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Angebote der Krankenkassen: Kampf dem (Exa­mens-)­Stress

von Marcel Schneider

07.09.2015

Prävention kostet, eine spätere Therapie noch mehr: Gesetzlich Versicherten steht deshalb ein Budget von bis zu 300 Euro für Stressbewältigung und Entspannung zu. Das ist vor allem in der aufreibenden Examenszeit keine schlechte Idee.

Viele Krankenkassen stellen ihren Versicherten jährlich Beträge für Präventionsmaßnahmen zur Verfügung – doch davon wissen die Wenigsten. Dabei gibt es mehr als Entspannungstherapie, Pilates und Wassergymnastik.

In der Regel beinhalten die Maßnahmen zwei bis zehn Einheiten à mindestens 45 Minuten. Eine Übersicht der Kurse gibt es im anzufordernden Katalog oder bei den jeweiligen Kassen im Internet. Die Onlinekataloge der mitgliederstärksten gesetzlichen Krankenkassen finden sich hier:

Die Kassen tragen das Gros der Kosten, manche übernehmen diese sogar zu 100 Prozent. Überwiegend greifen die Kassen bei ihren Angeboten auf externe Anbieter zurück.

Wer also auf etwas potenziell Interessantes in seiner Nähe stößt, sollte dort einfach nachfragen, wie es mit einer Zertifizierung durch die Zentrale Prüfstelle für Prävention aussieht. Die Krankenkassen der Kooperationsgemeinschaft zur kassenartenübergreifenden Prüfung von Präventionsangeboten (§ 20 Abs. 1 Sozialgesetzbuch V) bezuschussen auch nicht im Katalog oder online gelistete Angebote – solange diese die Zertifizierung durch die Prüfstelle nachweisen können.

Wer sich im Anschluss die Teilnahme an mindestens 80 Prozent der Veranstaltungseinheiten bestätigen lässt und diese mit der Endrechnung einreicht, erhält das Geld je nach Kasse (fast) vollständig zurück.

Zitiervorschlag

Marcel Schneider, Angebote der Krankenkassen: Kampf dem (Examens-)Stress . In: Legal Tribune Online, 07.09.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/16611/ (abgerufen am: 25.09.2020 )

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