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Uli Hoeneß muss vor Gericht: LG München II lässt Anklage wegen Steuerhinterziehung zu

04.11.2013

Der Präsident des Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München wird sich im kommenden Jahr wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor Gericht verantworten müssen. Dies teilte das LG München II am Montag mit.

Bayern-Präsident muss im kommenden Jahr vor Gericht. Das Landgericht (LG) München II hat die Anklage der Staatsanwaltschaft wegen Steuerhinterziehung unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen. Der erste Verhandlungstermin ist für den 10. März 2014 anberaumt. Insgesamt seien vier Verhandlungstermine angesetzt, zudem sei die Vernehmung von vier Zeugen geplant. Die Staatsanwaltschaft München II hatte Ende Juli Anklage gegen den 61 Jahre alten Hoeneß erhoben.

Hoeneß hatte sich im vergangenen Januar selbst beim Finanzamt angezeigt. Trotz der Affäre behielt Hoeneß seine Posten beim Münchner Triple-Sieger. Einzelheiten zum Anklagevorwurf könnten "aufgrund der besonderen Geheimhaltungspflichten in Steuerstrafverfahren" bis zur Verlesung des Anklagesatzes in öffentlicher Sitzung nicht mitgeteilt werden, erklärte das Gericht am Montag weiter.

dpa/mbr/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Uli Hoeneß muss vor Gericht: LG München II lässt Anklage wegen Steuerhinterziehung zu . In: Legal Tribune Online, 04.11.2013 , https://www.lto.de/persistent/a_id/9948/ (abgerufen am: 28.10.2020 )

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Kommentare
  • 05.11.2013 06:50, <a target="_blank" href="http://ungereimtheiten.wordpress.de" >ungereimtheiten.wordpress.de</a>

    ungereimtheiten.wordpress.de verlinkt auf diesen Artikel mit folgendem Linktext: <br /><a target="_blank" href="http://ungereimtheiten.wordpress.de/2013/11/05/warum-ist-hoenes-uberrascht/">bei Anklagezulassung</a>

  • 07.11.2013 16:50, Karl Heinz Gruber

    Normal gilt die Unschuldsvermutung bis zur Rechtskraft einer gerichtlichen Verurteilung.
    Anders ist der Fall einer Selbstanzeige. Hier wird eine Steuerstraftat angezeigt und führt unter
    bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer strafrechtlichen Verurteilung.
    Es stellt sich die Frage, ob positive Popularität höherrangig als die Offenlegung einer began-
    genen Straftat ist, um bei einer AG, d.h. bei einer Publikumsgesellschaft der Präsident eines Aufsichtsgremiums zu bleiben.
    Dann sollte auch toleriert werden, wenn z.B. der Präsident des Bundesrechnungshofes 3 Mio. private Zinseinnahmen jahrelang nicht zum Gegenstand der gesetzlichen Steuer- erklärungspflicht gemacht hätte.
    Seit 1999 soll es keine Bewährung mehr ab 1 Mio. € Steuerhinterziehung geben; vorher bereits bei weit weniger. Bedienstete des öffentlichen Dienstes u. Richter verlieren Amt und Pensionsanspruch, bei Strafmaß u. Bestrafung von mehr als 12 Monate Freiheitsstrafe.

  • 25.11.2013 20:04, Blaubart

    Das währe ja noch schöner, wenn die Anklage jetz schon bekannt gemacht würde. Der saubere Herr Steuerhinterzieher (Volksschädiger) könnte da schon jetzt abwiegeln oder verschwinden, Man kann das drehen und wenden wie man möchte, esbleibt eine stinkende Wolke im Raum. Interessant wird die Enscheidung der Richter allemal. So Krätz hat auch Steuer hinterzogen. Vorerst ist bekannt in annähernd gleicher Höhe wie bei Hoeneß. Ca. 3,2 Millionen EURO. Hoeneß bekommt Bewährung. Und Krätz Gefängnis. Bei Wildmoser war es ähnlich. Der hat die Gefängnisstrafe nicht lange überlebt.