Was Examensprüfer verzweifeln lässt Teil II: Von der Kunst, sich selbst ein Bein zu stellen

von Prof. Dr. Roland Schimmel

07.12.2015

Es gibt sie noch: Die Hoffnung des Prüfers im staatlichen Teil der ersten juristischen Prüfung, irgendwann die perfekte Klausur zu lesen. Viele Kandidaten schießen sich allerdings selbst ins Abseits, wie Roland Schimmel aus Erfahrung weiß.

Die Sprache ist die eine Stolperfalle, der es in juristischen Klausuren auszuweichen gilt. Einen Seufzer entlocken kann man dem Prüfer allerdings auch durch materiell-rechtliche Fehler, von denen sich einige schon zu regelrechten Klassikern entwickelt haben.

Eines vorweg: Natürlich liegen jeder Aufgabe andere Probleme zugrunde. Viele Fehler sind zwar typisch für einen bestimmten Prüfungssachverhalt, aber nicht leicht verallgemeinerbar. Auffällig hingegen ist, mit welch hartnäckiger Regelmäßigkeit sich selbst Examenskandidaten im Sachverhalt verzetteln, weil sie sich verunsichern lassen. Ein Beispiel: In einer zivilrechtlichen Klausur geht es um Schäden, die durch einen verkauften, aber fehlerhaften Gegenstand entstanden sind. Zu diskutieren sind Mangelgewährleistungsansprüche einerseits, vertragliche (und eventuell deliktische) Schadensersatzansprüche andererseits. Das ist für die allermeisten Kandidaten vertrautes Terrain.

Erstaunlich aber, dass etliche Teilnehmer die Fragen nach der Nachlieferung eines mangelfreien Gegenstands oder der Kaufpreisrückzahlung wegen Rücktritts als verschuldensabhängig diskutieren. Das Vertretenmüssen des Verkäufers war in dem konkreten Klausursachverhalt als ziemlich problematisch präsentiert, was viele Prüflinge an dieser Stelle zu seitenlangen Erörterungen veranlasste. Die waren jedoch vollkommen überflüssig, weil das Gesetz für diese Ansprüche kein Verschuldenserfordernis vorsieht.

Dass zahlreiche Kandidaten damit Probleme hatten, lag offenbar daran, dass sie glaubten, die im Sachverhalt gegebenen Informationen zum Verschulden irgendwie verwerten zu müssen. Weil sie den anschließend zu diskutierenden verschuldensabhängigen Schadensersatzanspruch gerade nicht vor Augen hatten, packten sie die Erörterung eben in den Gewährleistungsanspruch. Das war zwar eine Falle - aber keine, die der Prüfer gestellt hatte, sondern eine, der sich die Teilnehmer selbst aussetzten.

Eindruck des unprofessionellen Umgangs mit dem Gesetz

Der Fehler selbst ist auf den zweiten Blick von großer Tragweite: Ein ziemlich heikles Tatbestandsmerkmal wird in eine Norm hineinprojiziert, in der es nach dem ganz unzweifelhaften Wortlaut und dem Willen des Gesetzgebers nicht enthalten ist – und zwar unverändert seit Inkrafttreten des BGB. Wie viele Schadensersatzansprüche an fehlendem oder nicht erweislichem Verschulden scheitern, kann man sich leicht vorstellen, auch ohne jahrelange juristische Praxis. Man muss dazu nur an die (widerleglichen) Verschuldensvermutungen denken, die das Gesetz nicht ohne Grund enthält.

Was die Kandidaten an dieser Stelle falsch gemacht haben, ist also mehr als nur ärgerlich, unabhängig davon, ob der Anspruch letztendlich zutreffend bejaht wurde (aber eben mit unnötigen Erörterungen und dem Risiko, durch eben diese zeitraubenden Überlegungen zum entgegengesetzten Ergebnis zu gelangen). Es  spielt nämlich keine Rolle, dass diejenigen Prüflinge, die das Vertretenmüssen fälschlicherweise bereits beim Gewährleistungsanspruch thematisiert hatten, bei der Prüfung des Schadensersatzanspruchs auf die Erörterung des Verschuldens verweisen konnten. Damit holte man zwar in der Klausur die fehlinvestierte Bearbeitungszeit wieder herein (immerhin!) – aber der Eindruck eines deutlich unprofessionellen Umgangs mit dem Gesetz bleibt bestehen. Darüber kann ein Prüfer nicht einfach großzügig hinwegsehen.

Klausuren sind wie Dates: der erste Anschein zählt

Der Rechtsanwalt, der im realen Leben seinem Auftraggeber von der Anspruchsdurchsetzung bei Kaufmangelgewährleistungsansprüchen abriete, weil ein Verschulden des Gegners nicht ersichtlich ist, hätte sich diesem Mandanten gegenüber schadensersatzpflichtig gemacht. Die zugrundeliegende juristische Subsumtionsleistung wäre, streng betrachtet, unbrauchbar.

Ein anderes Problem: Wenn im Kopf des Prüfers erst einmal der Gedanke "unbrauchbar" aufblitzt, ist das für den Geprüften überhaupt nicht schön. Und so erwischt man sich in der Prüferrolle manchmal bei der Überlegung, es müsse so etwas geben wie die Knock-out-Kriterien bei der Stiftung Warentest. Die sind rigoros, zum Beispiel: "Wenn die elektrische Sicherheit des Produkts mangelhaft ist, kann das Testgesamturteil bestenfalls ausreichend sein." Zur Beruhigung aller Kandidaten: Für juristische Klausuren gibt es solche Kriterien nicht. Im Gegenteil: Die Prüfungsämter halten in Schulungen die Korrektoren an, für die Bewertung möglichst sinnvolle gegeneinander abgrenzbare Teileinheiten zu bilden, diese prozentual an der Gesamtleistung zu bemessen und jeweils mit einer eigenen Note zu versehen.

Bei konsequenter Befolgung dieser Regel wird das der übermäßige Einfluss einer ärgerlichen Fehlleistung auf die Gesamtbewertung verlässlich verhindert. Nicht auf diesem Wege ausgeschlossen werden kann allerdings die Stimmungstrübung beim Leser, die tendenziell zu schwächerer Bewertung auch besser gelungener Teile führt. Prüfer sind Menschen.

Ohne allzu wild zu spekulieren darf man annehmen, dass solche Fehler am leichtesten demjenigen passieren, der mit dem Sachverhalt ungeschickt umgeht, weil er dessen – scheinbarer – Suggestion nicht widersteht. Empfehlung: Normtexte lesen!

Zitiervorschlag

Roland Schimmel, Was Examensprüfer verzweifeln lässt Teil II: Von der Kunst, sich selbst ein Bein zu stellen . In: Legal Tribune Online, 07.12.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/17768/ (abgerufen am: 17.06.2018 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 07.12.2015 15:46, Max

    Verehrter Herr Kollege Schimmel,

    ich gehe fest davon aus, dass Sie bereits das Missvergnügen hatten, mehr vermurkste Klausuren und Hausarbeiten korrigieren zu dürfen als ich selbst, möchte Ihnen dennoch in einigen Punkten widersprechen:

    "Es spielt nämlich keine Rolle, ... Damit holte man zwar in der Klausur die fehlinvestierte Bearbeitungszeit wieder herein (immerhin!) – aber der Eindruck eines deutlich unprofessionellen Umgangs mit dem Gesetz bleibt bestehen. Darüber kann ein Prüfer nicht einfach großzügig hinwegsehen."
    > Natürlich kann darüber nicht hinweg gesehen werden. Weswegen ja in der Prüfung der §§ 437 ff. BGB erhebliche Abschläge in der Benotung vorzunehmen sind.
    Eine inhaltlich umfassende und zutreffende Prüfung des SE-Anspruchs, sei es auch nur der Verweis ins Gewährleistungs-Chaos, der sie noch rettet, ist aber nun einmal zutreffend. Wollten Sie als Korrektor hier ebenfalls Punkte abziehen - und das legt Ihr Artikel nahe - würden Sie einen Fehler der sich offenkundig auf einen Teil des Bewertungshorizonts bezieht an zwei Stellen desselben berechnen. Das wäre, wenn man es nicht als "allgemeinen Abschlag für schlechte juristische Arbeitsweise" verpackt bekommt, also bei recht konkreten Bewertungshorizonten, ein Einfallstor für Remonstrationen. Zu Recht, wie ich finde.

    "Eine ansprechende, gut lesbare Schrift bringt eine Notenverbesserung um mindestens einen Punkt, wahrscheinlich mehr. So billig gibt es sonst nichts in der Juristerei."
    > Rückblickend wünsche ich mir, ich hätte bei Ihnen studiert bzw. Sie hätten meine Klausuren korrigiert. Ob meine Schrift die Hürde zur guten Lesbarkeit dann tatsächlich genommen hätte weiß ich nicht. Aber allein die Bereitschaft, für ein gutes Schriftbild Punkte zu vergeben, ist das, was wir in der Wirtschaft wohl euphemistisch als "Standortvorteil" bezeichnen würden.
    Es ist jedenfalls widersprüchlich einerseits die These aufzustellen - worin ich Sie unterstützen würde! - dass eine Sauklaue "grundsätzlich nicht zum Nachteil des Kandidaten gereichen darf" (weil sie kein Bewertungskriterium ist), dann aber andererseits so weit zu gehen, und "eine Notenverbesserung im mindestens [sic!] einen Punkt" in Aussicht zu stellen.
    In keinem Bewertungshorizont den ich je gelesen oder entworfen habe wurde Schönschrift prämiert, lediglich ein guter juristischer Sprachgebrauch.

