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Streit um Affäre mit Pornodarstellerin Stormy Daniels: Trump-Anwalt will Aus­sage ver­wei­gern

26.04.2018

Donald Trumps Anwalt Michael Cohen will in der Affäre um die Pornodarstellerin Stormy Daniels nicht aussagen, um sich nicht selbst zu belasten. Der Anwalt der Gegenseite spricht von einer "sensationellen Entwicklung".

US-Präsident Donald Trumps persönlicher Anwalt Michael Cohen will in der Affäre um die Pornodarstellerin Stormy Daniels von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. In einer am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung berief sich Cohen dabei auf den 5. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, nach dem niemand in einer Untersuchung gegen sich selbst aussagen muss.

Es geht bei dem Fall um das Pornosternchen Stephanie Clifford ("Stormy Daniels"), die vorgibt, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben. Der Präsident dementiert das. Cohen sagte, er habe kurz vor der Präsidentenwahl 2016 Clifford aus eigener Tasche 130.000 US-Dollar (rund 110.000 Euro) gezahlt. Das Geld soll dazu gedient haben, sie von diesen Äußerungen abzubringen.

Am 9. April durchsuchte die US-Bundespolizei FBI das Büro, die Wohnung und das Hotelzimmer Cohens. Dabei beschlagnahmten Beamte E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittener Zahlung. Trump reagierte wütend auf die Razzia und sprach von einer "Hexenjagd" und einer "Schande".

Clifford alias Daniels hat gegen Cohen geklagt. Sie wirft ihm Diffamierung vor, weil er sie der Lüge bezichtigt habe. Ihr Anwalt Michael Avenatti bezeichnete Cohens Erklärung als "sensationelle Entwicklung". "Nie zuvor in der Geschichte unserer Nation hat sich der Anwalt eines amtierenden Präsidenten im Zusammenhang mit Streitfragen, die den Präsident selbst berühren, auf den 5.
Zusatzartikel berufen", twitterte er.

dpa/mam/LTO-Redaktion

Zitiervorschlag

Streit um Affäre mit Pornodarstellerin Stormy Daniels: Trump-Anwalt will Aussage verweigern . In: Legal Tribune Online, 26.04.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/28295/ (abgerufen am: 22.09.2020 )

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Kommentare
  • 26.04.2018 12:18, bergischer löwe

    https://pbs.twimg.com/media/DbqUWH3WAAATZnR.jpg

  • 26.04.2018 12:29, Spötter am Tage

    Ja! Ohh! Oh Ja! Ja, einmal noch!

    Und ab morgen kann man die triumphale Hörner, den Pferdefuß und den teuflischen Schweif ganz deutlich sehen.

    Zumindest die Gendergläubigen und die Schuldkultanhänger.

  • 26.04.2018 15:39, Bernd

    Der Anwalt der Gegenseite sprach von einem "stunning development". Wie man das mit "sensationell" übersetzen kann ist mir schleierhaft.

  • 01.05.2018 21:36, Roberta Krus

    Anwälte haben sich immer an Ihr Anwaltsgeheimnis zu halten, egal was kommt, ansonsten verlieren Sie Ihre Zulassung. Das tut Trumps Anwalt hier. Vgl. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Anwaltsgeheimnis
    Und http://www.advokat-svycarsko.cz
    Zudem sitzt er wohl selber hier mächtig in der Tinte