Prüferseufzer Teil III - Hausarbeiten: Sch­reibt (euch) nicht ab!

von Prof. Dr. Roland Schimmel

19.01.2016

Die vorlesungsfreien Wochen: Zeit für Jurastudenten, mit Hausarbeiten der Wissenschaftlichkeit zu frönen. Und danach Zeit für Korrektoren, sich in Geduld zu üben und ihre Nerven zu stählen. Prüfer Roland Schimmel weiß, wovon er spricht.

Die letzten an gleicher Stelle dokumentierten Prüferseufzer befassten sich mit unnötigen Fehlern in Klausuren. Weil aber unter dem klausurtypischen Zeitdruck einfach schnell etwas schief geht, drückt man als Prüfer öfter mal ein Auge zu.

Wie schön, wenn dann zur Abwechslung mal die Korrektur einer Hausarbeit ansteht. Hier bekommt man nur Texte zur Bewertung, an deren Formulierung die Verfasser wochenlang bis ins feinste Detail haben feilen können. Endlich können sie mal zeigen, was sie wirklich können. Und der Korrektor hat das Vergnügen, feinste juristische Sachprosa lesen zu dürfen – zumindest in der Theorie.

Denn obgleich das "Prüfungsformat Hausarbeit" ein Leistungsniveau erhoffen lässt, das Seufzer aller Art geradezu ausschließen sollte, schlägt man als Leser mitunter hart auf dem Boden der Wirklichkeit auf. Im Folgenden ein paar ernüchternde Erkenntnisse aus der letzten Hausarbeiten-Phase.

Auch unbestimmte Artikel haben einen Kasus

Mit der Sprache fängt es an. Hier und da lässt man vielleicht einmal Fünfe gerade sein, wenn der Verfasser im Deutschen erkennbar nicht völlig sattelfest ist – obwohl gerade diese Eigenschaft künftigen Juristen gut zu Gesicht steht. Verschmelzen etwa Einrede und Gegenrechte zu Gegenrede, dann ist das Gemeinte mit gutem Willen aus dem Zusammenhang einigermaßen verlässlich zu erschließen. Manchmal sind es auch lustige kleine Alltagsverwechslungen, etwa wenn aus einem zwingenden Schluss ein zwanghafter wird. Auf dem Vormarsch ist in den letzten Jahren das Verwechseln von Einigung und Eignung. Und die mangelhafte und die mangelnde Sache sind immer noch nicht gleichbedeutend. Als Verfasser tut man deshalb gut daran, jedes Wort am Ende noch einmal zu überdenken, denn die Geduld des Lesers ist groß, aber auch endlich.

Im Literaturverzeichnis lacht den Prüfer an: ein Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit Nebensätzen statt Nebengesetzen. Wäre das nicht schön - ein BGB ohne Nebensätze? Und dazu dann noch ein Kommentar, wenn es einen solchen dann überhaupt noch bräuchte. Am besten ebenfalls ohne Nebensätze.

Dass "A kann gegen B ein Anspruch haben" aber fast schon als richtig gilt, jedenfalls irritierend weit verbreitet ist, kann man nur bedauern. Wer als Korrektor aber auf dieser banal-grammatikalischen Ebene Verbesserungsanmerkungen setzen will, bekommt viel zu tun. Viele Prüferkollegen lassen es resigniert bleiben. Sollen die Kandidaten  doch ihren Deutschlehrern die Schuld geben, wenn sie eines Tages in den Momenten, wo es wirklich darauf ankommt, scheitern.

Die Sache mit dem "oder" und dem "und"

An Grenzen stößt aber des Lesers Neigung zur wohlwollenden Interpretation, wenn es um die Logik der Sache geht, die in allen Sprachen gleich bleibt, egal wie groß die Schwierigkeiten des Kandidaten mit Deutsch als Zweit- oder Drittsprache sein mögen. Die Konjunktionen und und oder, nur mal so als harmloses Beispiel, sollten Juristen verlässlich auseinanderhalten können. Dass Verwechslungen hier schnell zu dicken inhaltlichen Fehlern führen können, wird durch folgendes Beispiel deutlich:

Man stelle sich eine Norm mit sieben Tatbestandsmerkmalen vor, die entweder alle durch und oder eben durch oder miteinander verknüpft sind. Im ersten Fall ist das Eintreten der Rechtsfolge deutlich voraussetzungsreicher als im zweiten. Eigentlich offensichtlich, oder?

Doch die beiden Konjunktionen werden tatsächlich immer wieder  verwechselt. So findet sich kurz nach dem – richtigen – Satz "Der Schuldner hat Vorsatz und Fahrlässigkeit zu vertreten" die – unglückliche bis falsche – Formulierung "Nach § 280 I iVm § 276 kann der Gläubiger nur Ersatz des entstandenen Schadens verlangen, wenn der Schuldner Vorsatz und Fahrlässigkeit zu vertreten hat." Wer unter den letzten Satz wirklich subsumieren wollte, geriete in arge Verlegenheit. Die Verknüpfung zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit ist nämlich gewiss nicht kumulativ.