    Unterstellt, woran ich wenig Zweifel hege, dass es Prüfer gibt die das Schriftbild mit bewerten, dann ist die Benotung insoweit sachfremd. Was mir nicht ganz erkenntlich wird ist, ob Sie auf diese Benotungspraxis nur hinweisen wollen, oder viel eher eine Lanze für sie brechen. Letzteres schiene mir bedenklich.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 07.12.2015 16:29, Korrektor

    Ich habe in den letzten zwei Jahren ca. 1000 Klausuren korrigiert. Den Bearbeitern sind alle möglichen Fehler unterlaufen, aber kein einziger hat jemals Verschulden bei dem Nacherfüllungsanspruch bzw. iRd Rücktrittsprüfung thematisiert. "Sachverhaltsquetsche" kommt zwar schonmal vor, ein gravierendes Problem ist auch sie nicht. Die zentralen Schwierigkeiten sind ganz banal: Aufbauschmata und wichtige Definitionen sind gar nicht bzw. nur unvollständig bekannt. Die meisten Kandidaten scheinen nämlich die Bedeutung der "Basics" zu unterschätzen und dafür die der auswendig gelernten Standardstreits zu überschätzen. Und der Umgang mit der deutchen Sprache? Jetzt schon unerträglich, Tendenz fallend. Atrocious!

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 07.12.2015 19:08, D.R.

      Dem schließe ich mich vollkommen an. Ich habe nach der letzten Hausarbeit beschlossen, mit dem korrigieren in "Rente" zu gehen.
      Das Hauptproblem wird wie folgt dargestellt:
      1. Ansicht: Ja geht, weil (+ 1 Argument für diese Ansicht)
      2. Ansicht: Geht nicht; diese Ansicht ist aber abzulehnen, weil (+ 1 Argument gegen diese Ansicht)
      3. Ansicht: Geht ausnahmsweise, wenn (+ 1 Argument für diese Ansicht)
      4. Ansicht: .... (ohne Argumente)
      Streitentscheid:
      Für Ansicht 3 spricht (1 Argument). Gegen Ansicht 1 spricht (1 Argument). Für Ansicht 4 spricht (1 Argument). Für Ansicht 1 spricht (1 Argument)....
      das zieht sich über 4 Seiten. Selbstverständlich copy/paste aus Lehrbüchern. Da fehlt es (unter anderem) an grundlegenden Deutsch-Erörterungs-Kenntnissen.

    • 19.10.2016 23:07, Top

      Zum Glück war dieser Kommentar deutlich leserlicher als der hochgestochene darüber.

  • 07.12.2015 16:48, WissMit

    Ich muss doch deutlich widersprechen. Selbstverständlich gibt es sogenannte Knock-Out Fehler. Der Verstoß gegen das Trennungs- und Abstraktionsprinzip rechtfertigt beispielsweise das Nichtbestehen der Arbeit.

    Hier die Bewertung in "möglichst sinnvolle gegeneinander abgrenzbare Teileinheiten zu zergliedern, diese prozentual an der Gesamtleistung zu bemessen und jeweils mit einer eigenen Note zu versehen" halte ich für fatal.
    Der Examenskandidat soll seine Fähigkeit nachweisen, juristisch arbeiten zu können. Jemand, der grundlegende Prinzipien nicht verstanden hat, kann doch aber beim besten Willen kein Examen bestehen? Wollen Sie (plakativ) diesen Studenten auf die Welt loslassen? Schön dass er mir alle 17 Ansichten zur Abgrenzung des bedingten Vorsatzes von der bewussten Fahrlässigkeit aufgeschrieben hat, einen Satz später wird dann aber subsumiert, dass "bei lebensnaher Auslegung des Sachverhaltes von Vorsatz auszugehen sei". Stellen Sie sich vor, dass würde in einem Urteil stehen! In dubio pro reo, nie gehört, 9 Punkte.

    Genauso die unfertige Bearbeitung (womit ich nicht die unvollständige Bearbeitung meine): Im echten Leben, Frist versäumt, trotzdem 9 Punkte. Die Zulässigkeit der Anfechtungsklage hat der Student aber auch wirklich toll geprüft und der Obersatz der Begründetheit war auch richtig.

    Es tut mir leid, dafür habe ich keinerlei Verständnis. Der Student, der nach 9 Semestern grundlegende Prinzipien nicht verstanden hat, kann doch nicht auf echte Fälle losgelassen werden.
    Stellen Sie sich das mal bei Ärzten vor. Hubs, das war die Leber? SO sieht die also aus, alles klar.

    Was ich schon in der mündlichen Prüfung erlebt habe, unglaublich:
    A leiht dem B sein Fahrrad und verkauft es anschließend, während der Leihzeit an den C. Nun fragt Sie A wie er C Eigentum verschaffen kann.

    Eine einzige Alternative kriegen sie da genannt, § 931 BGB. Das es mindestens 5 Möglichkeiten gibt, dass man auch nach § 929 S. 1 BGB übereignen kann, obwohl der B die Sache noch hat, sieht kaum einer. In dieser Fallgestaltung ist kein einziges Problem enthalten, es ist stupide Gesetzesanwendung, also etwas, wofür man eigentlich nicht mal ein Studium benötigt.

    Das katastrophalste ist aber, dass in den Klausuren kaum Abwägungen zu finden sind. In moralisch aufgeladenen Sachverhalten findet sich kaum einmal Argumente für den auserkorenen Bösewicht.
    Ein fiktiver Fall um das Problem in einem real im Examen gelaufenen Fall deutlich zu machen:
    A betreibt ein Kohlekraftwerk. Das neu verabschiedete Gesetz zur Förderung der regenerativen Energie erlaubt zukünftig allen Endverbrauchern, maximal 10 % des Stromes, aus fossiler Herkunft zu beziehen. A erhebt Verfassungsbeschwerde.
    Von 20 Klausuren haben 3 Bearbeiter in der Verhältnismäßigkeit einmal angesprochen, dass der A ein wirtschaftliches Interesse am Betrieb hat und ihm möglicherweise Art 12 und 14 GG zur Seite stehen.
    Der Rest der Bearbeiter erging sich in Weltrettungsphantasien und der Arbeit irgendwelcher NGOs die bei negativem Ausgang der VB zunichte gemacht würde etc. Eine Abwägung der beteiligten Interessen war nicht vorhanden.

    Was soll man da eigentlich bewerten?
    Der Student war in der Lage das Gesetzbuch zu lesen und Tatbestandsmerkmale aufzuschreiben, 12 Punkte.

    Falls die Juristerei so weiter macht, sind wir bald bei den geisteswissenschaftlichen Fächern angelangt, wo eine 1,3 schon die Arbeitslosigkeit bedeutet, weil 90 % der Prüflinge eine 1,0 erhalten.

    Aber gut, diese Entwicklung ist ja gewollt und ich bin jemand der es einfach noch nicht verstanden hat. Das Fach Naturphänomene ist ja auch eine ganz tolle Erfindung (https://de.wikipedia.org/wiki/Naturph%C3%A4nomene). Wir senken einfach weiter alle Prüfungshürden, um den Fachkräftemangel zu beseitigen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 07.12.2015 19:32, Marc Reiß

      Dann muss ich jetzt mal dem deutlichen Widersprechen aufs deutlischste Widersprechen, so quasi von WissMit zu WissMit.
      Es geht hier nicht um Maßgaben, die Herr Schimmel sich (menschenverachtend zynisch) ausgedacht hat, sondern um eindeutige Vorgaben der Justizprüfungsämter, die wiederum auf verwaltungsgerichtliche Entscheidungen zurückgehen. Solche pauschalisierten "Knock-Out"-Fehler wären danach gerade nicht zulässig, weil sie nicht im Verhältnis zur Gesamtleistung und dem individuell für jede Prüfung anzusetzenden Erwartungshorizont stehen. Theoretisch sind Prüfungsaufgaben denkbar, wo etwa (alleine) das Missachten des Abstraktionsprinzips zu einem Nichtbestehen führen kann, aber eben gerade nicht pauschal.

    • 07.12.2015 23:58, WissMit

      Richtig, entscheidend ist der Erwartungshorizont. Wollen Sie mir gerade verkaufen, dass Ihre durchschnittlichen Anforderungen einen Juristen beinhalten, der das Trennungs- und Abstraktionsprinzip, mithin absolute Erstsemesterbasics, nicht beherrscht? Durchschnitt ernsthaft?

      Nur um das klar zu stellen, allein deshalb fällt noch keiner durch. In meinem Minderjährigenbeispiel gab es auch einige die bestanden haben, obwohl sie weder Aufgabe noch Rechtsfähigkeit des Minderjährigen erfasst haben. Das konnte dann aber über ein Ausreichend nicht hinaus gehen.

      Und eindeutige Prüfungsvorgaben würde ich dann doch gerne mal sehen. Kein Prüfungsamt gibt die vor.

    • 08.12.2015 10:45, Marc Reiß

      Darf ich Sie auf die Widersprüchlichkeit Ihrer Aussage hinweisen? Nach dem Wortsinn und Ihren ersten Ausführungen soll ein "Knock-out"-Fehler automatisch zum Nichtbestehen führt, nach ihrem zweiten Beitrag nicht mehr.

      Es geht um den Erwartungshorizont einer Prüfung, sprich Klausur. Wir denken uns eine fiktive Klausur mit zwei gleich gewichteten Schwerpunkten. Die eine ist das Erkennen des Abstraktionsprinzips, die andere Problem X. Wird letzteres mit 8 Punkten gelöst und ersteres nicht erkannt, ergibt sich daraus ein Bestehen. Will man noch Punkte abziehen, weil die Antwort so widersinnig ist, ergibt sich ein Bestehen meinetwegen erst ab 11 Punkten für Problem X. Ein automatisches Nichtbestehen gibt es hingegen nicht.

      Selbstverständlich gibt es eindeutige Vorgaben der Prüfungsämter zu Bewertungsmaßstäben und -methoden, das steht doch so auch im Artikel, in diesem Fall vom JPA Hessen.

    • 08.12.2015 15:11, WissMit

      Ja Sie haben natürlich recht. Gemeint ist mit Knock-Out das, was der Autor im Beitrag auch meinte: Arbeiten die aufgrund schwerer Fehler dem Prüfer den Eindruck der Unbrauchbarkeit nahelegen. Natürlich kann sich dieser Eindruck auch noch wandeln, aber wie gesagt, über ein ausreichend kann das kaum noch hinausgehen.

