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International, exotisch, lebensnah: 7 Sta­ti­ons­vor­schläge für das Refe­ren­da­riat

von Marcel Schneider

26.10.2016

3. Auswärtiges Amt

© Tom-Hanisch - Fotolia.com

 

Seit eh und je zählt die Arbeit in einer der deutschen Botschaften im Ausland zu den begehrtesten Stationsplätzen. Die Aussicht, ein paar Monate als Expat zu leben und die Arbeit als Diplomat kennenzulernen, lockt regelmäßig mehr Bewerber an, als Plätze zu vergeben sind. Das Auswärtige Amt sortiert die Bewerber daher nach einer Punktzahl, die anhand von Kriterien wie beispielsweise Examensnote, zusätzliche Berufsausbildung oder Sprachkenntnisse errechnet wird.

Wie genau diese Merkmale bei der Bewertung einfließen, ist nicht bekannt. Wer aber nicht genommen wird, bekommt das ziemlich zügig mitgeteilt. Die Übrigen werden dann auf die vakanten Ausbildungsstellen in aller Welt verteilt. Dabei können sie zwar Vorlieben angeben, eine Garantie auf einen bestimmten Ausbildungsort gibt es aber nicht.

Beruhigend: Erfolgreiche Bewerber erzählen regelmäßig, dass die Examensnote allein kein K.O.-Kriterium ist; vorherige Auslandserfahrung soll aber ein maßgeblicher Faktor sein – egal, ob man schließlich bei der Botschaft im Iran, in Wien oder in Nicaragua landet.

Zitiervorschlag

Marcel Schneider, International, exotisch, lebensnah: 7 Stationsvorschläge für das Referendariat . In: Legal Tribune Online, 26.10.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/20976/ (abgerufen am: 22.10.2020 )

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Kommentare
  • 26.10.2016 11:57, Riven

    Nette Anregungen, danke dafür.

  • 26.10.2016 15:35, Michael Söchtig

    Auswärtiges Amt kann ich nur empfehlen. Aus unserer Kölner Referendars-AG waren wir insgesamt 4 von 25, die seinerzeit schon in der Verwaltungsstation beim auswärtigen Amt waren.

    Eine Kollegin war in New York, einer in L.A, einer in Honduras, ich war "nur" in Kopenhagen. Das war schon schön, während die Kollegen von Juni bis August in der Verwaltungs-AG 5h lange Klausuren schreiben mussten, wurde ich mit dem Botschafts-Mercedes zu lustigen Veranstaltungen gefahren, bei denen man bei Rotwein und Schnittchen den Botschafter ablösen und mit Mitgliedern des Königshauses diskutieren durfte. Eine Kollegin kam sogar in den UNO Sicherheitsrat.

    Nachteil des ganzen: Es ist je nach Stadt ziemlich teuer, und man bekommt vom A-Amt keine Unterstützung, lediglich ein Auslandszuschuss wird vom Land NRW gewährt (kümmerliche Höhe). Da geht die Unterhaltsbeihilfe schon für die Miete drauf.

    Prädikatsexamen ist nicht nötig, allerdings sollte man im Ausland gewesen sein. Man muss sich mindestens 8 (?) Monate vorher bewerben, sprich sofort, wenn das Referendariat begonnen hat. Dafür bekommt man aber auch schnell bescheid.

    Wohnung etc. muss man alles selber organisieren, wobei die Vorgänger einem da meist helfen können.

    Ich würde es immer wieder machen.

  • 27.10.2016 15:24, Michael Romano

    Ein Visum für die USA kostet 171 Euro + Kosten für Übersetzungen von Unterlagen, die eingereicht werden müssen. Und welche Bearbeitungszeit für einen Referendar lange, wenn er sich für manche Stationen (auch in Deutschland) bereits vor mehr als 8 Monaten bewerben muss.

  • 27.10.2016 16:09, Hendrik

    Selbst in der Verwaltungsstation kann man mehr sehen, als nur ein Verwaltungsgericht, wie etwa eine IHK oder ähnliches.
    Ein bisschen Eigeninitiative lohnt sich absolut!

  • 19.04.2017 13:13, Der Faule Lenzer

    Ich war 2009 in der Verwaltungsstage bei der AHK London im Legal Department... tolle Erfahrung! Gearbeitet habe ich zwar kaum, dafür umso härter gefeiert und mich um die weiblichen Kolleginnen gekümmert... Alles tutti - ich käme gerne wieder ;-)