Erstes Staatsexamen in Berlin: Paket mit 22 Klau­suren ver­schwunden

12.03.2018

Von 22 Examenskandidaten in Berlin sind die schriftlichen Arbeiten des staatlichen Teils verschwunden. Die Einsichtnahme in die Klausuren ist nicht mehr möglich, die Betroffenen dürfen die Klausur wiederholen, wenn sie mögen.

22 Prüflinge müssen in Berlin auf eine mögliche Einsichtnahme in ihre Klausuren verzichten. Die Dokumente seien beim Paketdienstleiter DHL nicht auffindbar, teilte die Justizverwaltung der dpa am Montag mit.

Demnach hatte ein Zweitkorrektor die schriftlichen Arbeiten bewertet und sie per Paket an das gemeinsame Juristische Prüfungsamt von Berlin und Brandenburg geschickt. Doch dort kamen sie nicht an. "Wir können uns nicht erinnern, dass das in Berlin schon mal passiert ist", erklärte Sprecher Michael Reis gegenüber LTO. Er bekräftigte aber, dass den Prüflingen die Note der Zweitkorrektur bekanntgegeben worden sei. Lediglich die Klausuren an sich seien verloren gegangen. Das Examen war im Oktober geschrieben worden.

In einem Brief des Amtes an die Betroffenen heißt es, wer Einwände gegen die bereits mitgeteilte Note habe, könne die Klausur wiederholen. Wer jedoch mit dem Prüfungsergebnis einverstanden ist und keinen Widerspruch einlegt, für den werde der Prüfungsbescheid rechtskräftig.

dpa/hs/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Erstes Staatsexamen in Berlin: Paket mit 22 Klausuren verschwunden . In: Legal Tribune Online, 12.03.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/27469/ (abgerufen am: 23.06.2018 )

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Kommentare
  • 12.03.2018 16:25, Ümet Dolguz

    Das ist Berlin. Die Examina sind dort die schwersten in Deutschland und nichts funktioniert. Ich habe sogar gehört, dass einige der letzte Kampagnen in einer völlig verotteten Eingangshalle der Trabrennbahm geschrieben wurden. Wie soll man sich denn da auf das examen konzentrieren? Insbesondere wenn man berücksichtigt wie schwer die Berliner Examina sind finde ich das unfair gegenüber Studenten und Referendaren anderer Bundesländer. Naja Gott sei Dank habe ich in NRW studiert.

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    • 12.03.2018 16:38, B.

      Pffft. (Nur halb ernst gemeint:) Die Examina sind dort die schwersten in ganz D? Das behauptet wohl jedes Land von sich. Und jeder der noch keine Examen in BY geschrieben hat (habe ich i.Ü. auch nicht). In Sachsen bekommt man halb verrottete Ballsäle und halb verrottete Ausstellungshallen, Komfort ist selten bei Staatsprüfungen.

    • 12.03.2018 16:41, BerlinerStreetStudent

      "Ich habe sogar gehört, dass einige der letzte Kampagnen in einer völlig verotteten Eingangshalle der Trabrennbahm geschrieben wurden. "

      du wirst lachen Bruda, ich schreibe da nicht nur meine Examina, ich hab die völlig herabgeranzte Eingangshalle clever genutzt und mir da für lau meinen Schlafplatz eingerichtet.

    • 12.03.2018 16:59, Jurafreak

      Es ist mittlerweile unstreitig, dass in Bayern die zweite juristische Staatsprüfung die schwierigste in Deutschland ist und in Übrigen zu den schwierigsten Prüfungen weltweit zählt.

      Mit dem behaupteten Schwierigkeitsgrad im Berlin vertreten Sie wohl eine Mindermeinung.

    • 12.03.2018 17:24, Jurafreak

      @A. A.,

      habe ich es richtig in Erinnerung, dass bei Eich in NRW das BGB bei § 1000 endet oder schön früher?

    • 12.03.2018 17:53, A. A.

      wo endet die Büschlein? keine Check, heute Sonnentag. An manchen Tagen erst gar nicht beginnt diese BGB, Kollegah. Sind Sie Jurastreba trotz Sonne heute? Kassieren dafür keinen Blumenstrauß, nichtmal einen Verwelkten!

    • 13.03.2018 09:52, KollegahvonÜmet

      Oh Ümet, falsches Studium ausgewählt Altah

    • 22.03.2018 17:19, DerDieDasStreber

      Und ich hab sowieso das allerschwerste Examen in Deutschland geschrieben! Bekomme ich jetzt einen Stern in mein Heftchen geklebt? Oder ein anerkennendes Schulterklopfen? Danke danke.

