Überlastete Mitarbeiter: Staatsanwaltschaften beklagen Notstand bei Ermittlungen

05.01.2015

Wegen überlasteter Mitarbeiter klagen einem Medienbericht zufolge bundesweit Staatsanwaltschaften über einen Notstand bei der Ermittlungsarbeit. Weil Beweismaterial etwa nicht mehr fristgerecht ausgewertet werden könne, drohten sogar Prozesse zu platzen.

Besonders dramatisch sei die Situation in Sachsen, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, berichtet MDR Info. Dabei beruft sich der Sender auf ein internes Schreiben nach einem Treffen der Generalstaatsanwälte in Görlitz (Sachsen) vor einigen Monaten.

So habe sich das auszuwertende Volumen von Computerdaten in Brandenburg innerhalb von fünf Jahren verdoppelt, heißt es. Auch die Zahl auszuwertender Mobilfunk- und Internetdaten sowie von DNA-Proben seien unter anderem deutlich gestiegen.

In einigen Fällen hätten Gerichte sichergestellte Beweismittel wie Computer und Handys ungeprüft zurückgeben lassen, weil die Untersuchungen zu lange gedauert hätten, so der Sender. Ohne dieses Beweismaterial könnten manche Prozesse sogar platzen.

dpa/age/LTO-Redaktion

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Überlastete Mitarbeiter: Staatsanwaltschaften beklagen Notstand bei Ermittlungen . In: Legal Tribune Online, 05.01.2015 , https://www.lto.de/persistent/a_id/14273/ (abgerufen am: 23.10.2021 )

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