sondern an der Uni studieren muss. Dabei wird es mittelfristig auch bleiben, da der Subsumtionsautomat noch nicht in Sicht ist.
      Im Übrigen ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, bspw. auf BWL umzusatteln, wenn man merkt, dass Jura nicht das Richtige für einen ist. Und dieser Verdacht liegt nahe, wenn man ernsthaft meint, dass den Juristen das Gesetz egal sei.

  • 04.02.2018 11:28, Augustus Aurelius Valentin

    Kleine Zusammenfassung meines Werdeganges:

    Ich sitze mit 2x befriedigend, Promotion und Master nun im gehobenen Dienst, musste dafür extra nach München ziehen und habe mit diesem Gehalt auf legalem Wege keine Wohnung erhalten, dafür musste ich drei Gehaltsnachweise faken. Zuvor habe ich ein Jahr krank gefeiert, alter AG hat mir aber ein Arbeitszeugnis gefälscht, so dass es keiner mitbekommen hat. Durch die Promotion habe ich mich übrigens gehartzt.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.02.2018 12:10, Xaver Maximilian Viktor

      gut gemacht Kollege, Willkommen zurück. Sagen Sie Bescheid, an welchen Abenden Sie nicht betrunken und noch ansprechbar sind, damit wir gemeinsam durch die schmuddeligen Ecken ziehen können. Danke.

    • 04.02.2018 15:54, Maria-Elisabeth Schäffler-Thumann

      Ihr Werdegang, die Detail an dieser Stelle außen vorgelassen, hat mich im Großen und Ganzen überzeugt. Danke Ihnen an dieser Stelle für`s Teilen. Nur eine Sache noch: bei der Auswahl der Lokalitäten - gerade in volltrunkenem Zustand - sollten Sie etwas wachsam sein. Vielerorts fängt man sich heutzutage schnell sehr unangenehme Dinge ein, bei denen sich die ein oder andere Krankenkasse schnell querstellt.

    • 05.02.2018 09:01, Jemand_NRW

      mir deucht:
      selber schuld!

      Mit den Qualifikationen muss man nicht gD arbeiten und man muss insbesodnere nicht in eine der teuersten Städte Deutschlands umziehen.
      Zudem spricht gerade ein Doktortitel für eine Tätigkeit als Anwalt oder ggfs. Wirtschaft; im öD ist er kaum von Bedeutung.

    • 05.02.2018 09:12, AS

      Sie haben diese krude Story jetzt aber nicht wirklich geglaubt, oder?

    • 05.02.2018 13:42, Jemand_NRW

      @ AS:

      Ob die krude Story wahr oder unwahr ist, interessiert mich gar nicht (zumal sie hier ohnehin nicht überprüft werden kann).

      Entscheidend ist, die Aussage, die aus der Story hervorgeht: dass man mit vergleichsweise guten Voraussetzungen als Jurist es trotzdem so schwer haben könne.
      ...dieser These kann nicht gefolgt werden, aus o.g. Gründen ("selbst schuld").

    • 05.02.2018 13:45, Jemand_NRW

      PS:
      Aber jetzt, da Sie nachfragen: ich halte die Geschichte nicht für "krude" genug, dass sie nicht wahr sein könnte.

    • 08.02.2018 16:29, Gaius Faulus

      Dass einem während der Promotion Leistungen nach dem SGB II zustehen gehört spätestens seit dem Urteil des LSG Sachsen-Anhalt vom 17.08.08 (L 2 AS 71/06) zum gesicherten Stand juristischer Erkenntnis.

      Dieses Verhalten ist daher nicht nur völlig legal, sondern auch legitim.
      Und zumindest insoweit ist die Geschichte auch nicht krude. Das Urteil kommt ja nicht von ungefähr.

      Vom Fälschen von Arbeitszeugnissen würde ich allerdings abraten. Ich gebe zu, die Versuchung ist groß, aber mit einer berufsbezogenen Straftat wäre ich eher vorsichtig.

  • 04.02.2018 15:32, RA Heinrich V

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich finde, dass Personen aus nicht-akademischen Familien an juristischen Fakultäten nichts verloren haben. Diesen ungebildeten Proleten möchte man als Studierender der Jurisprudenz nicht auf dem Campus über den Weg laufen. Jura ist nunmal kein Allerweltsstudiengang und sollte der intelektuellen und wirtschaftlichen Elite des Landes vorbehalten bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen

    RA Heinrich V

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 04.02.2018 16:15, Maria-Elisabeth Schäffler-Thumann

      Sehe ich ganz genauso, aber ich kann Ihnen versichern: irgendwann sehen Sie diese ganzen Fleischer-, Bäcker- und Bauernsöhne gar nicht mehr.