  • 12.03.2018 16:40, M.D.

    Ach, das kann schon mal vorkommen. Suchen Sie sich einfach eine Note aus.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 12.03.2018 17:13, kek

    " unstreitig, dass in Bayern die zweite juristische Staatsprüfung die schwierigste in Deutschland"

    > Dürfen in die Gesetze malen
    > Nutzen Formularsammlungen

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2018 17:27, Jurafreak

      Das ist das fiese an dieser Geschichte, man darf alles, es bringt aber im Ergebnis nix, weil alles so schwierig ist und keine malerischen Fähigkeiten geprüft werden.

    • 12.03.2018 17:30, Stephan

      Genau so sieht es aus. Zudem sollte man nicht vernachlässigen, dass das Schreiben von 11 statt 8 Klausuren ein Vorteil ist. Im angeblich ach so schweren Steuerrecht bekommen Hans und Franz Traumnoten hintergergeschmissen. Zudem kümmern sich hauptamtliche AG Leiter um die Ausbildung der Referendare, während in anderen Bundesländern lustlose Praktiker vor einem sitzen, die das nebenbei mitmachen. Zu allem Überfluss dann noch die Formularbücher (weshalb häufig auch gleich alle Formalien weggelassen werden dürfen). Und vom rechtlichen Schwierigkeitsgrad habe ich auch noch keine Klausur aus Bayern gesehen, die schwieriger wäre als andere (siehe nur die Klausurbücher der ehemaligen hauptamtlichen AG Leiter aus Bayern).

      Nur weil man es tausend mal wiederholt wird es nicht wahrer. Bayern ist nichts besonderes bezüglich der juristischen Examina. Ganz im Gegenteil!

    • 12.03.2018 17:38, Ümet Dolguz

      Das ist ja lachhaft. In Bayern?? Die schreiben im 2. Ein paar klausuren mehr das wars dann auch schon. Man kann sich die bayerischen Klausuren doch ansehen. Z.b. im BayVB. Das was ich da sehe ist lächerlich einfach. Dieser "Jurafreak" ist doch sicher so einer der irgendwo in Bayern studiert, da nichts auf die Reihe bekommt und das damit rechtfertigt, dass es dort schwerer sei als woanders. Die Analysen der letzten 10 Jahre zeigen, dass Sachsen und Berlin die schwersten sind. Auch hier in NRW ist es meistens machbar. Aber Bayern... das besteht selbst ein Drittsemester aus NRW.

    • 12.03.2018 18:08, Jurafreak

      @Ümet Dolguz,

      Sie haben Recht. Gratulation.

    • 12.03.2018 18:21, A. A.

      "Die Analysen der letzten 10 Jahre zeigen, dass Sachsen und Berlin die schwersten sind"
      Its doch eine andere Konkurrenz in Bayernstrebaland, Kollegahs. In Berlin auch einäugiger der King. NRW sogar Blinda sahnt ab! Erste Sahne, Brüda.

    • 13.03.2018 16:59, A2katb

      Ich denke man sollte sich einfach darauf einigen, dass das Examen in Bayern ein aliud ist. Bessere Juristen sind die Bayern deshalb aber nicht.
      Als großen Vorteil sehe ich es allerdings, dass die Bayern alle zwingend mal Steuerrecht gemacht haben müssen. Das bedeutet zwar noch lange nicht, dass die Bayern dass dann auch tatsächlich alle beherrschen, aber wenigstens kriegen sie so ein bisschen Awareness dafür.

  • 12.03.2018 17:44, Oldschool

    Schön wäre, wenn die Herrschaften, die hier etwas zum Besten geben, dies auch in korrektem Deutsch wiedergeben könnten.

    Und wer sein Examen in Bayern schrieb...

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2018 18:01, A. A.

      is nich Bruda, nur NRWlers u. Berlinaz here.

    • 12.03.2018 18:07, Jurafreak

      @Oldscool, die bayerischen Klausaren san schwierig, dass man keine Zeit und Kraft hat, auf die Rechtsschreibig zu achteb.

      Aber wie auch im Fussball, alle sind neidisch auf Bayern. Es läuft alles viel besser hier, weil die Verwaltung und die Gerichte und der Gesetzgeber die besten Juristen von allern haben. Ist ja nicht verwunderlich, wenn man durch die schwierigste Prüfung der Welt ausgelesen wird.

