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Richtig lernen fürs Examen: Wege abseits der Kar­tei­k­arten

von Sabine Olschner

16.10.2017

Unbestritten: Der Lernstoff fürs Staatsexamen ist enorm umfangreich. Noch schwieriger allerdings ist es, die passende Lernmethode und –struktur zu finden. Die viel beschworenen Karteikarten sind nämlich nicht unbedingt für jeden etwas.

Eva Prähofer studiert an der Universität Mannheim und hat gerade den schriftlichen Teil des Examens abgelegt. "Zunächst habe ich mir einen Überblick verschafft, wie viel ich für das Examen lernen muss, und mir dann einen Lehrplan erstellt, was ich bis wann geschafft haben will", berichtet die Jurastudentin. Darüber hinaus hat sie sich einmal wöchentlich mit einer Lerngruppe getroffen. "Wir waren eine bunt gemischte Gruppe, jeder hatte einen unterschiedlichen Wissensstand", so Prähofer. "Das führte dazu, dass wir uns gegenseitig Dinge erklärt haben."

Und nicht zuletzt hat die angehende Juristin für die Examensvorbereitung ein Repetitorium besucht. "Hier habe ich viele Fälle bearbeitet, wodurch ich die Herangehensweise für die Falllösung verstanden habe." Karteikarten hat sie – im Gegensatz zu vielen ihrer Kommilitonen – für die Examensvorbereitung nicht benutzt. "Es hilft mir persönlich nichts, Dinge auswendig zu lernen – ich wollte vielmehr das Schema verstehen."

Nach Ansicht verschiedener Experten hat die Studentin damit alles richtig gemacht. "Die Fülle an Lernstoff im Fach Jura ist so groß, da kann niemand alles wissen", ist Prof. Thomas Lobinger, Dekan der juristischen Fakultät an der Universität Heidelberg und Verantwortlicher des
Examensvorbereitungsprogramms HeidelPräp!, überzeugt. "Es geht im Examen auch gar nicht darum, Fakten auswendig zu lernen. Statt Reproduktion – das sture Nachbeten – zählt die Produktion, also die Einzelbetrachtung eines jeden Falls." Es gebe beim Behandeln von juristischen Fällen kein richtig oder falsch, betont Lobinger. Die Hauptsache sei eine gute Lösung, die auf dem richtigen Weg gefunden wurde. "Konzentration auf die Methoden statt auswendig lernen", ist daher sein wichtigster Tipp.

Routine im Klausurenschreiben bekommen

Wie man die Methoden erlernt? "Durch üben, üben, üben", sagt der Dekan, und rät, so viele Klausuren wie möglich zu schreiben und diese auch korrigieren zu lassen. "Studierende sollten aktiv lernen, das heißt, sich die Fälle vor den Vorlesungen anschauen und Fragen vorbereiten. So lernt man, auch mit unbekannten Sachverhalten zurechtzukommen." Lerngruppen zu gründen, wie Eva Prähofer es getan hat, hält Lobinger ebenfalls für sinnvoll. "In solch einer Gruppe wird jeder mal zum Lehrer, wenn er Fälle für die anderen vorbereitet. Wer der Gruppe etwas erklären kann, hat es selber umso besser verstanden."

Dass Methodentraining sinnvoller ist als das sture Auswendiglernen von Definitionen und Rechtsproblemen, davon ist auch Prof. Fritjof Haft überzeugt. Der früherer Ordinarius an der juristischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen plädiert in seinem Buch "Juristische Lernschule" unter anderem für das Normalfalldenken. Das heißt: Statt sich mit ausgefallenen Rechtsproblemen zu befassen, sollte man jedes Problem als Abweichung von einer "Normalität" begreifen und prüfen, ob diese Abweichung wesentlich ist oder nicht. Repetitorien hält Fritjof Haft für sinnlos, "weil Studierende dort unsystematisch lernen. Es nützt nichts, unzählige Problemfälle zu bearbeiten, weil der nächste Fall wieder ganz anders gelagert sein wird." Stattdessen empfiehlt er, Prüfungsgespräche zu simulieren. "Das ist weniger aufwendig, als viele Klausuren zu schreiben." Auch die Fertigkeit, frei zu reden und zu diskutieren, sollten Studierenden laut Fritjof Haft trainieren. "Das hilft ebenfalls, das strukturierte Denken zu üben."