    • 04.02.2018 18:27, AS

      Nicht völlig auszuschließen ist natürlich, dass Ihnen der Pöbel später im Berufsleben wieder über den Weg läuft. Wenn etwa ein Fleischer/Bäcker/Bauer die Frechheit besitzt, Sie in Ihrer Kanzlei zu behelligen, weil Ihre Sekretärin nicht aufgepasst und ihm einen Termin gegeben hat. Scheußliche Vorstellung...

    • 04.02.2018 20:11, Manu

      Die Kommentare dürften wohl kaum ernst gemeint sein. Von daher sollte man dies eher gelassen sehen. Inhaltlich natürlich vollkommen absurd und keines Kommentars würdig. Was den sozialen Hintergrund angeht: Bin selbst Arbeiterkind, aber alleine meine Note im ersten Examen dürfte wohl höher sein, als die Noten der vorredenden Oberschicht aus 1. und 2. Examen zusammen, habe eine Doktorarbeit und einen LLM und mein IQ liegt wahrscheinlich min. 30 Punkte höher, als der von Heinrich V oder Maria. Im Übrigen finde ich immer total geil, wenn sich Leute irgendetwas auf ihre Herkunft, ihren Hintergrund oder die Schicht einbilden, aus der sie stammen, nur um irgendwann zu merken, dass nicht sie irgendetwas erreicht haben oder gut oder intelligent sind, es keine eigenen Leistungen waren, sondern sie sich etwas auf die Leistungen ihrer Eltern und Großeltern einbilden. Wenn man selbst was erreicht hat, kann man stolz darauf sein. Nur geboren worden zu sein, naja, das bekommen auch andere hin ...

    • 04.02.2018 20:42, RA Heinrich V

      Sehr geehrter Herr Manu,
      ihre Geschichten kaufe ich ihnen nicht ab. So ein ausgeprägter Geltungsdrang lässt doch auf ernsthafte Minderwertigkeitskomplexe schließen. Sie sind doch sicher einer dieser angesprochenen Präkariatskinder, die mit ihren hartzenden Eltern jeden Abend vor dem Fernseher verbringen und sich Serien wie Suits anschauen. Widerwärtig finde ich soetwas. Pfui

      Mit freundlichen Grüßen

      RA Heinrich V

    • 04.02.2018 21:05, Maria S

      ich habe geerbt und widme mich ausschließlich der Kunst, ausgedehnten Weltreisen und wohltätigen Zwecken. Sie, Manu, gehören leider nicht dazu. Ich freue mich trotzdem immer, wenn es auch Menschen aus niederen Schichten zu etwas bringen. Nur bin ich deshalb in der Pflicht gezielt Ihre Gesellschaft suchen? Eher nicht.

    • 04.02.2018 21:35, AS

      Was für eine Bullshit-Debatte! Gott sei Dank ist das Wochenende bald rum und wir haben hoffentlich alle wieder besseres zu tun.

    • 04.02.2018 22:03, Maria-Elisabeth Schäffler-Thumann

      Das sicherlich, bei mir startet der Flieger morgen früh schon gegen 6 Uhr - diesmal Destination Dubai, Burj al arab. Es ist mir in Deutschland aktuell etwas zu windig. Ich denke bei Ihnen wird die kommende Woche ähnlich geruhsam werden. Insofern gutes Gelingen. Ich werde mich aufgrund längerer Ortsabwesenheit nun vorerst nicht mehr beteiligen können und bitte um allgemeines Verständnis.

    • 05.02.2018 13:55, Bieradel

      Studierende!? Jetzt reißen Sie sich mit Ihrem Genderkram aber mal am Riemen! Was sollen denn die Korpsbrüder denken!

  • 04.02.2018 16:04, Referendar Köln

    Eine Studie, die 170 Studienabrecher und 165 Absolventen befragt soll repräsentativ sein?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 05.02.2018 08:59, Jemand_NRW

      ...insbesondere:
      wie will man beurteilen, dass diejenigen, die ohne Abitur studiert haben (wie viele mögen das von insgesamt 335 sein? Zwei? Drei?), besonders "häufig" abgebrochen hätten (nämlich: 1 von 2 oder 2 von 3, oder wie..?)??