      Man sieht‘s ja, was die berliner Kollegen mit ihren mikrigen 7 Klausuren produzieren, BER, LaGeSo... Chaos pur.

      In Bayern schreibt man Examen in den schönsten und komfortabelesten Festseelen.

      Für die besten das beste.

    • 12.03.2018 18:16, A. A.

      Haben Sie zu viel Bier gezapft? Wir NRWler-Gangstaz können nach Examina auch nach Bayern, aber keine Lüster, weil Miete mittlerweile gepffeffat und wollen kein von uns BlutzbrüdazZz. Bessa NRW und Berlin!

    • 12.03.2018 18:33, Jurafreak

      @A.A. Wer hat, der zapft.

      Und wos die Noten angeht, iht könnt auch in Bayern aber erst nach Notenumrechnung zum Kurs gut <-> ausreichend. Deshalb wollt ihr auch nicht zu uns, weil ihr nicht könnt.

  • 12.03.2018 18:39, JuraaufmHochreck

    Die Bayern können nur Wasserrecht - lassen wir es Ihnen!

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 12.03.2018 19:09, Dark Master

    In Berlin ist zurzeit ja so vieles durcheinander.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 12.03.2018 19:25, Datenschützer

    Das bayer. Examen ist ein Witz in Vergleich zum Examen in Berlin. In Bayern gibt es wischiwaschi-Prüfungen während in Berlin strenge Maßstäbe angelegt werden!

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    • 12.03.2018 19:56, Jurafreak

      Sie gehören offensichtlich dem harten Kern einer Mindermeinung an.

    • 12.03.2018 20:42, Jurafreak

      @, Ümet Dolguz, träumen Sie weiter. ;)

    • 13.03.2018 08:12, Springcoming

      Die haben in Dingolfing mittlerweile aber das dreifache an Miete im Vergleich zu anderen Orten. Gerade NRW bricht richtig ein, viele sind froh, wenn sie im Süden Zuflucht finden, ein Dach über dem Kopf haben u nicht alle zwei Meter überfallen und bespuckt werden. Die Bayern sind traditionell und legen noch Wert auf hohe Ansprüche, eine moderate Polizeipräsenz und gute Manieren. Finde ich gut, denn es bewährt sich immer wieder.

  • 12.03.2018 20:55, SachsenIstHart

    Also meines Wissens nach muss man in Berlin doch nur seinen Namen richtig tanzen können und Erfahrung im Bäume streicheln haben und schon hat man sein Examen. macht mal lieber euer Examen in Sachsen. Dann wisst Ihr was schwer ist.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2018 21:26, Jurafreak

      In Berlin müssen Sie für ein gutes Examen zeigen, dass Sie ein Chaot sind und für ein sehr gutes Examen, dass Sie Geld ausgeben können, am besten für geschlechtsneutrale Toiletten in den Gebäuden von Land Berlin und natürlich für die Bekämpfung sexistischer Werbung und stillgelegter Flüghäfen.

      Und dann wenn das Geld alle sind, müssen Sie gut schreien können, damit die Topleute aus Bayern den Haushalt ausgleichen sollen.

  • 12.03.2018 21:37, Sachsenkönnennix

    In Sachsen bekommt man das Examen bereits mit der BGB-AT-Prüfung! Grotesk!

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2018 22:09, Jurafreak

      Sie meinen, wenn das Eigentum duch den Abschluss des Kaufvertrages übergegangen ist und dann ist alles gut?

  • 12.03.2018 22:12, Jurafreak

    „Wer jedoch mit dem Prüfungsergebnis einverstanden ist und keinen Widerspruch einlegt, für den werde der Prüfungsbescheid rechtskräftig.“

    Von der Rechtskraft von Bescheiden zu reden... Es wird sofort klar, dass diese Vorgänge in Berlin passiert sind.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 12.03.2018 23:27, ReisenderAmBER

      Bingo

    • 21.03.2018 09:43, aha

      Bußgeldbescheide werden rechtskräftig, § 84 OWiG - also mal nicht so wortklauberisch...