      "Es geht um den Erwartungshorizont einer Prüfung, sprich Klausur. Wir denken uns eine fiktive Klausur mit zwei gleich gewichteten Schwerpunkten. Die eine ist das Erkennen des Abstraktionsprinzips, die andere Problem X. Wird letzteres mit 8 Punkten gelöst und ersteres nicht erkannt, ergibt sich daraus ein Bestehen. Will man noch Punkte abziehen, weil die Antwort so widersinnig ist, ergibt sich ein Bestehen meinetwegen erst ab 11 Punkten für Problem X. Ein automatisches Nichtbestehen gibt es hingegen nicht."

      Auch in diesem Fall: Nicht bestanden, so lange der Kandidat nicht bei Problem X wirklich gute Leistungen zeigt.

      "Selbstverständlich gibt es eindeutige Vorgaben der Prüfungsämter zu Bewertungsmaßstäben und -methoden, das steht doch so auch im Artikel, in diesem Fall vom JPA Hessen."

      Jetzt widersprechen Sie sich aber. Ich habe auch "eindeutige" Bewertungsmaßstäbe, nur gefallen sie Ihnen nicht, weil sie zugegebenermaßen streng sind.

    • 08.12.2015 17:30, Marc Reiß

      Sie sind nicht zu streng, sondern zu willkürlich. Bei gleicher Gewichtung (Sachverhalt zur Kenntnis nehmen) ist eine andere Bewertung als die von mir skizzierte nicht stringent, nicht vertretbar und wäre im übrigen auch nicht mehr gerichtsfest. Das ist ja gerade der Sinn eines Erwartungshorizonts mit Bewertungsschlüssel, wie die Püfungsämter ihn vorgeben: die Bewertung objektiven Maßstäben zuzuführen. Als Examensprüfer müssten Sie das doch auch wissen, oder?

    • 09.12.2015 21:28, Ref1

      Du magst ja in vielen Punkten deiner Kritik an Jurastudenten recht haben, aber ich erlaube mir die Bemerkung, dass in Jura die Examensnoten in den vergangenen Jahren oder vielleicht sogar Jahrzehnten nicht besser geworden sind. Man wirft den Leuten kein Prädikat hinterher.

  • 07.12.2015 16:55, Thomas

    Ein Kommentar von der anderen Seite: Ich habe in diesem Jahr meine Examensklausuren im Freiversuch angefertigt und würde mir wirklich wünschen, dass von Korrektorenseite einmal, nur ein einziges Mal der Punkt beleuchtet wird, der allen Mängeln zu Grunde liegt, schlechter Schrift wie unordentlicher Subsumtion: ZEITMANGEL.

    Die Klausuren sind seit Jahren ganz offensichtlich immer stärker darauf angelegt, in 5 Stunden schlichtweg von niemandem bewältigt werden zu können. Vielfach enthalten Klausuren, jedenfalls im Zivilrecht, und das ist mehr denn je das quantitativ über den Examenserfolg entscheidende Fach, bis zu drei Teilaufgaben. Dabei scheint es sich eingebürgert zu haben, dass der durchschnittliche Kandidat im ersten Teil langwierigste Schreibarbeiten leisten muss, um überhaupt zum Problem durchzustoßen und so am Schluss für die Knobelaufgabe, die wirklich die Punkte bringt, noch maximal eine Viertelstunde Zeit hat.

    Angeschmiert ist, wer sich da mit einer Lösungsskizze überhaupt noch beschäftigt. Das steht im krassen Gegensatz zu den Empfehlungen aller Dozenten. Meine besten Klausuren (Ergebnisse habe ich) waren die, in denen ich überhaupt nicht skizziert, sondern gleich drauflos geschrieben habe.

    Die Kandidaten werden nicht dümmer und sie zeigen zumindest immer mehr Leistungs- bzw. Aufopferungsbereitschaft. Aber wer Klausuren stellt, die einen aberwitzigen Umfang aufweisen, der befördert schludriges, oberflächliches Arbeiten und muss sich nicht wundern. Der ja schon beinahe juristentypische Zynismus, den ich auch aus den Büchern von Herrn Schimmel kenne, ist da völlig fehl am Platze.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 07.12.2015 17:59, Laser

      Hallo Thomas,
      da kann ich nur zustimmen. Einzige Beanstandung zu Ihrer pointierten Kritik: Sie haben bei "Zynismus" das "menschenverachtend" vergessen. Das geht gar nicht.

    • 07.12.2015 18:29, funbelievable

      Wer die Bearbeitung eines beliebigen Examens-Sachverhaltes nicht in 5 Std. bewältigen kann, hat einfach noch nicht gelernt, seine Bearbeitung zu skalieren und passende Schwerpunkte zu setzen.

    • 10.12.2015 16:43, F S

      Dem kann ich nur zustimmen. Das System, nach dem geprüft wird, ist krank.

    • 06.01.2016 14:13, GrafLukas

      Stupide Schreibarbeit verbinde ich persönlich eher mit Strafrechtsklausuren, weil da das Auswendiglernen von Definitionen vor allem im ersten Examen (mit)geprüft wird.

      Im Zivilrecht bin ich immer gut damit gefahren, unproblematisches im Urteilsstil abzuhandeln. Ich habe immer (!) mindestens 2 Stunden für die Lösungsskizze verwendet, meine Klausuren waren mit die kürzesten im Vergleich mit allen Freunden/Kollegen im selben Durchgang und im Schnitt deutlich zweistellig.

      Das ist schon möglich, und deshalb halte ich mich noch lange nicht für einen Überflieger oder so. Ich würde im Gegenteil sagen dass ich schon beim Lernen bewusst auf Stoff verzichtet habe, der im Ergebnis wenig bringt, aber beim Aufschreiben viel Zeit kostet. Abschichten ist eine Intelligenzleistung. Eine gute Klausur hat einen klaren Aufbau. Ich persönlich schwöre auf Zwischenüberschriften, weil die auch bei sonst schlechter Schrift immer noch dem Korrektor einen klaren Überblick ermöglichen, ob eine strukturierte Lösung vorliegt.

      Wenn das wirkliche Problem am Ende liegt, wird einem die Schreibarbeit vorher sowieso nicht gedankt. Man verliert dort also wenig Punkte.

    • 26.01.2016 18:16, Prüfer

      Das mir bekannte Prüfungsamt hat kürzlich evaluiert, ob der Vorwurf, die Aufgabenstellungen würden immer umfangreicher, zutrifft und konnte dies für Zivilrecht im zweiten Examen nicht bestätigen.
      Der Umfang ist eigentlich auch zu Gunsten der Kandidatinnen und Kandidaten gedacht, die eben auch dann noch Chancen haben sollen, wenn sie in einem von mehreren rechtlichen Problemen "schwach" sind.
      Was mir aber als Korrektor auffällt, ist der Umfang der geschriebenen Klausuren: Selbst dann, wenn anhand der Lösungsskizze ca. zehn Seiten ausreichend wären, traut sich kaum ein Kandidat, weniger als 20 Seiten abzugeben. Auch dies ist natürlich ein Ausdruck kollektiver Unsicherheit.

  • 07.12.2015 17:24, WissMit

    @ Thomas: Da gebe ich Ihnen ausnahmslos recht! Es ist sogar noch viel schlimmer. Dadurch, dass die Studenten heute eine gefühlte Unendlichkeit an Rechtsgebieten kennen sollen, möglichst zu jedem zivilrechtlichen Sachverhalt alle BGH und EuGH Entscheidungen, ist es eigentlich unmöglich die Klausuren adäquat zu bestehen. Aber ich sage Ihnen was: auch hohe Punkte kommen bei einem Prüfer wie mir vor (ich halte mich eher für einen strengen Prüfer). Es gibt einfach Leute, die trotz Zeitmangel alle Probleme erfassen. Ferner berücksichtige ich durchaus den Zeitmangel in der jeweiligen Aufgabenstellung. Oberflächlichkeiten lasse ich durchaus "durchgehen", wenn die Klausur eine Vielzahl von Problemen aufweist.

    Aber der Spaß hört halt auf, wenn in einer Klausur, in der ein Minderjähriger einen Vertrag abschließt, Ansprüche der Eltern und nicht des Minderjährigen geprüft werden.

    Der Stoffumfang sollte reduziert werden. Auf die angesprochenen Basics sollte viel mehr Wert gelegt werden. Bevor die Studenten auch nur ein einziges Problem kennen lernen, sollten Sie verstanden haben, wie die jeweiligen Normen eigentlich normalerweise funktionieren. Es kann doch nicht sein, dass mir Examenskandidaten erzählen, sie wüssten nicht, was Inhalt einer dinglichen Einigungserklärung sei. Spekulationen zu Kaufpreisen und Ähnlichen werden da angestellt. Am Ende sind die dinglichen Einigungserklärungen wegen Erklärungsirrtums anfechtbar, weil der Verkäufer sich bei der Preisauszeichnung vertippt hat. Und das erzählen einen die Kandidaten dann, obwohl der Fall so im ersten Semester gestellt wurde um das Trennungs- und Abstraktionsprinzip zu erklären. Aber das kommt davon, wenn man den Leuten immer nur erklärt, dass die Einigung meist mit erklärt wird und nicht sagt, welchen konkreten Inhalt sie hat. Spätestens wenn die Befragten dann merken, dass Inhalt ja nur ist, dem Käufer das Eigentum zu übertragen, merken sie, dass da nichts anzufechten ist und das die Lösung doch genau so funktioniert, wie sie das anfänglich vermutlich auch in Erinnerung hatten, aber anhand des Gesetzes nicht herleiten konnten.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 07.12.2015 20:55, Michael Wirriger

    Ich fand den Artikel und - fast mehr noch - die Kommentare sehr lesenswert. Wieviel leichter hatte ich es doch als Prüfer für Referendar- (nicht: Studenten-) Klausuren. Da zählt vor allem das Kriterium "praxistauglich oder nicht"?

    Unvergessen bleibt mir der Fall des Referendars, der in einer strafrechtlichen Klausur lesbar, logisch und argumentativ scheinbar überzeugend das Delikt "Betrug mit Todesfolge" durchgeprüft und bejaht hatte - mit dem einzigen Manko, dass er im Übereifer seiner Subsumtionen übersehen hatte, dass es diesen Tatbestand nicht gibt.

