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International, exotisch, lebensnah: 7 Sta­ti­ons­vor­schläge für das Refe­ren­da­riat

von Marcel Schneider

26.10.2016

Im Referendariat kann man alles Mögliche ausprobieren – und das sollte man auch. Bloß: Was genau eigentlich? Wer noch auf der Suche ist, kann sich von diesen sieben spannenden Stagen im In- und Ausland inspirieren lassen.

Nicht erst bei der Wahl-, sondern schon bei der Verwaltungs- und der Anwaltsstation können (und müssen) Referendare sich ihren Ausbilder selber suchen. Zwar sind sie dabei etwas weniger frei, weil der Ausbilder zur Ausrichtung der jeweiligen Stage passen muss und für Auslandsaufenthalte je nach Bundesland gewisse Beschränkungen gelten können. Dennoch muss man nicht unbedingt bis zur Wahlstation warten, um sich einen besonderen Wunsch zu erfüllen – auch, wenn diese sich am besten dazu anbietet.

Allen dreien ist aber gemein: Wer etwas Besonderes ausprobieren und erleben will, muss sich früh kümmern. Neben allgemeinen Fragen wie der Finanzierung – große Sprünge lassen sich allein mit der kargen Unterhaltsbeihilfe meist nicht machen – gilt es, stationsbedingte Angelegenheiten zu klären: Wie frühzeitig muss ich mich bewerben? Wie komme ich vor Ort an eine Wohnung? Und falls es international sein soll: Was kostet das Visum und woher bekomme ich es?

Bevor es aber so weit ist, stellt sich die schwierigste aller Fragen: Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt? Lust, mal irgendwie "was anderes" zu machen, haben viele – konkreter wird es oftmals nicht. So kann es schon schwierig werden, überhaupt herauszufinden, welcher Ausbilder was anbietet. Vom Dienstherrn oder dem zuständigen Oberlandesgericht gibt es Listen bekannter Ausbilder, die Referendare annehmen und als erster Anhaltspunkt dienen können. Wer etwas Ausgefalleneres sucht, wird aber eher durch Internetrecherche oder Tipps von Kommilitonen fündig. Oder auf den folgenden Seiten.    

Zitiervorschlag

Marcel Schneider, International, exotisch, lebensnah: 7 Stationsvorschläge für das Referendariat . In: Legal Tribune Online, 26.10.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/20976/ (abgerufen am: 20.08.2019 )

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Kommentare
  • 26.10.2016 11:57, Riven

    Nette Anregungen, danke dafür.

  • 26.10.2016 15:35, Michael Söchtig

    Auswärtiges Amt kann ich nur empfehlen. Aus unserer Kölner Referendars-AG waren wir insgesamt 4 von 25, die seinerzeit schon in der Verwaltungsstation beim auswärtigen Amt waren.

    Eine Kollegin war in New York, einer in L.A, einer in Honduras, ich war "nur" in Kopenhagen. Das war schon schön, während die Kollegen von Juni bis August in der Verwaltungs-AG 5h lange Klausuren schreiben mussten, wurde ich mit dem Botschafts-Mercedes zu lustigen Veranstaltungen gefahren, bei denen man bei Rotwein und Schnittchen den Botschafter ablösen und mit Mitgliedern des Königshauses diskutieren durfte. Eine Kollegin kam sogar in den UNO Sicherheitsrat.

    Nachteil des ganzen: Es ist je nach Stadt ziemlich teuer, und man bekommt vom A-Amt keine Unterstützung, lediglich ein Auslandszuschuss wird vom Land NRW gewährt (kümmerliche Höhe). Da geht die Unterhaltsbeihilfe schon für die Miete drauf.

    Prädikatsexamen ist nicht nötig, allerdings sollte man im Ausland gewesen sein. Man muss sich mindestens 8 (?) Monate vorher bewerben, sprich sofort, wenn das Referendariat begonnen hat. Dafür bekommt man aber auch schnell bescheid.

    Wohnung etc. muss man alles selber organisieren, wobei die Vorgänger einem da meist helfen können.

    Ich würde es immer wieder machen.

  • 27.10.2016 15:24, Michael Romano

    Ein Visum für die USA kostet 171 Euro + Kosten für Übersetzungen von Unterlagen, die eingereicht werden müssen. Und welche Bearbeitungszeit für einen Referendar lange, wenn er sich für manche Stationen (auch in Deutschland) bereits vor mehr als 8 Monaten bewerben muss.

  • 27.10.2016 16:09, Hendrik

    Selbst in der Verwaltungsstation kann man mehr sehen, als nur ein Verwaltungsgericht, wie etwa eine IHK oder ähnliches.
    Ein bisschen Eigeninitiative lohnt sich absolut!

  • 19.04.2017 13:13, Der Faule Lenzer

    Ich war 2009 in der Verwaltungsstage bei der AHK London im Legal Department... tolle Erfahrung! Gearbeitet habe ich zwar kaum, dafür umso härter gefeiert und mich um die weiblichen Kolleginnen gekümmert... Alles tutti - ich käme gerne wieder ;-)