Christian Hartz im Interview zum Legal Hackathon 2026 | ANZEIGE: Die Zukunft von Legal AI ent­scheidet sich nicht im Prompt, son­dern im Ver­trauen.

Nichtredaktionelles Advertorial ( Was ist das? )

17.09.2026

Denker:innen, Macher:innen & Praktiker:innen kommen im September erneut in Hürth bei Köln zum Legal Hackathon zusammen, um innovative Legal-Tech-Lösungen zu entwickeln. 

Beim Legal Hackathon Cologne 2026 begleitet Christian Hartz als Mentor die Teams bei der Entwicklung innovativer Legal-Tech-Lösungen. Im Gespräch erklärt der Director of AI Quality & Safety bei Wolters Kluwer Legal & Regulatory, warum für den Erfolg von KI künftig nicht nur leistungsfähige Modelle, sondern vor allem Vertrauen, Qualität und Nachvollziehbarkeit entscheidend sind

Lange Zeit drehte sich bei generativer KI alles um Prompt Engineering. Warum reicht das heute nicht mehr aus?

Christian Hartz - Director of AI Quality & Safety bei Wolters Kluwer Legal & RegulatoryPrompt Engineering bleibt wichtig. Moderne KI-Systeme sind jedoch deutlich leistungsfähiger und umfangreicher geworden und übernehmen viele Aufgaben wie auch das Schreiben eigener Prompts inzwischen selbst. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, wie man einen möglichst guten Prompt formuliert, sondern wie zuverlässig die Ergebnisse eines Systems tatsächlich sind. Gerade im juristischen Umfeld braucht es Vertrauen in die Qualität und Konsistenz der Ergebnisse. Deshalb rücken Themen wie Evaluierung, Qualitätssicherung und Vertrauenswürdigkeit zunehmend in den Mittelpunkt.

Warum sprechen wir heute weniger über Prompt Engineering und zunehmend über Trust Engineering?

Trust Engineering beschreibt die Verfahren und Prozesse, mit denen Vertrauen in KI-Systeme systematisch aufgebaut und überprüft werden kann. Dazu gehören beispielsweise Evaluierungen, Qualitätsmetriken, kontinuierliches Monitoring und transparente Entscheidungsprozesse. Es geht darum, die Leistung eines Systems nicht nur zu demonstrieren, sondern sie nachvollziehbar nachzuweisen. Diese Evaluation muss für jedes einzelne Glied des Systems funktionieren: nutzt das agentische System das richtige Tool, werden die richtigen Dokumente gefunden, wird die Antwort korrekt aus den gefundenen Dokumenten und nicht aus eigenem Wissen erstellt etc.

Warum ist das gerade für Legal AI so wichtig?

Fehler können in juristischen Anwendungen erhebliche Auswirkungen haben. Eine beeindruckende Demo ist schnell erstellt. Für den nachhaltigen Einsatz muss jedoch sichergestellt sein, dass ein System auch unter unterschiedlichen Bedingungen zuverlässig arbeitet und seine Grenzen kennt. Diese sollte man bereits frühzeitig kennen, um ggf. auch die Art und Weise wie man mit der Anwendung interagiert zu verändern, bspw. weniger Autonomie und mehr Nutzendenführung.

Welche Rolle spielt dieses Thema beim Legal Hackathon Cologne 2026?

Eine sehr große. Beim Legal Hackathon sehe ich jedes Jahr, wie schnell aus einer Idee ein funktionierender Prototyp entstehen kann. Entscheidend ist jedoch, wie belastbar die Lösung auch außerhalb der Demo-Umgebung ist. Genau diese Perspektive möchte ich als Mentor mit den Teams diskutieren.

Worauf sollten Jurist:innen und Legal-Tech-Verantwortliche in den kommenden Jahren besonders achten?

Auf die Frage, welchen KI-Systemen sie tatsächlich vertrauen können. Der Wettbewerb wird künftig nicht allein über die Leistungsfähigkeit von Modellen entschieden, sondern darüber, wie transparent, reproduzierbar und verlässlich die Ergebnisse ganzer Systeme sind. Darin sehe ich die nächste Entwicklungsstufe von Legal AI.

Christian Hartz ist Director of AI Quality & Safety bei Wolters Kluwer Legal & Regulatory. Mit über zehn Jahren Erfahrung an der Schnittstelle von Recht und Technologie entwickelt er datengetriebene Legal-Tech-Lösungen. Als Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln und der Universität des Saarlandes vermittelt er praxisnah, wie Technologie das Recht von morgen verändert.

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Zitiervorschlag

Christian Hartz im Interview zum Legal Hackathon 2026 | ANZEIGE: . In: Legal Tribune Online, 17.09.2026 , https://www.lto.de/persistent/a_id/60864 (abgerufen am: 08.10.2026 )

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