Verschärfend kommt hinzu, dass das oder ein exklusives ist, denn Vorsatz und Fahrlässigkeit schließen sich begrifflich gegenseitig aus. Der Sache nach ist es daher unnötig, unter den genannten Obersatz zu subsumieren. Es kann nämlich kein positives Ergebnis am Ende stehen – durch die Formulierung ist ein Schadensersatzanspruch von vornherein ausgeschlossen. In einer Klausur mögen Prüfer derlei als der Eile geschuldete kleine Schusseligkeit ignorieren, in einer Hausarbeit eher nicht.

Zitiervorschlag

Roland Schimmel, Prüferseufzer Teil III - Hausarbeiten: Schreibt (euch) nicht ab! . In: Legal Tribune Online, 19.01.2016 , https://www.lto.de/persistent/a_id/18188/ (abgerufen am: 24.09.2018 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 19.01.2016 17:55, Leidensgenosse

    Ich bin so froh, dass es nicht nur mir so geht - mir fallen gerade die in 2 Hausarbeiten auftauchende Fußnote "Töndle/Fischer" ein sowie die übereinstimmenden Inhaltsverzeichnisse, in denen unter jeder Überschrift auch der jeweilige Obersatz abgedruckt war.

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  • 19.01.2016 23:14, Fehlerteufel

    Sehr erfrischend geschrieben, bin aus dem Schmunzeln/Lachen nicht mehr rausgekommen. "Verdreckte Regelungslücke" - made my day.

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  • 20.01.2016 01:19, Xy

    T[r]öndle/Fischer.. Ich hoffe, es geht um eine rechtshistorische Hausarbeit.

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    • 23.01.2016 13:37, Zz

      Ja, das passiert eben, wenn man als Korrektor zu sehr darauf vesessen ist, Tippfehler zu finden - es entgeht einem nicht nur die Verwendung veralteten Schrifttums, sondern häufig eben auch inhaltliche Fehlleistungen.

    • 25.01.2016 07:24, Examenskandidatin

      Zz hat Recht. Eigentlich sind nicht die Geprüften das Problem, sondern die Prüfer. Spiele mit dem Gedanken, eine Pattform einzurichten - Sie soll heißen www.meinpruefer.de. Da bewerten wir dann zurück.

    • 26.01.2016 20:05, funbelievable

      Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, war noch stets die Badehose schuld.

  • 20.01.2016 11:00, Erwin

    "...wenn sie eines Tages in den Momenten, wo es wirklich darauf ankommt, scheitern. "
    Die temporalen Momente mit der Lokaladverbiale "wo" zu verknüpfen, zeugt m. E. auch nicht eben von brillantem Sprachgefühl...

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    • 20.01.2016 12:13, Duden45

      ... woran man man wieder einmal sieht, wie weit man selbst mit schlechtem Deutsch kommen kann. Kein Grund zum Verzweifeln für alle, die "das" und "dass" nicht auseinanderhalten können.

    • 26.01.2016 20:08, wenn man keine Ahnung hat...

      ... einfach mal in den Duden schauen...
      "Bedeutungsübersicht
      1. an welchem Ort, an welcher Stelle?
      2a. räumlich; an welchem Ort, an welcher Stelle
      2b. zeitlich; zu welcher Zeit
      2c. (landschaftlich salopp, nicht standardsprachlich) in Bezug auf jemanden, ..."

    • 03.02.2016 07:37, Erwin

      ...das "wo" ist zwar laut Duden möglich, aber ich habe auch nicht von "falsch", sondern von "nicht eben brillantem Sprachgefühl" gesprochen. - Nachfolgend ist zum Schmunzeln und karikierend zu lesen, was passiert, wenn man das mit dem "wo" zu Ende denkt...

      http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-das-schoenste-wo-gibt-a-421249.html

    • 08.02.2016 03:43, wenn man+keine+Ahnung+hat+(Duden+zum+zweiten)...

      Den verlinkten Text selbst nicht gelesen? Man kann von Sick halten, was man möchte, aber sogar er hat gegen eine Verwendung wie hier im Text nichts vorzubringen, nicht einmal stilistisch, erst recht nicht grammatikalisch. Tatsächlich falsch ist übrigens die Bezeichnung als "Lokaladverbie", aber das nur am Rande.