Patentrezepte gibt es nicht

Für die beste Art zu lernen gibt es leider kein Patentrezept. "Es existieren unter anderem visuelle, auditive oder kommunikative Lerntypen", erklärt Lobinger. "Und manche lernen am liebsten mit der Nase im Buch. Hier muss also jeder seinen eigenen Lernweg finden." Dies ist an der Universität Heidelberg zum Beispiel in der Villa Vorbereitungsprogramms der Universität möglich. Die Hochschule hat dazu in einer Villa 50 Dauerarbeitsplätze für Examenskandidaten eingerichtet, an denen sie sich austauschen und gemeinsam lernen können.

Das Angebot ist sehr beliebt – es gibt stets mehr Bewerbungen als zur Verfügung stehende Arbeitsplätze. Die Studierenden erhalten zudem einen Mentor zur Seite gestellt, mit dem sie alle drei Monate Gespräche über den Stand der Vorbereitung führen und eventuelle Änderungs- oder Verbesserungsmöglichkeiten erörtern können. Umfangreiche Repetitionskurse der Dozenten, Kleingruppentutorien der Assistenten, Klausurenkurse mit anschließender Korrektur sowie Examenssimulationen unter Echtbedingungen runden das Lernen dort ab.

In Häppchen arbeiten

Auch wenn es vielen Jurastudenten notwendig erscheint: Rund um die Uhr zu lernen ist in keinem Fall sinnvoll. Enno Heyken, Praxisleiter der Psychodiagnostischen Beratungspraxis in Hamburg, bietet unter anderem Lernberatung an und empfiehlt: "Halsen Sie sich nicht zu viel auf. Lernen Sie lieber in Häppchen von zwei bis drei Stunden, definieren Sie feste Pausen und bauen Sie auch Belohnungen ein." Heyken legt Studierenden nahe, sich einen genauen Zeitplan zu erstellen, wann welcher Stoff bearbeitet werden soll – so wie es auch Studentin Prähofer getan hat. "'Zwei Stunden morgens' ist dabei als Zeitangabe zu ungenau", so Heyken. "Legen Sie lieber eine konkrete Uhrzeit fest."

Genau wie Lobinger ist auch Heyken davon überzeugt, beim Lernen die verschiedensten Sinneskanäle anzuregen. "Lesen Sie sich einen Text auch mal laut vor, denn dann wird der Inhalt gleich ganz anders im Gehirn verankert als nur beim stillen Lesen." Auch handschriftliche Aufzeichnungen oder das Aufnehmen von Texten mit einer Sprachsoftware können helfen, die Sinne zu aktivieren.

Wichtig: Das Zeitmanagement

Darüber hinaus sei das Zeitmanagement beim Lernen mit das Wichtigste. Heyken empfiehlt, im Falle des juristischen Examens ein Jahr vorher damit anzufangen, das Material zu strukturieren und erst ein halbes Jahr vorher tiefer einzusteigen, bevor in den letzten drei Monaten intensiv gelernt wird. "Was noch ins Kurzzeitgedächtnis hinein soll, lernt man am besten zwei bis vier Wochen vor der Prüfung, dann bleibt es auch hängen." So hat es auch Prähofer gemacht: "Am Ende habe ich alles noch einmal überflogen, um mir das Wichtigste kurzfristig einzuprägen." Sie hat ein halbes Jahr vorher mit dem Lernen begonnen und sich zwischendurch auch mal eine Woche Urlaub gegönnt.

Die letzten eineinhalb Monate war sie dann fast jeden Tag in der Bibliothek. Die Ergebnisse liegen ihr zwar noch nicht vor. "Aber vom Gefühl her hat alles gepasst", meint sie zuversichtlich. "Das Wichtigste ist ohnehin, die Nerven zu behalten. Man muss sich immer sagen: Ich habe lange und hart für das Examen gelernt – das wird schon klappen!"

