Fachschaften an juristischen Fakultäten: Party People geben Hil­fe­stel­lung

von Stefanie Lade

08.02.2016

Was die meisten Erstsemester gleich zu Beginn von ihrer Jura-Fachschaft wissen: Die sollen geile Parties ausrichten! Stimmt, aber nicht nur. Stefanie Lade hat sich bei einigen Fachschaften exemplarisch umgehört, was sonst noch so geht.

 

Wenn die Jura-Erstsemester durch die Kneipen in Passau ziehen, dann können sie in jeder mit einem anderen Professor ein Bier trinken. Die Fachschaft der juristischen Fakultät an der Universität Passau organisiert diese besondere Kneipentour. "Das ist seit Jahren eine Tradition, so können die Studenten die Professoren in einem anderen Umfeld kennenlernen", sagt Clemens Dienstbier, Sprecher der dortigen Fachschaft Jura.

Gemeinsames Kochen, eine Wanderung und Hüttenspiele - abwechslungsreich und gesellig geht es auch zu, wenn die Fachschaft der Universität Konstanz zur "Erstihütte" für drei Tage in die Schweizer Berge einlädt. Die Plätze seien immer sehr schnell weg und gerade im Wintersemester könnten nicht alle mitfahren, die sich anmelden, berichtet Fachschaftssprecherin Theresa Friedle über die Beliebtheit der Erstihütte. "Dabei ist die Fahrt finanziell ein Verlustgeschäft, das wir durch die von uns organisierten Partys wieder ausgleichen", sagt Friedle.

Aha! Da ist es wieder, das klischeehafte Bild von den Fachschaften, die nur Fete, Feste, Feierei kennen. Dabei bieten die studentisch organisierten Vereinigungen so manchen Service an, der Studierenden aller Fachsemester weiterhilft. Und wer sich selber in der Fachschaft engagiert, investiert zwar einen Teil seiner Freizeit, profitiert aber auch von einigen Vorteilen.

Unterstützung für Jura-Studenten aller Semester

Beinahe schon ein "Klassiker" für die fortgeschritteneren Semester ist die Sammlung der Protokolle über die mündlichen Prüfungen im Schwerpunkt und Examen. Das sei ein Selbstläufer, erklärt Dienstbier: Gegen eine Kaution können sich die Studenten bei den Fachschaften die Unterlagen abholen und für ihre Examensvorbereitungen nutzen. Das Geld gebe es dann zurück, wenn sie selber ein Protokoll über ihre abgelegte Prüfung verfassen, bei der Fachschaft einreichen und so den Jahrgängen nach ihnen zur Verfügung stellen.

Was die meisten Fachschaften auch eint, ist die Idee, den Erstsemestern im Umgang mit der ungewohnten studentischen Freiheit zu helfen. "Gerade für die Neuen an der Uni ist die Schwelle niedriger direkt zu uns zu kommen als zu einer Studienfachberatung zu gehen, weil wir eine Beratung auf Augenhöhe anbieten", erklärt Sebastian Töllers, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Jura-Fachschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. "Wir wollen die Erstis in den Studiengang einführen und dafür haben wir zum Beispiel unser Magazin 'stud.iur' mit einem kommentierten Vorlesungsverzeichnis, Berichten über Auslandsaufenthalte, einzelnen Werdegängen von Professoren und vielem mehr."

Die Fachschaft der Universität Passau bietet besonders für Studienanfänger eine Vorlesung zu der Frage "Wie schreibt man eine Hausarbeit?" an. Und an der Uni Konstanz dürfen sich die Erstsemester über eine Tüte mit juristischen Zeitschriften, Textmarkern und weiteren Kleinigkeiten freuen. Häufig helfen Fachschaftsmitglieder auch dabei, den ersten eigenen "Stundenplan" aus dem Vorlesungsverzeichnis zusammenzustellen.

Zitiervorschlag

Stefanie Lade, Fachschaften an juristischen Fakultäten: Party People geben Hilfestellung. In: Legal Tribune Online, 08.02.2016, https://www.lto.de/persistent/a_id/18366/ (abgerufen am: 24.10.2017)

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