  • 05.02.2018 00:24, Dimitria

    Wie gut, dass ich was Naturwissenschaftliches gelernt habe.
    Die Jurastudenten in ihren edlen Jankern mit den dicken Gesetzbüchern unterm Arm, in denen ihr ganzes Wissen und noch mehr komprimiert waren, über die haben wir herzhaft gelacht.
    Das waren so zukünftige Karl-Theodor zu Guttenberg.

    - aber Rächer der Witwen und Waisen wollen ja nicht alle Jurastudenten werden

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 05.02.2018 10:18, RA-for-life

    Um die Motivation von Praktikanten zu testen, geben wir denen grds. erst einmal eine Akte zu einem Sachverhalt des § 8b KStG. Wenn er sich da schon nicht durch den Sachverhalt durchbeißt, wird das später mit der Anwaltskarriere auch nichts.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 05.02.2018 14:08, M.D.

      Lol, den muss ich mir merken!

  • 09.02.2018 10:43, GrafLukas

    >> "Es gibt kaum ein anderes Fach, zu dem die Bewerber
    >> aus ihrer Schulzeit so wenig Bezugspunkte haben"

    Wer Abitur hat, hat mindestens 12 Jahre lang Deutschunterricht gehabt. Das wichtigste Werkzeug des Juristen ist Sprache - Textverständnis und Ausdrucksfähigkeit mündlich und schriftlich. Das und etwas Fleiß oder Intelligenz reicht für ein solides Studium, wer Fleiß und Intelligenz hat ist schon schwer auf Prädikatskurs.

    Warum wird ausgerechnet bei Jura und BWL immer gejammert, dass man in der Schule keine konkreten Vorkenntnisse erwirbt? Ich habe in der Schule auch nullkommanix über Architektur, Ökotrophologie oder Facility Management gelernt und auch die naturwissenschaftliche Vorbildung reicht gerade mal für die Aufnahmeprüfung in den Naturwissenschaften. Aber ausgerechnet bei den Massenfächern Jura und BWL fehlt Vorbildung? Warum?

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 09.02.2018 14:11, EgonBonn

    Sprache ist nicht alles. Das Ganze ist auch mit einer digitalen Denkweise verbunden, die mit Kategorien von Sprache im engeren Sinne meiner Meinung nach nicht erfasst wird. Diese Denkweise wiederum beeinflusst durchaus die eigene Person und das Verhältnis zu anderen. Man wird als Träger geheimen Wissens angesehen, außerdem auch gern als Schuldiger an allen Übeln dieser Welt.
    Man kann es drehen und wenden, wie man möchte: Jura nervt, vom ersten Tag des Studiums bis in den Ruhestand hinein, vermute ich einmal vorwegnehmend.
    Das ist auch daran zu erkennen, dass es hier ja teilweise übler als bei Focus-Online zugeht. Eigentlich nicht hinnehmbar. Aber wenn's schön macht ...

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 09.02.2018 15:18, Dimitria

      wissen Sie was, EgonBonn, arbeiten Sie doch nur noch Teilzeit, ziehen Sie in eine kleinere Wohnung + machen Sie sich Ihre digitale Denkweise - die man in der Juristerei bislang ja leider noch recht selten antrifft - zu nutze und bauen Sie sich ein zweites Standbein auf. Eines, das Sie glücklich macht. Durch reine Leistung ist in Deutschland noch keiner zu Glück oder gar Reichtum gekommen. Was hingegen gesichert ist, ist der direkte Weg in ein Burnout - gerade die Fleißigen und Mutigen laufen Gefahr. Als Single dürfen Sie übrigens ihren Wohnraum selbst zahlen (weil WG ist ja auch assi) u. haben mitunter die höchsten Abzüge. Ich würde mich beruflich breiter aufstellen und in andere Sparten hineinschnuppern, alles andere ist auf Dauer irrsinnig. Gerade wenn man in der eigenen Schiene nicht mehr happy ist.

  • 10.02.2018 09:48, 本字典於

    本字典於民國八十九年六月發行,本版為民國九十三年一月臺灣學術網路????

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 10.02.2018 09:51, 本字典於

      本字典以正字為編輯綱領,逐字附上形音義及所領屬的異體字。
      (global delivery, everything on stock!)

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