Zitiervorschlag

Sabine Olschner, Richtig lernen fürs Examen: Wege abseits der Karteikarten . In: Legal Tribune Online, 16.10.2017 , https://www.lto.de/persistent/a_id/25035/ (abgerufen am: 01.12.2020 )

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Kommentare
  • 16.10.2017 11:07, Anspruch und Wirklichkeit

    Leider zählt eben doch das Auswendiglernen exotischer Probleme, um der Lösungsskizze zu entsprechen. Daher bekommen auch diese ganzen Helikoptereltern- Blagen zweistellige Ergebnisse, die später im Berufsleben wie hilflose Küken nichts auf die Kette kriegen- von der Eigenorganisation ganz zu schweigen- aber von Klein auf eingetrichtert bekamen, alles auswendig zu lernen.

    • 16.10.2017 20:25, Heulsuse

      So viel Schmerz. Wollen Sie den nicht mal zu einem Profi tragen?

    • 19.10.2017 07:31, @Anspruch und Wirklichkeit

      Huiuiui, da ist aber jemand ganz arg gebeutelt, weil 4 Punkte so schwer zu bekommen waren? Ich lach mich tot. Versager.

  • 16.10.2017 11:39, Abschichtung

    Zur Studentin am Anfang: Welches Examen hat sie denn in Mannheim geschrieben? Ich wage zu behaupten, dass jemand, der bisher nur Zivilrecht gelernt und geschrieben hat, auch andere Lernmethoden anwenden kann als jemand, der drei Rechtsgebiete können muss..

  • 16.10.2017 12:59, @topic

    Das Lernmedium kann noch so toll sein, wenn der Lernende nix taugt ;-)

    That being said... Private Lerngruppen zu 3 bis 4 Personen. Reihum trägt einer den Fall vor. Jede Woche wechseln. Nur durch den Rollenwechsel kann man die Prüferperspektive einnehmen, was die Leistung deutlich verbessern sollte

  • 16.10.2017 13:07, M.D.

    Man soll und kann Jura nicht auswendig lernen. Man lernt auch nicht die Ergebnisse von allen denkbaren Rechenaufgaben auswendig. Es reicht völlig aus, wenn man das 1x1 der Standardprobleme kennt und ansonsten das System anwenden kann.

    • 18.10.2017 08:33, Eric

      Das ist korrekt. Dennoch gibt es aber viele angehende Jungjuriten die sich trotzdem durch sture Paukerei - im Exzess - durch Uni und die Examen quälen und dabei dank aufreibendem Einsatz aller Kräfte sogar erfolgreich sind. Die Prüfungen sind leider sehr schlecht darin, hier die "Spreu" vom "Weizen" zu trennen. Denn dieser Typus des induktiven Lerners ist ja eigentlich genau das, was die Juristerei nicht gebrauchen kann. Wer für alles in irgend eine Kasuistik oder irgend einen Kommentar schauen muss, um nachzulesen, wie andere Juristen, die deduktiv arbeiten, eine Frage beurteilen, der ist einfach kein guter Jurist. Und doch wird genau dieses Ausspucken von induktiver Paukerei von der Prüfungsmethode Vergleichsarbeit + Korrekturschema nun einmal belohnt. Dazu noch ein guter Gutachtenstil, der rein gar nichts mit Kompetenz oder Wissen zu tun hat, sondern reine Formsache ist (zugegeben trotzdem vielen bis zuletzt schwer fällt) und viele Leute, die kaum juristischen Sachverstand haben, schaffen es ganz gut durch das Examen.

      Da ist einfach eine große Lücke zwischen dem Anspruch, Dozenten sagen ja auch immer Prüfungsschemata seien gar nicht wichtig usw., und der Wirklichkeit, dass der Typus "ich lern alle Schemata auswendig" doch erfolgreich durch das Studium kommt. Man muss hier einfach mitlesenden Studenten reinen Wein einschenken und sagen, es wäre schön, wenn es so wäre, wie im Artikel dargestellt. Ist es aber nicht. Eure Arbeit wird nicht nach rechtswissenschaftlichem Wert beurteilt, sondern nach einem Korrekturschema abgehakt. Ihr müsst die im Schema erwarteten Punkte bringen, wenn eure Arbeit virtuos ist (also kein Besinnungsaufsatz, sondern virtuos eigenständig erarbeitete Darstellungen, ohne Wiederkäuen) aber diese nicht bringt, dann werdet ihr damit trotzdem scheitern. Ebenso wird eben erwartet, dass ihr diese und jene Fälle kennt, mithin "auswendig gelernt" habt. Fall XY zu kennen kann den Unterschied zwischen 4 gewinnt und zweistelliger Note machen, bei ansonsten identischer Kompetenz.