    Ergebnis: "in der Praxis unbrauchbar" = "mangelhaft (1 Punkt)". So einfach kann es für Korrektoren von Referendarsklausuren oft sein...!

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 08.12.2015 08:49, xy

    Ich weise drarauf hin, dass das Verschulden und Vertretenmüssen nicht synonym zu verwenden sind. Das sagt Ihnen jemand, der immer Scheiß klausuren schrieb und trotzdem gute Examina abgelegt hat. Mittlerweile scheint zumindest den Praktikern klar zu werden, dass die Bewertung der schriftlichen Leistungen zu großen Teilen von diffusen Instinkten (Schrift!!) und Gefühlen (schlecht geschlafen, Streit mit dem Partner usw.) geleitet wird und damit das entsteht, was eigentlich zu vermeiden ist: Willkür!
    Veraltetes System, veraltete Anforderungen, veraltetes Prüfungsamt.
    Dadurch - und davon bin ich überzeugt - bleiben viele gute Juristen unter dem Radar. Sollte Jemandem an der Fortentwicklung der Juristerei gelegen sein, müsste dieser Umstand endlich zum Umdenken bewegen.

    Allerdings legen die bisherigen Kommentare von wissenschaftlichen Mitarbeitern nahe, dass dafür der Elfenbeinturm zu verlasen ist...
    Wie sollen die richtigen basics vermittelt werden, wenn Prof.Dr. cicero den Studenten viel lieber das römische Recht nahe bringen möchte, anstatt der Grundzüge des Zivilrechts. Das Ergebnis: "Hallo hemmer."

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 08.12.2015 09:52, funbelievable

      Bei hemmer lernt man bestimmt ne Menge, aber sicher nicht die Grundzüge irgendeines Rechtsgebietes. Darum wird für die Masse der Studis das Examen trotz Rep eine große Enttäuschung.

    • 08.12.2015 10:10, WissMit

      Sie haben leider nicht verstanden, was ich gesagt habe, andernfalls würden Sie erkennen, dass wir vermutlich gar nicht so weit auseinander liegen.
      Für die Reform bin ich nämlich auch. Aber wenn Sie beispielsweise auf der Soldan Tagung in Bielefeld dieses Jahr gewesen wären, hätten Sie jeden Glauben verloren, weil sich kaum einer ernsthaft Gedanken macht. Nur Thomas Fischer und Susanne Baer hatten vertiefte Gedanken zu den Problemen der Juristenausbildung. Der Rest wiederholte Plattitüden anno 2005.

  • 08.12.2015 10:58, Marc Reiß

    So unterschiedlich kann man Tagungen wahrnehmen :D :D :D

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 08.12.2015 13:58, WissMit

    Ja ich habe den Bericht damals schon gelesen und wollte damals schon kommentieren, habe mich aber zurück gehalten.

    Der größte Widerspruch, der außer Fischer und Baer niemandem aufgefallen ist, war, dass mehr Praxisorientierung ins Studium integriert werden sollte, den Studenten aber das Grundlagenwissen (aka Basics) fehlen.
    Beides? Ja was denn noch alles?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 08.12.2015 15:22, Marc Reiß

      Als Referent auf der Tagung kann ich mich dem Tagungsbericht allerdings nur anschließen. Ich bin zwar nicht so eitel zu erwarten, dass alle Anwesenden meinen Ausführungen auch zuhören UND sie verstehen wollen, bilde mir aber ein, recht deutlich erklärt zu haben, dass man Praxisorientierung durchaus mit einem wissenschaftlichen Anspruch am Ende des Studiums (=Schwerpunktbereich) verbinden kann, ohne auf die Vermittlung von Grundlagen zu Beginn des Studiums zu verzichten.

    • 08.12.2015 18:37, WissMit

      Bei der Ansicht, die der weiteren Überfrachtung des Studiums Vorschub leistet, wundert es mich natürlich nicht, warum Sie das Versagen der Studenten bei den absoluten Basics quasi hintenraus, bei der Notenvergabe verschleiern müssen.

      Daher also die laxe Handhabung.

      Sie wollen schlicht die eierlegende Wollmilchsau und wenn an diesem viel zu überfrachteten Studium einige auf der Strecke bleiben, müssen Sie natürlich Nachsicht bei den Noten walten lassen. Für Sie macht es halt keinen Unterschied, ob jemand gegen das TuA-Prinzip verstößt oder jemand eben die dritte Ansicht zum Scheingeheißerwerb vergisst. Das können Sie gerne so machen, erzählen Sie mir dann aber nicht, dass Ihnen Grundlagen und Wissenschaftlichkeit wichtig wären. Meine Studenten haben übrigens herzlich gelacht, als ich sie fragte, ob sie sich noch an den Grundlagenunterricht im ersten Semester erinnern.
      Sie würden den ausbauen, gleichzeitig den wissenschaftlichen Bezug erweitern UND das ganze auch noch anwaltsorientiert? Da würden mich konkrete Vorstellungen echt interessieren!

    • 09.12.2015 08:18, LTO-Leser

      @ Marc Reiß: Hallo Herr Reiß, warum machen Sie sich denn so viel Mühe? Wenn "WissMit" auf der Tagung gewesen wäre, würde er sich dann genau an die beiden Namen erinnern (Fischer und Baer), die sogar in einem kurzen LTO-Bericht gefallen sind, aber nicht an den Referenten, mit dem er gerade einen Kommentardisput führt? Der ist genauso sehr wissMit wie ich. Debatten ohne Klarnamen führen zu nichts.

  • 08.12.2015 16:23, Thomas

    Ich möchte nicht nur jammern, sondern einmal ein Positivbeispiel benennen. Leider fällt mir keins zivilrechtlicher Natur ein. Im Juli 2015 aber lief als 2. Klausur im öffentlichen Recht in Niedersachsen ein dem Urteil 7 C 1.13 des BVerwG nachempfundener Fall. Dieses Urteil war bis dato (soweit ersichtlich) in keiner Ausbildungszeitschrift besprochen worden, mithin faktisch allenthalben unbekannt, so auch mir.

    Die Klausur warf vier größere Probleme auf, die zumindest angedeutet wurden und jeweils Raum zur Argumentation boten: Die Entbehrlichkeit des Vorverfahrens, Die unterbliebene Anhörung, der Begriff des Abfallerzeugers im KrWG und das Störerauswahlermessen.

    Der "Kniff" bestand darin, in eine zunächst rein abfallrechtlich anmutende Thematik allgemein-ordnungsrechtliche Überlegungen einzubetten.

    Das Wesentliche:Es war möglich, alle Probleme nacheinander und ausführlich zu behandeln.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 08.12.2015 19:01, LTO-Leser

    Der Autor schreibt mehrfach, dass Fehlleistungen des Kandidaten zu Ärger und "Stimmungseintrübungen" beim Prüfer führten. Das wäre, wenn es zuträfe, Ausdruck einer mehr als ärgerlichen Unprofessionalität der Prüfer, die die Leistungen der Kandidaten bewerten müssen, ohne dass ihre Laune dafür eine Rolle spielt. Dies gilt auch für die Bewertung der zweiten Klausurhälfte nach dem Auffinden von Fehlern in der ersten.

    Ohne Zweifel auch im Wortsinne ärgerlich sind zudem Defizite in den Rechtskenntnissen der Prüfer, wie offenbar bei unserem Autor, der ersichtlich der unzutreffenden Ansicht ist, die vertraglichen Schadensersatzansprüche wegen eines verschuldeten Sachmangels seien keine "Gewährleistungsansprüche" (wie die mehrfache Gegenüberstellung von "Gewährleistungs-" und "Schadensersatzanspruch" zeigt). Zu besorgen ist, dass sich der Autor auch bei der Bewertung von Klausuren, die sich mit Gewährleistungsausschlüssen oder dem Anwendungsbereich der gewährleistungsspezifischen Verjährung befassen, von dieser Fehlvorstellung leiten lässt.

    Als Student wünscht man sich da doch sehr, dass die Prüfungsämter auch bei der Prüferauswahl die im Verkehr erforderliche Sorgfalt walten lassen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 08.12.2015 19:06, Laser

      ... und das sage noch einer, die Trolle seien ausgestorben! Isch sag' einfach: Hello again!
      Kann man so ein Prüfungsamt vielleicht staatshaftungswegig verklagen, wenn es Prüfer sorgfaltswidrig auswählt? Wenn der LTO-Leser jetzt durchs Examen fällt (so er denn je antritt) wegen eines Prüfers, den er nicht mag, dann hat er doch einen fetten Schaden erlitten? Gips dafür Ersatz?

    • 08.12.2015 23:09, Leguleius

      Ich glaube, der LTO-Leser hat Examen, wahrscheinlich sogar Examina.

      In jedem Falle aber hat er Recht: Wie wenig Grundlagenkenntnisse einige Prüfer selbst mitbringen, ist erschreckend, und vor allem kein Einzelfall. Es fällt selten auf, da Bewertungen faktisch nicht angreifbar sind, aber es ist der Grund dafür, dass insbesondere Klausurkorrekturen im Zweiten Examen von den besseren Kandidaten häufig als willkürlich empfunden werden.

      Leider gibt es in keinem einzigen Bundesland eine verdeckte Zweitkorrektur. Würde man diese einführen, würde das System sofort zusammenbrechen, weil kein Prüfungsamt die dann häufig weit auseinanderliegenden Bewertungen mehr rechtfertigen könnte.

    • 09.12.2015 00:44, Marc Reiß

      "Die dann häufig weit auseinanderliegenden Bewertungen" sind wohl eher dem Reich der Mythen und (urbanen) Legenden zuzuordnen. Wie sich auf zahlreichen Prüferseminaren bei verdeckter Bewertung immer wieder zeigt, liegen die Noten in den meisten Fällen sehr nah bei einander. Andere, auch nur im Ansatz empirische Untersuchungen dazu sind mir aktuell nicht bekannt, ich freue mich aber immer über erhellende Fundstellen und Belege.