  • 12.03.2018 23:37, Hesse

    Soweit ich weiß ist das schwerste Examen in Hamburg. Sowohl erstes wie zweites. Etwa 10 mal schwerer als in Bayern. Da gibt's wissenschaftliche Untersuchungen drüber.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 13.03.2018 06:49, Jurafreak

      Im Vergleich zum Berliner Examen ist das in Hamburg ein Witz genau so wie Ihr Beitrag. Die von Ihnen angesprochene wissenschaftliche Vorschung ist eine hartnäckige Mindermeinung, die sich höchstwahrscheinlich ausschließlich mit Lehrbuchfällen beschäftigt, die deshalb nur Lehrbuchfälle sind, weil sie im richtigen Leben nie vorkommen

      Und die Klausuren in Berlin sind schwieriger als in Hamburg, weil in Berlin - noch vor der „Rechtskraft“ irgendwelcher Bescheide - die Klausuren verloren gehen und keiner kann es überprüfen.

      Obejektig betrachtet, ist das schwierigste Examen in Bayern und zwar sowohl hinsichtlvh der Quantität als auch hinsichtlich der Quantität. Alles andere ist ein Witz.

  • 13.03.2018 08:15, Jens

    Klausuren sind immer da die schwersten, wo sie von Leuten geschrieben werden, die Kommentare auf lto.de schreiben, statt Klausuren zu üben. Bin ich froh, dass ich die Klausuren nur noch in meinen Träumen schreiben muss. Und alle Kommentatoren: Zurück in die Bibliothek und nicht wieder in der AG rum jammern, dass keine Zeit zum Lernen war.

    Allerdinggs kann ich mir eine inhaltlich Anmerkung nicht verkneifen: Dass für die Unfähigkeit des Speditionsunternehmens die "typisch Berlin"-Stereotypen aus der Schublade gekramt werden, ist schon recht albern.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 13.03.2018 08:31, Jurafreak

      Mein lieber Kollege, hier schreiben erfahrtene Klausurenschreiber, die beim Üben sehr viel Schweiß und Blut verloren haben und es zum Glück nicht mehr tun müssen.

      Und in Berlin, tja, es fuktioniert dort halt nix, das ist halt ansteckend...

      Hier mal die aktuellsten Meldungen, in Bayern würde der SEK mal schon alles durchforsten. In Berlin tut man nix, steht blöd rum und diskutiert über Rechtskraft von Bescheiden und den Bau eines neuen Milliardengrabs in der Hoffnung, man werde ihn wie die Pyramiden in 5000 Jahren bewundern.

      http://www.zeit.de/2018/11/neukoelln-nazi-bedrohung-politiker-rechtsextremismus-berlin

    • 13.03.2018 09:25, Lissi

      Was trägt man in Berlin denn zur Mündlichen? Gut sitzenden Anzug/Kostüm? Oder wird man damit mittlerweile fertig gemacht und der Komplettjogger hat sich eingebürgert?

      Ich frage nur, weil ich aus Oberbayern komme und schon von NRW so fürchterlich entsetzt bin.

    • 13.03.2018 09:33, Berlina

      Ja, Sie können mittlerweile getrost im Jogginganzug antreten. Auch Modelle von kik werden nicht nur akzeptiert sondern sogar ausgesprochen gern gesehen!

    • 13.03.2018 14:46, PotsdamerSchlossherr

      Hey Jurafreak, schonmal in Neukölln gewesen? Schlendern Sie doch mal eines schönen Tages durch die Strassen und machen Sie sich ein Bild Vor Ort. Dann lesen Sie Ihren Artikel nocheinmal ;). Auch interessant Silvester in Neukölln, einen kleinen Vorgeschmack können Sie auf YOUTUBE finden. In Malmö Schweden war die Party auch nicht schlecht!!! Sehr sehenswert, vlt schnappe ich mir auch bald eine Taschen-Cam und steige ins Filmebusiness ein ;)

  • 13.03.2018 09:14, Fragen!

    Das passiert doch immer wieder einmal. Ging mir selbst in Hessen so beim 1. Staatsexamen. Dort war das Paket beim Versand zwischen Erst- und Zweitkorrektor verschwunden.

    Lösung des JPA damals war das Anbieten mehrerer Alternativen: 1.) man loggt die Erstkorrektur als geltende Note ein; 2.) man schreibt diese eine Klausur im nächsten Termin nach; 3.) man wiederholt den ganzen Klausurendurchgang. Fand ich in der Form durchaus in Ordnung.

    Ich hatte 10 Punkte in der Erstkorrektur Arbeits-/Wirtschaftsrecht. Die hab ich dann mal eingeloggt :).