      Aus dem selben Grund muss man leider auch zum Rep raten. Zumindest gute Reps haben ein Näschen für Prüfungsschwerpunkte und instruieren die Teilnehmer dahingehend.

      Fazit: erfolgreich durch die Juristenausbildung kommt vorwiegend, wer "examensrelevant" lernt, nicht, wer ein möglichst guter, breit gebildeter und eigenständig denkender Jurist ist. Die Ausbildung möchte keinen neuen Savigny heranbilden, sondern Rädchen für die Justiz (=der rote Faden unserer Juristenausbildung ist die Laufbahnausbildung für Richter und Staatsanwälte, alle privaten Karrierewege sind "Zweitverwendungen" davon). Bitte macht euch keine andersartigen Illusionen, damit landet ihr leider auf der Nase.

    • 22.10.2017 20:19, StEX

      @" 18.10.2017 08:33, Eric "

      Ja, viel besser kann man das nicht reflektieren...

      Nach Jahren der Examensvorbereitungen hat sich für mich schlichtweg herauskristallisiert, dass eine gute Bewertung am Ende des Studiums maßgeblich davon abhängt, welche konkreten Fälle man vorgesetzt bekommt und wie die Qualität der Musterlösung ist. Dazu muss man bei etwas abseitigen Fällen hoffen, dass man sie mit ähnlichen Gedankengängen und Argumentationsmustern lösen kann, die man aus anderen Konstellationen gewohnt ist. Diese Feststellung kann man selbstverständlich nennen. Sie ist jedoch viel mehr ernüchternd, wenn man erfährt, dass Korrektoren "eigene" Ausführungen in vielen Fällen nicht ernsthaft evaluieren wollen, sofern diese nicht Teil der Lösung sind, teils an anderer Stelle auftauchen oder per se zu breit dargelegt werden. So können auch logische Herangehensweisen oftmals "ein falscher Schwerpunkt" sein, wenn in der Musterlösung ohne jegwede Begründung manchmal nur ein feststellender Satz mit Verweis auf ein Urteil oder eine Monographie zu finden ist. Oftmals sind diese Quellen dann nicht einmal brauchbar. "Was in der Musterlösung nicht ausgeführt ist, muss nicht ausgeführt werden", so dürfte ein oft befolgtes Credo sein. Das verlagert die Bewertung der konkreten Leistung hin zum Ergebnis der Fallprüfung. Im Votum wird dann gern auf die Ausführungen in der Musterlösung veriwesen. Für den Bearbeiter bedeutet dies ein wahres Dilemma dahingehend, ob er nun an einer Stelle eine von ihm ausgemachte "erörterungsbedürftige" Stelle tiefer ausführen sollte (und damit den Schwerpunktfortfall riskiert), oder ob er in die feststellende Spekulation flüchtet, zur Schwerpunktrettung auf das Lösungsergebnis zockt und damit zu wenig ausführt. Eine Schwerpunktsetzung wird aber nur in engen Grenzen objektiv falsch oder richtig, in Einzelfragen wohl vielmehr eine Gutdünkenentscheidung sein. Um in einem unbekannten, etwas abseitigen Fall das "gewollte" Erörterungsmuster zu treffen, ist überwiegend Sache des glücklichen Händchens. So muss man neben dem Verständnis bei der Breite des Stoffs als conditio sine qua non noch eine nutzlose Redundanz an Detailwissen mitbringen, auf die es insbesondere zumeist dann ankommt, wenn wieder einmal ein "in der Rechtsliteratur besprochener oder kommentierer" Gerichtsentscheid serviert wird, der vor Detailproblematik nur so strotzt. Die Qualität der Lösung, insbesondere der fehlende Hinweis auf andere Lösungsansätze oder ein bloß feststellender Stil bestimmen zu einem erheblichen Teil über das juristische Schicksal des Bearbeiters.