    • 09.12.2015 06:29, LTO-Leser

      @Leguleius: Danke, Sie bringen es auf den Punkt. Das Problem sind doch nicht die Geprüften, sondern die Prüfer. Solange fachlich und menschlich unqualifizierte Prüfer in einem ungeeigneten und intransparenten Verfahren prüfen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn wir mit den Füßen abstimmen - und uns einfach nicht zur Prüfung anmelden.
      Aber auf mittlere Sicht werden wir uns das nicht mehr gefallen lassen. Wir werden uns zu Tausenden vor die Eingänge der Justizpüfungsämter setzen, in den kollektiven Hungerstreik treten und "We shall overcome" singen, so lange unsere nachlassenden Kräfte reichen.

    • 09.12.2015 11:55, WissMit

      Da muss ich dem Herrn Reiß zustimmen. Die verdeckte Zweitkorrektur würde keinen großen Unterschied machen.

      Im Übrigen sollten wir die Diskussion hier beenden (also ich tue das jedenfalls), ehe Goodwin wiedereinmal recht behalten sollte. Sinnvoll kann man über die Juristenausbildung und die Bewertung von Arbeiten doch nur dann reden, wenn man konkret wird. Dafür fehlen hier auf LTO doch aber die technischen Möglichkeiten.

    • 09.12.2015 16:53, funbelievable

      Si tacuisses, philosophus mansisses.

  • 09.12.2015 19:23, Leguleius

    Wie bereits erwähnt, gibt es in keinem (!) Bundesland eine verdeckte Zweitkorrektur, daher können Ihnen auch keine "aktuellen" Belege für diese These vorliegen. Wie soll man eine Prüfungspraxis empirisch auswerten, die es nicht gibt?
    Wenn es angeblich nichts ändern würde, dann erlaube ich mir die Frage, warum es keine verdeckte Zweitkorrektur gibt? Kosten, Bequemlichkeit, Anschein einheitlicher Maßstäbe wahren? Aus Sicht der Prüflinge gibt es dafür jedenfalls keine nachvollziehbaren Gründe.

    Und damit wir uns richtig verstehen: wir reden hier nicht alleine über das 1. Examen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 09.12.2015 22:21, Marc Reiß

      Klar, und das Stanford-Gefängnis-Experiment wurde auch in echten Gefängnissen durchgeführt - nicht. Man kann tatsächlich Studien durchführen, ohne gleich flächendeckend eine Methode einzuführen, nur mal so als Idee.

      Wo ist denn der Nachweis, dass bei verdeckter Zweitkorrektur die Noten weit auseinander liegen würden? Das ist doch Ihre Behauptung, die unbelegt im Raum steht.
      Das könnte man alles empirisch belegen, bzw. diese angeblichen Mißstände aufdecken. Aber der Jurist hasst die Empirie ja wie der Teufel das Weihwasser -- am Ende kommen da Ergebnisse raus, welche die eigenen Behauptungen nicht belegen.

    • 09.12.2015 22:42, Leguleius

      Ich schließe aus Ihrer Antwort, dass auch Sie keine nachvollziehbaren Gründe für eine verdeckte Zweitkorrektur haben.

      Und offenbar haben auch Sie kein belastbares empirisches Material für Ihre These. Ihre persönlichen, nicht weiter überprüfbaren Erfahrungen aus "zahlreichen Prüferseminaren" sind jedenfalls kein belastbares Material.

      Glauben Sie auch, dass die Notengebung in der mündlichen Prüfung gleich wäre, wenn die Prüfer die Klausurergebnisse nicht kennen würden?

  • 10.12.2015 10:54, Marc Reiß

    Ich habe nicht von persönlichen Eindrücken gesprochen, sondern von einem (etwa in Prüferseminaren) reproduzierbaren Effekt.

    Wenig empirisches Material ist für mich jedenfalls aussagekräftiger, als gar keines, vor allem wenn man der bestehenden Praxis himmelschreiende Ungerechtigkeiten und Mißstände unterstellt, ohne das jenseits eines paranoiden Bauchgefühls belegen zu können.

    Ich bin übrigens überzeugt davon, dass die Notengebung im Mündlichen für die Kandidaten um einiges nachteilhafter wäre, wenn die Prüfer die Klausurergebnisse nicht kennen würden, mit einer deutlich höheren Durchfallquote.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 06.01.2016 14:21, GrafLukas

      Ich bin sicher, dass die Klausurergebnisse die Prüfer beeinflussen. Aber davon profitieren nach meiner Überzeugung eher die besseren Kandidaten, die dann gezielt auf das Prädikat "hingeprüft" werden, während derjenige, der mit gerade mal 4 Punkten und mehreren durchgefallenen Klausuren ankommt, sicherlich nicht plötzlich und überraschend brillieren wird...

  • 10.12.2015 11:22, xy

    Meiner Meinung nach lässt sich im Hinblick auf die anonymisierte Zweitkorrektur zumindest im Rahmen des Anscheinbeweises ein pro-Argument konstruieren. Dieses Argument fußt auf das zutreffende Sprichwort mit den beiden Krähen, die sich gegenseitig nicht die Augen auskratzen.

    Gerade was die fachliche Expertise des Prüferkollegens angeht, dürfte die Hemmschwelle bezüglich der Augen anonymisiert ungleich geringer sein...
    Selbstverständlich ist auch das nicht valide belegt. Allerdings dürfte dies die allgemeine Lebenserfahrung bestätigen (wie gesagt: Anscheinsbeweis).
    Man siehe nur wie frech und fröhlich in anonymisierten Kommentarfunktionen kritisiert wird ;)

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 10.12.2015 11:36, Marc Reiß

      Dass das nicht unbedingt einen Gewinn an objektiver Diskussion bringt, kann man hier aber auch beobachten ;)

    • 10.12.2015 12:00, Leguleius

      Was ist denn eine "objektive Diskussion"? Eine solche, die nach Ihren Vorstellungen verläuft - alles andere ist subjektives Belieben?

    • 10.12.2015 12:18, Marc Reiß

      Eine Diskussion ohne Trolle, die sich über Zweit- und Dritt-Identitäten die Richtigkeit ihrer aus der Luft gegriffenen Behauptungen bestätigen.
      Ich tippe auf eine Folge des Dunning-Kruger-Effekts... :)

    • 14.11.2017 22:27, Ref

      Besser spät als nie und als weiteres Argument für verdeckte Zweitkorrekturen: Es gibt den - wissenschaftlich anerkannten - Ankereffekt aus der Kognitionspsychologie. Etwa auch in der Mediation oder bei Vergleichsverhandlungen bekannt und gefürchtet:
      Steht eine Zahl im Raum, haben Menschen die Angewohnheit, bei dieser zu "ankern" und nur noch in ihrem Bereich herum kleinere Änderungen vorzunehmen. Lesen Sie das mal nach und dann erklären Sie mir, warum das bei juristisch offen einsehbaren Erstprüfernoten für den Zweitkorrektor nicht der Fall sein sollte und er sich weiter frei und unvoreingenommen der eigenen Benotung hingeben kann.

  • 10.12.2015 12:10, Roland Schimmel

    Dass dieser kleine Artikel Anschlußmöglichkeiten für so große Themen wie die Reform der Juristenausbildung und -prüfung bietet, hätte ich nicht gedacht. Bin beeindruckt. Zugleich aber sehr unsicher, ob man wirklich an ein paar wenigen ausgewählten Beispielen für unnötige Schwächen in Examensklausuren alle Probleme des Jurastudiums und des Examens verhandeln kann. Wäre es nicht besser, wenn die Diskutanten den gesammelten Sachverstand in ein paar klugen Thesen zusammenfassen könnten, die bestimmt auch in der LTO Platz fänden? Nur mal so als Vorschlag ...

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 10.12.2015 12:34, cand.jur

    Was ein Quatsch... Mündliches diese Woche, inkompetent waren eigentlich nur die Kommilitonen, die haben auch viele leichte Fragen nur mit Hilfestellung beantwortet. Bestanden hat trotzdem jeder, weil die Prüfer das Gespräch souverän gelenkt haben und wohlwollend in der Benotung waren. Trotzdem haben sich noch zwei Mädels aufgeregt, obwohl sie nichtmal wussten, daß Tote nicht erben können. Schuld sind immer die Prüfer. that's life.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 26.12.2015 19:58, eono

      Ist das so? Tote können nicht mehr erben?
      Ich stelle mir vor: A vererbt an B - doch B stirbt ebenfalls - der Nachlassverwalter
      von B beschliesst das Erbe von A anzunehmen - und per Testament von B
      alles dem Haustier - dem Tierheim oder einer Stiftung zu kommen zu lassen.
      Es kann doch der Wunsch von A gewesen sein.

  • 10.12.2015 13:26, xy

    Dass in so einer Diskussion die objektive Betrachtung nur schwer möglich ist, ergibt sich ja aus der Tatsache, dass jeder der diskutanten eigene Erfahrungen gemacht hat und so die Beurteilung der Situation und damit auch der Lösungen sehr subjektiviert wird. Allerdings scheint mir der Vorschlag von Prof.Dr. Schimmel doch sehr sinnvoll, produktive Ansätze vorzubringen.
    Erste Idee: jeder korrektor sollte die Pflicht haben, die von ihm zu korrigierende Klausur selbst gelöst zu haben. Erst danach darf er den Lösungsretenten zu Gesicht bekommen. Ich bekomme Gänsehaut, wenn Kollegen an den Rand von Klausuren schreiben: Prüfling hätte erkennen müssen, und ich mir sicher, dass dieser Kollege auf diese Lösung in tausend Jahren gekommen. Mit dem lösungsretenten vor Augen erscheint doch vieles sehr offensichtlich...

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 10.12.2015 13:41, Roland Schimmel

      Dieses Vorgehen kann ich Prüfern (auch jenseits des Examens) nur empfehlen. Man wird dabei manchmal ganz demütig. Und die EInschätzung, welche Teile der Aufgabe leichter sind und welche schwerer, wird ebenfalls viel differenzierter. Auch bei Themen, in denen man sich mit Grund "zuhause" fühlt, passieren so manchmal noch interessante neue Einsichten.
      Allerdings wird das wohl nur als Prüferanstandspflicht funktionieren; rechtlich verbindlich dürfte das schwer einzurichten sein.