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 13.03.2018 09:29, Michel

    Hier ein ExBerliner, nun in Frankfurt Oder, hartes Pflaster, habe erstmal den Bachelor mitgenommen. Lebe für 90€/Monat nun im Studentenwohnheim im Polen, bereite mich aufs Examen vor und komme mit dem Studienkredit gerade so hin.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 13.03.2018 12:02, PotsdamerSchlossherr

    Hier noch ein ExBerliner. Bin jetzt in Potsdam, Berlin ist nur noch was für harte Typen. Jeden Zweiten Tag mit dem Schönfelder in der Ubahn eins drüber bekommen. Havelland ist schön, noch erschwinglich und sie haben auch schon den integrierten Bachelor. Zudem haben wir ein Semesterticket. An alle Berliner Studenten: geht raus nach Brandenburg in Berlin selbst klappt gar nichts mehr!!

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 13.03.2018 19:26, Michael Wirriger

    Schluss jetzt mit der Debatte: Das schwerste Zweite Juristische Staatsexamen aller Zeiten war meins.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 14.03.2018 11:36, Jurafreak

      Im welchem Land war das?

    • 22.04.2018 19:11, maffl

      @jurafreak- hast du schonmal bekanntschaft mit Humor gemacht?

  • 13.03.2018 19:27, Abiturient

    Ich überlege ob ich Jura studieren soll und will fragen wie wahrscheinlich ein prädikatsexamen ist.
    In der Schule war ich besonders in den Gesellschaftswissenschaften immer einer der Besten.
    Wenn ich dann lese nur 20% aller Studenten schaffen mehr als neun Punkte, überlege ich: ist es denn nicht so das ich auch damals so gut war.
    Ist der durchschnittliche Jurastudent "klug" oder wie man es nennen will?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 14.03.2018 09:16, RA

      Hallo,
      das Studium ist schon hart,egal in welchem Bundesland du studierst. Ob ein guter Schüler auch ein guter Student wird, kann man nicht sagen,da das Studium sich von der Schule unterscheidet. Ich würde aber schon sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein guter Schüler ein guter Student wird, höher ist als bei nicht so guten Schülern. Gerade im Jurastudium ist Fleiß, Disziplin und Eigenverantwortung stark gefragt. Die eigentliche Frage,die du dir stellen solltest, ist, ob du später auch als Jurist arbeiten willst. Mach Praktika bei Rechtsanwälten, Rechtsabteilungen, etc. Wenn es dir gefällt, dann bist du wahrscheinlich im Studium auch motivierter und sodann zielstrebiger. Im Praktikum kannst du dann auch nach dem Jurastudium fragen. Ich persönlich habe das Studium gehasst,auch wenn ich mir viele Freiheiten für Rucksackreisen und so rausgenommen habe. Jetzt im Beruf ist es wirklich schön. Ich arbeite als Rechtsanwalt in einer kleinen Kanzlei in Köln und betreue viele Mandanten. Der Job ist spannend, interessant und vielfältig. Man lernt viel über andere Themen und bildet sich stetig weiter. Ich bin oft bei Gericht, was eine schöne Abwechslung zum Büro ist. Andererseits hat man viel zu tun und steht auch gut unter Druck. Manchmal loben dich Mandanten in den Himmel und manchmal geben Sie dir die Schuld, wenn nicht gewonnen wird. Damit muss man klarkommen, was aber auch erlernt werden kann.

      Gruß

    • 26.03.2018 11:53, RAin

      Unabhängig von der Frage, ob ein guter Schüler per se zum guten Studenten taugt, ist zu sagen, dass das Notensystem im Jura-Studium noch aus preußischen Zeiten stammt. Dort sollte Juristen, die damals noch größtenteils Staatsbedienstete waren, Demut gelehrt werden. Daher ist die Notenskala so ausgelegt, dass ein sehr guter Jurist bereits bei 9 oder 10 Punkten beginnt. Die Luft nach oben wird dann sehr schnell sehr, sehr dünn. Kandidaten im Bereich zwischen 14 und 18 Punkten wären nach Schulmaßstäben dann die 1+++ Variante, die bessere Lösungen abliefern als sie vom Lehrer vorgesehen waren.

      Man kann also i.d.R. guten Gewissens sagen, gewöhnen Sie sich direkt einmal daran, dass eine 1 (=16-18 Punkte) nicht zu erreichen sein wird.