      "An dem ehemännlichen Versprechen "In dem Jahr, wo wir Weihnachten mal nicht zu deinen Eltern fahren, bekommst du von mir einen Pelzmantel" können allenfalls Tierschützer Anstoß nehmen. Denn die Verwendung des Wortes "wo" ist auch bei Zeitangaben zulässig. Wer sich auf den Moment freut, wo die Tänzerin aus der Torte springt, der kann dies reinen Gewissens tun. Er muss nicht auf den Moment warten, in dem das geschieht."

  • 20.01.2016 13:33, Ferdi

    Da sich der Artikel doch so belehrend über die Sprache auslässt:
    Wer "unter" etwas "subsumieren" will, der möge doch zuvor im Lateinbuch nachschlagen, welche Bedeutung dem Präfix "sub" zukommt (Seite 1 a. E. des Artikels).

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 20.01.2016 20:16, besswiss

      Vielleicht findet jetzt noch jemand einen Kommafehler im Text. Das wäre doch ein Hit. Dann wäre endgültig bewiesen, dass der Verfasser im Glashaus sitzt und mit Steinen um sich wirft.

    • 26.01.2016 20:13, wenn man keine Ahnung hat (Duden zum zweiten)...

      Da Latein bekanntlich eine tote Sprache ist, möge man doch vielleicht erst einmal ein Werk zu Bedeutung und Rechtschreibung im Deutschen aufschlagen.

      "Beispiele

      einen Begriff einem anderen subsumieren
      etwas unter eine/unter einer Überschrift subsumieren"

    • 03.02.2016 16:17, Erwin

      Vielleicht sollte ich einmal in Erinnerung rufen, dass der Duden nach eigener Angabe der Redaktion Sprache lediglich beschreibt, nicht macht. Dieser lediglich deskriptiven - und eben nicht normativen - Linguistik ist immanent, dass der Duden der Rettung sprachlichen Restniveaus nicht immer dienlich ist; wer sich zum Kritiker aufschwingt, sollte sich jedenfalls tiefer mit Sprache auseinandersetzen als nur in den Duden ("Sprachpanscher des Jahres" laut VDS) zu schauen...

    • 03.02.2016 19:50, Duden45

      Hallo Erwin, das stimmt schon: Schöne Sprache ist schöner als nicht so schöne. Aber der Text oben dreht sich doch in erster Linie um fehlerhafte Sprache. Bis wir unter Juristen von schöner Sprache sprechen, wird es noch ein wenig dauern. Fürchte ich.

    • 08.02.2016 13:10, Restniveauretter

      Die "Rettung des sprachlichen Restniveaus", welch heeres Ziel - leider hilft dabei weder die unnötige Anhäufung von Fremdwörtern, lieber Erwin, noch Ferdis Hinweis auf die lateinischen Wurzeln von "subsumieren". Der darin implizierte, pardon: darin plizierte Pleonasmus ist bei genauerer Betrachtung keiner, oder sollen wir bei Fremdwörtern stets die Vorsilben entfallen lassen, wenn man die bedeutungsgleiche deutsche Präposition verwendet? Also etwas aus Tatsachen oder in ein Stromnetz duzieren, Texte aus einer Fremdsprache herüber skribieren? Und ist es überhaupt inhaltlich zutreffend ausgedrückt, einen Obersatz zu subsumieren? Oder subsumiert man nicht vielmehr den Sachverhalt? Eine tiefe Auseinandersetzung mit Sprache, oder Untiefen der sprachlichen Auseinandersetzung, man weiß es nicht...

  • 20.01.2016 18:41, WissMit

    Als ich Thomas Henne gelesen habe, musste ich erst einmal in meinen Studienunterlagen nachschauen, weil mir der Name so bekannt vorkam ^^ Bei Ihm habe ich damals Sachenrecht gehört und seine, teilweise merkwürdige Liste habe ich sogar noch in den Unterlagen gefunden. Die will ich damit gar nicht so sehr abwerten, aber beispielsweise seine Anmerkung zur Sachverhaltsquetsche kann einem im Strafrecht - wo doch in dubio pro reo gilt - einfach das Genick brechen. Nun ist er Zivilrechtler, aber auch da ist einfach Einiges nicht richtig: Die vermeintlichen "Unsicherheiten" können stilistisch gut genutzt werden, um den Leser beim Nachvollziehen der Argumentation an die Hand zu nehmen.
    Ich begrüße seinen Ansatz, eine einheitliche Korrekturliste zu erstellen und vieles davon ist auch wirklich praktisch. Man kann es aber nicht einfach so unkommentiert stehen lassen.

    Zum eigentlichen Thema noch einmal:
    Aus meiner Nahfeldempirie scheint sich zu ergeben (ja ja "Unsicherheit" würde mir Prof. Henne wieder vorwerfen ^^), dass die Quote der Abschreiber zunimmt. Im letzten Durchgang waren etliche dabei.

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