    • 10.12.2015 16:43, Marc Reiß

      Mit objektiv meinte ich sachlich...

      Den Vorschlag finde ich ausgezeichnet, und die Gänsehaut absolut nachvollziehbar. Wird aber wohl wirklich immer nur eine Anstandspflicht bleiben.
      Allerdings sind die "exotischen Konstellationen" nach meiner persönlichen Erfahrung oft auch nur für die Notenstufen relevant, die jenseits der 10 oder sogar 12 Punkte liegen.

  • 10.12.2015 16:38, F S

    Sehr geehrter Herr Schimmel,
    so leid es mir tut: es schockiert, wenn sich die Lesbarkeit einer Handschrift in der juristischen Examensprüfung derart auf die Note auswirkt oder auswirken soll.

    Geht es nicht darum die Tauglichkeit des jeweiligen Kandidaten für den Staatsdienst oder jedenfalls die "Praxis" festzustellen?

    Dass dort handschriftlich verfasste Schriftsätze eingetricht werden, habe ich selten erlebt.

    Der Prüfer sollte sich in dem Fall fragen, ob er nicht eher einer persönlichen Abneigung als einer objektiven Bewertung entsprechend bewertet.

    Nichts für Ungut.

    Friedrich Schaudinn

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 10.12.2015 18:26, Roland Schimmel

      Sehr geehrter Herr Schaudinn,
      da ist was dran. So habe ich das noch nicht gesehen. Hätte ich auch selbst drauf kommen können.
      Ich werde ab jetzt nie wieder jemanden wegen seiner/ihrer Handschrift in einer Prüfung durchfallen lassen. Höchste Zeit für gute Vorsätze.

    • 06.01.2016 14:32, GrafLukas

      Es geht ja auch schlicht die Reflektion von unbewussten Vorgängen. Unbewusst wird der Korrektor, der schon seit Stunden nichts anderes tut, als immer andere Bearbeitungen zu demselben Sachverhalt zu lesen, sich freuen, wenn er schnell voran kommt. Und das klappt nur, wenn die Schrift gut lesbar ist.

      Jedenfalls bei Uni-Klausuren werden Korrektoren teils pro korrigiertem Exemplar bezahlt (Werkvertrag). Auch sonst wirkt sich die Dauer der Korrektur auf den Stundenlohn aus. Man wird sich also zum Ziel setzen, für eine Klausur nicht länger als x Minuten zu brauchen. Kann man die Schrift nicht lesen, braucht man entweder länger = schlechte Laune, oder liest ungenauer und überliest eventuell richtige Argumente.

      Beides führt im Ergebnis zu Punktverlust, den derjenige mit guter Handschrift nicht erleidet. Das soll zwar nicht so sein, ist aber praktisch so, da muss man sich nichts vormachen. Deshalb ist der Tipp, an der Handschrift zu arbeiten, sehr wertvoll. Kein Prüfer wird sagen: Den habe ich wegen der Sauklaue bewusst abgewertet. Aber bestimmt ist die Handschrift ein Grund dafür, warum Frauen teils besser benotet werden - die haben nämlich meistens eine besser lesbare Schrift.

  • 10.12.2015 17:22, Laser

    Hallo Herr Schaudinn, Sie können unbesorgt sein. Das Problem haben wir im Griff. Prüfer Schimmel ist einer der letzten, die die Klausuren wirklich handschriftlich lesen. Etwa 99,28 % aller Prüfer transkribieren die Klausuren in eine Textdatei und korrigieren dabei auch die Fehler in der Interpunktion und im Satzbau sowie im Gebrauch von Fachbegriffen, um sich nicht vorwerfen (lassen) zu müssen, bewußt oder unbewußt sachfremde Erwägungen in die Benotung einfließen zu lassen. Der Bericht von Herrn Schimmel ist also schlicht nicht repräsentativ. Und der von ihm zitierte Prof. Haft ist meines Wissens bereits eine Weile emeritiert, bildet also ebenfalls keine Gefahr mehr für die Kandidaten im Examen.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 11.12.2015 07:59, xy

      Ich hoffe, ich habe die Ironie einfach nur überlesen...

    • 11.12.2015 08:38, Laser

      Die Kandidaten wissen oft nicht, welcher Aufwand amtsseitig beitrieben wird, um unsachliche EInflüsse nach Maßgabe des Möglichen auszuschließen. So haben etwa die Kollegen in NRW 2013/2014 in den Klausuren Z2 und Z3 versuchsweise ein EDV-Programm eingesetzt, das die transkribierten Dateien sprachlich egalisiert, um zu verhindern, daß Kandidaten mit Deutsch als zweiter Sprache wegen Schwächen im Ausdruck unnötige Nachteile erleiden. Die bundesweite Einführung dieses Programms, allerdings für die Prüfer zunächst auf freiwilliger Grundlage, wird derzeit diskutiert. Eine beta-Version des Programms ("egalisator 0.89") verfügte auch über eine Funktionalität zur Entfernung von Ironie, die in Prüfungsklausuren unerwünscht ist.
      Schon seit mehreren Jahrzehnten werden die Klausuren übrigens anonymisiert, um persönliche Animositäten aus dem Bewertungsvorgang herauszuhalten.

    • 11.12.2015 12:11, Leguleius

      Für die Rechtswissenschaft ist die sprachliche Ausdrucksfähigkeit essentiell. Wer diese Fähigkeit durch Computerprogramme (!) zu nivellieren anstrebt, kann auch gleich die Einführung von - garantiert in jeder Hinsicht diskriminierungsfreien - Multiple-Choice-Tests fordern.

      Und wer glaubt, Form und Inhalt, Ausdruck und Aussage, hätten nichts miteinander zu tun, man könne vielmehr beides trennen, der sollte die Juristerei besser aufgeben.

    • 11.12.2015 12:41, Laser

      Keine Sorge, wir evaluieren das natürlich. Sollte sich am Ende der auf vier Jahre angelegten Auswertungsphase herausstellen, daß die Korrektur "mit Hand und Auge" die bessere Einschätzungen der Qualität der gezeigten Leistung erbringt, werden wir die Korrekturcomputer wieder abschaffen - und das Risiko der Handschrift hinnehmen. Gleichzeitig versuchen wir Prüfer nachzuschulen oder aus den Ämtern zu entfernen, die offen zugeben, daß sie die Noten anhand der Handschrift bestimmen oder gar auswürfeln. Bislang sind das aber nur wenige Ausnahmen. Die betroffenen Kandidaten sollten unbedingt Rechtsmittel einlegen.

  • 11.12.2015 09:18, funbelievable

    Da sieht man es ja wieder, ein krankes System mit kranken Prüfern wie Haft und Schimmel. Vergeben die Noten nach dem Schriftbild, um fachliche Inkompetenz zu überspülen. Soweit ist es in Deutschland schon gekommen. Verabscheidungswürdig,pfui!

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 11.12.2015 13:25, LTO-Leser

      Im Grunde ein Skandal: Die gesamte juristische Funktionselite nicht nach Leistungskriterien, sondern nach Handschrift ausgewählt. Vermutlich schon seit Jahren. Klingt nach einer veritablen Verschwörung. Kein Wunder, dass die Systempresse darüber nicht berichtet. Danke, LTO, für solche Leaks!

  • 21.12.2015 01:45, LTO-Leser (der echte)

    Für den womöglich verwunderten Gelegenheitsbesucher eine Erklärung des wunderlichen Diskussionsverlaufs: Herr Prof. (FH) Dr. R. Schimmel mag es nicht, wenn an ihm Kritik geübt wird. Er revanchiert sich dann zunächst mit Schienbeintritten unter Zweit-Nick (z.B. "Laser"). In der nächsten Stufe übernimmt Herr Prof. (FH) Dr. R. Schimmel die Nicks seiner Kritiker und lässt diese sich durch Unsinns-Postings diskreditieren. Am Ende "diskutieren" dann nur noch seine Fake-Identitäten unter sich irgendwelches abstruses Zeugs. Vermutlich soll dieser Diskussions-Vandalismus dazu führen, dass auch die ernsthafte Kritik untergeht und nicht mehr zur Kenntnis genommen wird. Ob man die Methode genial findet oder einfach nur arm, liegt vermutlich im Auge des Betrachters.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 21.12.2015 10:56, verwunderter Leser

      Klingt nach einer ziemlich komplizierten Erklärung für einen einfachen Befund: Trollbefall.

    • 22.12.2015 20:42, Roland Schimmel

      Lieber LTO-Leser, vielen dank für Ihre tapfere Unterstützung in 2015! Frohe Weihnachten - und ich freue mich schon auf gute Zusammenarbeit in 2016.

