LTO.de - Legal Tribune Online - Aktuelles aus Recht und Justiz
 

Acht Gründe, Jura zu studieren: Mehr Recht als sch­lecht

Sich über das Jurastudium zu beklagen, ist zu einer Art Volkssport geworden unter denen, die es betreiben. Dabei mischt sich berechtigte Kritik mit Larmoyanz und Selbstgefälligkeit. Genug davon.

In einem Punkt wird noch der maulfaulste Jurastudent zum redseligen Anwalt in eigener Sache: Dann nämlich, wenn es die Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten des Ausbildungsweges anzuklagen gilt, den er selbst gewählt hat. Das ist oft durchaus berechtigt – etwa, wenn es um das Kommentarverbot im Ersten Staatsexamen oder die Theorieversessenheit nahezu des gesamten Studiums geht. Es ist aber ebenso oft ein bequemer Vorwand, mit dem eigene Versäumnisse zu systemischen Missständen umetikettiert werden. Und es lässt beinahe immer die zahlreichen, einzigartigen Vorzüge gerade dieses Fachs außer Betracht. Dem altbekannten Klagelied haben wir deshalb einmal acht hellere Töne gegenüber gestellt – als Ausblick für alle künftigen und Anstoß für alle derzeitigen Jurastudenten.

Zitiervorschlag

Constantin Baron van Lijnden, Acht Gründe, Jura zu studieren: Mehr Recht als schlecht . In: Legal Tribune Online, 11.11.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/17456/ (abgerufen am: 17.11.2019 )

Infos zum Zitiervorschlag
Kommentare
  • 11.11.2015 10:27, Toubib

    Dem ist voll zuzustimmen. Juristerei ist auch immer Teilhabe am Herrschaftswissen und kann daher sehr nützlich sein. Beim 5. Bild müsste es wohl "einträglich" heißen, oder?

  • 13.11.2015 11:52, Nipperdey

    Ich bin mir nicht sicher, ob Recht wirklich sexy ist. Ich kann aber bestätigen, dass das Sozialprestige recht hoch ist.

  • 14.11.2015 14:33, Jan

    Sehr schöne Bilderstrecke, insbesondere der Part über die Rollenklischees. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade die heutige Generation der Juristen alles andere als konservative Bedenkenträger sind sondern sich vielmehr durch kritischem Hinterfragen lange bestehender Traditionen und Liberalität gegenüber neuen Positionen hervortun.