      Und noch ein Hinweis zu den übrigen Kommentaren unter diesem Artikel: Lassen Sie sich bitte nicht von der latenten Idiotie der Verfasser abschrecken. Tatsächlich zieht das Jura-Studium viele Schaumschläger an, aber zum Glück nicht nur.
      Falls Sie bereits über den möglichen Studienort nachdenken sollten:
      Examen sind überall schwer und anstrengend. Inhaltlich lässt sich hier schwer ein Maßstab finden. Was tatsächlich aber gesagt werden kann, ist, dass 11 Klausuren hintereinander anstrengender sind als 7 Klausuren.

  • 15.03.2018 09:26, Wolfgang Mitsch

    Ich war in Brandenburg und Berlin fast 25 Jahre Prüfer im Ersten Staatsexamen. Auf Grund der in dieser Zeit mit dem Gemeinsamen Justizprüfungsamt (GJPA) gemachten Erfahrungen überrascht mich eine Panne, wie die aktuelle, überhaupt nicht. In der letzten Prüfungskampagne hatten mein Mitprüfer (ein LOStA) und ich bei insgesamt 11 Arbeiten Notenabweichungen von bis zu 7 Punkten (konkret : 10 Punkte - 3 Punkte). Dabei war mein Wert jeweils der höhere. Da bei solch krassen Differenzen eine Einigung der beiden Prüfer natürlich nicht möglich gewesen ist, hat das Justizprüfungsamt - wie die JAO es vorschreibt - einen sog. "Stichentscheid" vorgenommen. Dieser sah im Ergebnis so aus, dass bei jeder betroffenen Arbeit der niedrige Notenwert meines Mitprüfers bestätigt wurde.

    Die armen gelackmeierten Kandidaten hätten also am Ende einen Punkt mehr bekommen, wenn ich statt 10 Punkten nur 5 Punkte gegeben hätte. Dann wäre nämlich am Ende der Mittelwert - also 4 Punkte - genommen worden.

    Ich kann nur hoffen, dass die betroffenen Kandidaten ihr Prüfungsergebnis anfechten.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 15.03.2018 15:45, Julia

      Das zu lesen ist wirklich erschreckend. Diese Art der Bewertung kann doch eigentlich nicht möglich sein. Wie kann ein Unterschied von 7 Punkten bei der Bewertung von zwei Prüfern entstehen? Und dann wird noch nichtmal richtig gemittelt? Normalerweise wäre das Ergebnis doch dann 6,5 Punkte.
      Wie schafft man es denn bei so einer Bewertung eine solide Klausur im Examen zu schreiben?
      Haben Sie als erfahrener Prüfer hilfreiche Tipps, worauf es am Ende ankommt? Oder ist die Benotung letztlich doch nur Glücksache, je nachdem welchen Korrektor man erwischt hat ?

  • 15.03.2018 15:34, Julia

    In Niedersachsen sind aus dem Oktoberdurchgang 2017 auch viele Klausuren verschwunden gewesen. Den Kanditaten wurde auch angeboten die Klausur in nächsten Durchgang nochmal zu schreiben oder die gesagte Note vom Erstkorrektor anzunehmen. Das ist eigentlich ein faires Angebot. Vorallem für die, die mit dem nochmaligem Schreiben noch hätten bestehen können. Die Klausuren wurden später jedoch bei einem Postzusteller ( insgesamt bei ihm 1400 Briefe) wieder gefunden und das Angebot war dann natürlich hinfällig. https://www.google.de/amp/s/www.nordkurier.de/anklam/postzusteller-klaute-mindestens-1400-briefe-2231038001.html%3famp
    Wieso wird für das Verschicken von Examensklausuren nicht ein persönlicher Courrier beauftragt und bezahlt? Wieso wird alles was mit dem juristischen Staatsexamen zu tun hat, so schlecht organisiert?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • 20.03.2018 16:09, Sparfuchs

      @ Julia:

      Das kann man einfach diejenigen fragen, die seit Jahrzehnten den "schlanken Staat" fordern.

    • 20.03.2018 17:46, Julia

      Schöne Option für alle mit schlechtem Gefühl, die sich durch das Verschwinden ergibt. In Berlin passieren Sachen...

  • 11.04.2018 19:27, Bigbunnybeans

    Ist ja wie nach der Bundeswehr... Meine Grundi war schwer... meine war schwerer...

    Egal wer das schwerste Examen hat, wichtig ist das es bestanden wird. Der Rest ist Kinderkram.

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