  • 26.12.2015 12:40, eono

    Das Studium der Juristen besteht aus dem Erlernen von Vokabeln: Die diversen
    Rechte und alle darunter fallenden Rechte z.B. Kommunalrecht und dann ...
    Und dann: Die dazugehörenden Artikel und §§.
    d.h. Es werden Leute/jur. Personen ausgebildet die wirklich nur untereinander/
    mit ebenfalls Juristen kommunizieren können - und im Ernstfall kein einziges deutsches Wort lesen und verstehen können ...weder Jahreszahlen 1962+1992
    noch Zeiten/Entfernungen in km - noch Altersangaben.
    Vielleicht haben sie ihren Verstand gerade zu Hause bei ihren Kindern gelassen.
    Was unangenehm auffällt, wenn diese Jur Ri Stawa jünger als man selber sind.
    Sie sind keinesfalls so Unabhängig wie es zu wünschen wäre ...
    Es gibt ja noch die diversen Politischen Standorte und "Ordern"!
    Der Verstand in D endete schlagartig mit: "Seit der Wende ist alles anders"! und dann ...Wie praktisch: Wenn alles anders sein soll - dann muss man ja nur einfach alles anders sagen/schreiben/ die Welt in allen Dingen auf den Kopf stellen. Das haben sie alle kapiert. Auch: "Richter müssen nichts wissen"! Kohl96
    Frage: Wo bitte bleibt die Zivilperson die ihre RECHTE wahrnehmen möchte ...
    die sich bis sie sich einmal an einen Juristen wandte/ dann ein Gericht Staatsanw. selber anschrieb - dann einen Rechtspfleger anrief
    sich eingebildet hatte eine mündige Bürgerin zu sein. -
    Der nur zeigte: Das es noch etwas gibt: Nämlich das Geschlecht: XY
    Deutscher Mann muss nämlich ganz ähnlich wie bei den Taliban oder sonst ...
    gar nichts sein - wissen - kennen - können - er muss nur sich sein ... und sein ...
    und sein ... Er muss weder bis 3 noch bis 1 zählen können ...
    Er muss weder Heimatkunde kennen noch sein Einzugsgebiet in Km wissen.
    Er muss weder die Unterscheidung zw einer Mutter und einer Greisin kennen
    noch irgendwelche erlernten/stud. Berufe zur Kenntnis nehmen ...
    Juristen sind somit eine Berufsgruppe die so gemeingefährlich/öffentlich gefährlich mit einer höchst gewalttätigen Umgebung ist - das man sich ihnen
    auf gar keinen Fall nähern darf - damit aber auch jedes Zivilrecht ausfallen kann.
    Ausfällt - zumindest dann wenn man sich - einfach aus Gründen von das ist doch
    ganz einfach - ohne einen Anwalt an ein "Gericht" wendet ...
    Ich hätte schon längst alle Gerichte geschlossen - mit Polizei drin oder nicht -
    Catering rein - Psychologen rein - Kommunikationswiss.rein ...Pädagogen ...
    und dann: Sollten diese jur. Personen erst einmal lernen: Guten Tag zu sagen ,,,
    Wie will man über jmd. befinden, den man noch nicht einmal gesehen hat ...das muss auch niemand, weil der 1. der falsch angefangen hat ...im Sinne
    von: "Wer das 1. Knopfloch verfehlt, der kommt mit dem Zuknöpfen nie wieder
    zurecht.!" gleich soviel Vokabeln/Begriffe in die Welt setzte - gefolgt von dem LG
    die in nur 3 Monaten in denen sie auf die Orts-Landesfremde verzichteten ...
    auf 30 S schrieben aus dem Nichts ohne Hergang ohne Vorgang - keine anderen Menschen - aus ihrem Bauch - und erklärten gleich die Lage der Nation:
    Diese ist...unter Namensmissbrauch der mal gtüßgott gesagt habenden vor 21 J
    Hinzu kommt: "Wir gehen alle im Gefühl!" das ist UNSINN. Das vermittelt Mann
    er habe stets ein Wissen über alles und Alle. Verheimlicht die Tatsache das natürlich nur die in etwa selben Charaktere, Verrückten, Alkoholiker, Spieler,
    Lügner, Betrüger, Wahnsinnigen usw. mit einander "gehen!" und Andere überhaupt nicht sehen, kennen, - Kennenlernen - sich etwas oder Jmd. erarbeiten entfällt völlig. s.o.
    Somit können Jur Ri so etwas sein wie Chirurgen die in den OP rennen und
    das falsche Bein amputieren - dem das Andere folgt - falls überhaupt Beine -
    Gliedmaßen amputiert werden sollten ...
    Wenn der 1. nicht "zurückhaltend" war hat man von einer "richterlichen Zurückhaltung" im folgenden leider gar nichts.
    Von einer höheren moralischen Wertigkeit der Ri war zumindest in den 90ern auch nicht viel zu erkennen.
    Zille - Sinngemäß: "Die Menschen reden alle von sich und übersehen/vergessen dabei völlig das es auch anständige Menschen gibt!"
    Somit sitzen Viele seit 20-23 J da und hoffen das alles mal wieder vorbei ist.
    KEIN MENSCH KANN DENKEN OHNE SPRACHE Man sollte Juristen erst
    einmal die SPRACHE vermitteln ...a) Eleganz b) die Fähigkeit sich zu überlegen:
    Was folgt daraus? - Man muss sie doch nicht blockieren/vollpropfen mit Einzelwissen - es genügte wenn sie lernen/wissen das es viele Dinge zwischen Himmel und Erde gibt von denen sie nichts wissen ... Offen sein ...
    WO etwas steht ...Wo sie wie suchen müssen - welche Quellen sie abfragen können/müssen.
    Wenn die spätestens in ihrer Assessorenzeit krank werden - dann nur noch
    böse und gelangweilt - sich Gott und die Welt hassend herum sitzen -
    nur noch sich gegenseitig auf die Schultern klopfen/fachsimpeln ..
    hat KEIN MENSCH etwas davon.
    Frohe Weihnachtszeit Ihnen und uns Allen alles Gute für das neue Jahr.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 26.12.2015 14:06, eono

    Vermutlich muss man die jur. Ausbildung verlängern in Universitätsjahre
    mit einem angliedernden "dualen Studium!" d.h. die Studierenden arbeiten ...
    irgendwo in Banken - Verwaltungen - Kanzleien - wo es geht und wo sie wollen
    und studieren weiter - insgesamt mindestens 8 - 10 Jahre dem sich dann erst
    das Referendariat anschliesst - das ggf. verkürzt werden kann - um die Zeit
    in der schon in Bereichen gearbeitet worden ist.
    Denkbar wäre auch vor dem jur. Studium eine normale Ausbildung im
    Handwerk - med. Bereich - wo wie auch immer - nur bitte normale Ausbildung -
    mit Menschen und Sprache.
    Diese Jur sind ja völlig gefangen in ihren Familien - ihren Mitschülern/Kommilitonen - Kollegen - die sehen und hören nichts ...
    Kein Wunder daß sie KEIN WORT lesen und verstehen können ...
    Es gibt z.B. "viele Arten von Familie" (TV-Werbung)
    Aber: Wenn sie nichts anderes gelernt haben als Vokabeln - und arrogant und
    ignorant durchs Leben zu gehen - mit dem sicheren Wissen daß es außer ihnen
    nichts gibt auf der Welt ...daß sie die Herren der Welt sind ... das gibt doch sowieso nur wieder Krieg ...
    Ich hätte es normal gefunden wenn mir irgendein Stawa ein Ri geantwortet hätte ich verstehe nicht .. darüber müsste man sich einmal unterhalten ...seit 1992
    kommen sie doch einmal vorbei dann und dann habe ich Sprechstunde. Rufen
    sie vorher an. - Es ist nicht schlimm etwas nicht zu wissen ...
    Aber sehr schlimm - was für Alle ungesund ist - in einer reinen Phantasiewelt
    zu leben ...Die Gefährlichkeit der Sprache ja richtig ...das gilt nur eben auch für diese Jur Ri - Kammern ...was die sich ausgeschwindelt haben das steht dann eben da - und tut so als wäre es was.
    Gegen: "Wer lügt der stiehlt" ist den klugen Jur etwas eingefallen:
    Eine Lüge muss wissentlich und vorsätzlich sein.
    Das kann man diesen Luftschlangen-aus-den-Köpfen-wachsenden -
    Hans-guck-in-die-Luft nicht unbedingt unterstellen.
    Was wäre denn wenn es diese Berufe gar nicht gäbe?
    Dann müsste sich Jeder mit Jedem einigen. bzw. der Stärkere - der Größere -
    der Lautere - der Gewalttätigere hätte recht ...würde sich zumindest durchsetzen.
    Und? Läuft jetzt etwa etwas anderes?
    In der Annahme meine Rechte wahrnehmen zu können bin ich von meiner
    friedlichen Außenwelt - reinen Arbeits-Berufswelt in so einer nichts als
    kriminellen - nur aus (psychischen und anderen) Problemen bestehenden - mit absoluter Sprachlosigkeit - gewalttätigen, unberechenbaren Welt gelandet - in der alle sagen und machen können und dürfen was sie wollen - die alle nur denkbaren Regeln und Gesetze auf den Kopf stellen und aushebeln.
    In der man sich ständig fühlt wie in einem Lager - in einer Freilandpsychiatrie
    oder in einem Totenland wie "Alice im Wunderland".

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 26.12.2015 14:09, eono

    Fakt: Kann man etwas in einer halben Stunde erledigen ...
    Dann: Sollte man dies auch tun - oder die Finger ganz davon lassen.
    Aber nicht von einer Schneeflocke eine Lawine anwachsen lassen ...
    im schönsten beruflichen Hochmut
    und sich dann noch hinstellen und erklären: Man wäre "ja so überlastet"!
    Mit freundlichen Grüßen
    Gute Besserung

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 26.12.2015 14:17, eono

    Falls Jemand über sein Geschlecht -
    den Irrgarten das Labyrinth Juristerei -
    seine jur. Kollegen promovieren möchte -
    er / sie kann den Papierberg gerne haben.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 26.12.2015 19:49, eono

    Es geht um Inhalte - aber doch nicht nur in oder gar bis zum Staatsexamen -
    und danach nie wieder. - Ein zwei Sätze können schon zuviel sein - und die
    Phantasien sind wie nach einem Bombeneinschlag in alle Richtungen abgedriftet. Was dann als sofortige Antwort kommt kann wie eine Tretmine wirken. Das ist eine Frechheit aller Orten als auch natürlich das "Dunning-Kruger" Symptom (oder der D-K-Effekt) - was natürlich ohnehin klar ist - geradezu eine jur. Berufskrankheit ist. Alle sind nix wissen nix nur sie ...
    Als ob es verboten wäre etwas/Jemanden richtig, hübsch, gesund, ordentlich sonstig - etwas/Jemanden/Viele positiv zu belegen.
    Würde in den Schulen weniger Wert auf "Interpretationen" gelegt - wäre es
    besser. Die meist Toten können sich nicht mehr wehren. Die Lerngruppen
    sollen erst einmal lesen, schreiben, Ausdruck lernen - die Lehrkraft lässt alles
    durchgehen. Erfolg: Wildes Herumfabulieren!
    Von der Schule bis in die Staatsexamen wie ich oben lesen durfte -
    bis in die nächsten Jahrzehnte Berufsjahre bis zur Pensionierung!
    Wenig sinnvoll. - Es lohnt sich die Dinge auf das Einfachste zu schrauben:
    Wenn wir unsere Gefängnisse voll kriegen mit 60 Euro - Straftätern weil der
    Automat nicht getippt hat oder man vergessen hat/keine Zeit mehr hatte zu tippen/zu kaufen - dann werden wir natürlich auch bald mit 25xlebenslänglich
    nicht mehr hin kommen. - Auf auf in andere Galaxien ...