    • 23.10.2017 16:40, In Österreich...

      ... ist eben alles besser. Oder nicht?!

  • 16.10.2017 19:28, jfk

    Ein gutes Examen macht noch keinen Meister der Didaktik. Wenn wir (Juristen) ehrlich sind, dann können wir verdammt wenig sichere Aussagen darüber treffen, ob wir wegen oder trotz unserer Art der Vorbereitung unser Examen geschafft haben. Richtig ist sicherlich, dass sehr viele Studierende ungesund viele Dinge tun, die sie auffallend wenig interessieren (und dabei noch ungesunder gestresst sind). Mein Verdacht ist, dass wir nur lernen können, was und wie wir jeweils nicht lernen können und wollen. Vielleicht ist es dann aber das sinnvollste wenn man vor allem lernt herauszufinden, wie man herausfindet, ob die eigene Lernmethode (eher Plural) funktioniert. Ist aufregend unkonkret, aber erscheint mir betonenswert: Keiner von uns (keiner, auch nicht die Lehrenden) weiß wie es wirklich funktioniert.

    • 17.10.2017 18:01, klaus

      So ist es!

    • 19.10.2017 07:35, @jfk

      Natürlich ist jedwede Diskussion über den Erfolg des eigenen Lernens post hoc und damit entsprechend unscharf. Aber statistische Häufigkeiten geben doch vielleicht jedenfalls Anlass, die ein oder andere Lernmethode als "im Mittel erfolgreicher" einzuwerten. Was nicht heißt, dass es dann bei jedem gleich gut funktioniert, klar.

      Die Theorie der "Lerntypen" wurde übrigens jüngst überholt und verworfen. Die Einteilung in Lerntypen nach dem Lesen, Sehen, Hören, Sprechen usw. scheint es nicht in der Form zu geben, wie vormals vermutet:

      https://www.psychologicalscience.org/news/releases/learning-styles-debunked-there-is-no-evidence-supporting-auditory-and-visual-learning-psychologists-say.html

  • 16.10.2017 21:58, Fritz Keil

    Was mir wirklich sehr geholfen hat, war der mörderische Konkurrenzkampf unter den Examenskandidaten meiner sehr guten Uni: Die bis dahin exzellenten Lebensläufe. Die oftmals herausragenden Noten. Der brennende Ehrgeiz allenthalben.

    Gleichzeitig wussten wir, dass nur jeder zehnte von uns am Ende die Latte nehmen würde.

    Ich habe mir geschworen, dass ich dabei sein würde. Kosste es, was es wolle. Konkurrenz bis aufs Messer, rattenhafte Wut.

    Am Ende lagen die abgeschlagenen Häupter meiner Gegner vor mir. Ein Gefühl unendlicher Befriedigung. Nie wieder würden sie sich davon erholen, nie wieder, nie wieder. Eingepfercht in die Kaste des "befriedigend or below". Für immer. Bei jeder Bewerbung. Ihr Leben lang. Vor mir dagegen die glänzende Zukunft zweier Prädikatsexamina.

    Jedes Jahr feiere ich diesen Tag oder vielmehr diese beiden Tage wie ein neugeschenktes Leben. Wer's nicht selbst erlebt hat, kann es nicht beschreiben.

    • 17.10.2017 18:30, Philipp Valentin

      Meine Güte, du solltest nebenher Schriftsteller werden. Ich hab richtig Gänsehaut!

    • 17.10.2017 20:34, @Fritz Keil

      Musste laut lachen. Mehr Vorurteile haben in die paar Sätze nun wirklich nicht reingepasst. Unterhaltsam geschrieben. Könnte glatt von Heinrich V. sein

  • 08.01.2018 23:01, Lisa

    Auf www.juralernplan.de wird ein Leitfaden zur Erstellung eines Lernplans zur Examensvorbereitung angeboten, um die Stoffmenge zu strukturieren. Mir hilft's immens.

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