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 26.12.2015 20:04, eono

    Ich wundere mich seit 1991 über die Frechheiten von Gerichten.
    Hörten Richter noch nie etwas von "sachlich richtig"?
    Oder von Arbeit und Beruf in Verbindung mit Gehalt?
    Wie die komplett alles verreissen und einen in der Luft zerreissen.
    Ich wollte etwas mit denen oder von denen bearbeitet sehen.
    Für mich ist diese Berufsgruppe eine einzige Beleidigung.
    Wenn draußen die Sprache nicht mehr stimmt - dann wendet man sich an ein
    Gericht - dann sollen die das bitte klären. - Nur sie machen es nicht.
    Gelegentlich mal ein BGH. Das steht dann also irgendwo ...
    und heisst immer noch nichts.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 26.12.2015 20:31, eono

    Die von Ihnen ausgebildeten Juristen benehmen sich mit ihren "verlorenen Werten" wie ganz einfache Dorfbewohner - die überhaupt nichts gelernt haben. Es fehlt ihnen jede Erfahrung. Und auch sonst Vieles. Sie würden sich vermutlich wenn sie Richter sind mit ihren Frechheiten auf "Generalverdacht" raus reden (noch nie etwas von "Unschuldsvermutung" gehört - vollkommen unbekannt außer den Kommentatoren von SPON (Spiegel online).
    Seit 1990 führen wirklich alle Wege ins Nichts. Wie langweilig das ist ...
    Zwar nicht für Examenskandidaten aber sonst ...
    wenn nichts geht - gehen darf ... allen alles zuviel ist ...
    Niemand zuständig ist - Keiner ein Wort versteht ...niemand was nachvollziehen kann - oder in Bayern "glauben kann"! ...sie fangen ja nicht einmal an mit so etwas wie Arbeit in ihrem Beruf.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 29.12.2015 16:05, Andrej

    wow, geballte Wut von 50 Jahren vor mir, und ich verstehe keinen Satz davon. Ich muss Jurist sein.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 30.12.2015 14:18, eono

      Vermutlich!
      Ganz sicher!
      Und: Ein Mann

      Alles Gute zum Jahreswechsel und für das Neue Jahr

  • 30.12.2015 14:29, eono

    Noch etwas für Prüfer und Prüflinge
    Heutzutage "gehen" Alle im Gefühl und vertrauen auf ihr Bauch"gefühl!"
    Falls das überhaupt mal funktioniert hat - ist das sehr unsicher geworden.
    Es sieht überhaupt niemand mehr den den er vor sich hat -
    und wenn: Dann wird "Billard" gespielt ...u.U.Bundes-Europa/Weltweit
    Konzentration kann man trainieren/üben ...verlassen Sie sich lieber darauf.
    Gefühl zu haben/"Im Gefühl zu gehen" (Ich weiß immer noch nicht was das ist-
    sein soll) jedenfalls leben wir nicht alle im selben kleinen Dorf ...die es evt.
    vielleicht noch können mit sich - aber schon auch nicht mit Fremden/"Urlaubern"
    Touristen - befristet in den Regionen seienden ...Andere noch weniger ...
    Ich arbeite seit 1992 daran - es weiß sicher niemand ob er etwas weiß
    und wenn ja aus welchem Land und aus welcher Zeit - es tun zwar alle
    großspurig - es kommt nur nichts dabei herum. Weshalb besonders gerne
    Juristen lieber gar nichts wissen wollen von Niemanden. (Anderenfalls
    müssten sie sich irgendwann in Frage stellen. Nichts wissen wollen -
    dient also dem Mann / Jur dem Selbsterhaltungstrieb - das funktioniert aber
    nicht auf Dauer. "Herrenrasse""Herren der Welt" hin oder her)
    Meine Empfehlung: Zurück zur Bescheidenheit

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 31.12.2015 11:53, eono

    VERLASSEN Sie sich NIE darauf, was Andere sagen. Denken Sie nie - das sie
    etwas einfach übernehmen könnten. Es lügen bewusst oder unbewusst (fast) Alle.
    Nicht nur Juristen und ihre Gewinnmaximierenden Umgebungen. Die meisten Menschen haben Siebe statt Hirne ensprechend auch kein Gedächtnis -
    (sie haben sich ja nie bis höchst selten etwas wen erarbeitet). (Was in Verbindung mit Trunksucht/Drogen - oder schweren seel. Erschütterungen /Schocks/ Vergiftungen - seelischen oder körperlichen Verletzungen zu einem Abriß der Synapsen führen kann und damit zu Talg in den Zwischenräumen also zu Demenz/Alzheimer). Halten Sie sich und Andere doch bitte möglichst gesund.
    Klären Sie alles ab jedes Wort hinterfragen Sie alles genau ...bis Sie die
    Rechtsexperten wenigstens erfahren haben um wen oder was es geht oder hätte
    gehen sollen.

    Auf diesen Kommentar antworten
Neuer Kommentar
TopJOBS
Rechts­an­walt (m/w) Li­ti­ga­ti­on

Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Brüs­sel und 10 wei­te­re

Le­gal Pro­ject Ma­na­ger (m/w/d)

Clifford Chance, Frank­furt/M.

Rechts­an­wäl­te w/m - Pu­b­lic Sec­tor

Heuking Kühn Lüer Wojtek, Mün­chen

Voll­ju­ris­ten (Re­fe­rent Recht) (w/m)

GWQ ServicePlus AG, Düs­sel­dorf

Rechts­an­walt mit Be­ruf­s­er­fah­rung (m/w) Cor­po­ra­te/M&A

Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Stutt­gart

Rechts­an­wäl­te (w/m)

BLD Bach Langheid Dallmayr, Köln und 1 wei­te­re

Rechts­an­walt (m/w) IP/IT (IT-Recht, Da­ten­schutz, ge­werb­li­cher Rechts­schutz), mit/oh­ne Be­ruf­s­er­fah­rung

Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Köln und 1 wei­te­re

LEI­TER/IN RECHT UND COM­P­LI­AN­CE

Zeppelin Power Systems GmbH & Co. KG, Ham­burg

Ju­ris­tin / Ju­rist

BDA Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ber­lin

Rechts­re­fe­ren­da­rin/Rechts­re­fe­ren­dar bei Le­gal and Com­p­li­an­ce / deut­sch­land­weit

Siemens, Mün­chen und 2 wei­te­re

Rechts­an­walt (m/w) im Be­reich Cor­po­ra­te M&A mit Schwer­punkt Pri­va­te Equi­ty

Mayer Brown LLP, Frank­furt/M.

Voll­ju­ris­ten (m/w) Li­ti­ga­ti­on

PERCONEX, Düs­sel­dorf und 2 wei­te­re

Rechts­an­walt (m/w) Cor­po­ra­te/M&A

Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Stutt­gart

Rechts­an­walt (m/w/d) für den Be­reich Bau- und Im­mo­bi­li­en­recht, ins­be­son­de­re im ge­werb­li­ches Miet­recht

Melchers Rechtsanwälte, Hei­del­berg

Le­gal Coun­sel/Syn­di­kus­rechts­an­walt (m/w)

Unitymedia, Köln

As­so­cia­te (w/m) Ver­ga­be­recht, Com­pe­ti­ti­on, EU & Tra­de, (min­des­tens 2-3 Jah­re Be­ruf­s­er­fah­rung)

Taylor Wessing, Düs­sel­dorf und 2 wei­te­re

Vor­stand­sas­sis­ten­tin / Vor­stand­sas­sis­tent

LVM Versicherung, Müns­ter

Rechts­an­wäl­tin­nen und Rechts­an­wäl­te Un­ter­neh­mens­nach­fol­ge

Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz, Stutt­gart

Rechts­an­wäl­tin (m/w/di­vers) für den Be­reich Dis­pu­te Re­so­lu­ti­on/Com­p­li­an­ce

Simmons & Simmons, Düs­sel­dorf

Rechts­an­walt (m/w) - Ban­king & Fi­nan­ce

Watson Farley & Williams LLP, Ham­burg und 2 wei­te­re

Rechts­an­walt (m/w/d) als Know­led­ge Ma­na­ger für un­se­ren Ge­schäfts­be­reich Re­struk­tu­rie­rung und In­sol­venz

CMS Hasche Sigle, Frank­furt/M. und 1 wei­te­re

Tra­de­mark At­tor­ney (f/m)

Takeda GmbH, Kon­stanz

Rechts­an­wäl­te (m/w) | Part­ner/Of Coun­sel (m/w)

MEYER-KÖRING Rechtsanwälte | Steuerberater, Bonn

Voll­ju­rist/Syn­di­kus (m/w) für Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung

Versicherungskammer Bayern, Mün­chen

Rechts­an­wäl­tin/Rechts­an­walt im Fach­be­reich Da­ten­schutz

REDEKER SELLNER DAHS, Ber­lin

Rechts­an­wäl­tin / Rechts­an­walt in den Be­rei­chen Me­di­en­recht & Ver­trags­recht

SSB Söder Berlinger Rechtsanwälte, Mün­chen

Rechts­an­walt/Rechts­an­wäl­tin mit Schwer­punkt Da­ten­schutz­recht, IP- und IT-Recht

Kazemi & Partner Rechtsanwälte, Bonn

Rechts­an­walt (m/w/di­vers) für den Be­reich Ge­werb­li­cher Rechts­schutz, ins­be­son­de­re Pa­tent­recht

Simmons & Simmons, Düs­sel­dorf und 1 wei­te­re